Plädoyer für ein Europa der Vaterländer und für die Vielfalt der Völker

Von Jörgen Bauer

Dieser Tage sah ich eine in Deutsch unterlegte Sequenz eines japanischen Fernsehsenders, in der ein Japaner, der sich längere Zeit in Deutschland aufhielt, interviewt wurde. Der Japaner konnte sich über die Deutschen nur wundern, weil diese – aus seiner Sicht – den kollektiven Selbstmord planen.
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Auch die Moderatorin konnte das kaum fassen. Der kollektive – oder richtiger “nationale” –  Selbstmord werde hauptsächlich durch die Überfremdung durch Flüchtlinge und Migranten bewirkt, denen man weitgehend – unter Zurückstellung eigener Interessen – entgegenkommt, wobei die eigenen Bürger vernachlässigt werden.
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Als Grund für diese selbstzerstörerische Haltung wurden Schuldgefühle wegen eines “Herrn Hitler” genannt, weshalb man weiterhin glaubt, immer noch etwas gut machen zu müssen, was überhaupt nicht verstanden wurde, zumal auch Japan Schuld auf sich geladen hatten. Aber irgendwann muss es genug sein. 
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Hierzulande gibt es seit 2012 die “Identitäre Bewegung” (IB), der es darum geht, dass nicht nur Deutschland, sondern ebenso auch die Völker Europas ihre individuellen und kulturellen Eigenheiten, also ihre Identität bewahren, und diese nicht durch fremde Kulturen überlagert, ersetzt und abgelöst werden.
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Und eine IB ist in einem Land wie dem unseren, in dem die Meinungsfreiheit durch “betreutes Denken” eingeschränkt ist und “betreute Quasselrunden” den Medienkonsumenten klar machen, wie sie die Welt zu sehen haben, natürlich höchst verdächtig.
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Deshalb werden die Identitären auch als Nazis, Rassisten, Fremdenfeinde usw., also als ganz besonders Schlimme und deshalb als bekämpfenswert eingeordnet und bezeichnet.
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Der JUNGEN FREIHEIT ist es zu verdanken, dass sie sich in ihrer Ausgabe Nr. 19 vom 3. Mai 2019 ausführlich mit dieser Thematik befasst, womit ein realistisches Bild gezeichnet wird.
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Es geht der IB um Ethnopluralismus. Darunter versteht sich eine gesellschaftliche Ordnung mit ethnisch und kulturell homogenen Staaten. Multikulturalismus wird abgelehnt. Zuwanderung soll nach abstammungsmäßigen Kriterien gesteuert werden. Sie setzt sich für einen Stopp der Zuwanderung und konsequente Abschiebung ein, damit die Deutschen nicht zu einer Minderheit im eigenen Land werden.
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Die IB ist gegen Rassismus und Chauvinismus und lehnt Gewalt ab. Ihre Aktionen sind eher mit der von Green-Peace vergleichbar.
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Wer Mitglied werden will, muss sich einem mehrstufigen Auswahlverfahren unterziehen. Die IB hat rund 500 Mitglieder, die sich in 17 Regionalgruppen und über 100 Ortsgruppen verteilen. Rechtsextreme werden nicht geduldet.
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Wie ist das zu bewerten?
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Stellen wir uns eine Ortschaft vor, in der zahlreiche Familien in ihren eigenen Häusern oder Wohnungen leben, wobei sich alle auf irgendeine Weise am Leben in der örtlichen Gemeinschaft beteiligen. Sei es in Vereinen oder bei gemeinsamen Veranstaltungen, bei Entscheidungen, welche die Gemeinde betreffen oder bei Aktionen im Dienste der Gemeinschaft.
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Jede Familie zieht sich aber immer wieder in ihren häuslichen Bereich zurück, um dort, entsprechend ihren jeweiligen Gewohnheiten und ihrer familiären Lebensart zu leben.
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Das entspräche dem ursprünglichen Modell eines Europas der Vaterländer, in dem verschiedene Völker ihren kulturellen und sonstigen Eigenheiten entsprechend leben, wo man sich aber zusammenschließt, um Probleme, die alle betreffen, gemeinsam zu lösen.
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Jetzt könnten ja ein paar ganz Schlaue kommen, die den Bewohnern besagter Ortschaft raten, ihre individuellen Haushalte aufzugeben und stattdessen in ein Gemeinschaftshaus zu ziehen, um dort nicht nur all ihren Besitz einzubringen und sich einer wenig attraktiven, fremdbestimmten Hausordnung zu unterwerfen, sondern auch noch die Türe für Wanderer und Vorüberziehende offen zu halten, damit diese zu Lasten der Bewohner in das Gemeinschaftshaus aufgenommen werden können, was als besonders erstrebenswert anzusehen ist.
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Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass das nicht gutgehen könnte.
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Nun muss man leider feststellen, dass es bei den Kandidaten für die Wahlen zum EU-Parlament zahlreiche Phantasten und vaterlandslose Gesellen gibt, die ein Faible für solche hirnrissigen Ideen haben und von einer Auflösung der Nationalstaaten faseln, die angeblich nicht mehr zeitgemäß, sondern überholt sind.
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Solche Töne klangen selbst bei einem CSU-Kandidaten Manfred Weber an, der wohl von den “Vereinigten Staaten von Europa” angetan ist, dem wohl die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) als Vorbild dienen.
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Aber wie sind die USA entstanden? Zuwanderer aus aller Welt – heute würde man Migranten dazu sagen – haben das Land unter Verdrängung der indianischen Urbevölkerung, mit denen sie absolut keine Gemeinsamkeiten hatten, mehr oder weniger gewaltsam in Besitz genommen.
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Übrigens haben die Zuwanderer aus aller Welt in Amerika ihre nationalen Identitäten nicht aufgegeben, sondern Vereine gegründet und sich in national geprägten Stadtvierteln – wie z.B. “China Town” – angesiedelt, in denen die Erinnerung an die gemeinsame Herkunft lebendig gehalten wird.
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Das gibt es auch bei uns. Angefangen von Vertriebenenorganisationen bis jetzt zu Stadtteilen, in denen überwiegend Menschen mit ausländischen Wurzeln – vor allem Muslime – leben, die sich zum Teil zu “No-go-Areas” entwickeln.  
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Wenn ich immer wieder von Hochrechnungen höre, wonach bei uns noch Platz für hunderte Millionen Migranten wäre, beschleicht mich das Gefühl, dass es politisch Kriminelle gibt, die wollen, dass sich bei uns die Geschichte –  in Anlehnung an die Entstehung der USA – wiederholt. Und da habe ich den Verdacht, dass die eurokratischen Ideologen in globalistischen Phantastereien befangen sind.
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Die europäischen Staaten und ihre Völker haben ihre jeweils eigenen Sprachen, ihre eigene Geschichte, ihre eigenen, gewachsenen und spezifischen Kulturen, die erhaltenswert sind und die sich nicht querbeet durchmischen lassen, was letztlich zu einer kulturellen Verarmung führen müsste. Es geht hier um die Identität eines Volkes, das Heimat und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermittelt.
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Der Verlust der Identität führt zur Entwurzelung. Es ist lebensnotwendig, sich irgendwo zugehörig zu fühlen, eine Heimat und ein Zuhause zu haben. Ist es erstrebenswert, heimatlos und ein Blatt im Wind zu sein? 
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Grenzen sind ein unverzichtbarer Ordnungsfaktor der vorgegebenen Natur- und Schöpfungsordnung, erkennbar an den Naturgesetzen und den Abläufen in der Natur. Bereits ein lebendiger Organismus besteht aus unterschiedlichen, voneinander abgegrenzten Organsystemen und ist nur so überlebensfähig.
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Das setzt sich dann im Alltag in organisatorischen Strukturen und im Zusammenleben der Völker fort, in dem geregelt wird, was, wann, wo und für wen gilt. Andernfalls hätte man das totale Chaos.
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Und wer die totale Freiheit und Menschenliebe propagiert und Grenzen ablehnt, sollte gefragt werden, ob er wirklich ernstlich bereit ist, seine Türschlösser auszubauen bzw. Haus- und Wohnungstüren auszuhängen, Zündschlüssel nicht mehr abzuziehen, sondern jedem Vorübergehenden den Zutritt zu seiner Wohnung und den Gebrauch seines Autos zu gestatten.
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Deshalb ist es absolut unverständlich, wenn der Begriff “Grenze” bevorzugt im negativen Sinn, nämlich als “Ausgrenzung” und damit “Ablehnung” verstanden wird.
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Ich glaube nicht, dass unsere Mitbürger gegen ein Vereintes Europa sind. Der Widerwille richtet sich gegen die Europäische Union (EU) mit ihren undurchschaubaren Strukturen, die von niemanden gewählt wurde, aber die Funktion eines “Überstaates” hat und damit den Mitgliedstaaten vorschreiben kann, welche Gesetze diese zu beschließen haben.
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Auch wenn das Europaparlament mehr oder weniger Alibifunktion und nichts wirklich zu sagen hat, ist es trotzdem wichtig, zur Wahl zum EU-Parlament zu gehen, damit nicht solche Leute das Sagen bekommen, die nach der Bundesrepublik jetzt auch noch Europa an die Wand fahren wollen.
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Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?
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Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.  1. Kor 14,33
Dass Unordnung und Unfrieden ebenso wie Ordnung und Frieden in einem inneren Zusammenhang stehen, entspricht einer alltäglichen Erfahrung: Schlampereien bewirken Ärger und Verdruss, während Ordnung und Zuverlässigkeit wertgeschätzt sind und anerkannt werden.
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Das Wort Gottes, die Bibel, rühmt und preist das Tun Gottes, der alles auf so wunderbare Weise geschaffen und geordnet hat, so dass es möglich wäre, in absolut vollkommenen paradiesischen Verhältnissen zu leben – wenn, ja wenn die Menschen keine Sünder wären, die sich ständig gegen Gottes Ordnungen auflehnen und damit für Streit, Unordnung und Gewalt sorgen.
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Die Menschen wissen das im Grund und entwickeln deshalb ständig neue Ideen und Ideologien, von denen sie glauben, die Welt damit verbessern zu können. Das funktioniert aber deshalb nie, weil wir Menschen unseren Hang zum Unfrieden und zur Unordnung nicht ablegen können, sondern das bestenfalls auf eine “höhere Ebene” verlagern.
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Der Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht geschaffen hat – das gilt auch für die EU. Deshalb wurde in das Grundgesetz ein Gottesbezug aufgenommen, um zu verdeutlichen, dass es etwas Höheres gibt, das die Welt in der Hand hält.
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Im Vertrag über eine EU-Verfassung, die bislang nur deklaratorischen Charakter hat, weil sie nicht in Kraft getreten ist, fehlt ein solcher Hinweis. An die Stelle Gottes tritt hier das “gemeinsame europäische Erbe” und das ist ein sehr vieldeutiges Fundament.
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Neuorganisationen sind –  wie Umzüge – immer solange mit Unordnung verbunden, bis alles seinen Platz gefunden hat. Und da ist in Europa noch vieles nicht an seinem Platz.
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Das führt dann zu dem von den EU-Funktionären beklagten “(Rechts)Populismus in der Mitte der Gesellschaft”, was eigentlich ein Grund zur Hoffnung ist, denn der “Populist” ist in der Regel ein geistig gesunder Mensch, der allen Umerziehungsversuchen des gleichgerichteten politisch-medialen Komplexes widerstanden hat.
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Die Idee eines vereinten Europas ist positiv, wenn dieses in erster Linie den Europäern und denen, die wirklich dazugehören wollen und sich einordnen, dient.
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Unser Gast-Autor Jörgen Bauer ist evangelischer Christ und lebt in Heidenheim

