Maria 2.0 in der Pfarrei St. Liudger zu Münster

Von Felizitas Küble

Wer kennt nicht das Sprichwort: „Wenn das schon am grünen Holze geschieht, wie wird es erst dem dürren ergehen?“  –  Es handelt sich übrigens – wie bei vielen Redensarten und Spruchweisheiten – um ein Bibelwort, sogar um eine Aussage Christi (vgl. Lk 23,31).

Und so reibt sich der kirchentreue Münsteraner verwundert die Augen, wenn er feststellt, daß die radikal-feministische Initiative Maria 2.0 nicht etwa nur in den „reformkatholischen“ Gemeinden erfolgreich zugange ist, sondern siegreich teils auch in jenen Pfarreien gelandet ist, die als eher konservativ gelten.

Nun geht die „frauenbewegte“ Aktion ursprünglich auch von Münster aus – genauer: von der Kirchengemeinde Heilig-Kreuz, die seit Jahrzehnten für ihren strammen Modernistenkurs bekannt ist.

Doch auch im Pfarrblatt von St. Liudger (Münster-West), das vier Gemeinden zusammenfaßt, war die Kampagne „Maria 2.0“ offenbar der totale Renner, obwohl Pfarrer Timo Weissenberg der charismatischen Gruppe „Emmanuel“ angehört, die sich „spirituell“ und eher konservativ präsentiert, allerdings in kirchenpolitischen Streitfragen gerne „vornehm“ zurückhält.

Nun erwartet niemand von besinnlichen Gebetskreisen, daß sie sich in kirchliche Auseinandersetzungen aktiv einbringen; der fromme Stuhlkreis mag ihnen näher liegen.

Gerade deshalb hätte der erstaunte Leser gerne gewußt, warum ausgerechnet in diesem Pfarrgemeinde-Verbund mit ihrer Emmanuel-Prägung ein derartiger Siegeszug von „Maria 2.0“ möglich ist?

Die Pfarrnachrichten vom 11. bis 19. Mai kommen aus dem Jubel um diese Aktion gar nicht mehr heraus. Schon auf der ersten Seite weist Pastoralreferentin Anne Bußmann  – farblich hervorgehoben und zentral plaziert  – ausführlich den Weg in Richtung „Päpstin“.

Die kirchliche Angestellte erwähnt, der stellv. Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz wolle über ein Diakonat für die Frau nachdenken. Doch für die Pastoralreferentin ist das „keine Ermutigung, sondern ein Schlag ins Gesicht“.  – Wie bitte?

Ganz einfach: Die Dame kennt nur „alles oder nichts“, sie fordert „Gleichberechtigung für sämtliche Ämter“ in der Kirche – also Priesterweihe sowieso, aber auch Bischofsweihe und Papstamt.

Auf Seite 2 darf dann auch der Pfarrer zu Wort kommen –  aber nicht so ganz im Sinne der Gleichberechtigung, denn er erhält nur halb so viel Platz für seine Ausführungen.  Allerdings will (oder „darf“) er dabei nicht über das heiße Eisen Maria 2.0 schreiben, geschweige gar Frau Bußmanns Kanonendonner korrigieren.

Aber nein, der gute Mann aus der Bewegung „Emmanuel“ läßt sich mit Brosamen abspeisen und erzählt der Gemeinde vom ersten bis zum letzten Satz allerlei über die „Umbaumaßnahmen fürs Pfarrzentrum“.

Klar doch: Die großen Zukunftsfragen der Kirche regelt Frau Bußmann – und der Herr Pastor kümmert sich ums Kleingedruckte.

In diesem Sinne bzw. Unsinne geht das bei den „Nachrichten aus den Gemeinden“ weiter vonstatten. Natürlich die erste Meldung wieder einmal Maria 2.0, denn die die Bücherei St. Pantaleon in Roxel erklärt sich mit der Chose solidarisch und schließt in der Aktionszeit ihre Pforten.

Zusätzlich werden alle Interessierten zur zentralen „Mahnwache“ auf den Domplatz (!) eingeladen, bei der die Kirchen-Emanzen sich hingebungsvoll ihrer mentalen Klagemauer widmen.

Auch die Pfarrei St. Anna in Mecklenberg möchte dabei nicht als Schlafmütze gelten, weswegen die Gemeindeschäflein während der Messe mit den Sonder-Stellungnahmen von vier Personen aus dem Maria-2.0-Kreis behelligt werden. Auch nach der Messe geht es mit den „Statements“ munter weiter.

In St. Stephanus (Aaseestadt) wird mitgetreilt: Die Frauen der Gemeinde nehmen an der Aktion „Maria 2.0″ teil….Wir wollen NICHT, dass die Kirche SO bleibt, wie sie ist.“

Man beachte: „Die“ Frauen  – es werden somit alle weiblichen Gläubigen der Pfarrei für diese Initiative vereinnahmt.

Und genauso läuft es auch in vielen Medien: Es wird der irreführende Eindruck erweckt, als vertrete diese Aktion „die“ Katholikinnen in Deutschland, die jetzt quasi den Aufstand proben.

Da tröstet es wenig, wenn im erwähnten Pfarrblatt für die „offenen Abende“ der Gemeinschaft Emmanuel geworben wird. Es gehe darum, so heißt es, den eigenen Glauben „noch mehr in Verbindung mit dem alltäglichen Leben zu bringen.“

Wie wäre es, wenn dabei auch eine Brücke zum Glauben der Kirche gebaut würde? Oder geht es nur um die fromme Nabelschau und das gemütliche Zusammensein unter Gleichgesinnten, wo einem garantiert kein rauher Wind ins Gesicht weht?

Eben dieser Eindruck entsteht auch angesichts der Tatsache, daß Pfarrer Weissenberg eine Woche zuvor in seinem Gemeindeblatt einen windelweichen Eiertanz in puncto Maria 2.0 vollzog, ohne sich inhaltlich eindeutig festzulegen, aber mit viel Verständnis für diese rebellische Aktion.

 


Koran und Christi Botschaft sind unvereinbar

Margret von Falck

Über den Islam wird in der Kirche, auch in der kirchlichen Presse, meist einseitig „informiert“ und aus Unkenntnis die Gefahr des Islam bagatellisiert. Es fehlt eine sachliche Auseinandersetzung über die Frage: Was ist der Islam wirklich?

Dieser Artikel möchte dazu einen kleinen Beitrag leisten:

Seit über 70 Jahren leben wir in Westdeutschland in Freiheit und (wachsendem) Wohlstand, aber auch in der Gefahr, unsere christliche Freiheit und damit uns selbst zu verlieren.

Wer den Allah der Muslime mit dem Gott der Juden und Christen gleichsetzt, wer für sog. Offenheit und Toleranz und Dialoge eintritt, kann in der Menge baden. Alle anderen, die nicht dem Mainstream entsprechen, stehen in der Gefahr, abgestraft zu werden.

Folglich schwindet das Bewusstsein dafür, wofür Kirche überhaupt steht: für die Botschaft von unserer Erlösung durch Jesus Christus und für die Verkündigung seines Leidens und Sterbens und seiner Auferstehung. Gott wurde Mensch um unsertwillen, für jeden und jede von uns, auch für Behinderte, Kranke und Gesunde. Er will, dass wir leben und uns mit Wort und Tat zu ihm bekennen.

Hier hat unser Gespräch mit den Muslimen anzusetzen. 

Heute sind alle Grenzen verschwommen. Hauptsache, man ist nicht „rechts“, sondern „offen“ für alles Neue, auch für den Islam.

Viele wissen nicht, dass das Wort „Islam“ nicht, wie es viele Moslems uns glauben machen möchten, Frieden bedeutet, sondern Unterwerfung (unter Allah).  Dass sich der Islam auf den Koran, die Scharia, das Leben Mohammeds und die Hadithen gründet, schiebt man möglichst beiseite bzw. befasst sich erst gar nicht damit.

Wer bei uns in der Kirche hat wirklich den Koran mit seinen ca. zweihundertmaligen Aufforderungen „Tötet die Ungläubigen“ gelesen? Wen kümmert es, dass Mohammed den Muslimen als größter Feldherr aller Zeiten gilt, der die ersten Judenpogrome und in acht Jahren fast achthundert Kriegszüge durchgeführt hat?

