Maria 2.0 = Kulturkampf 2.0 gegen die Kirche

Von Prof. J. Hans Benirschke

Der Aufruf des diözesanen KDFB Rottenburg-Stuttgart zum bestreiken der Gottesdienste vom 11. bis 18. Mai 2019 ist schlichtweg absurd:

Mit einer Demonstration KDFB-höriger Frauen vor den Kirchentüren, während in den Kirchen Gottesdienste gefeiert werden, soll „gegen den sexuellen Missbrauch durch Geistliche und gegen den Ausschluss von Frauen zum Priesteramt“ protestiert werden – als ob das Eine mit dem Anderen etwas zu tun hätte.

Zudem war bisher der Boykott von Gottesdiensten das Privileg gottloser Regime.

Dass sich ein von der Diözese privilegierter und aus Kirchensteuermitteln alimentierter Frauenverband zu einer solchen Maßnahme aufschwingt, ist gewiss eine Neuerung im Kulturkampf gegen die Kirche.

Wer mit solchen Mitteln seine personellen – kirchenrechtlich wie dogmatisch ohnehin abwegigen – Interessen durchzusetzen versucht, sollte als katholischer Verband von sich aus abdanken.

In einer Gesellschaft, in der nur noch ein Anteil von 3% den katholische Glauben praktiziert, meint ein sich „katholisch“ nennender Frauenverband, die Glaubensausübung dieses Restbestandes an Gläubigen für ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren zu müssen, anstatt ihre Mitglieder nachhaltig zur Glaubensweitergabe an die kommende Generation aufzurufen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


8 Kommentare on “Maria 2.0 = Kulturkampf 2.0 gegen die Kirche”

  1. Melani sagt:

    „Allein der Name der Initiative stellt eine Verhöhnung der Jungfrau und Gottesmutter Maria dar, die als Vorbild bedingungslosen Dienens (auch für Männer!) verehrt wird – der „Antityp“ zur ungehorsamen Eva.“
    ………………………………………………………………………………………………….

    Immerhin ist aber Maria von der „bedingungslosen“ Dienerin zur „Himmelskönigin“ aufgestiegen.
    Darf das den Maria-2.O-Frauen kein Vorbild sein?

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    • Anonymous sagt:

      Den Aufstieg zur „Himmelskönigin“ hat sie aber nicht bibelorientiertem Christentum zu verdanken.

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    • Thomas May sagt:

      „Maria 2.0“ hat sich dogmatisch, lehrmäßig, kirchenrechtlich und selbstentlarvend durch die Örtlichkeit der Veranstaltungen vor der Kirchentür außerhalb des zulässigen kirchlichen Rahmens gestellt.
      Sie hat sich damit als umstürzlerische, kirchenspaltende Bewegung geoutet, der es an luziferischem Ungeist nicht fehlt.
      Da wirkt es unglaubwürdig, Maria als „Himmelskönigin“ vereinnahmen zu wollen.

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      • horazcal sagt:

        Ich vermisse sowohl im Beitrag als auch in diesem Kommentar den christlichen Respekt (sofern jemals vorhanden) gegenüber der Personen, die sich zu ihrem Protest entschlossen haben.

        Dieser ernstzunehmenden Bewegung einen „luziferischen Ungeist“ anzudichten ist ja wohl von Haltung und Wortwahl her tiefstes Mittelalter. Kommt als nächstes die Hexenverbrennung?

        Da rütteln – ach herrje – aufrührerische Frauen ein wenig an den Käfigstäben der obsoleten, katholischen Dogmen… das muss der Luzifer sein!

