Vergleich von „Ruhen im Geist“ und Shaktipat: eine „Geisttaufe“ auf hinduistisch

Von Felizitas Küble

Seit gut dreißig Jahren befasse ich mich kritisch mit charismatischen Ansichten und Phänomenen, vor allem mit dem weit verbreiteten „Ruhen im Geist“, das im amerikanischen Raum als „Slain in the Spirit“ bezeichnet wird: Erschlagen(sein) im Geist. 

Dieser Ausdruck trifft den Sachverhalt besser als die deutsche Übersetzung „Ruhen im Geist“, denn die Betreffenden fallen bei diesem Geschehnis meist „wie erschlagen“ in Trance nach hinten, manchmal auch vorwärts oder seitlich bzw. sie sacken in sich zusammen. Deshalb bezeichne ich diesen Vorgang anschaulicher als „Hammersegen“.

Jedenfalls können sich die Betroffenen gleichsam wie ohnmächtig eine Zeitlang nicht mehr bewegen oder sie geraten in Ekstase, sprechen mit unverständlichen Lauten und es kommt zum „Toronto-Segen“, also solchen Manifestationen wie dem „Lachen im Geist“ (zwanghaftes Gelächter), Weinen oder Zittern im Geist, sie schütteln sich ständig usw.

Dieser Vorgang geschieht in der Regel direkt nach der Handauflegung oder sonstigen Segenshandlung eines charismatischen „Heilungspredigers“, Star-Evangelisten usw.

„Geist-Ausgießung“ oder Energie-Übertragung?

Von pfingstlerischer Seite wird das „Ruhen im Geist“ als eine Geisttaufe bzw. Ausgießung des Hl. Geistes gedeutet und als Zeichen dafür verstanden, daß der Gläubige nun einen spirituellen „Durchbruch“ erlebt hat, der ihn für die außergewöhnlichen „Geistesgaben“ öffnet und mit Geist-Erfahrungen erfüllt.

Das Interessante ist freilich, daß es genau diese körperlich-seelischen Erscheinungsformen auch in fremden Religionen gibt, z.B. im Schamanismus, im Spiritismus, im Voodoo-Kult und vor allem im Hinduismus. Damit wollen wir uns nun etwas näher befassen:

In der Yoga-Tradition wird dabei von Shaktipat gesprochen, was übersetzt in etwa „Kraftladung“ bedeutet – und gemeint ist damit „das Herabsteigen göttlicher Energie“ – so schreibt es z.B. diese hinduistische Webseite: https://wiki.yoga-vidya.de/Shaktipata

Weiter heißt es: „Beispielsweise durch den Segen eines Meisters kann die göttliche Energie, die Shakti im Schüler aktiv werden.“

Diese kosmische Energie wird auch Kundalini genannt und gerne als Schlange (auf dem Rücken bzw. der Wirbelsäule) dargestellt. Das Wort Kundalini kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „gewunden, gerollt“.

Angeblich ruht diese Energie nach alter Hindu-Lehre wie eine zusammengerollte Schlange im Kreuzbein eines jeden Menschen; sie kann durch Yoga-Erfahrungen, Mantras, Visionen oder enthusiastische Glücksgefühle nach oben erwachen.

Durch die Segnung eines Guru wird nun seine „spirituelle“ Kundalini-Erfahrung auf den Schüler übertragen bzw. in diesem selbst erweckt und verstärkt.

Dazu schreibt die erwähnte Yoga-Webseite: „Oft wird Shaktipat auch als Übertragen der Energie vom Guru auf den Schüler bezeichnet…Wichtig für Shaktipat ist es, sich voll auf die Energie eines Meisters einzustimmen. Dies kann durch Opfergaben, Meditation oder auch Seva passiern.“

Auf diesem Blog eines Yoga-Lehrers  – http://www.tantra-tradition.de/10.html  – heißt es dazu:

„Nicht zuletzt besitzt ein tantrischer Guru die Fähigkeit, bestimmte Energien direkt zu übertragen und die Kanäle des Schülers für bestimmte Energiephänomene zu öffnen, wenn dieser dazu bereit ist…Dieses Phänomen nennt man Shaktipat“.

In der aufschlußreichen Biographie „Der Tod eines Guru“ (siehe Foto) berichtet ein hoher Hindu-Meister über seine Bekehrung zum Christentum.

Rabindranath R. Maharaj beschreibt darin aus seiner eigenen Erfahrungswelt, wie die Anhänger eines „erleuchteten“ Meisters in Trance auf den Rücken hingeworfen werden bzw. umsinken, wenn dieser ihnen die Hände auflegt, ihre Stirn berührt oder durch sonstige Gesten seine „Energie“ überträgt.

Unter dem Wort „Shakti-Pat“ wird in dem Buch erklärt: „Bezeichnet die Berührung des Guru, gewöhnlich seiner rechten Hand an der Stirn des Anbetenden, die übernatürliche Wirkungen hat…Durch Verabreichung des Shakti Pat wird der Guru zum Kanal der Urkraft, der kosmischen Kraft, welcher das ganze Universum zugrunde liegt…Die übernatürliche Wirkung des Shakti durch die Berührung des Guru kann den Anbetenden zu Boden werfen, oder er kann ein helles Licht wahrnehmen und eine innere Erleuchtung oder eine sonstige mystische oder psychische Erfahrung machen.“

Der evangelische Autor Dr. Kurt Koch berichtet, daß dieser Ex-Guru Maharaj nach seiner Bekehrung an einer charismatischen Veranstaltung in London teilnahm: Alle ca. zweihundert Presonen fielen nach der „Segnung“ um, nur einer blieb stehen – er selber!  (Quelle siehe letzter Abschnitt hier: http://www.schriftenmission.de/index.php?id=436)

Es mag für manche verblüffend sein, wie zum Verwechseln ähnlich diese beiden Phänome aussehen und wirken:

Sei es im Hinduismus das spiritistisch anmutende Shaktipat oder in der Charismatischen Bewegung das Ruhen im Geist, der „Hammersegen“, das „Erschlagenwerden im Geist“ – angeblich eine spirituelle Erfahrung.

Wer den Vergleich auch rein praktisch beoachten will, der kann unter diesem Stichwort googeln: DE 0:00 / 0:14 Live recording of INTENSE SHAKTIPAT TRANSMISSION

So gelangt man zu diversen Shaktipat-Videos: Schon das erste Youtube-Beispiel zeigt „Fälle“ von Guru-Anhängern, die bei einer Handauflegung bzw. „Segnung“ ihres Meisters umfallen, in Trance geraten, vor Ekstase zittern und beben, teils liegend, teils sitzend, teils in merkwürdigen Verrenkungen.

Der Toronto-Segen: Shaktipat auf charismatisch

Gleichartiges geschieht beim charismatischen Rückwärtsfallen bzw. dem „Toronto-Segen“ (der Name bezieht sich auf Toronto in Kanada, weil es dort bei einer charismatischen „Erweckung“ zu schwarmgeistigen Manifestionen kam).

Zum Thema Toronto-Segen heißt es auf Wikipedia hinsichtlich der „beobachteten Reaktionen“, es seien u.a. „folgende Phänomene“ verstärkt aufgetreten:

„Umfallen, was als Ruhen im Geist gedeutet wird  –  Lachen oder Weinen, das dem Heiligen Geist zugeschrieben wird; euphorische Zustände  – Zungenreden – Zittern – Schütteln  – außergewöhnliche Bewegungen und Laute unterschiedlicher Art, z. B. Tierlaute  –  lautes Schreien, das als Ausfahren böser Geister gedeutet wird – Ohnmachten –  lähmungsähnliche Erscheinungen.“

Weitere hilfreiche Infos lesen Sie hier  – verfaßt von einer evangelische Anti-Sekten-Stelle: http://www.relinfo.ch/toronto/info.html

Schon bei den ersten kollektiv-charismatischen Erfahrungen in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts (beginnend in evangelischen Gemeinschaften in Kassel) wurden genau diese Phänomene beschrieben; die Tumulte damals führten dazu, daß sogar die Polizei eingreifen und für Ruhe sorgen mußte.

Dies war der Startschuß für die hiesige Pfingstbewegung, die sich dann immer weiter ausbreitete und heute weltweit viele hundert Millionen Menschen erfaßt. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


29 Kommentare on “Vergleich von „Ruhen im Geist“ und Shaktipat: eine „Geisttaufe“ auf hinduistisch”

  1. RF sagt:

    „Seit gut dreißig Jahren befasse ich mich kritisch mit charismatischen Ansichten und Phänomenen…“

    Und wenn Sie es seit 40 oder 50 Jahren täten, es ist ein Irrweg, den Sie beschreiten. Sie sehen Splitter im Auge, Mücken im Wasserglas, sagen immer „unbiblisch“ und wollen nicht wahrnehmen, dass Ihre Balken darin bestehen, mit Maria zu reden und die Kamele in Ihrem Glas die Rosenkranzgebete sind.
    Sie würden sich von einem AfD-Aussteiger niemals erklären lassen, wie die AfD ist, aber bei einem Aussteiger aus einer charismatischen Gemeinde unterstellen Sie, dass dieser nicht befangen, sondern objektiv ist, dass er die Wahrheit sagt und noch nicht mal die Machart macht Sie stutzig.
    Jesus sagte mal zu Pharisäern, sie würden nicht in den Himmel gehen und jeden daran hindern, der es will.
    Lesen Sie bitte mal die Bibel, die Evangelien. Lassen Sie sich vom Geist Gottes zeigen, welche Rolle Sie in den Begebenheiten spielen.
    Hinterfragen Sie doch mal, welche Beziehung Braut und Bräutigam haben, wenn die Braut Christi lieber mit der Schwiegermutter redet.
    Überlegen Sie doch bitte mal, ob Jesus so agiert hätte, wie Sie.
    Berücksichtigen Sie bitte auch, wie es kommt, wenn jemand aus einer Gemeinde, in welcher man die Droge „Weihrauch“ versprüht, es kritisiert, dass woanders man keine Drogen braucht.

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Geister, Hexen und Opferkult

    Magisches Afrika

    In Afrika gehört der Glaube an Übersinnliches zum Alltag – auch bei Akademikern. In Swasiland gibt es beispielsweise ein Höchstflughöhe für Hexen. Westlichen Beobachtern erscheint dieser Kult oft befremdlich. Sehr selten erhalten sie Zugang zu Ritualen. Für diese Dokumentation durfte ein Kamerateam das Tourou Mame Ndiaré in Senegal besuchen bei einer Zeremonie für einen weiblichen Quartiersgeist.In Senegal, dem Land an der westafrikanischen Küste, sind die meisten Menschen überzeugt, dass Geister oder Verhexungen im Spiel sind, wenn ein Mensch an einer unbegreiflichen Krankheit leidet, eine berufliche Pechsträhne oder kein Glück in der Liebe hat. Die Lösung suchen sie nicht bei Psychiatern und Ärzten, sondern bei Geistheilern und Wahrsagern. Bei der Heilung spielt das Opferritual eine zentrale Rolle und dieses kann im Extremfall mörderische Ausmasse annehmen: Mitunter wird nämlich statt einem Ei oder eine Ziege, der Arm eines Kindes oder der Fuss eines Albinos geopfert. Ein Film von Patricia Wagner und Cristina Karrer.Empfehlungen der Redaktion|NZZ Format|NZZ Format|28 Min.|NZZ

    https://www.spiegel.tv/videos/1602671-magisches-afrika 28:09

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  3. Dorrotee sagt:

    @esther
    selbst als der Mann ,der auch noch zwischenzeitlich erkrankte wieder mithalf, war ihr ebenfalls alles zuviel geworden. Ich will damit sagen , das es nicht an den Mitmenschen und deren Probleme iegt, warum die Frau alles als zunehmend anstrengend empfindet.

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  4. Dorrotee sagt:

    @Ronny
    ich verstehe Ihren Vergleich mit der politischen AfD überhaupt nicht.

    Es geht um Handauflegungen von charismatischen und teils als n i c h t katholisch eingestuften „Ordensschwestern“ und „Brüder“, die auch schon in vielem anderen Missetaten verstrickt sind, z. B führende Personen aus der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Das Haus Bad Soden-Salm. darf sich nicht katholisch nennen), fragwürdige Mehr-Konferenz., italienischer, schon exkommunizierter Seher Mario aus Brindisi..

    Wir brauchen diese angeblichen „Wohltaten des Hammersegens“ nicht. Wir bleiben nüchtern.
    Und ich hoffe bis zum Lebensende. Ich vertraue auf Bibel und Katechismus, die auch eindringlich vor den raffinierten Verführungen des Bösen warnen.

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  5. Andreas sagt:

    Also ich persönlich habe schon einige Veranstaltungen besucht und wurde gesegnet und habe auch geholfen die Menschen auf den Boden zu legen.
    1. Frau Küble, wenn sie schreiben das sie sich 30 Jahre kritisch damit auseinandersetzten, ist es sehr verwunderlich ein so einseitiges Schreiben reinzustellen, weil es gibt auch katholische Priester die einen Segen geben.
    2. Sie haben Recht mit den Gurus und Schamanen, aber hier ist das eine heidnische Religion die den Heiligen Geist kopiert und nicht als Vorbild dient.
    3. Der Toronto-Segen oder auch Hammersegen sind sicherlich fragwürdige Ereignisse, und auch die amerikanischen Prediger sind oft nicht echt.

    Nur kommt das große ABER. Frau Küble, die Menschen die ich gesehen habe, die eine von der katholischen Kirche erlaubte Veranstaltung besuchten, und wo ich auch seit 20 Jahren dies miterlebe, sind niemals ohnmächtig geworden und waren auch nicht in Trance. Sie waren sich vollkommen bewusst das sie im Moment liegen, aber die Kraft des Heiligen Geistes der auch Schranken durchbricht, hat die Menschen in eine körperliche Ruhe versetzt, niemand wurde da verletzt oder lachte unkontrolliert(was bei nicht katholischen Charismatischen Gruppen der Fall ist).
    Das sind unterschiedliche Fälle, weil der Geist weht, wann und wo und wie er will.
    Ich habe Heilungen erlebt und auch Befreiungen des Herzens und Menschen die von Blockaden die sie jahrelang hatten befreit wurden, auf Dauer und nicht als Placebo.

    Frau Küble wenn sie das schon thematisieren das schauen sie sich beide Seiten an und ziehen sie die Gnadengaben des Heiligen Geistes nicht in ein Licht das im nicht gebührt.
    Denken sie nicht das es klüger wäre besser zu schweigen, als sich gegen den Heiligen Geist möglicherweise zu versündigen? Das kann nicht vergeben werden, das wissen sie ja.

    Am Schluss möchte ich sie noch fragen, wenn eine heilige Messe gefeiert wird, der Rosenkranz, der ganze Tag gebeichtet wird, der örtliche Bischof anwesend ist und ein Priester mit der Gabe der Heilung den Menschen die Hände auflegt und in Sprachen spricht, kann das noch vom Teufel sein? Weil dann haben wir alle ein Problem mit allem.

    Wann soll den der Heilige Geist wirken wenn nicht dann.
    Alles katholisch zu Info.

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    • Guten Tag,
      Sie bringen in naiver Charismatikermanier einiges durcheinander:
      1. Gegen einen normalen Segen nach den kirchlichn Ritualn hat hier kein Mensch etwas einzuwenden. Hier wurden sogar mehrfach die „Segenssonntage“ in Langenstraße (Ostwestfalen) gewürdigt und ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen. Dort laufen die Segnungen nach den kirchlichen Vorschriften (mit Handauflegung von Priestern wohlgemerkt) – und noch niemals in all den Jahrzehnten ist jemand umgekippt oder auch nur im geringsten in einen anderen Bewußtseinszustand geraten.
      2. Offenbar ist ein Hammersegen bei Ihnen dann in Ordnung, wenn er von einem katholischen Geistlichen erteilt wird?
      Merken Sie sich eines: Priesterweihe schützt vor Torheit nicht!
      Übrigens war Luther – wir haben ihm die Spaltung der Christenheit zu verdanken – auch ein kath. Priester, ebenso frühchristliche Irrlehrer (z.B. Pelagius, Arius).
      3. Ich habe noch heute den Anruf einer Charismatik-Geschädigten erhalten, die mir berichtete, wie sie beim Hammersegen durch einen katholischen Heilungsprediger rückwärtsfiel, geistig völlig weg war, sich danach wie beschwipst fühlte bzw. sich so vorkam, als wäre sie neben sich und seitdem unter seelischen Problemen leidet, die sie vorher nicht hatte. Sie bat mich dringend, weiter vor diesen Phänomenen zu warnen. Sie hat sich kritisch auch an kirchliche Stellen gewandt.
      Ich weiß aus dutzenden von Erzählungen durch Betroffene, daß dieses Rückwärtsfallen sich manchmal zuerst gut anfühlt (wie warme Durchströmungen), später aber zu schweren Lebensproblemen führen kann, in vier Fällen haben sich die Betroffenen frühpensionieren lassen, weil sie psychisch dauerhaft angeknackst waren.
      4. Ich habe nicht behauptet, es würde dabei immer unkontrolliert gelacht, das ist eher die Ausnahme – und dieses Zwangs-Lachen steht vielmehr im Kontext des Toronto-Segens (dessen Manifestationen breiter sind als beim Hammersegen). Allerdings kommen Toronto-Phänomene nicht nur in pfingstlerisch-protestantischen Gemeinschaften vor, sondern auch in katholischen, wenngleich nicht so häufig.
      5. Die „Sünde gegen den Heiligen Geist“, die nicht vergeben werden kann, wird mir von Schwärmerseite seit Jahrzehnten unter die Nase gerieben, Sie schreiben wenigstens nur „möglicherweise“. Aber merken Sie sich eines: Darunter versteht die kirchliche Lehre sowieso etwas völlig anderes, nämlich das hartnäckige Festhalten an der schweren Sünde bis zuletzt, also ohne Reue vor dem Tod. Das hat mit der Kritik an diesen oder jenen (vermeintlichen) Gnadengaben oder Geistestaufen rein gar nichts zu tun.
      Genau umgekehrt wird ein Schuh draus, denn im Johannesbrief heißt es: „Prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind, denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt.“
      6. Sie sind reichlich naiv, wenn Sie meinen, es könne im frommen Kontext (Messe, Rosenkranz etc) keine Verführer geben. Warum spricht die Heilige Schrift davon, der Satan verhülle sich als „Engel des Lichts“? Oder meinen Sie, der Teufel würde seine Visitenkarte vorzeigen? Haben Sie das typische Element der Verführung noch nicht begriffen? Für wie blöd halten Sie eigentlich die Finsternismächte? Für oberdeppert? Meinen Sie, der „Kellergeist“ würde das fromme Lager mit offenem Visier aufs Glatteis locken? Haben Sie vergessen, daß der Satan Christus damals in der Wüste mit Bibelworten aus dem AT versucht hat? Wohlgemerkt: mit der HEILIGEN SCHRIFT – mit echten Gottesworten bittschön.
      Sie sind sicherlich ein wohlmeinender, freundlicher Zeitgenosse, doch selten ist mir soviel spirituelle Ahnungslosigkit untergekommen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Anonymous sagt:

        Na gut Frau Küble, ich wolle ihnen ihre „journalistische“ Pflicht in Erinnerung bringen, dass es immer mehrere Seiten gibt und man doch immer versucht sein sollte objektiv zu sein, was sicherlich schwer ist wenn man so viel Arbeit hat, kann man schon einseitig werden.

        1. Von einem Hammersegen in diesem Zusammenhang habe ich nicht geschrieben, sondern von eben einem normalen Ablauf eines katholischen Einkehrtages, kein charismatischer, mit Priestern und Bischof und eben auch Hand und Reliqienkreuzauflegung, so wie früher auch die Päpste gesegnet haben.
        Für ihre verletzten Menschen tut mir das leid, ich weiß aber nicht wo die waren und kann das nicht beurteilen und bei diesem Einkehrtag konnte man sich immer an die Priester wenden, die Hilfe blieb nicht aus.
        2 Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist auch: Die erkannte Wahrheit zurückweisen und dazu: Lk 12,10: „Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben. Also ich will niemanden verurteilen, dazu bin ich wohl zu einfältig, aber hinweisen muss ich das das Schweigen bei „nicht wissen“oder bloßer Annahme ohne eben einer Prüfung einer Lästerung des Heiligen Geistes gleichkommen kann, weil man die Lästerung in Kauf nimmt, damit Schaden von einer Seele abgewendet werden kann.
        3. Wenn sie so sicher sind das der Teufel überall drinsteckt oder kann, wem soll man denn noch vertrauen? Dann Frau Küble seien sie so anständig und legen diese Regeln auch auf auf alle anderen aus und schreiben welche Häresien auch der Papst verbreitet hat. … seine sie mal mutig und legen den Maßstab auch bei ihnen an, wer sagt den das sie Recht haben, vielleicht sind sie auch vom Teufel verführt worden, sie zitieren auch aus der Bibel, wer weiß, woher wissen sie das?
        Wenn der Teufel so gescheit ist und wir quasi oberdeppert, wäre es ja gescheit von ihm, genau bei ihnen anzusetzten, sie erreichen ja viele Menschen, bitten wir darum das das nicht so ist, das möchte ich mir gar nicht vorstellen.

        Und wenn nichts hilft ja dann ist ein Rosenkranz, eine Heilige Beichte und eine Heilge Messe ja vollkommen wirkungslos gegen den Teufel, was schlagen sie vor, soll ich meinen Glauben überdenken, oder wie muss man dann leben als katholischer Christ?, …..klingt wie sterben…,dann ist der Teufel stärker, aber das glaube ich nicht. .

        Wer soll den die Gaben noch leben dürfen?
        Schauen sie in der ersten Zeit nach Jesus Himmelfahrt konnten die Jünger und alle anderen sich nur auf den Heiligen Geist verlassen mit all seinen Gaben. Teufelsaustreibung, Handauflegung, Erweckung der Toten, Heilungen, usw…. Frau Küble wo sind diese Gaben heute? Wenn sie einer hat ist er vom Teufel, aber wer ist dann von Christus? Kennen sie jemanden,dann ist ja die Überlieferung Jesu tot und auch der Glaube, den nur durch die Taten ist der Glaube bestätigt.

        Schade, vielleicht wäre ein Heilungssegen für uns alle gut, damit wir Jesus nicht aus den Augen verlieren und nicht überall den Teufel. Denn in der Übertreibung des Guten liegt auch die Überheblichkeit des Theologie im Glauben und somit die Sünde.

        Alles Gute und Gottes Segen wünsche ich ihnen. Möge der Heilige Geist führen und leiten.
        Andreas

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      • Andreas sagt:

        Nur kurz Frau Küble. Sie mutmaßen hier schon wie die Pharisäer damals. „Wenn dieser Jesus Dämonen austreiben kann ist er der Teufel selbst.“
        Lesen Sie mal wie sie geschrieben haben, genauso wie damals vor 2000 Jahren. Hier die Bibel stellen zur journalistischen Korrektur, dann könnten sie einen Folgartikel schreiben über die biblischen Momente des Heiligen Geistes und das fallen vor Gott: Markus 9,26 Lukas 4,35 8,28+35. Matt 28,3_4. Apps 9,3_4
        Der heilige Augustinus berichtet von 2 Fällen und ausserdem ist die charismatische Erneurung von der rkk anerkannt.

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      • Guten Tag,
        jetzt meinen Sie wohl, theologisch das Ei des Kolumbus entdeckt zu haben? Das dürfte sich bei Ihrer bescheidenen Bibelkenntnis als schwierig erweisen.
        Die von Ihnen genannten Stellen aus dem NT haben mit einem tranceartigen Rückwärtsfallen überhaupt nichts zu tun.
        Es gibt wohl solche Stellen übers Rückwärtskippen, diese sind aber allesamt negativ (z.B. Soldaten bei der Gefangennahme Jesu).
        Die Fälle des hl. Augustinus kenne ich – sie haben mit dem charism. Hammersegen nichts zu tun.
        Wenn tatsächlich der Hl. Geist vermittelt wird – bei der Taufe, Firmung oder Priesterweihe – ist in zweitausend Jahren noch kein Mensch umgekippt – auch nicht bei einer Erwachsenentaufe.
        Somit steht fest, daß dieses Phänomen mit dem Hl. Geist nichts zu tun hat.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • ester769 sagt:

        also jedesmal wenn ich höre,. dass unsereins den heiligen Geist nicht braucht, weil er in Taufe und Firmung ja eh schon vermittelt würde, fällt mir spontan Loriot ein mit seinem „ja wo laufen sie denn!“
        Sorry mal, wie gesagt, ich habe keinen Zugang zum Charismatischen, aber soo einfach dass wir, gerade angesichts der Lage in der Kirche, sagen können „Brauchen wir nicht, haben schon alles was wir brauchen!“ ist es nun gerade nicht.
        Mich hat bei dem Buch „da Kreuz und die Messerhelden“ fasziniert, dass der Vater des ersten Jungen an den Wilkerson geraten war, nur noch da saß und Rosenkranz betete, weil er, der Vater so verzweifelt war, angesichts der Verstrickungen ins Ungute seines Sohnes.
        Gut es ist ein evangelikales Buch und die Katholiken kommen da nicht gerade gut weg, aber immerhin könnte man das auch so verstehen, dass die Muttergottes das Gebet des Vaters erhört hat, und den Wilkerson vorbeigeschickt hat.
        Ich denke wir machen einen großen Fehler, wenn wir die eh schon vorhandene Spaltung noch selber vertiefen.
        Im übrigen ist es doch vielleicht gerade das Drama unserer Zeit, dass wir bei der Begegnung mit dem Göttlichen gerade nix mehr spüren und schon gar nicht mehr aus den Latschen kippen.
        Soweit ich das im Kopf habe, ist die heilige Ismelda beim Empfang ihrer ersten heiligen Kommunion nicht nur umgekippt sondern auch noch gestorben,
        Und Heiden sollen auf ihr Angesicht fallen, wenn sie in eure Versammlung kommen, mahnt der heilige Paulus,

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      • Holger Jahndel sagt:

        @Anonymous:

        Heiliger Geist

        http://www.hier-luebeck.de/kultur-wissenschaft/glaubhaft/der-heilige-geist-biblische-lehre-nach-veroffentlichungen-von/

        Der Heilige Geist – Biblische Lehre
        nach Veröffentlichung von Jakob Zopfi, Reinhold Ulonska, Rolf Wiesenhütter u.a.

        Bearbeitet und ergänzt für die Christengemeinschaft Fehmarn e.V.

        Einleitung: Eine Geschichte, erzählt von Reinhold Ulonska!

        http://www.hier-luebeck.de/category/kultur-wissenschaft/glaubhaft

        Leben wir in der Zeit der kräftigen Irrtümer? Autor: Heinemann, Karl

        http://www.hier-luebeck.de/kultur-wissenschaft/glaubhaft/leben-wir-in-der-zeit-der-kraftigen-irrtumer/

        Über das Prüfen und das Gute in der jüdischen und der christlichen Tradition Klaus Wengst

        http://www.hier-luebeck.de/kultur-wissenschaft/glaubhaft/prufet-alles-das-gute-behaltet/

        Ein sehr wichtiges Buch von Georg Walter: „Angriff auf die Wahrheit“ usw.

        Der Angriff auf die Wahrheit – über die charismatische Bewegung

        http://dir.sermon-online.com/german/GeorgWalter/Der_Angriff_Auf_Die_Wahrheit_2009.pdf

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      • Holger Jahndel sagt:

        Dhyana (Sanskrit, n., ध्यान, dhyāna, Meditation; vgl. Pali: Jhāna, oft als Glühen, Brennen übersetzt) bezeichnet in der indischen Yoga-Philosophie die höheren Bewusstseinszustände der Meditation oder der Versenkung. Dhyana lässt sich als ein Erfahrungsakt der reinen Beobachtung beschreiben, bei der das menschliche Ego und seine Gedanken keine Rolle mehr spielen; der Zustand der Zeitlosigkeit und der kosmischen Verbundenheit wird erfahrbar.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Dhyana

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      • RF-Musiker sagt:

        Frau Küble, mich durchströmte der Heilige Geist, ich war nicht in Trance, sondern bei vollem Bewusstsein mit der Option, es auch sein zu lassen, wenn es mir zu viel wird.
        Wissen Sie was, Sie sind bei „Ihrem“ Thema auch nicht anders, als die AfD-Hasser, die meinen „die AfD hat selbst den Brand gelegt“, „die sind nur gewaltfrei, weil sie uns überlisten wollen“ – gut, bei Ihnen heißt es dann „Ich weiß, dass es böse ist, es ist nur ein fauler Trick“.
        Sobald das Hauptthema der Seite kommt, dann schalten Sie um auf „Gutmensch“ und drängen mich in die Rolle des „dummen Rechtspopulisten“, welcher der AfD auf den Leim geht.

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  6. Ronny Funk sagt:

    Felizitas Küble übersieht ein paar Fakten
    1. Der Teufel ist kein Schöpfer, er plagiiert, er eignet sich Dinge an, er pervertiert sie
    2. Man tut dem Teufel einen Gefallen, wenn man ihm das Deutungsmonopol überlässt.
    3. Die Früchte sind entscheidend – aber ok, das zählt ja für Felizitas nicht.
    Hm, die Orgel diente doch ursprünglich auch dem Teufel? Müsste Felizitas nicht Schnappatmung bekommen, wenn die Orgel ertönt?

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  7. Anonymous sagt:

    Der gewichtigste Fehler des Ansatzes Ihrer Analyse, sehr geehrte Frau Kübele, ist, dass Sie weil etwas gleich ist, schließen, dass es dasselbe sei. Um die Menschen in seine Falle zu locken, versucht der Widersacher alles, um wie G’tt zu sein, denn er setzt auf eben den Fehler des Menschen. Der Wert der von Ihnen gegebenen Informationen wird dadurch nicht in Frage gestellt.

    Viele Grüße!.

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    • Guten Tag,
      es handelt sich bei meinem Artikel um einen VERGLEICH, nicht um eine Gleichsetzung.
      Natürlich ist mir auch klar, daß es zwischen dem charismatischen Erleben und den Hindu-Erfahrungen durchaus Unterschiede gibt.
      Das ist doch ganz klar angesichts von zwei völlig verschiedenen Religionen.
      Ich schreibe nirgends von Gleichheit, sondern von „Ähnlichkeit“ und „Gleichartigkeit“.
      Das ist keine Gleichsetzung, sondern ein Vergleichen der jeweiligen „spirituellen“ Erfahrungen und ihrer körperlichen Manifestationen.
      Wenn es dabei „verblüffende“ Ähnlichkeiten gibt, sollte das wenigstens zur Sprache kommen, damit jeder Interessierte das Thema auch von diesen Gesichtspunkt her kennenlernt.
      Immerhin habe ich mir die Mühe gemacht, diese Zusammenhänge – die mir schon länger klar sind – einmal genauer zu recherchieren.
      Welche Schlüsse man hieraus zieht, ist jedermanns eigene Sache.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Dorrotee sagt:

        Liebe Frau Küble,
        diejenigen, die von dem „Hammersegen“ überzeugt sind, sind schwer davon zu überzeugen, dass es nichts mit dem Hl. Geist zu tun hat.
        Ich denke, weil es nicht naturwissenschaftlich bewiesen ist, wird es schwierig, Menschen davon zu überzeugen. Vielleicht müssen diese Menschen es erst selbst erleben, bevor sie kritisch werden und sich abwenden von diesen „verführerischen Geistern“, die sie riefen.

        Danke für die ausführlichen Berichte betroffener Personen, die es für sich klar zuordnen können, dass die Psyche und der Geist und der Leib mit dem Hammersegen ins Leiden geworfen wurde.
        Sie werden sicherlich durch diese Berichte viele Menschen warnen können.
        Ich hoffe, dass viele abgeschreckt werden und sich nicht den „Hammersegen“ holen wollen.
        Mag er sich anfangs noch so wohlig, elektrisierend und schön anfühlen.

        Machen Sie weiter!! Ich bete für Ihre wertvolle Arbeit.

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      • Ronny Funk sagt:

        Ich erfahre hier immer wieder die interessantesten Aussagen darüber, was Gott gut finden soll und was nicht.
        Aber dass er „falsch Zeugnis wider den Nächsten“ segnet, ist mir neu.
        Aber ok, wenn die Braut lieber mit der toten Schwiegermutter als mit den Bräutigam redet und vor den Gemälden der Glaubenshelden zu Boden sinkt…
        Und man hat ja die Tradition, sich selbst vor dem Bösen schützen zu müssen, da ja Gott anscheinend unzuverlässig ist.
        Felizitas kommuniziert einen Glauben, der eher abschreckend als ansteckend ist. Über die AfD glaubt sie keine Lügen, aber beim Thema „Geistesgaben“ agiert sie keinen Deut anders, als diejenigen, deren Lebensinhalt es ist, vor der so bösen, bösen AfD zu „warnen“
        Ich kenne alle Argumente der Anti-Charismatiker. Wenn man sich Angst machen ließ, sind sie plausibel, guckt man sie angstfrei an, fallen sie in sich zusammen.
        Entsprechend verstehe ich auch, wenn Gutmenschen den größten Blödsinn glauben und misstrauisch reagieren, wenn man sie mit Logik konfrontiert

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    • Dorrotee sagt:

      Bei diesem Artikel wird deutlich, wie weit sich der „Geist“, den auch die Hindus verehren, bei Christen breit gemacht hat. Christus spricht von verführerischen Mächten, die in die Kirche eindringen werden. Diese Phämome könnten dazugehören.
      Ich finde, Fr. Kueble hat absulut recht, indem sie diese beiden VERGLEICHT. Empirisch beweisen kann man es eh nicht. Die Vorgänge kommen aus der unsichtbaren Welt.

      Ein weiteres Beispiel:
      Eine Frau, die zuvor von mir gewarnt wurde, sich nicht die Hände von Alan Ames auflegen zu lassen, hat nicht auf mich und andere Freunde gehört.
      Seither ist es sehr schwierig mit ihr. Sie musste kurz nach der Handauflegung von Ames wegen Kraftlosigkeit und Erschöpfung in vorzeitige Rente gehen. Der Arbeitgeber ist auf sie zugekommen und hat es ihr unterbreitet. Klar hätte es theoretisch auch im normalen Leben dazu kommen können.
      Sie schaffte es dann nicht mehr, das Haus und den Garten in Ordnung zu halten und verkaufte das Haus. Mit sage und schreibe 58 Jahren schleppte sie sich von einer – für sie – Anstrengung in die nächste. Obwohl es nur um die ganz normale Lebensgestaltung geht.
      Sie selbst schob die Schuld auf ihren Mann, der Alkohol trank. Er ist aber nun schon seit 3 Jahren geheilt, und die Frau ist immer noch im selben Zustand. Und es wird sogar schlimmer.

      Dieses sind nur einige Berichte, die aus solchen Geschehnissen bei Charismatikern vorkommen können.
      Fr. Küble schreibt ja , dass sie oftmals von solchen Frauen und Männern angerufen wird, die ihr Leid nach solch einem „Hammersegen“ schildern. Das Christliche Forum ist eine Plattform, die sich auftut, wenn man Charismatik bei Google eingibt. Gottlob wird diese Seite vom Netz schnell aufgerufen.

      Machen Sie weiter so, liebe Fr. Küble.

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      • Guten Tag,
        vielen Dank für diese ermutigenden Worte und aufmerksamen Beobachtungen.
        Was Sie von Ihrer Bekannten berichten, ist noch harmlos im Vergleich zu dem, was ich durch Telefonate und direkte Gespräche – auch von Ferienhelfern – erfahre.
        Gestern erneut ein verzweifelter Anruf. Die Dame war bei Alan Ames umgekippt, später ging der Kreislauf weiter, ein „Wunderprediger“ und indischer „Heiler“ nach dem anderen wurde aufgesucht. Die Frau ist seitdem seelisch und psychosomatisch am Boden, erkennt aber wenigstens das Problem und auch die Ursache.
        Wie so oft hat sie sich erst in der Esoterik getummelt, danach ging sie zwecks „Heilung“ in die Charismatik – und alles wurde noch schlimmer.
        Sie sagte mir selber, sie sei vom Regen in die Traufe gekommen.
        Die Charismatik präsentiert sich als „Rettung“ aus der Esoterik – und verschlimmert dann das Problem noch mehr, vor allem durch die selbsternannten „Exorzisten“ bzw. Befreiungsheiler.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • ester769 sagt:

        Dorothee bei ihrer Geschichte kann etwas nicht stimmen und zwar warum verkauft die FRAU das Haus und schleppt sich durch ihr Leben schafft es nicht Haus und Garten in Ordnung zu halten, wenn der zugehörige Gatte nun seit 3 Jahren geheilt ist, und nun sicher seiner Gattin zur Hand geht?
        Also irgendein entscheidendes Detail fehlt in ihrer Geschichte

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  8. dorrotee sagt:

    @esther
    Bitte bedenken Sie, dass es durch diese im Artikel beschriebenen Handauflegungen zu einem psychischen Knacks kommen kann. Ich habe schon Beispiele aufgezählt.
    So ein seelisches Problem ist nicht zu vergleichen mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Kirchengemeinden. Diese Menschen, die rückwärts umkippen, sind in dem Zustand ohne wachen Verstand.
    In Gemeinden können sie immer frei wählen, was ihnen als ehrenamtliche Tätigkeit evtl. zusagt.

    Meiner Meinung nach verharmlosen Sie dieses Phänomen des „Hammersegens“. Es kann bis zur Sucht und Abhängigkeit von den Gurus bzw. Heilungspredigern führen.

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  9. Dorrotee sagt:

    Ich kann das Buch „Der Tod eines Gurus“ sehr empfehlen. Die gleiche Vorgehensweise, wenn ein Guru segnet oder eine Handauflegung durch einen charismatischen Prediger oder Heiler (die meistens wie ein Guru verehrt werden) geschieht. Die Menschen fallen um und geben manchmal sonderbare Dinge von sich.
    Ich sprach auch schon mit solchen Leuten, die umgefallen sind.
    Einer berichtete, es sei dies so, als würde man im „Schoße Gottes“ liegen.
    Ein anderer berichtet von schönen bunten Schauungen mit körperlichem Wohlergehen.

    Beide fahren aufgrund dieser Erfahrungen immer wieder zu dem Exerzitienhaus von Schwester Valapilla in Bad Soden-Salmünster, obwohl sich dieses „Haus Raphael“ nicht als katholisch bezeichnen darf.
    Das stört diese Anhänger nicht.
    Einer von den Beiden ist psychisch sehr krank und kann nicht mehr arbeiten. Nur kleine Tätigkeiten ums Haus herum sind ihm möglich. Jedoch die Kraft zu der Fahrt nach Valapilla kann er immer noch aufbringen. Er sagte mir, er brauche diese Handauflegungen und das in „Trance“ fallen. Er sieht immer aus, als sei er betrunken.
    Oftmals fährt er hinterher dann in ein anderes Kloster, in dem die Zisterzienser leben. Ein Pater hat ihm gesagt, er solle nicht mehr zu dieser charismatischen Nonne Valapilla fahren. Er müsse einen nüchteren Glauben anstreben.
    Ich weiß jedoch nicht, was daraus geworden ist. Wir haben uns aus den Augen verloren.

    Ich selbst wurde früher auch schon von einem indischen Pater mit der Hand gesegnet. Es war bei der Gemeinschaft der Seligpreisungen.
    Ich geriet stark ins Schwanken und es floß wie elekrisiert durch meinen Körper. Ich konnte es nur mit ganz starker Willenskraft verhindern, dass ich umkippte. Mein Verstand erinnerte mich an meine Verantwortung gegenüber meiner Familie, die so etwas nicht verstehen würde.
    Nur der Gedanke an Andere und nicht an mich s e l b s t hat mich nicht umfallen lassen. Darüber bin ich nun froh, damals n i c h t ungekippt zu sein.

    Also mein Resultat ist, dass diese Handauflegungen so zu beurteilen sind, wie es hier im Artikel beschrieben wird. Und dass der „Hammersegen“ zu einer Sucht werden kann.

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  10. frederik m. sagt:

    Guten Tag,
    jeder der ein offenes Herz hat für das wirken des Hl. Geistes erkennt, das „Ruhen im Geist“, nichts esoterisches ist, sondern vom Hl. Geist gewirkt. Es gibt viele gute Bücher, welche dieses Phänomen aufgreifen und theologisch deuten. Das Fr. Küble dieses Phänomen mit irgendeinem esoterischen Hindu-Quatsch gleich setzt, oder mit Trance oder sonst was, zeigt wie wenig Fr. Küble sich mit solchen Dingen beschäftigt. Angeblich tut sie es seit 30 Jahren. Leider tut sie dies in totaler Verblendung.

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  11. ester769 sagt:

    Frau Küble ich möchte einfach mal darauf hinweisen, dass die Kirche schon immer das was im Heidentum gut war übernommen hat.
    Unsere ganzen ländlichen katholischen Bräuchen von Flurprozession über Kräuterbuschen bis zum Christstollen sind inkulturierte heidnische Bräuche.
    Genau deshalb ist diese Kritik von wegen „das ist aber bei irgendwelchen Heiden so Brauch“ genau nicht.

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    • Guten Tag,
      als ob das jemand bestreiten würde, daß die Kirche das, was im Heidentum „gut“ oder zumindest neutral war und „getauft“ werden konnte, übernommen hat. Eine Binsenweisheit!
      Was Sie schreiben, geht aber doch am Thema vorbei.
      Eine Flurprozession ist sogar gesund (sowohl geistig wie körperlich), was man von psychischen Sonderzuständen bzw. Ohnmachtserfahrungen (die teils einem Drogen-Trip ähnlich sind) nicht behaupten kann. Auch am Christstollen hat noch keiner spirituelle oder sonstige Schäden davongetragen, ebensowenig durch das Segnen von Kräuterbuschen.
      Ihre gesamten Beispiele entstammen einem harmlosen Brauchtum bzw. es handelt sich um Sakramentalien.
      Das ist doch eine völlig andere Ebene als das Versinken in anderen „Bewußtseinszuständen“ mit psychopathologischen bzw. zwanghaften Erscheinungsformen (Ruhen im Geist, Lachen im Geist, Zittern im Geist, Wiehern im Geist, Weinkrämpfen im Geist etc).
      Es handelt sich bei einigen dieser Geschehnisse letztlich um spiritistische (nicht um spirituelle) Manifestationen.
      Seit Jahrzehnten melden sich bei mir die Opfer charismatischer Phänomene, insbesondere des Hammersegens oder der Quasi-Exorzismen („Befreiungsgebete“), vorige Woche auch wieder eine Frau.
      Teilnehmer einer „Flurprozession“ mit psychosomatischen Dauerschäden erlebte ich allerdings noch nie.
      Auch ist durch eine Kräuterweihe noch nie eine/r depressiv geworden – oder fühlte sich durch ein Johannisfeuer dämonisch belastet bzw. mußte in Therapie.
      Ich stehe seit Jahren in Kontakt sowohl mit evangelischen wie mit katholischen Weltanschauungsbeauftragten (Anti-Sekten-Stellen), die ähnliche Erfahrungen mit Betroffenen machen wie ich.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • ester769 sagt:

        Frau Küble wenn ein druidischer Schamane unter wilden Beschwörungen und Beimischung von seltsamen Ingredienzien aus der Rinde des Wiedenbaumes einen Absud kocht den er den verletzten Kriegern unter HInweis auf irgendwelche Gottheiten einflößt, so bleibt dennoch dass er hier einfach Aspirin verabreicht.
        Es ist übrigens so, dass es relativ unangezeigt ist, verwundeten Kriegern mit blutenden Wunden einen Absud aus Weidenrinde zu verabreichen, da selbiges die Blutgerinnung verlangsamt, aber dennoch werden Sie nicht leugnen dass Aspirin bei vielerlei Schmerzen was Gutes ist.
        Im übrigen habe ich noch nie gehört dass einer von einer Kräuterweihe gesund geworden ist, einfach weil uns die ganze übernatürliche Welt fremd geworden ist, und auch innerkirchlich der Glaube, selbst an Essentials (Repräsenz) komplett abhanden gekommen ist.
        Ich schätze schon sehr, dass sie versuchen auf Missstände hinzuweisen, aber ich finde immer Sie schütten das KInd mit dem Bade aus..
        es gibt nun mal eine unsichtbare Welt und diese unsichtbare Welt, die wir im großen Credo bekennen hat auch der Liebe Gott geschaffen und es gehört zu den großen Drama unserer Zeit, dass man sich innerkirchlich meint um den vergänglichen Teil der Schöpfung,das ist die sichtbare Welt, ausschließlich kümmern zu müssen.
        Die Frage die sich stellt ist doch eine ganz andere: Warum gehen die Leute dahin? Warum gehen sie nach Medju zu irgendwelchen Gurus?
        und die Antwort ist relativ nüchtern, weil man zuhause in der Pfarrei vor Ort nur katholischen Leistungsdruck erfährt: „Christen müssen ihre Aufgabe in der Welt erfüllen…“ „Christen müssen…………“ „Christen sind die, die allen helfen“ (und der gefährliche Subtext dieses Satzes ist, dass Christen solche sind, die selber gar keine Hilfe nötig haben, sondern immer nur geben, und geben und geben und dabei fröhlich, innovativ und gut drauf sind)
        Wieviele alte Leute, die in besseren Zeiten genau das waren, katholischer Hans Dampf in allen Gassen, kenne ich, die sich selber nun alt und krank geworden schämen.
        So ist der ganze charismatische Zauber in meinen Auen nur ein Symptom auf die Zustände in den Gemeinden, hier findet die geplagte arme Wurscht jemanden der sie nicht nach der Nützlichkeit für die Gemeinde taxiert, sondern jemand der sagt „Komm her, hier wird dir vielleicht nicht geholfen, aber hier darfst du Mensch sein!“
        Sie haben in vielem Recht, aber die Ursache liegt ganz woanders.

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      • Bernhard sagt:

        @ester769

        Vielleicht reicht meine Intelligenz nicht aus, um Ihnen zu folgen, aber ich habe den Eindruck, Sie schreiben ziemlich am Thema vorbei.

        Oder wollen Sie behaupten, christlicher Glaube sei letzten Endes nichts anderes als die Aktivierung psychologischer Vorgänge? Da wird jeder Christ Ihnen heftig widersprechen!

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  12. Anonymous sagt:

    Psychose, krankhafter Zustand

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