10 Kommentare on “Plädoyer für ein Europa der Vaterländer und für die Vielfalt der Völker”

  1. Holger Jahndel sagt:

    bento-Haltungsjournalistin und »Anti-Christin« fordert: Weg mit den christlichen Feiertagen! Fastenbrechen muss gefeiert werden!

    https://www.journalistenwatch.com/2019/05/23/weg-mit-den-christlichen-feiertagen/ +++

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Zeit-Fragen > 2019 > Nr. 12, 21. Mai 2019 > Die Meinungsfreiheit in Deutschland ist gefährdet Die Meinungsfreiheit in Deutschland ist gefährdetBeobachtungen nach 70 Jahren des deutschen Grundgesetzes
    von Karl MüllerBeobachtungen nach 70 Jahren des deutschen Grundgesetzes führen zu dem Schluss, dass der heutige «Kampf gegen rechts» in der Regel nichts mit der Sicherung der Demokratie, auch nichts mit einer gegen politischen Extremismus wehrhaften Demokratie, viel aber mit Plänen für eine weiterhin unipolare Weltordnung zu tun hat.

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-12-21-mai-2019/die-meinungsfreiheit-in-deutschland-ist-gefaehrdet.html

    Zeit-Fragen > 2019 > Nr. 12, 21. Mai 2019 > Sagenhafte Auswirkungen des EU-Binnenmarktes? Sagenhafte Auswirkungen des EU-Binnenmarktes?Bertelsmann-Strategiepapier bestätigt: Schere zwischen den EU-Staaten geht immer weiter auseinander
    von Dr. iur. Marianne Wüthrich

    Kurz vor den EU-Wahlen veröffentlicht die Bertelsmann Stiftung ein Strategiepapier (laut der deutschen Kurzfassung eine «Studie»), das die Auswirkungen des EU-Binnenmarktes auf die Einkommen der Einwohner in den EU- und EWR-Staaten sowie in der Schweiz darstellt und zu erstaunlichen Ergebnissen kommt.1 In sämtlichen Ländern würden die Pro-Kopf-Einkommen dank des Binnenmarktes jährlich beachtlich steigen – zugegebenermassen nicht überall und für jeden gleich stark, aber immerhin: «Der EU-Binnenmarkt hat nicht nur den Abbau von Grenzkontrollen bewirkt, sondern beschert den Europäern grundsätzlich auch ein Plus im Portemonnaie. Im Durchschnitt steigert der Binnenmarkt die Einkommen der EU-Bürger jährlich um rund 840 Euro pro Person. Für Deutschland beziffern sich die jährlichen Einkommenszuwächse pro Person auf 1 046 Euro».2Für manchen stellenlosen Spanier, griechischen Rentner oder deutschen Hartz-IV-Bezüger, die mit ihrem kargen Monatsgeld kaum die minimalen Existenzbedürfnisse decken, geschweige denn für ihre Familie sorgen können, sind derlei Aussagen blanker Hohn. Das Bertelsmann-Strategiepapier könnte deshalb auf viele EU-Wähler entgegengesetzt wirken wie erhofft.Neben der EU-Wählerschaft hat die Studie ganz besonders die Schweizer und die Briten im Visier. Ausgerechnet diese zwei Völker – die der EU gar nicht beitreten beziehungsweise diese wieder verlassen wollen – gehören angeblich zu den grössten Profiteuren des EU-Binnenmarktes. Was für ein raffinierter Köder, mit dem Brüssel uns Schweizer dazu bewegen will, dem institutionellen Rahmenabkommen zuzustimmen! Und die Briten, ihren Austrittsentscheid zurückzunehmen.Was es mit den finanziellen Segnungen durch die Teilnahme am EU-Binnenmarkt auf sich hat, soll hier aus politischem Blickwinkel unter die Lupe genommen werden.

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-12-21-mai-2019/sagenhafte-auswirkungen-des-eu-binnenmarktes.html

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  3. Kassandra sagt:

    Die Gründerväter der EU hatten eine Wirtschaftsunion, wie es RGW und EWG waren, und diese EU wurde umgebaut seit der rotgrünen Ära Schroder zu einer sozialistischen Plutokratie. Man brauchte nur die Fiskalunion von der Wirtschaft entkoppeln und schon war der Weg frei, dass Geld in dunkle Kanäle fließen konnte.
    Dem Geldadel hat es gefallen und Politiker wie Schulz SPD wollten als Plutokraten auch in die Sphären des Geldadels aufsteigen und wurden in Brüssel Multimillionär. Das beste Zerstörungsinstrument, um die Europäer einer globalen Bankenelite und Konzernelite zu unterwerfen, war die Abschaffung von Zöllen, wo die Schwächen der Infrastruktur der Handelsländer diese ausgleichen konnten, das Agrarland mit seinen Agrarprodukten und der technische Importeur mit seinen technischen Produkten sich gegenseitig ergänzen konnten.
    Länder mit unterschiedlichen Infrastrukturen an eine Währung zu binden, eröffnete weiteren Spielraum für die Plutokraten, Geld durch Erpressung an zu schöpfen und die Schwächen aus zu nutzen. Weder die Forderung von Börsen-Guru Andre Kostelany wurde umgesetzt, es braucht einen starken und einen schwachen Euro, damit schwächere Länder einen Anreiz und Motivation haben, den Abstand zu den stärkeren Ländern aufzuholen und noch die Möglichkeit geschaffen, durch transparente Instrumentarien der Buchhaltung, dass Pleitestaaten wie Griechenland aus dem Druck der Währungseinheit Euro aussteigen konnten und gezwungen waren, ihre Ressourcen wie Erdgasvorkommen und den halben Hafen von Piräus an globale Konzerne zu verkaufen.
    ES gibt noch mehr hässliche Fratzen des derzeitigen Brüsseler Bürokratiemonsters, das mit unsinnigen bürokratischen Vorschriften wie Gurkenkrümmung jegliche Wirtschaftskraft in Europa ruiniert und Europa den Raubbau an seinen Ressourcen aufzwingt, damit Plutokraten von globalen Konzernen gut entlöhnt werden.
    So zerstören die Grünen mit ihren Klagen sinnvolle Wirtschaftsprojekte als Wirtschaftsschädlinge und gleichzeitig im Hass auf Deutschland mit ihren Tierkillerwindrädern und Flächenraub für Solarparks mit Zerstörung von Lebensräumen von Tier und Pflanzenwelt unsere Natur und Umwelt.
    Deshalb wähle ich AFD, damit der Spuk endlich beendet wird. Ist schon klar, dass die rotgrünlinksgelbmerkelhöflingsunion kratzt und beißt, wenn ihr Selbstbedienungsladen Brüssel auseinanderfliegt oder politischen Plutokraten ähm Kleptokraten auf die Pfoten gehauen wird und die EU, wenn sie noch eine Chance hat, wieder zur Wirtschaftsunion gestaltet wird, als EU der Vaterländer.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Kassandra:

      In seinem „System der nationalen Ökonomie“ entlarvt Friedrich List den händlerischen Ungeist der liberalkapitalistischen Wirtschaftstheorien von Adam Smith und David Ricardo. Nach deren Meinung (bereits vorgeprägt durch David Hume 1691) wird der Wert der Güter nicht durch ihren Gebrauchs -, sondern durch ihren Tauschwert bestimmt. Mithin ist also nicht die werteschaffende Arbeit, sondern der wertevermittelnde Handel das Wesentliche.

      Entscheidend ist auch nicht, ob Güter sittlich oder unsittlich, nützlich oder schädlich, gesund oder ungesund sind, sondern daß es für sie einen Marktbedarf gibt. Die Übersteigerung des händlerischen Denkens gipfelt in der Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften der Erde zu Absatzplantagen der Weltwirtschaft und Zinskolonien der Hochfinanz.

      Dieser Umbau soll sie zur nationalen Selbstversorgung unfähig und vom internationalen Zwischenhandel abhängig machen. Alle Wirtschaftsstrukturen sind so umzugestalten, daß sie immer neuen Handel erzwingen. Die Wege zwischen Rohstoffen, Fertigprodukten und ihrem Absatz müssen so verlängert werden, daß sie dem Zwischenhandel riesige Profite verschaffen.

      Ein Kommentar von Marouan El-Kassem dazu: Die Forderung nach arbeitsteiligem Umbau aller Volkswirtschaften Global gipfelte in der Etablierung einer Globalisierten Ökonomie. Diese Globalisierung outsourcte wesentliche Wirtschafszweige in Entwicklungländer, deren Lohnniveau niedrig angesiedelt war und Künstlich weiter gedrückt wurde. Die negativen Folgen übertrugen sich Parallel auch auf Wirtschaftlich starke Nationen die zunehmend die Löhne ihrer Werktätigen drücken müssen, um im Internationalen Handel Konkurrenzfähig bleiben zu können. Schattenseiten jener neoliberalen Entwicklung spiegeln sich in einer Dramatischen vermögensumverteilung von Arm nach Reich. Die zwangsläufige Reaktion ist Kollaps des Systems. Inflation = Krieg (Reset)

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  4. Bernhard sagt:

    Nachtrag:
    Ein Land braucht so etwas wie eine „Leitkultur“, damit Zuwanderung gelingen kann. Andere Länder haben das auch. In Yankee-Amerika ist es z.B. der „American Dream“, in Frankreich sind es die „republikanischen Werte“. In den Niederlanden oder Großbritannien hat das Königshaus diese integrative Funktion. Dieses oft verpönte Wort hat meines Erachtens sehr wohl seine Berechtigung.

    Das bedeutet aber nicht, dass nicht unterschiedliche Kulturen in einem Land vorhanden sein dürfen, solange Sie diese „Leitkultur“ und den Gesetzen nicht widersprechen.

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  5. Bernhard sagt:

    Mag sein, dass die Identitätäre Bewegung friedlich ist. Mag sein, dass sie zu Unrecht verteufelt wird. Mag auch sein, dass sie nicht rechtsextrem ist. Dass sie nicht rassistisch ist, möchte ich in Zweifel ziehen. Ich zitiere einmal aus diesem Artikel selbst:

    „Es geht der IB um Ethnopluralismus. Darunter versteht sich eine gesellschaftliche Ordnung mit ethnisch und kulturell homogenen Staaten.“
    Es wäre zu klären, was hier„ethnisch“ bedeutet. Wenn Hautfarbe beziehungsweise Abstammung eines Menschen gemeint ist, dann bedeutet das, die Identitäre Bewegung möchte die Menschen nach diesen Kriterien bevorzugen oder benachteiligen. Und das ist Rassismus, oder zumindest geht es ganz stark in diese Richtung.
    Darüber hinaus ist die Vorstellung von einem genetisch homogenen Volk sowieso falsch. Kein Volk stammt von einem gemeinsamen Urvater ab, schon gar nicht das deutsche (man werfe einmal einen Blick auf die Ereignisse der letzten 2000 Jahre auf deutschem Boden).
    Auch die Vorstellung von der „kulturellen Homogenität“ eines Staates ist Unsinn. Erstens kann man höchstens von einem Volk ausgehen, aber keineswegs von einem Staat (der ja ein rein verwaltungstechnisches Gebilde ist und oft mehrere Völker in sich vereint). Aber auch jedes Volk hat sehr starke regionale Ausprägungen und regionale Kulturen, vor allem das deutsche. Wenn die Identitäre Bewegung also von „kulturell homogenen Staaten“ spricht, dann beschleicht mich der Verdacht, dass eher sie etwas einebnen will und nicht ihre Gegner.

    Desweiteren: was bedeutet bitteschön der Satz „Zuwanderung soll nach abstammungsmäßigen Kriterien gesteuert werden.“?
    Zuwanderer stammen nicht von dem Volk ab, in das sie zuwandern, sonst wären es ja keine Zuwanderer. Kann mir das jemand erklären?

    Last but not least: Japan hat seine eigene Kriegsschuld nur unzureichend anerkannt, wofür es von den Ländern, die es damals überfallen hat, heftig kritisiert wird. Gerade in jüngster Zeit wurden wieder einmal die Geschichtsbücher geklittert.
    Außerdem ist in Japan Rassismus, beziehungsweise die Vorstellung, genetisch „etwas ganz anderes“ als der Rest der Menschheit zu sein, relativ weit verbreitet.

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    • Gerd Nestler sagt:

      Ein Inder nannte im letzten Jahrhundet Japan – den Westen des Ostens. mmmh?

      Appelliert man mit „Vaterland“ an geistige Werte eigentlich? an vergangene Tradition?
      Bei (männlichen) Menschen zwischen 18 und 30 Jahren beobachte ich häufig eine Identifizierung mit „Deutschland“, ein „Deutscher“ zu sein usw. Es tritt spontan und ohne direkte äußere Ursache auf? (außer bei Nazis). Müsste man nicht sogar auf historischer Grundlage von einem „Geheimen Deutschland“ reden? Ist diese Kultur nie öffentlich geworden/gewesen? Sie existiert nur in einzelnen Menschen immer. Daher kann man sie nicht äußerlich erziehen. Sie basiert, genau wie das Bibelstudium!, auf einem intensiven privatem Studium im Sinne von Herzensangelegenheit und wirklichen echtem brennenden Interesse.
      Da diese Deutsche Kultur historisch gescheitert ist im letzten Jahrhundert – ist sie Aufgabe aller Völker nun, aller Völker der Erde. Was hätte diese Deutsche Kultur also der Welt gegeben? Na, Wie nennt man Das? Und wie wichtig war die Reformation dafür?!
      Kennen sie das Völkerschlacht-Denkmal in Leipzig? Dort steht über dem Erzengel Michael: „Gott mit uns!“ Dann geht es ins Innere (Esoterische) und 365 Stufen hinauf…
      zum L-ich-t.
      Großbritannien nannte man immer Mutterland wegen der Kolonien.
      Siehe obiger Inder sagte so in den 80-igern: „Deutschland ist das einzige Vaterland auf der Welt. Alle anderen Länder nennen sich Mutterländer. Von Deutschland wird immer wieder Krieg ausgehen…“
      Na gut, er war Philosophie-Professor dort.

      Vielleicht müsste man statt Deutschland von Mitteleuropa sprechen > Und dann MUSS Deutschland seine Aufgabe finden. Das wird passieren müssen durch die harten Kämpfe, auch wirtschaftlich, in baldiger Zukunft. Deutschland lebt vom Export – wir brauchen also Europa und all das …, was ein natürlicher Mensch nicht mehr nachvollziehen kann an der Politik und unserem GeldSystem, damit Deutschland funktioniert innerhalb Europas und der Welt.

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      • Holger Jahndel sagt:

        @Gerd.Nestler:

        Deutschland ist die Synthese aus dem germanisch-keltischen „Orloeg“ bzw. „Wyrd“ und aus dem christlichen Logos als „Weltseele“ und „Weltvernunft“ bzw. universelles Weltgesetz bzw. allgemeine natürliche göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos, welcher aus der Bibel und aus der griechisch-römischen Philosophie und aus der hermetischen Philosophie der Hermetik als Natur- und Religionsphilosophie stammt (dort wird diese astralisch-mentalische bzw. seelisch-psychische Ebene auch der „Makrokosmos“ genannt, welcher dem „Mikrokosmos“ Mensch gegenübersteht – auch der Heilige und Kirchenlehrer Albertus Magnus und die Heilige und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen kannten als christliche Mystiker und hermetische Philosophen der Hermetik die Mikrokosmos-Makrokosmos-Lehre und auch die Lehre von den 4 bzw. 5 Elementen, die man im indischen Ayurveda die Tattwas nennt – siehe dazu auch Elias Erdmanns Aufsatz und seinen Aufsatz zu Philo(n) von Alexandrien und seine anderen freien Online Texte etwa zur biblischen Mystik und christlichen Hermetik und siehe auch Origenes und Clemens von Alexandrien usw.).
        Diese Synthese wurde vom Adel und der Geistlichkeit und dem Volk im frühen Mittelalter vorgenommen, sie machte den National-Charakter bzw. die Volksseele des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und damit auch der deutschen Nation aus. Dies ist das Paradigma der Vernunft und Rationalität und der organischen Denkweise und des dezentralen Netzwerkdenkens, welches im Sinne der Theorie des Psychologen C.G.Jung vom kollektiven Unterbewusstsein der Menschheit und dem kollektiv Unbewussten einer jeweiligen Gesellschaft und eines jeweiligen Kulturkreises sowie seiner Archetypen-Lehre aus der Synthese des saturnischen Odin-Archetypes mit dem solarisch-uranischen Christus-Archetyp als platonischem Urbild entstand. Siehe auch „Uranos Anthropos“ in der Bibel als himmlischer Urmensch und kosmischer Adam und platonischer Ideal-Mensch und kosmischer Christus bzw. Adam Kadmon in der Kabbalah mit dem kabbalistischen Lebens-baum als christlich-hermetische Kabbalah und jüdische Merkabah- und Thronwagen-Mystik, siehe auch Elias Erdmanns freie Online Texte und Gershom Scholem dazu und den Heiligen und Kirchenlehrer Bernhard von Clairveaux und Stephen Harding und Hugo de Payens und Reuchlin und Pico de la Mirandola und Kardinal Nikolaus von Kues als Cusanus und Johannes Trithemius als Abt von Sponheim und Jan Comenios und van Helmonte und Welling und Arnaldus de Villanova und den Jesuiten Athanasius Kircher und Bonaventura.

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  6. Holger Jahndel sagt:

    Der Theologe und Journalist und Philosoph David Berger

    https://philosophia-perennis.com/

    JIhad Watch by Robert Spencer, BLOG

    http://www.jihadwatch.org

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    • Holger Jahndel sagt:

      Aus der Schweiz http://www.zeit-fragen.ch Zeit-Fragen Magazin auch zu EU und Euro und Freihandel und der EFTA als Alternative zu den neoliberalen Freihandels-Abkommen wie JAFTA und der neoliberalen Dienstleistungsliberalisierung TISA und zu dezentraler und direkter Demokratie mit Plebisziten und Volksabstimmungen
      http://www.neo-liberalismus.de

      Geolitico Magazin für Querdenker und Wertkonservativer und Humanisten

      http://www.geolitico.de

      Fredmund Malik im Interview
      Radikal falsche Strategien haben sich wie eine Seuche verbreitet

      von Ingo Narat

      Fredmund Malik ist ein bekannter Ökonom und Buchautor. Im Interview erklärt der Österreicher, worin er die Ursachen der Krise sieht und warum sie so gefährlich ist. Seine düstere Prognose: Den Börsen droht der Absturz. Es gibt Schwarzseher und solche, die auch skeptische Prognosen noch übertreffen. In diese Riege gehört Fredmund Malik. Er ist Wirtschaftswissenschaftler und Leiter des «Malik Management Zentrums» in St. Gallen.

      https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr10-vom-532012/es-droht-eine-teuflische-abwaertsspirale.html

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