Erklärung der Osterakademie in Kevelaer

Die zur jährlichen Osterakademie in Kevelaer (24. – 27. April 2019) versammelten Katholiken sehen eine international erschreckende Zunahme der Verfolgung von Christen.

Die nachweisbare Zahl ermordeter Christen ist von 2017 auf 2018 von 2782 auf 4136 gestiegen  – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer.

Das Attentat auf Sri Lanka mit mehr als 400 Toten am Ostersonntag 2019 lässt weitere Eskalation befürchten. Das grundlegende Menschenrecht auf freie Religionsausübung ist durch alle diese Vorgänge massiv verletzt.

Daher unterstützen und bejahen wir nachdrücklich die Forderung von Henryk M. Broder, hier bei und und in Europa einen Beauftragten einzusetzen zur Beobachtung und Aufdeckung der zunehmenden Christenfeidlichkeit, um die Menschenrechte und unsere Demokratie zu schützen.

Kevelaer, im April 2019
Für die Teilnehmer: Kardinal-von-Galen-Kreis e.V. als Veranstalter der Osterakademie

Reinhard Dörner, Vorsitzender

Gemälde: Evita Gründler


Volker Münz kritisiert „Amtsmissbrauch“ durch ZDK-Präsident Thomas Sternberg

Dr. Thomas Sternberg ist Präsident des ZdK (Zentralkomitees der deutschen Katholiken). Er warnt laut Medienberichten davor, die AfD zu wählen.  – Hierzu erklärt Volker Münz (siehe Foto), der kirchenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion:

„Dem ZDK-Präsidenten steht eine Warnung vor der größten deutschen Oppositionspartei nicht zu.

Herr Sternberg spaltet die Gemeinden in ‚gute‘ und ‚schlechte‘ Christen. Er missbraucht damit sein Amt als Präsident der katholischen Laienvertretung, um Politik zu betreiben –  und zwar als CDU-Politiker, der er ist.

Außerdem behauptet er, dass Nationen obsolet seien und eine stärkere Einheit Europas gottgewollt sei. Hier missbraucht er den Namen Gottes für ideologisch bedingte Veränderungen. Das Gegenteil ist richtig: Gott hat nach dem Turmbau zu Babel Völker und Nationen geschaffen – als Strafe für die Menschen wegen ihrer Überheblichkeit.

Wie groß ist doch die Empörung über einen Facebook-Beitrag des AfD-Kreisverbandes Saalekreis. Die Aussage des Beitrages, in dem die Stärke der AfD als gottgewollt dargestellt wird, ist nicht in Ordnung. Keine Partei darf Gott und das Christentum für sich vereinnahmen.

Christlicher Glaube und Kirche auf der einen Seite sowie Politik und Staat auf der anderen Seite sind getrennt. Es sind unterschiedliche Sphären. Christus sagte: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

Die Empörung einiger Kirchenvertreter und von Politikern anderer Parteien ist jedoch scheinheilig. Denn diese finden nichts dabei, ihre eigene Auffassung von Politik mit dem christlichen Glauben zu rechtfertigen.

Ebenso wie Sternberg sein ‚AfD-Bashing‘ und seine Forderung nach einem EU-Zentralismus christlich begründet, so wird in der Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik vielfach behauptet, das christliche Gebot der Nächstenliebe verlange, dass Europa und Deutschland die Grenzen aufmachen und Menschen einer anderen Kultur millionenfach aufnehmen sollen.

Dies ist nur scheinbar christlich. Kurienkardinal Robert Sarah (siehe Foto) hat sich vor kurzem ähnlich kritisch dazu geäußert und im Zusammenhang mit der Migrationspolitik von einer ‚Fehlinterpretation des Evangeliums‘ gesprochen.

Der deutsche Staat sollte helfen, die Ursachen von Flucht und Vertreibung zu bekämpfen und vorrangig die hilfebedürftigen Menschen in den Herkunftsregionen unterstützen. So könnte Deutschland wesentlich mehr Menschen helfen als durch Aufnahme in Deutschland. Die Masseneinwanderung von Menschen aus anderen Kulturkreisen führt zu sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen.

Die Kanzlerin und jene, die ihre Politik der Masseneinwanderung unterstützen, haben unserem Land so stark geschadet wie noch keine Regierung in der Nachkriegsgeschichte.“

 


Freiburg: Antifa-Protest gegen Lebensrechtler

Von Felizitas Küble

Am gestrigen Freitag, dem 26. April 2019, zogen nach einer Kundgebung am späten Nachmittag etwa hundert Lebensrechtler singend und betend mit ihren Plakaten und Transparenten durch die Altstadt von Freiburg, um gegen Abtreibung zu demonstrieren.  

Die Veranstaltung wurde von der KJB (Kath. Jugendbewegung) angemeldet, die der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahesteht. Sogar die linksliberale „Badische Zeitung“ schreibt über die Teilnehmer: „Auffällig viele Junge Menschen sind unter ihnen, Frauen wie Männer“.

BILD: Auch in Münster schützen hunderte Polizisten die Lebensrechtsversammlungen vor linken Chaoten

Linksradikale  –  darunter vor allem die „Antifaschistische Linke Freiburg“  – hatten wie üblich bereits im Vorfeld zu Störungen gegen die „reaktionäre Hetze“ der christlichen „Fundamentalisten“ aufgerufen, die angeblich „in erster Linie gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen“ demonstrieren.

Diese von links propagierte „Selbstbestimmung“ ist nichts anderes als eine tödliche Fremdbestimmung gegen wehrlose Babys vor der Geburt.

Seit Jahren ist die Polizei mit ihren Einsatzkräften und Pferden vor Ort, um die Teilnehmer vor Randalen radikalfeministischer Gruppen und Antifa-Chaoten zu schützen.

Die Beamten waren auch diesmal hundertfach präsent, um die Versammlungsfreiheit der Teilnehmer zu gewährleisten, indem sie die Protestierer von den Lebensrechtlern trennte und zudem die mehrfachen Blockade-Aktionen von linker Seite aufzulösen.

Wie das Polizeipräsidium Freiburg berichtet, kam es hierbei „zu gelegentlichen Rangeleien“ von Randalierern „mit den Einsatzkräften“. Ingesamt gab es laut Polizeiangaben „rund 400 Gegendemonstranten“.

Die Abtreibungsaktvisten ließen aufgeblasene Kondome durch die Luft steigen und protestierten mit teils sinnwidrigen Parolen wie etwa dem folgenden Spruch: „Für die Freiheit, für das Leben, Pius von der Straße fegen!“

Speziell linke Logik: Wer die Tötung von Kindern im Mutterleib befürwortet, tritt also „für das Leben“ ein –  und die „Freiheit“, die hier gefordert wird, ist eine von der mörderischen Sorte.

Nach eineinhalb Stunden war die Lebensrechtler-Demonstration mit einer Abschlußkundgebung am Freiburger Kartoffelmarkt gegen 18,30 Uhr beendet.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt