Die EU-Wahlen bestätigen die Lebendigkeit der nationalstaatlichen Idee

Beatrix von Storch

Die EU-Wahl  hat vor allem einen Gewinner: den Nationalstaat. – Frankreich, Italien, Polen, das Vereinigte Königreich, Ungarn – in den großen Staaten Europas (Deutschland ausgenommen) sind die Verteidiger des Nationalstaates stärkste Kraft geworden.

Die klare Botschaft der EU-Wahl ist: Der Nationalstaat lebt und lässt sich nicht abschaffen.

Frankreichs Präsident Macron ist mit seiner Vision einer zentralisierten EU massiv gescheitert. Er fordert ein EU- bzw. Eurobudget, einen europäischen Finanzminister und eine europäische Arbeitslosenversicherung. Dafür fehlt ihm aber sogar im eigenen Land die Unterstützung. Macron hat das Duell mit Marine Le Pen angenommen, er hat sich in den Wahlkampf geworfen und ist hinter Marine Le Pen zurückgeblieben.

Macron ist wie ein Ballon, aus dem man die Luft herausgelassen hat. Le Pen und ihre EU-kritische Partei Rassemblement National werden stärkste Kraft.

Die Botschaft aus dem Vereinigten Königreich ist ebenso klar: Tories und Labour, die den ursprünglichen Austrittstermin politisch in den Sand gesetzt haben, sind massiv abgestraft worden. Die Brexit-Partei von Nigel Farage ist nicht nur bei weitem stärkste Partei geworden. Sie ist in UK stärker geworden als die CDU in Deutschland oder Macron in Frankreich. Die Brexit-Partei ist eine Volkspartei.

Die Folge der Wahl muss lauten: Am 31. Oktober ist Schluss. Wenn das Vereinigte Königreich danach weiter in der EU bleibt, wird das für die EU selbst gefährlich, denn wenn die EU die Briten nicht gehen lässt, werden sie die EU von innen heraus politisch aufsprengen.

Salvini und seine EU-kritische Lega wurden in Italien mit mehr als 30% ebenfalls stärkste Kraft. Salvinis klarer Kurs in der Migrationsfrage und seine EU-kritische Haltung wurden also belohnt. Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei erreichen gar mehr als 50% in Ungarn. Auch seine stabile Haltung – besonders in Sachen Migration – zahlt sich aus.

Der Blick in die anderen Länder Europas zeigt klar auf: Deutschlands Ergebnis ist nicht repräsentativ für Europa. Kritiker der illegalen Migration und der Vereinigten Staaten von Europa stellen oft die stärkste Partei, während die Grünen in anderen Ländern eine deutlich geringere Rolle spielen. Diese EU-Wahl ist positiv für Europa.


14 Kommentare on “Die EU-Wahlen bestätigen die Lebendigkeit der nationalstaatlichen Idee”

  1. Anonymous sagt:

    Noch was zu den hier geäußerten Heilsvorstellungen:

    Die AfD meint, die Rückkehr zu reinen Nationalstaaten wäre das Heil. Herr Stefan Kunz meint, die Grünen seien verantwortlich für das Unheil. Beides ist aus folgenden Gründen falsch:

    Das Problem ist das menschliche Herz. Alle weltlichen Heilsvorstellungen gehen davon aus, man müsse nur irgendwelche äußeren Faktoren ändern, dann würde sich alles zum Guten wenden. Dem erteilt Jesus eine Absage. Sein Evangelium beruht darauf, dass Menschen ihre alte, sündige Natur ablegen/verlieren und ihn, Christus, den neuen Menschen anziehen bzw. von Neuem geboren werden. Kurzum: Wir müssen völlig Andere werden, sonst wird alles weiter bergab gehen.

    Ohne Christus ist die Menschheit auf dem breiten Weg ins Verderben. Ohne Christus haben wir nur die Wahl zwischen verschiedenen Übeln, die letztlich aber unsere grundlegenden Probleme nicht lösen können.

    Die Analyse für die sich verschlechternden Verhältnisse fällt in der Bibel kurz und prägnant aus: „Die Liebe vieler wird erkalten.“ Oder nicht religiös ausgedrückt frei nach dem Genesis -Song „Land of Confusion“:

    This is the time.
    This is the place.
    So we look for the future.
    But there’s not much love to go round.

    Wenn wir nicht die sich selbst aufopfernde Liebe Jesu Christi ausstrahlen, haben wir keine wahren Lösungen zu bieten. Das betrifft uns alle. Mich auch.

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  2. Anonymous sagt:

    Herr Stefan Kunz,

    wenn Sie behaupten „Der Untergang Deutschlands ist grün!“ und „Man kann nur auf den Osten hoffen in Deutschland, denn dort kennen zumindest die Alten noch das NSDAP-Nachfolgeregime der SED.“ dann muss ich dem energisch widersprechen:

    1. Ich habe noch nie die Grünen gewählt und werde das auch künftig nicht tun.Deren familien- und gesellschaftspolitische Vorstellungen lehne ich absolut ab.

    Die Grünen legen aber im Hinblick auf die Umweltpolitik leider den Finger in die richtige Wunde. Zudem waren sei bisher im Bund nur sieben Jahre lang von 1998 bis 2005 an einer Regierung beteiligt. Weshalb sie also für den Untergang Deutschlands verantwortlich sein sollen, ist nicht nachvollziehbar.

    2. Es gibt keinen Grund, „auf den Osten zu hoffen“. Wir haben als Kanzlerin eine gebürtige Hamburgerin, die jedoch in der DDR aufwuchs und sozialisiert wurde. Die müsste dann ja Ihr Anforderungsprofil erfüllen. Menschen, die noch bewusst den 2. Weltkrieg erlebt haben, also, ich sage mal spätestens 1935 geboren wurden, gibt es nicht mehr viele. Und noch dazu sind die nicht in Positionen, die irgendeine gesamtgesellschaftliche Veränderung hervorbringen könnten. Noch dazu sind die auch keinesfalls alle stramme Antifaschisten oder Antikommunisten. Denn Alter schützt ja nicht vor Torheit.

    Die Fakten sprechen eine andere Sprache. In den Neuen Bundesländern gibt es deutlich mehr Neonazis, die auch wesentlich offensiver auftreten als im Westen. In den Gebieten im Osten, wo die wenigsten Ausländer leben, ist die Ausländerfeindlichkeit am höchsten. Ich würde als Unternehmer dort auch nie investieren. Und deshalb sieht dort die Zukunft düster aus. Wie gesagt, das sind die Fakten.

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Genozid an Christen erreicht Alarmierende Ausmasse von Raymond Ibrahim 3. Juni 2019 Englischer Originaltext: Genocide of Christians Reaches „Alarming Stage“ Übersetzung: Daniel Heiniger

    https://de.gatestoneinstitute.org/14334/genozid-christen

    https://de.gatestoneinstitute.org/

    Meinung » Gastkommentar Thilo Sarrazin: „Wenn ich SPD-Parteivorsitzender wäre …“ Von Thilo Sarrazin / Gastautor4. Juni 2019 Aktualisiert: 5. Juni 2019 13:22 Gerade die typische Klientel der SPD ist jene Gruppe, die unter ungesteuerter oder fehlgesteuerter Migration am meisten leidet. Die SPD lässt ihre ehemaligen Stammwähler dort alleine, wo sie am nötigsten gebraucht würde.

    https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/thilo-sarrazin-wenn-ich-spd-parteivorsitzender-waere-a2905878.html?meistgelesen=1

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  4. Anonymous sagt:

    Wenn die AfD bei den Landtagswahlen im Osten die stärkste Kraft wird und gegen sie nicht mehr regiert werden kann, versinkt der Osten Deutschlands endgültig im Chaos. Man hätte bei der Wiedervereinigung wissen können, dass mindestens zwei Generationen im Osten nicht verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten der Demokratie umgehen können, weil sie es nie gelernt haben.

    In braune Hochburgen wird jedenfalls keine Industrie investieren. Der Osten wird weiter personell ausbluten und die Höckegetreuen werden sich im Schulterschluss mit den ganz Rechten den Rest unter den Nagel reißen.

    Was der Mensch sät, das erntet er.

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    • Stefan Kunz sagt:

      Der Untergang Deutschlands ist grün!
      Aber dieser Haufen unfähiger Grüner Sozialisten wird zur Zeit genauso hofiert wie der Braune Adolf und seine Gesellen vor 86 Jahren. Nur Propaganda und keine Lösungen, Wahrheiten oder Konzepte. Bildungsresistente Politiker in Bundes- und Landtagen.
      Man kann nur auf den Osten hoffen in Deutschland, denn dort kennen zumindest die Alten noch das NSDAP-Nachfolgeregime der SED.

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    • Anonymous sagt:

      Herr Jahndel,

      weder das „gatestoneinstitute“ noch „epochtimes“ sind verlässliche seriöse Quellen. Da geht es schon los. Und von einem Genozid an Christen kann man schon rein begrifflich nicht sprechen, weil Christen kein Volk bzw. keine Ethnie im herkömmlichen Sinn sind. Dazu kommt noch, dass nicht jeder Angehörige einer christlichen Gruppe selbst tatsächlich Christ ist.

      Aber davon abgesehen ist für echte Christen die Verfolgung um des Glaubens willen doch nichts Neues. Jesus hat die Jünger klar darauf hingewiesen und darauf vorbereitet: „Ich sende Euch wie Schafe unter die Wölfe.“ Und den Jüngern Jesu wird es nicht anders ergehen als ihrem Meister, Die ersten Christen fühlten sich besonders erwählt, wenn sie für Jesus ihr Leben einsetzen durften. Die Märtyrer sind vor allem in der katholischen Kirche hoch angesehen. Das ist ein Umstand, der wirklich für die katholische Kirche spricht. Jeder Jude und jeder römische Bürger, der sich in den ersten 3 Jahrhunderten bis zu Konstantin zu Christus bekehrte, wusste, dass ihn das das Leben kosten könnte. Der Aufschwung des Christentums in dieser Zeit wurde geistlich auf die hohen Zahl der Märtyrer zurück geführt. Das heißt: Je mehr Blutzeugen, desto mehr neue Christen.

      Christen sollten täglich mit diesem Bewusstsein Jesus nachfolgen: „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt täglich, der kann nicht mein Jünger sein.“ Die Leute, die in jener Zeit ein Kreuz auf den Schultern trugen, waren auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung. Darauf zielen diese Worte Jesu ab.

      Natürlich sollen wir Mitchristen in der Verfolgung beistehen und uns für sie einsetzen, weil es Unrecht ist, sie zu verfolgen und zu töten um ihres Glaubens willen. Aber gleichzeitig dürfen wir wissen, dass Gott gerade aus diesem Unrecht den größten Sieg machen wird.

      Und Thilo Sarrazin war mitverantwortlich für den Verkauf staatlicher Wohnungen in Berlin an Investoren, die diese Wohnungen jetzt ausschlachten durch ständige Mietsteigerungen.

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  5. Nero sagt:

    Ach Anonymous, was ist proeuropäisch, zumindest nicht, dass der plutokratisch globale Geldadel sich alle europäischen Ressourcen unter den Nagel reißt und die europäische Wirtschaft bürokratisch zu Tode gängelt. Professor Meuthen hat ja nicht ausgeschlossen, wenn die EU nicht zu ihren europäischen Werten zurück findet, dass es per Volksabstimmung dennoch zum Dexit kommen kann, das liegt an Brüssel und ja, die Bürger sind immer weniger begeistert, enteignet zu werden für das Weltbild vom politischem Establishment, welches auf die Existenz Europas und seiner traditionellen Werte pfeift. .

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    • Anonymous sagt:

      Sie benutzen nur nichtssagende Schlagworte. Und was Herr Meuthen ausschließt oder nicht ausschließt, ist komplett irrelevant. Ein Dexit würde Deutschland jedenfalls unglaublich schaden.

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      • Stefan Kunz sagt:

        Jetzt ja, nachdem diese Grün/Rote und pseudoschwarze Mischpoke Deutschland so gut wie an die Wand gefahren hat, wäre ein Dexit vermutlich der Todesstoß für Deutschland.

        Wie naiv insbesondere die junge Bevölkerung hier ist, sieht man an den Wahlergebnissen! Reiner Propagandawahlkampf der Grünen führt dahin. Traurig, dass Wissen und Bildung soweit auseinandertriften, dass man keine Argumente, sondern nur noch Propaganda benötigt, um Wählerstimmen abzugreifen.
        Hoffen wird darauf, dass diese Situation seitens Brüssel etwas eingedämmt werden könnte. Zum zweiten, dass im Osten die Landtagswahlen vielleicht die Chance ergeben, dem Schlafmichel das wahre Gesicht dieser Propaganda zu zeigen.

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  6. Anonymous sagt:

    Man frägt sich bei dieser Lobeshymne auf die neue unsinnige Kleinstaaterei nur, weshalb in Deutschland 3/4 der Wähler ausgesprochen proeuropäisch sind und weshalb die AfD im Wahl-O-Mat ihre Aussage gestrichen hat, sie sei für den Austritt aus der EU. Vielleicht liegt es daran, dass man sein Fähnchen nach dem Wind hängt.

    So zu tun, als wären die Grünen keine Gewinner der Wahl, ist natürlich ebenso unsinnig.

    Aber so versucht sie halt, das schlechte Ergebnis für die AfD schön zu reden.

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  7. Medea sagt:

    Aber leider nicht in Deutschland, die Wessis wurden seit den 68er umgepolt, da kann ich aus meinem Bekanntenkreis klagen, wie ich will, wichtige Basisfächer wie Bio, Chemie; GESCHICHTE wurden als Wahlfächer abgeschafft, die Pfaffengarde mit politisch ideologischen Wahn hat ihnen die neue Gutmenschenreligion eingebläut und das Christentum geschleift und nachdem Frau Merkel in Boston geehrt wurde, an einer Uni, wo die reichen Eltern ihre Zöglinge einkaufen, ist auch da die Bildung den Bach runter für die Ideologie.
    Dort haben Obama, Kriegstreiber in Nahost und Mark Zuckerberg studiert, die als Plutokraten die Weltherrschaft anstreben auf Kosten der Völker. Vor dieser Parallelgesellschaft in den USA warnte auch schon Abraham Lincoln, die jegliche Gesellschaft im Machtrausch ruinieren.
    Warum reiste damals Nahles in die USA zu Internetgiganten und kam später das Maassche Zensurgesetz? Ob dieser Hype um die Grünen nicht etwas bei all der Verblödung Deutschlands und Merkels USA Reise zur Spitzenpartei nicht etwas aufgehübscht ist ?
    Fakt ist, unsere Zeit läuft weg, um dieses Land und seine einheimischen Bürger zu schützen und ja, ich freue mich sehr, dass wenigstens bei Verstand gebliebene Wähler den Startschuss zur Veränderung des derzeit plutokratischen Zerstörungsapparates in Brüssel gegeben haben und Plutokraten wie Soros einen auf die Mütze kriegen, nur Deutschland lässt mich in seiner Selbstverliebtheit weinen.

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  8. Bernd L. Mueller sagt:

    Frau Beatrix von Storch, Deutschland mit größter Bevölkerungsanzahl und wirtschaftlich stärkste Nation in Europa, Ihr Urteil „…. Deutschlands Ergebnis ist nicht repräsentativ für Europa.“

    Richtig, gleichzeitig immer noch desaströs unter Berücksichtigung der Stimmenanzahl im EU -Parlament.

    Grüne – deutsche Besserwisser – mit Stimmenzuwachs (!) gleichwohl Habeck “ ….Volk kenne ich nicht“ uns deutsche Bürger/innen in ein geschichts- und identitätsloses Europa aufgehen lassen will.

    Wir wünschen, dass AfD mit kraftvollen Parteien gleicher Coleur / Intentionen Koalitionen eingeht und Grüne Spinner auf der europäischen Bühne bloßstellt.

    So bloßgestellt wie Katharina Schulze als Grünen Vorsitzende Bayerns , größte Heuchlerin Deutschlands, vielleicht ganz Europas – mit Jet nach Kalifornien, um Eis zu essen aus Kunststoffbecher und dabei das Welt-Klima rettend, frech fröhlich grinsend.

    Vorher hat sie gar nicht lustig vehement gemotzt vs. Flughafen-Ausbau München und parallel gegen Kunststoff-Industrie.

    Derweil ist Kollege Özdemir – auch Grüner – per Jet in Südamerika in der Nationaltracht unterwegs.

    Es muss der AfD im Verbund mit anderen Kollegen/innen möglich sein, den Grünen die Maske der „Klima-Retter“ vom Gesicht zu reissen.

    Gefällt 1 Person

    • Stefan Kunz sagt:

      Erst einmal eine gefährliche Situation innerhalb Deutschland. Durch die Naivitätswahlstimmen für die Grünfaschisten und die gesammten roten Rückwärtsträumer (Sozialismus) wäre im Moment eine Veränderung auf der Regierungsbank eine Katastrophe. Der Schlafmichel hat immer noch nicht begriffen, was da wirklich gespielt wird.

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  9. Stefan Kunz sagt:

    Nun muss sich nur noch eine Einheit in Brüssel bilden, die den allgemeinen links-sozialistischem EU-Wahnsinn in die Schranken weist und der Eurokratie mal gewaltig den Marsch bläst!

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