Wen interessiert es, dass Juden im Koran als Schweine, Hunde und Affen bezeichnet werden, die man umbringen muss? (Das ist aus islamischer Sicht „Gottes Wort!“ –  Jedes Wort des Koran gilt als eine Abschrift des unveränderlichen Urkoran, der im Himmel ist.)

Wen lässt das tausendfache Sterben derer, die sich in der weiten Welt zu Christus als dem Sohn Gottes bekennen, nicht zur Ruhe kommen?

Es gilt im Islam als Shirk = Beigesellung, nämlich als die größte, unvergebbare Sünde, Gott etwas „beizugesellen“, sich also zu Jesus als dem Sohn Gottes zu bekennen.

Um vermeintlicher Toleranz willen verleugnet man ihn lieber und nimmt sein Kreuz ab, um den Dialogpartner nicht vor den Kopf zu stoßen. Stattdessen versucht man, gut Freund mit Islamverbänden und Moscheevereinen zu sein und sie zu unterstützen.

Wenn man aber den Islam anerkennt, dann verleugnet man Jesus Christus. Wollen wir das? Das hat nichts mit einer Verurteilung von Muslimen zu tun: Die Menschen sind uns wertvoll, nicht aber ihre Ideologie. Auch Jesus liebt uns sündige Menschen, aber nicht die Sünde, von der wir uns beherrschen lassen.

Seit über 70 Jahren gibt es in Westdeutschland und seit dem Fall der Mauer vor 29 Jahren in ganz Deutschland – Gott sei’s gedankt! – Meinungs- und Pressefreiheit. Trotzdem wird selten über die Wahrheit im Islam berichtet, geschweige denn klar gesagt, dass er antichristlich ist, weil er die Gottessohnschaft Jesu Christi sowie sein Leiden, Sterben und Auferstehen leugnet.

Auch dass es Juden gibt, die sich zu Jesus Christus bekennen, obwohl sie Juden bleiben – die sog. Messianischen Juden – möchte man bei uns in der Kirche nicht wahrhaben und schließt sie vom Deutschen Evangelischen Kirchentag aus, weil sie „den Dialog stören“. Und dabei waren die Apostel Jesu und die erste Gemeinde in Jerusalem Judenchristen!

Unsere Gast-Autorin Margret von Falck ist evangelische Religionslehrerin und Theologin; sie wohnt in Bielefeld


Maria 2.0 = Kulturkampf 2.0 gegen die Kirche

Von Prof. J. Hans Benirschke

Der Aufruf des diözesanen KDFB Rottenburg-Stuttgart zum bestreiken der Gottesdienste vom 11. bis 18. Mai 2019 ist schlichtweg absurd:

Mit einer Demonstration KDFB-höriger Frauen vor den Kirchentüren, während in den Kirchen Gottesdienste gefeiert werden, soll „gegen den sexuellen Missbrauch durch Geistliche und gegen den Ausschluss von Frauen zum Priesteramt“ protestiert werden – als ob das Eine mit dem Anderen etwas zu tun hätte.

Zudem war bisher der Boykott von Gottesdiensten das Privileg gottloser Regime.

Dass sich ein von der Diözese privilegierter und aus Kirchensteuermitteln alimentierter Frauenverband zu einer solchen Maßnahme aufschwingt, ist gewiss eine Neuerung im Kulturkampf gegen die Kirche.

Wer mit solchen Mitteln seine personellen – kirchenrechtlich wie dogmatisch ohnehin abwegigen – Interessen durchzusetzen versucht, sollte als katholischer Verband von sich aus abdanken.

In einer Gesellschaft, in der nur noch ein Anteil von 3% den katholische Glauben praktiziert, meint ein sich „katholisch“ nennender Frauenverband, die Glaubensausübung dieses Restbestandes an Gläubigen für ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren zu müssen, anstatt ihre Mitglieder nachhaltig zur Glaubensweitergabe an die kommende Generation aufzurufen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz