Münster: Wahlkampf mit unfairen Mitteln

Von Michael Jahn

Der in Münster zu beobachtende Plakat-Vandalismus betrifft hauptsächlich AfD-Plakate. Die an den Laternenmasten verbliebenen Kabelbinder bezeugen die zahlreichen Sachbeschädigungen und Diebstähle.

Man wollte die AfD im Wahlkampf  argumentativ stellen, das entpuppt sich jetzt als Heuchelei. Auch vor rechtswidrigen Mitteln wird nicht zurückgeschreckt.

Das ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Diese bezieht sich auf die Freiheit der Andersdenkenden, nicht auf die der eigenen Gesinnungsgenossen. Ein guter Demokrat kann und muss die Meinung anderer vom Grundgesetz geschützten Parteien aushalten. Zudem wird die AfD von Millionen besorgter Bürger gewählt.

Von demokratischer Chancengleichheit zu sprechen, fällt in diesem EU-Wahlkampf schwer. Wer „klammheimliche Freude“ beim Kampf mit allen Mitteln gegen die AfD empfindet oder dazu schweigt, ist moralisch auch nicht viel besser als die undemokratischen Täter.

Unser Gast-Autor Michael Jahn (siehe Foto) aus Münster ist Oberstudienrat und gehört der AfD an


5 Kommentare on “Münster: Wahlkampf mit unfairen Mitteln”

  1. Thomas May sagt:

    Münster ist die politisch intoleranteste Stadt Deutschlands.
    Daran sind auch die Ortskirchen schuld.

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    • Th. Neumann sagt:

      Das „auch“ in Herrn Mays Kommentar würde ich unterstreichen. Wer mittlerweile wenig Bedenken hat um unfaire Mittel gegen Andersdenkende, bekommt bei den Orstkirchen (auch) seine moralische Unterstützung.
      Persönlich meine ich aber, dass es auch eine unbewusste (?) Reaktion der Kirche ist – um jeden Preis Glaubwürdigkeit wieder zu erlangen, läuft man dem Mainstream hinterher. Als würden all die Linken, unter die sich ja auch schon mal eine bunte Gemeinde mischt, die Kirche überhaupt ernst nehmen. So macht sie sich mit ihrer unbeholfenen und unbedachten Anbiederei bei den Linken noch lächerlich. Bei der nächsten antiklerkalen Demo, beim nächsten Aufzug gegen die Lebensrechtler zeigen bestimmte Personen dann wieder, was sie von der Kirche halten.

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  2. floydmasika sagt:

    Dass man die AfD argumentativ stellen müsse, ist innerhalb des Blocks der Bunten MenschenrechtlerInnen sowieso eine Minderheitsmeinung, die nur mal bei Bedarf ins Mikrofon gesagt wird. Generell gilt das Werteschema der Friedrich-Ebert-Stiftung: die 54% der Bevölkerung, die menschenfeindliche Einstellungen hegen, sind keine Demokraten und daher auf die ein oder andere Weise mundtot zu machen. Nur unter dieser Voraussetzung darf dann mal im Fernsehen mal eine Runde von 5 Experten einen AfD-Menschen „argumentativ stellen“.

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  3. Dorrotee sagt:

    Ich nehme die anderen Parteien im Bundestag und die Regierungsparteien nicht aus, viele von denen rufen klammheimlich mit: „Nieder mit der AfD“.
    Ich hoffe auf den gesunden Menschenverstand der EU-Wähler, die das Gehabe bemerken und den Parteien einen Denkzettel verpassen.

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  4. Pauline G sagt:

    Meinungsfreiheit gibt es in D. nur auf dem Papier. Alles, was abseits bzw. gegen die allein gültige Meinung geäußert wird, ist „rechts, rassistisch“ oder gleich „Nazi“. Die Deutschen haben ja grundlegende Erfahrungen mit einer Diktatur gemacht – und sie waren dabei willige Helfer u. Untertanen! Offensichtlich haben sie aus ihrer Geschichte nichts gelernt, glauben das aber!

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