Die Diktatur im Iran hält viele Mütter aus politischen Gründen gefangen

Der Muttertag sollte weltweit ein glückliches Datum sein – für Mütter, die aus politischer Willkür gefangen gehalten werden, ist er es nicht.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weist darauf hin, dass die Islamische Republik Iran gezielt Eltern den Kontakt zu ihren Kindern unmöglich macht, um die Eltern zu bestrafen und gefügig zu machen.

Das iranische Diktatur missachtet dabei nicht nur das Wohl der Kinder und völkerrechtliche Mindeststandards, sondern sogar das eigene iranische Recht.

Im Iran sind viele politische Gefangene gleichzeitig auch Mütter. Darunter sind international geachtete Menschenrechtsverteidigerinnen wie die Anwältin Nasrin Sotoudeh.

Das Europäische Parlament zeichnete sie mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit aus. Sie war neben der Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi Mitgründerin des vom Regime verbotenen iranischen Zentrums für Menschenrechtsverteidiger und sie ist Mitglied im Kuratorium der IGFM.

Ein Islamisches Revolutionsgericht hat sie für ihren Einsatz für Frauenrechte zu 33 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben verurteilt.

Schon bei früheren Haftstrafen musste sie durch lange Hungerstreiks hart dafür kämpfen, dass ihre beiden Kinder sie besuchen durften. Sie bezahlte dafür mit ihrer Gesundheit. Ihr Ehemann Reza Khandan ist wie sie Menschenrechtsverteidiger und ebenfalls im Gefängnis, erläutert die IGFM.

Als weiteres Beispiel verweist die IGFM auf die Frauenrechtlerin Narges Mohammadi, die mit dem Weimarer Menschenrechtspreis 2016 ausgezeichnet wurde. Sie leidet nicht nur unter der Trennung von ihrem Sohn – durch die katastrophalen Haftbedingungen ist ihr Gesundheitszustand besorgniserregend.

„Frauen wie Nasrin Sotoudeh und Narges Mohammadi sind im Gefängnis, weil sie für die Freiheit aller Iraner gekämpft haben – für eine bessere Zukunft für sich, ihre Mitmenschen, ihre Kinder. Die Regierung der Islamischen Republik missbraucht die Kinder dieser politischen Gefangenen als Waffe, um ihre Mütter zu quälen und zum Schweigen zu bringen. Es ist eine stille, aber dauerhafte Grausamkeit, die auch die Bundesregierung wahrnehmen und offen kritisieren muss“, fordert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (siehe Foto).

Anders als in Deutschland und vielen Ländern der Welt wird im Iran der Muttertag nicht am zweiten Sonntag im Mai gefeiert, sondern am Geburtstag von Fatima Zahra bint Muhammad, der Tochter des islamischen Propheten Mohammed. Nach dem islamischen Mondkalender ist dieser Tag im Jahr 2019 daher bereits am 25. Februar begangen worden.

„Das Problem ist damit leider nicht verschwunden: Der Schmerz über die willkürliche Trennung von ihren Kindern hält an. Daran wird sich nichts ändern, bis der Druck auf die iranische Führung groß genug wird“, erklärt die IGFM.

Der Link „Mütter im Gefängnis“ führt Sie zu zahlreichen Opfern des iranischen Regimes, die als Mütter von ihren Kindern getrennt sind. www.menschenrechte.de/muetter-im-gefaengnis/

Weitere Infos:
www.menschenrechte.de/nasrin-sotoudeh/
www.menschenrechte.de/iran/


5 Kommentare on “Die Diktatur im Iran hält viele Mütter aus politischen Gründen gefangen”

  1. Intellektueller sagt:

    Ja und in Saudi Arabien werden Gastarbeiter wie Sklaven behandelt.
    Frauen sind dort als „Säugetiere“ deklariert.
    Und Menschenhandel ist dort seit Jahrhunderten ganz normaler Alltag. Trotzdem ist US-Präsident Trump begeistert von Saudi Arabiens Terror-Unterstützern weltweit!
    Er macht begeistert bei den Schwerttänzen mit und macht Milliarden-Deals mit diesem Schurkenstaat namens Saudi Arabien.
    Laut unseren westlichen Politikern gilt Saudi Arabien neben Israel als der wichtigste Verbündete des Westens im Nahen Osten.
    UNFASSBAR!

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  2. Holger Jahndel sagt:

    MERKBLATT FÜR MUTIGE MUSLIMOPHILE MITCHRIST(INN)EN

    ISLAMISIERUNG 10. Mai 20190
    Ein Gastkommentar von Michael van Laack https://www.facebook.com/michael.vanlaack/posts/2702845919785813 Überall in Deutschland sehen wir in unseren Tagen in wachsender Zahl solche und ähnliche Veranstaltungen im kirchlichen Raum. Der Beifall der lokalen oder auch regionalen Relotius-Medien dürfte ihnen stets…
    WEITERLESEN

    https://philosophia-perennis.com/2019/05/10/merkblatt-fuer-mutige-muslimophile-mitchristinnen/

    https://philosophia-perennis.com/

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    • Holger Jahndel sagt:

      Vernichtung christlichen Lebens und christlicher Menschen
      Wo ist die Empörung im Westen?
      von Giulio Meotti • 6. Mai 2019
      Islamische Extremisten haben festgestellt, dass der Westen nicht mobilisiert, um sie daran zu hindern, Christen zu unterdrücken, als ob unbewusst eine seltsame Konvergenz zwischen unserem Schweigen und dem Projekt der ethnischen Säuberung durch den islamischen Staat, das auf die Auslöschung von Christen abzielt, stattgefunden hätte.

      „Die Religionsfreiheit, der Kernwert der westlichen Zivilisation, wird in weiten Teilen der Welt zerstört. Doch der Westen, der diesen Religionskrieg kurzsichtigerweise leugnet, wendet seinen Blick ab…“ – Melanie Phillips, britische Journalistin, The Times, 17. November 2014.

      Der Herzog von Cambridge, Prince William, besuchte gerade die muslimischen Überlebenden des Angriffs auf die Moschee in Christchurch, Neuseeland. Warum spornt das gleiche Mitgefühl die britische Königsfamilie nicht dazu an, in Sri Lanka, ihrer ehemaligen Kolonie, vorbeizuschauen, um die christlichen Überlebenden zu treffen, bevor sie nach England zurückkehrt?

      Der Appell der Töchter von Asia Bibi, man möge ihrer Mutter helfen, traf im Westen auf taube Ohren. Großbritannien weigerte sich, dieser verfolgten pakistanischen christlichen Familie Asyl zu gewähren.

      Sri Lanka nach dem dschihadistischen Massaker an Christen ist nicht nur eine schreckliche Abfolge von weinenden Müttern und kleinen Särgen. Leider sagt es auch viel über den entmutigenden Zustand des Westens aus. Abgebildet: Die Beerdigung eines der Opfer des Anschlags vom 21. April am Ostersonntag in Sri Lanka. (Foto von Carl Court/Getty Images)
      „Wo ist die Solidarität mit den Christen in Sri Lanka?“, fragte der britische Gelehrte Rakib Ehsan, ein Moslem.

      „Die Unterschiede in Ton und Art zwischen den Verurteilungen der Terroranschläge von Christchurch und Sri Lanka sind auffallend. Nach Christchurch zögerte man nicht, die religiösen Hintergründe der Opfer anzugeben und Emotionen und Zuneigung zu muslimischen Gemeinschaften zu zeigen. Die Politiker haben die Ereignisse in Christchurch ohne weiteres als Terrorismus eingestuft.

      „Im Kontrast dazu fehlen die Worte ‚Terrorismus‘ und ‚Christentum‘ und die damit verbundenen Begriffe bisher in einem Großteil der Reaktion auf die Anschläge in Sri Lanka auf auffallende Weise.

      Artikel weiterlesen

      https://de.gatestoneinstitute.org/14187/vernichtung-christlichen-lebens

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