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  2. Anonymous sagt:

    Köln

    Zum Abschluss des einwöchigen Kirchenstreiks von Katholikinnen für mehr Frauenrechte unter dem Motto „Maria 2.0“ hat sich Kardinal Rainer Woelki brüsk von der Aktion und ihren Anliegen distanziert. Im Marienwallfahrtsort Hennef-Bödingen (Rhein-Sieg-Kreis) wandte er sich gegen eine – missbräuchliche – Verwendung des Namens der Gottesmutter zur Durchsetzung kirchenpolitischer Forderungen.

    https://www.ksta.de/koeln/wegen-des-namens-kardinal-woelki-distanziert-sich-bruesk-von–maria-2-0–32560274

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  3. Jürg Rückert sagt:

    Es wird immer schlimmer!
    Überlässt der Erzbischof von Freiburg den Leib Mariens dem Spott von Genitalien-Darstellerinnen, die er „engagierte Christinnen“ nennen lässt? Sein Münster verfärbt sich vor Scham brandrot! Verlassen wir Sodom! Besser im Schisma als im Verschissma!

    17.05.19 Citizengo.org, Maria 2.0, blasphemisches Plakat in Freiburg:
    Antwortschreiben des Pressesprechers des Erzbistums Freiburg:
    „… Ihre Zuschrift bezüglich des Unterstützungs-Plakates der Aktion „Maria 2.0″ an der Fassade der Freiburger Universitätskirche haben wir erhalten.
    Erzbischof Stephan Burger ist darüber im Gespräch mit dem zuständigen Kirchenrektor, der das Aufhängen des Transparents für eine begrenzte Zeit genehmigt hat. Diese zeitliche Begrenzung der Erlaubnis stellt einen Kompromiss zwischen dem Anliegen engagierter Christinnen innerhalb der Hochschulgemeinde und der Ablehnung der Aktion durch andere dar.
    Wir bitten Sie um Verständnis und Toleranz, damit eine inhaltliche Auseinandersetzung möglich und keine weitere Eskalation heraufbeschworen wird.“

    Nochmals meine Parabel: Josef 1.0 floh mit Maria nach Ägypten. Da kamen 5 Räuber und wollten Maria vergewaltigen. Josef kämpfte und besiegte sie. Dafür wurde er 100 n. Chr. heiliggesprochen. Josef 2.0 floh mit Maria nach Ägypten. Da kamen 5 Räuber und wollten Maria vergewaltigen. Josef trat bei Seite, palaverte und Maria wurde eine Erlebende. Dafür wird er heute heiliggesprochen.
    Frevel wird heute „engagiertes Christentum“ genannt!

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  4. Dorrotee sagt:

    absolute Zustimmung. So sieht es aus.

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  5. Thomas May sagt:

    Mitnichten handelt es sich bei den Streikenden um „fromme Frauen“ („Tagesschau“) oder gar die „Treuesten der Treuen“ („DIE ZEIT“), wie von inkompetenten Journalist(inn)en behauptet wird.
    Hier werden die Begriffe grotesk auf den Kopf gestellt.
    Allein der Name der Initiative stellt eine Verhöhnung der Jungfrau und Gottesmutter Maria dar, die als Vorbild bedingungslosen Dienens (auch für Männer!) verehrt wird – der „Antityp“ zur ungehorsamen Eva.
    Schon in diesem Unverständnis zeigt sich, dass die rebellierenden Frauen nicht aus der kirchlichen Mitte kommen, sondern vorwiegend am Rand stehen.
    Dass manche auch noch ihre Dienste in der heiligen Messe, der Eucharistiefeier „bestreiken“, zeugt von einem erschütternden Mangel an Ehrfurcht gegenüber dem Heiligen und Allerheiligsten, was bei den bischöflich beauftragten Kommunionhelferinnen besonders schwer wiegt.
    Kein Oberhirte kann sich illoyale Mitarbeiterinnen leisten, die mittels Erpressung ihre zum großen Teil gar nicht erfüllbaren Forderungen durchzusetzen versuchen.
    Daher ist die Drohung, dass sie in Massen austreten könnten, keineswegs erschreckend, sondern für viele eher eine tröstliche Aussicht.

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