Wie kann die Kirche „Brücken bauen“?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Papst hat den Beinamen Pontifex, d.h. Brückenbauer. Aber auch von Bischöfen verlangt man, wie jetzt vom Nachfolger des Bischofs Huonder von Chur, dass sie Brückenbauer seien.

Da es nicht nur im Bistum Chur Katholiken gibt, die in wesentlichen Fragen der katholischen Lehre gegensätzliche Positionen vertreten, sind die Anmerkungen von Bischofssekretär Christoph Casetti von einer Bedeutung, die über Chur hinausreicht.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Christoph Casetti erklärt: „Er (der Bischof) soll Brücken bauen und so die Einheit in der Diözese wieder herstellen. Doch wie kann er diejenigen vereinen, die sich grundsätzlich nicht einig sind in den Fragen wie z.B. … Ist Jesus wirklich der Sohn Gottes und nicht nur der Menschensohn, der Sohn Josefs? Ist er wirklich von den Toten auferstanden oder geht einfach seine Sache weiter? Können nur Männer Priester werden? Können die wiederverheirateten Geschiedenen zur hl. Kommunion gehen oder nicht? Kann die ‚Ehe für Alle‘ von der Kirche anerkannt werden? Ist nur die natürliche Familienplanung erlaubt oder muss die Kirche endlich die Verhütung frei geben?“ (Tagespost, 11.4.2019).

Solche Gegensätze könnten nach Casetti nur „um den Preis eines völligen Relativismus in Bezug auf die Glaubenswahrheiten und die daraus folgende Lebenspraxis vereinigt werden.“

Man sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass wir uns in einer geistigen Auseinandersetzung befinden, die totalitären Charakter hat. Diese Auseinandersetzung findet nicht nur mit den Gegnern außerhalb der Kirche, sondern auch mit denen in ihrem Inneren statt.

Das derzeitige Kampffeld sind die sexuellen Missbrauchsfälle. Sie werden instrumentalisiert, um eine „andere Kirche“ zu schaffen. Es wird nicht die nahestellende Frage gestellt, was die Ursachen sind, die zu den Missbrauchsfällen geführt haben.

Wer sie auf den Tisch bringt, wie die Kardinäle Brandmüller, Burke und Müller oder jetzt Benedikt XVI., der wird mit den medialen Mitteln als Störenfried niedergemacht oder totgeschwiegen.

Der totalitäre Charakter zeigt sich darin, dass alle Medien, profane und kirchliche, aktiviert werden, damit die entscheidenden Fragen unter dem Deckel gehalten werden. Wie soll ein Bischof, der sich an die Lehre der Kirche hält, Brücken bauen, wenn unter den Brückenbogen die Kräfte, die eine andere Kirche wollen, ihre Politik weiter beinhart verfolgen?

Bei der Instrumentalisierung der sexuellen Missbrauchsfälle geht es um die Zukunft der katholischen Kirche.

Der amerikanische Publizist George Weigl hat in seinem Offenen Brief an Kardinal Marx nach der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischofskonferenz, die den „synodalen Weg“ für die Kirche beschlossen hat, festgestellt: “Die deutsche Kirche – der Katholizismus meiner Vorfahren – stirbt. Er wird nicht durch ein Abziehbild des sterbenden liberalen Protestantismus wiederbelebt“ (Kath.net vom 28. März 2019).

Wie sollte der Brückenbauer aussehen? Kardinal Woelki geht den aktuellen Fragen nach: „Was wollen die Menschen? Was wird von der Kirche erwartet? …Wo muss sie sich anpassen, weil sie sonst keine Akzeptanz mehr findet?“

Woelki beantwortet diese Fragen damit: Für die Kirche „ergeben sich schnell Forderungen, die Kirche müsse aufgeben, was ‚überholt‘ ist, sie müsse ‚zeitgemäß‘ werden und habe ohne Zugeständnisse an die Forderung von Menschen und Medien schlicht keine Zukunft mehr. Weiter: die Kirche müsse die ‚Lebenswirklichkeit‘ anerkennen, sich ‚neu erfinden‘.“

Der Kölner Erzbischof antwortet darauf: “Wie groß der mediale Handlungsdruck und die öffentlichen Erwartungen auch sein mögen, die Kirche könne sich keine Veränderungen ihrer Lehre abtrotzen lassen, wenn diese dem Geist des Evangeliums widersprechen“.

Woelki weiter: „Das gilt nicht nur für die … Dogmen, wie die Dreifaltigkeit oder die Gottessohnschaft Christi, sondern auch für andere grundlegende Fragen… die Schöpfungsordnung, gegenseitige Hinordnung von Mann und Frau, ihrer grundsätzlich auf neues Leben hin offene Liebe und Treue…“

Woelki nennt in diesem Zusammenhang die übrigen aktuellen Forderungen in Bezug auf Zölibat, Homosexualität, Sex vor der Ehe. Schließlich: Die Kirche „muss nicht erfunden, sondern wieder aufgefunden werden, von neuem gesucht werden“. (Die Tagespost vom 28.3.2019)

Der Kern des Problems bei den sexuellen Missbrauchsfällen und dem beschlossenen „synodalen Weg“ liegt in der Weigerung, den Forderungen Jesu am Beginn seiner Mission nachzukommen: „Denkt um, kehrt um und glaubt an das Evangelium.“

Als nun Benedikt XVI. emeritus, was er „aus der Rückschau heraus zu einem neuen Aufbruch beitragen könne“, geäußert hat – nach Kardinal Müller „Die tiefgründigste Analyse der Genese der Glaubwürdigkeitskrise der Kirche in Fragen der Sexualmoral und intelligenter als alle Beiträge beim Gipfel der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen zusammen“ (Info@eurient.de, 13.4.2019) – setzte in profanen Medien, aber auch innerkirchlich, ein Sturm der Entrüstung ein.

Kardinal Müller merkt dazu an: „Es ist ein Skandal, dass katholische Bischöfe Plattformen finanzieren und so die Kirchensteuern zweckentfremden, die eindeutig Positionen vertreten, die mit der katholischen Glaubens- und Sittenlehre in Widerspruch stehen“.

Wie Benedikt XVI. konstatiert Kardinal Müller: „Wir kommen nur aus der Krise, wenn das Übel beim Namen genannt wird“.

Jene „Katholiken, die der heiligen Schrift, der apostolischen Tradition und dem Lehramt treu sind“, werden als „konservative Katholiken“ kaltgestellt oder mundtot gemacht. Dazu – so Kardinal Müller – ist ihnen „jedes Mittel, auch das der Verleumdung und Ehrabschneidung recht“. (Info@eurient.de 13.4.2019)

Wie können da Brücken gebaut werden?


9 Kommentare on “Wie kann die Kirche „Brücken bauen“?”

  1. Holger Jahndel sagt:

    @Felizitas Küble:

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    Es dürfte Ihnen auch bekannt sein, daß die katholische Kirche es der katholisch-unierten Ostkirche seit Jahrhunderten (!) erlaubt, daß dort die Priester/Popen verheiratet sind.
    In der Westkirche ist es ein Kirchengesetz, kein Dogma
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    Richtig…eben darum!

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    – im übrigen unterlassen Sie bitte Ihre Spekulationen über das vermeintliche Sexualleben der Priester, indem Sie den Eindruck erwecken, als würden diese sich am laufenden Meter gegen das 6. Gebot versündigen.
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    Das ist alles durch zahlreiche belegte und belegbare Fälle und statistisch dokumentiert usw.!

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    • Holger Jahndel sagt:

      Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien

      https://de.wikipedia.org/wiki/Syrisch-Orthodoxe_Kirche_von_Antiochien

      Thomaschristen der Thomas-Kirchen in Indien nach dem Apostel Thomas und ihr Yoga

      https://de.wikipedia.org/wiki/Thomaschristen Dhyanam-Yoga, teilweise stehen die Thomas-Kirchen und Thomas-Christen Indiens in einer Kirchenunion mit der Assyrischen Kirche des Ostens bzw. der Syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in der direkten Nachfolge des Apostels Petrus, Antiochia ist die zweitälteste Gemeinde des Christentums nach der christlichen Ur-Gemeinde in Jerusalem und wurde im Urchristentum noch vom Apostel Petrus selbst mitbegründet, in dessen direkter Nachfolge und Vertretung man sich sieht…!
      Die Kirche unterstand niemals Rom bzw. der römisch-katholischen Kirche nach den beiden Aposteln Petrus und Paulus und erhebt selbst den Anspruch auf die Petrus-Nacholge usw.
      Einen verpflichtenden Zölibat gibt es nur für Bischöfe und Mönche. Priester dürfen heiraten, im Gegensatz zu den übrigen Ostkirchen auch nach der Priesterweihe.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Assyrische_Kirche_des_Ostens

      Assyrische Kirche des Ostens
      Die Assyrische Kirche des Ostens (vollständiger Name: Heilige Apostolische und Katholische Assyrische Kirche des Ostens, aramäisch ܥܕܬܐ ܩܕܝܫܬܐ ܘܫܠܝܚܝܬܐ ܩܬܘܠܝܩܝ ܕܡܕܢܚܐ ܕܐܬܘܪ̈ܝܐ) ist eine autokephale und völlig eigenständige Ostkirche syrischer Tradition in Nachfolge des im Sassanidenreich entstandenen altchristlichen Katholikats von Seleukia-Ktesiphon. Das Katholikat spaltete sich Mitte des 16. Jahrhunderts in zwei heute etwa gleich große Zweige: (1) die traditionelle, weiterhin unabhängige „Kirche des Ostens“ (später beigenannt „assyrisch“) und (2) die mit dem Papst in Rom unierte, eigenberechtigte chaldäisch-katholische Kirche („Patriarchat von Babylon“). Zur Assyrischen Kirche gehört eine indische Metropolie der Thomaschristen; ihr katholisch-ostkirchliches Gegenüber ist die erheblich größere syro-malabarische Kirche. Die nicht mit Rom geeinte Assyrische Kirche des Ostens hat sich seit den 1960er Jahren über die Streitfrage der Einführung des gregorianischen Kalenders ihrerseits gespalten in (a) die weltweit agierende „Heilige Apostolische und Katholische Assyrische Kirche des Ostens“ (auf die sich dieser Artikel konzentriert) mit Sitz des Patriarchen in Chicago und (b) die wesentlich kleinere, auf den Irak konzentrierte, aber auch in den USA und Deutschland präsente „Alte Apostolische und Katholische Kirche des Ostens“ (auch „Assyrische Altkalendarier“ genannt) mit Patriarchensitz in Bagdad. Assyrische St.-Marien-Kirche (Mat Marjam) in Moskau Inhaltsverzeichnis 1 Namen 2 Gegenwart 2.1 Verbreitung 2.2 Lehre 2.3 Gottesdienst und Praxis 2.4 Organisation 2.4.1 Episkopat 2.4.2 Besonderheiten 2.4.3 Gemeinden 3 Geschichte 3.1 Im Sassanidenreich 3.2 Unter dem Islam 3.3 Neuzeit: Spaltungen und Verluste 4 Ökumene 5 Kontroversen 6 Bedeutende Angehörige der Ostsyrischen Kirche 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 10 Einzelnachweise Namen
      Die vollständige Bezeichnung lautet heute Heilige Apostolische und Katholische Assyrische Kirche des Ostens. Der Namensbestandteil „katholisch“ leitet sich vom Nicäno-Konstantinopolitanum (μίαν, Ἁγίαν, Καθολικὴν καὶ Ἀποστολικὴν Ἐκκλησίαν) ab und beinhaltet keine Bindung an die römisch-katholische Kirche. Der heute mit dem römischen Papst geeinte Flügel der Kirche nennt sich chaldäisch-katholische Kirche. Der ursprüngliche Name lautet Kirche des Ostens. Damit wurde ausgedrückt, dass sie für die Christen östlich der Grenze des Römischen Reiches zuständig war, im Perserreich bzw. im Kalifat von Bagdad und darüber hinaus. Nach dem ursprünglichen Kerngebiet ihrer Verbreitung wird sie auch „persische Kirche“, „mesopotamisch-persische Kirche“ oder „ostsyrische Kirche“ genannt. Aufgrund der Ablehnung der Konzilien von Ephesos (431) und Chalkedon (451) spricht man auch von Nestorianischer Kirche. Die zusätzlichen Benennungen als „chaldäisch“ (chaldaica) ab dem 15. Jahrhundert sowie als „assyrisch“ (syriaca) ab dem 19. Jahrhundert sind neuzeitlich und beide europäischer Herkunft. Sie sind ursprünglich sprachlich bzw. historisch-geographisch gemeint; ihr eigentlicher Zweck war die Vermeidung der Bezeichnung „nestorianisch“ für jene Teile der Kirche des Ostens, die sich der römisch-katholischen bzw. anglikanischen Kirchengemeinschaft angenähert oder angeschlossen hatten. Teil eines offiziellen kirchlichen Eigennamens wird das Adjektiv „assyrisch“ in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Beiwort „nestorianisch“ und der Name „Nestorianer“ werden heute als Selbstbezeichnung auch von den Nicht-Katholiken abgelehnt. In theologischer und historischer Fachliteratur hingegen ist die Bezeichnung „Nestorianische Kirche“ noch weit verbreitet. Manche sprechen widersinnig sogar von „katholischen Nestorianern“. Vom Namen „Kirche des Ostens“ lässt sich schwer ein Adjektiv ableiten, das nicht, wie etwa „ostkirchlich“, zu Missverständnissen Anlass bietet. Üblich sind „ostsyrisch“ (konfessionell neutral), „chaldäisch“ (katholisch konnotiert), „assyrisch“ (vorwiegend nicht-katholisch), auch „assyro-chaldäisch“ (zusammenfassend oder katholisch). Die ostsyrischen Christen wurden manchmal auch als „Protestanten des Ostens“ bezeichnet, gehören jedoch traditionell einer Kirche des katholischen Typs an. Nur kleine Gruppen wurden seit dem 19. Jahrhundert evangelisch. Von der „Assyrischen Kirche des Ostens“ bzw. der „Alten Kirche des Ostens“ zu unterscheiden sind: die katholischen Ostkirchen derselben ostsyrischen Tradition, nämlich die mit dem Papst in Rom geeinte chaldäisch-katholische Kirche nebst der von dieser unabhängigen, aber ebenso mit dem Papst geeinten syro-malabarischen Kirche in Indien, die innerhalb des Imperium Romanum entstandenen westsyrischen Kirchen, z. B. die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die sogenannten Jakobiten. Sie erkennen sämtlich das Konzil von Ephesos an, sind damit „orientalisch-orthodox“ oder, sofern mit dem Papst in Rom uniert, römisch-katholisch. Zusammengefasst bilden alle gemeinsam die Kirchen syrischer Tradition bzw. das syrische Christentum. In neuerer Zeit werden die Mitglieder dieser Kirchen auch als Assyrer/Aramäer bezeichnet. Gegenwart
      Heute gehören vermutlich etwa 300.000 bis 400.000 Gläubige in Iran, Irak, Syrien, der Türkei, den USA, Europa und Australien der autokephalen Assyrischen Kirche an. Davon lebt gegenwärtig etwa die Hälfte nicht mehr im Nahen Osten, sondern als Emigranten in der Diaspora; vor allem in den USA, etwa 80.000 allein in der Gegend von Chicago. Alle Zahlenangaben sind nur geschätzt und verfolgen auch andere als statistische Zwecke. Neuzeitliches Zentrum und Sitz des Patriarchen war bis zum Ersten Weltkrieg Qudshanis in der heutigen Ost-Türkei. Aus politischen Gründen wurde seine Residenz inzwischen nach Chicago in den USA verlegt. Die indische Metropolie mit Sitz in Thrissur hat mindestens 25.000 Mitglieder, überwiegend im Bundesstaat Kerala. In Deutschland gibt es zwei Gemeinden in Wiesbaden/Mainz, darunter eine der Altkalendarier mit eigenem Bischof (Mar Timotheus Shalita Odisho), in Österreich eine Mission in Wien.
      Lehre
      Die Beschlüsse der ökumenischen Konzilien von Nicäa 325 und Konstantinopel 381 werden voll anerkannt. Das grundlegende Glaubensbekenntnis ist das Nicäno-Konstantinopolitanum. Die Mysterien der Trinität und der Inkarnation sind zentrale Punkte der Lehre. In der Christologie vertritt sie, dass Jesus Gott und Mensch war, und dass seine zwei Naturen unvermischt und unverändert sind. Doch während die Monophysiten die beiden Personen als in keiner Weise trennbar – weder real noch in der Anschauung – betrachten, sehen die Duophysiten sie in gewisser Weise getrennt. Das Menschliche ist irgendwie der Träger des Göttlichen in dem einen Gott-Mensch; Maria ist „nur“ die Mutter des Menschlichen in ihm, deshalb wird der Begriff Muttergottes oder Θεοτόκος Theotókos (Gottesgebärerin) für die Jungfrau Maria abgelehnt, der Begriff „Mutter Christi“ wird bevorzugt. Im ökumenischen Dokument von 1994 (siehe unten) heißt es: „In Jesus Christus ist der Unterschied zwischen der göttlichen und menschlichen Natur in allen Eigenschaften, Fähigkeiten und Handlungen erhalten.“ Er ist eine Person mit zwei kompletten Naturen, in ihm unauflöslich verbunden, aber nicht vermischt. Einen verpflichtenden Zölibat gibt es nur für Bischöfe und Mönche. Priester dürfen heiraten, im Gegensatz zu den übrigen Ostkirchen auch nach der Priesterweihe. Gottesdienst und Praxis
      Die Kirche des Ostens hat eine eigene Gottesdienstordnung ausgebildet: den Ostsyrischen Ritus, auch Chaldäischer Ritus genannt. Die Kirchensprache ist das zum Aramäischen gehörende Syrisch. Die Verwendung moderner Sprachen im Gottesdienst ist umstritten. Die Bräuche sind ähnlich wie in den anderen altorientalischen Kirchen. Die Verehrung von Ikonen wird allerdings, anders als in allen anderen Ostkirchen, gegenwärtig nicht mehr gepflegt.[1] Dementsprechend ist auch die Abtrennung des Altarraumes vom Rest des Kirchenschiffs durch eine Ikonostase in dieser Kirche unbekannt, stattdessen findet sich nur eine niedrige, zaunartige Abtrennung. Bei den unierten Katholiken des ostsyrischen Ritus sind heute allerdings durchaus religiöse Bilder nach westlichem Vorbild und sogar Statuen üblich. Sakramente sind die Eucharistie (Qurbana), die Taufe, das Amtspriestertum, die Vergebung der Sünden, heilige Salbung, der Sauerteig, der dem Brot des Abendmahls beigegeben wird, und das Zeichen des heiligen Kreuzes.[2] Die Eucharistie wird als Qurbana (Opfer, vgl. hebräisch Korban) bezeichnet und an jedem Sonntag gefeiert. Es wird immer ein Teil des eucharistischen Brotes wieder in den neuen Brotteig gemischt; dieser Brauch geht nach dem Glauben der Kirche bis auf das allererste heilige Abendmahl zurück, das Jesus Christus selbst abhielt. Das Hauptformular der Eucharistiefeier ist nach den Gründermissionaren Addai und Mari benannt. Daneben werden zwei syrische Formulare benutzt, die nach den in der Kirche des Ostens verehrten griechischen Kirchenvätern Nestorios und Theodor von Mopsuestia benannt sind. Die Gemeinde steht während des Gottesdienstes. Weihrauch gehört zur Liturgie. In der siebenwöchigen Fastenzeit vor Ostern wird auf Fleisch, Eier und Milchprodukte verzichtet. Hohe Kirchenfeste sind Christi Geburt, Epiphanias, Palmsonntag, Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingsten, Fest des Kreuzes und Heiligung der Kirche. Von Theodor von Mopsuestia hat die assyrische Kirche, als einzige Ostkirche, das Konzept der Allversöhnung in die Liturgie aufgenommen.

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  2. Holger Jahndel sagt:

    @Felizitas Jüble: Über die wahre Bedeutung des spirituellen Hoheitstitels „Menschensohn“ als göttlicher Erlöser und sprituelle Selbstbezeichnung Jesu Christi und des Neuen Testamentes gemäß der erfüllten Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel usw.

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    Christoph Casetti erklärt: „Er (der Bischof) soll Brücken bauen und so die Einheit in der Diözese wieder herstellen. Doch wie kann er diejenigen vereinen, die sich grundsätzlich nicht einig sind in den Fragen wie z.B. … Ist Jesus wirklich der Sohn Gottes und nicht nur der Menschensohn, der Sohn Josefs? Ist er wirklich von den Toten auferstanden oder geht einfach seine Sache weiter? Können nur Männer Priester werden? Können die wiederverheirateten Geschiedenen zur hl. Kommunion gehen oder nicht? Kann die ‚Ehe für Alle‘ von der Kirche anerkannt werden? Ist nur die natürliche Familienplanung erlaubt oder muss die Kirche endlich die Verhütung frei geben?“ (Tagespost, 11.4.2019).
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    Der Prophet Daniel wurde im Alten Testament der Bibel vom König zum „Rab-Mag“ ernannt, dies war der Titel des Oberhauptes der sterndeutenden Magier-Priester bzw. „Magoi“ der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier oder auch Parsen (aus dieser persisch-medischen Religion ging dann später auch der Mithras-Kult mit den Mithras-Mysterien hervor, dem etwa auch der Heilige St. Martin angehörte bevor er Christ wurde). Ein persischer König wird im Alten Testament der Bibel auch mit dem Titel „Heiland“ geehrt, eine Bezeichnung die das Neue Testament der Bibel auch für Jesus Christus verwendete. Der Prophet Daniel, als „Rab-Mag“ im Orginal-Text der Bibel stehend und mit diesem Amt nun auch Oberhaupt der sterndeutenden monotheistischen zarathustrischen bzw. zoroastrischen bzw. parsischen persisch-medischen Magier Priester bzw. „Magoi“, prophezeit nun das Kommen des auch in dieser Religion ähnlich dem im Alten Testament verheißenen und prophezeiten jüdischen Messias erwarteten göttliches Erlösers mit dem Titel „Menschensohn“. Jesus Christus benutzte diesen Ehrentitel „Menschensohn“ im Neuen Testament der Bibel auch häufig selbst als Selbstbezeichnung. Die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel kommen zu Jesu Christi Geburt und huldigen ihm als göttlichen Erlöser, weil sie von der Prophezeiung wussten und selbst die sterndeutenden Magier-Priester der monotheistischen persisch-medischen Religion nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster waren. Jesus Christus war also beides, sowohl der jüdische Messias bzw. Messias der Juden einerseits und auch gleichzeitig der göttliche Erlöser mit dem Titel „Menschensohn“ der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier andererseits. Vom Propheten Daniel prophezeit and hinsichtlich seines Kommens angekündigt. Darum huldigten ihm die Sterndeuter bzw. sogenannten „Weisen aus dem Morgenland“ und „Heilige drei Könige“ auch mit den sakralen Weihegaben und symbolischen Weihegeschenken ihrer Religion bzw. ihres Kulturkreises, in dem die Sonne als das höchste Gottessymbol galt – und Weihrauch und Gold waren in der Antike in der Tat wie auch der Wochentag Sonntag astrologisch der Sonne zugeordnet usw.
    Im Alten Testament war der Saturn der jüdische Königsstern, er stand auch symbolisch für das mosaische Gesetz und wurde dem Samstag bzw. jüdischen Sabbat als Wochentag zugeordnet. Tatsächlich wurde der jüdische Sabbat deswegen auch an einem Samstag gefeiert. Siehe auch die Engel der 7 Gemeinden als den 7 antiken Planeten analog im NT.
    Der Überlieferung der Thomas-Christen bzw. Thomas-Kirchen und Thomas-Gemeinden Indiens nach dem Apostel Thomas nach, welche heute teilweise in einer Kirchenunion mit der katholischen Kirche und teilweise aber auch in einer Kirchenunion mit der syrischen Kirche Syriens stehen, taufte der Apostel Thomas dann die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel zu Christen und setzte sie als christliche Bischöfe ein. Es gibt somit diese Magier-Tradition mit dem hermetischen Wissen und der hermetischen Philosophie der Hermetik als Natur- und Religionsphilosophie und Weisheitslehre und Weisheitstradition auch durchaus im Christentum. Denn auch Moses war laut Neuem Testament der Bibel und der Rede des Stephanus „in aller Weisheit der Ägypter“ unterrichtet und kundig und wissend. Siehe auch Elias Erdmanns Aufsätze und Websites und freie Online Texte zur Thematik, etwa auch zum jüdischen Theologen und Mystiker und hermetischen Philosophen der Hermetik Philo(n) von Alexandria und zur 4 bzw. 5 Elemente-Lehre und zur christlichen Mystik und christlichen hermetischen Philosophie und christlichen Hermetikern und Mystikern wie Origenes als Schüler des Heiligen Klemens bzw. Clemens von Alexandrien und so weiter.

    Christuswege

    http://www.christuswege.net

    Himmelsboten

    http://www.himmelsboten.de

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  3. Passauer Bischof Oster: „Beim Zölibat ist Spielraum drin“ – kein Dogma

    https://www.epochtimes.de/politik/welt/passauer-bischof-oster-beim-zoelibat-ist-spielraum-drin-a2832675.html

    Politik » Welt
    Passauer Bischof Oster: „Beim Zölibat ist Spielraum drin“ – kein Dogma
    Epoch Times23. März 2019 Aktualisiert: 23. März 2019 8:50
    Der Zölibat – die Verpflichtung katholischer Priester zur Ehelosigkeit – könnte geändert werden, meinte der Passauer Bischof Stefan Oster. „Anders als bei der Sexualmoral ist da mehr Spielraum drin, und der Papst hat schon ermutigt, hier nach neuen Wegen zu fragen“, so der Bischof.

    Buch

    Beile Ratut hinterfragt in einem Essay das „westliche Denken“ der Kirchen
    Von
    PP-Redaktion –
    20. März 20190

    Die deutsch schreibende Finnin Beile Ratut, für Matthias Matussek die „wahrscheinlich … unterschätzteste Autorin des gegenwärtigen Literaturbetriebs“, rechnet in ihrem Essay „Das Fanal des Ego auf den Stufen zur Kirche“ knallhart und eloquent mit dem Denken der Kirchen der westlichen Welt ab. Ein Gastbeitrag von Rainer Buck

    https://philosophia-perennis.com/2019/03/20/beile-ratut-hinterfragt-in-einem-essay-das-westliche-denken-der-kirchen/

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  4. Christopherus sagt:

    Das mußte mal ganz deutlich von Frau Küble gesagt werden. Danke!

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  5. >>>>>>>>>Christoph Casetti erklärt: „Er (der Bischof) soll Brücken bauen und so die Einheit in der Diözese wieder herstellen. Doch wie kann er diejenigen vereinen, die sich grundsätzlich nicht einig sind in den Fragen wie z.B. … Ist Jesus wirklich der Sohn Gottes und nicht nur der Menschensohn, der Sohn Josefs? Ist er wirklich von den Toten auferstanden oder geht einfach seine Sache weiter? Können nur Männer Priester werden? Können die wiederverheirateten Geschiedenen zur hl. Kommunion gehen oder nicht? Kann die ‚Ehe für Alle‘ von der Kirche anerkannt werden? Ist nur die natürliche Familienplanung erlaubt oder muss die Kirche endlich die Verhütung frei geben?“ (Tagespost, 11.4.2019).<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<>>>>>>>>Ist nur die natürliche Familienplanung erlaubt oder muss die Kirche endlich die Verhütung frei geben?“ (Tagespost, 11.4.2019<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Meine Ansicht dazu:

    1) Verhütung ja (einschließlich der Pille) – da auch gesundheitlich Kondome notwendig und und Familien-Planung wichtig ist, Abtreibung nein – stattdessen sollte die Adoption erleichtert und gefördert werden – speziell Deutschland ist leider ein sehr kinderfeindliches Land geworden

    2) Der verpflichtende Zölibat für Priester als Zwang zur Ehelosigkeit ist durchaus unbiblisch, daher sollte einem jeden Priester freigestellt warden, ob er das Zölibats-Versprechen ablegt oder auch nicht. Der Zölibat sollte eine freiwillige Entscheidung zur Keuschheit sein.
    Der Apostel Paulus empfahl die Ehelosigkeit zwar, machte sie aber ausdrücklich nicht für alle zur Pflicht und schrieb sie nicht vor, da eben nicht alle dafür geeignet waren. Ein Bischof durfte einmal verheiratet sein. Aber die Fähigkeit zur Ehelosigkeit ist eben ein Charisma bzw. eine spirituelle Gnadengabe des Heiligen Geistes, und nicht jeder hat alle Gnadengaben bzw. dieses Charisma.

    Gefällt 1 Person

    • Guten Tag,
      zur Verhütung „einschließlich Pille“: Nicht nur die Pille-danach, auch die normale Pille hat eine potentiell nidationshemmende (frühabtreibende) Wirkung, von daher kommt sie für konsequente Lebensrechtler schon deshalb nicht infrage.
      Sie schreiben: „Der Zölibat sollte eine freiwillige Entscheidung zur Keuschheit sein.“ – Erstens ist sie das auch bei katholischen Priestern, die keiner zu diesem Amt zwingt. Wer den Zölibat nicht wünscht, kann Diakon werden und gehört damit ebenfalls zum geweihten Klerus.
      Zweitens: Jeder Christ ist zur Keuschheit verpflichtet, das bedeutet nämlich: Zum Einhalten des 6. Gebotes je nach „Lebensstand“: Die Eheleute zur Treue, die anderen zur Enthaltsamkeit. Letzteres gilt nicht allein für Priester, sondern für alle Ledigen/Singles.
      Somit gilt Keuschheit auch für Eheleute, weil das nicht dasselbe ist wie Enthaltsamkeit.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • @Felizitas Küble:

        1) Biologische Tatsache ist, dass auch rein natürlich viele befruchtete Eizellen vom Körper wieder abgestossen und mit dem Urin ausgeschieden warden, ohne sich einnisten zu können und auf diese Weise lebensfähig zu werden. Daher kann ich konsequenterweise nur eingenistete vom Samen bzw. Sperma befruchtete Eizellen , die somit lebensfähig sind, als echtes menschliches Leben bzw. dessen Beginn betrachten. Und deswegen halte ich auch erst die Zerstörung menschlichen Lebens ab diesem Zeitpunkt für Abtreibung. Die deswegen ab diesem Zeipunkt in der Tat abzulehnen ist. Aber eben nicht die Pille an sich als Verhütungsmittel. Logischerweise. So weit mein Standpunkt. Er ist jedenfalls rational begründbar. Ich bin aber keineswegs dafür Abtreibungen zu erlauben und gutzuheißen usw.

        2) Biblische Tatsache ist und bleibt, dass der Apostel Paulus die Ehelosigkeit zwar empfahl, aber eben ausdrücklich nicht zwingend vorschrieb. Laut Bibel durfte auch ein Bischof nur einmal verheiratet sein, aber auch er durfte eben verheiratet sein. Die Fähigkeit zur Ehelosigkeit wurde als ein Charisma bezeichnet, dass aber eben nicht jeder hatte und hat.
        Will die katholische Kirche fähige und interessierte junge Männer, die potentiell geeignete Priester wären, für das Priesteramt gewinnen, dann sollte sie den Zölibat eben freistellen.
        Zu einer freiwilligen Entscheidung für Priester machen, und eben nicht zwingend vorschreiben. Zudem würde sie ihre Glaubwürdigkeit nach den ganzen Mißbrauchs-skandalen wieder zurückgewinnen. Statt Heuchelei Offenheit und Ehrlichkeit und redlicher Neubeginn. Dann würden auch nicht mehr so viele Priester zu Prostituierten rennen oder Onanieren bzw. Masturbieren oder Affären oder Freundinnen oder „Haushälterinnen“ haben.

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      • Guten Tag,
        das menschliche Leben beginnt mit der Empfängnis (Vereinigung der Ei- und Samenzelle) und nicht erst zehn Tage später mit der Nidation. Das wird doch gerade mit der Reagenzglasbefruchtung belegt, bei der menschliches Leben außerhalb des Mutterleibs entsteht – und sehr wohl lebensfähig ist, bis es implantiert (oder stattdessen eingefroren) wird.
        Hinsichtlich Lebensfähigkeit besteht doch kein wesentlicher Unterschied zwischen der Befruchtung und der Nidation. Es ändern sich für das entstandene menschliche Leben nur die Umstände.
        Was die spontanen Abgänge von befruchteten Eizellen betrifft, so ist dieser Rechtfertigungs-Einwand genauso wenig überzeugend, wie wenn man Fehlgeburten vorschieben würde, um Abtreibungen zu rechtfertigen. Was durch die Natur geschieht, ist dem Menschen noch lange nicht erlaubt.
        2. Übrigens verbietet auch die von Ihnen so gern zitierte und empfohlene orthodoxe Kirche den geweihten Priestern die Eheschließung – sie müssen bei der Weihe bereits verheiratet sein. Schließen sie erst nach der Weihe eine Ehe, wird es verboten. Die Bischöfe sind alle zum Zölibat verpflichtet, er ist dort „zwingend vorgeschrieben“: vor und nach der Weihe!
        Es dürfte Ihnen auch bekannt sein, daß die katholische Kirche es der katholisch-unierten Ostkirche seit Jahrhunderten (!) erlaubt, daß dort die Priester/Popen verheiratet sind.
        In der Westkirche ist es ein Kirchengesetz, kein Dogma – im übrigen unterlassen Sie bitte Ihre Spekulationen über das vermeintliche Sexualleben der Priester, indem Sie den Eindruck erwecken, als würden diese sich am laufenden Meter gegen das 6. Gebot versündigen.
        Daß zwischen Zölibat und Mißbrauch laut zahlreichen Experten (auch nicht-katholischen) kein Zusammenhang besteht, habe ich Ihnen schon x-mal belegt.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

        Liken


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