Selbstbestimmungsrecht für alle: Warum diese Intoleranz bei Konversionstherapien?

Von Uwe C. Lay

Die Konversionstherapie soll in Deutschland künftig verboten werden: „Verbot der Konversionstherapie. Gegen solche Praktiken braucht es empfindliche Strafen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die sogenannten Konversionstherapien für Homosexuelle noch in diesem Jahr verbieten. Dass so etwas überhaupt noch erlaubt sei, sage viel aus über den Stand von Schwulen und Lesben, kommentiert Christoph Schäfer. Umso wichtiger sei Spahns Vorstoß jetzt.“(Deutschlandfunk 14.6.2019

Was dem gläubigen Muslim das Verbot des Abfalls vom Islam bzw. die Konversion zu einer anderen Religion ist, verbunden mit dem Anliegen, wenn es die politischen Verhältnisse erlauben, jede Art von Mission unter Muslimen staatlich zu verbieten, das ist der Homosexlobby der Kampf gegen Konversionstherapien: Wer einmal homosexuell ist, der muß es auch bleiben.

Wenn nun ein Homosexueller an seiner eigenen Neigung leidet und sie los werden möchte, soll es zukünftig verboten sein, ihm eine Therapie anzubieten. 

Homosexualität sei keine Krankheit und deshalb dürfe sie auch nicht therapiert werden, so lautet der Slogan der Homosexobby.

Was wäre dann aber von einem vergleichbaren Argument zu halten: Die Schönheitschirugie sei zu verbieten, weil ein Mangel an gutem Aussehen, zumal wenn er nur subjektiv empfunden wird, keine Krankheit sei, so daß sie zu verbieten sei: Jeder solle sich mit seinem Aussehen zufrieden geben.

Der Wikipedia Artikel zur Konversionsterapie diffamiert dieselbe in den ersten Sätzen sogleich: „Konversionstherapie (von lateinisch conversio‚ Umwendung, Umkehr) oder auch „Reparativtherapie“ wird eine Gruppe von umstrittenen Methoden der Psychotherapie genannt, welche die Abnahme homosexueller Neigungen und die Entwicklung heterosexueller Potentiale als Ziel postulieren. Sie wird auch Reorientierungstherapie genannt und von verschiedenen Gruppen der überwiegend evangelikal eprägten Ex-Gay-Bewegung propagiert.

A) Was umstritten ist, gilt von vornherein als negativ – so der heutige Sprachgebrauch. Aber was ist bei echter Meinungsfreiheit nicht „umstritten“? Nur politisch Korrekte kennen Unumstrittenes, das sind ihre eigenen Dogmen  – und was nicht denen entspricht, wird kurzerhand als umstritten diskreditiert.

B) Was von Evangelikalen propagiert wird, ist anscheinend per se verwerflich. Liberale und Linke propagieren nie etwas, so negativ verhalten sich nur Konservative bzw. Rechte und dazu gehören ja dann auch die Evangelikalen.

Aber nun erlauben wir uns, den Text gegen die offensichtliche Absicht der Autoren zu lesen:

Da wird von einer Ex-Gay-Bewegung gesprochen, also von Menschen, die einst homosexuell waren und nun öffentlich bekunden, daß sie es gut finden nunmehr , heterosexuell zu sein. Für die Homosexlobby ein klarer Fall: Verräter, Renegaten – nichts verachtet jede vitale ideologische Bewegung mehr als Abtrünnige. So spricht auch jeder Zeuge Jehovas mit jedem liebend gern über die Bibel, aber auf keinen Fall mit einem Ex-Zeugen!

BILD: Uwe Lay ist Autor des theologischen Buches „Der zensierte Gott“

Wenn nun Ex-Homosexuelle ihre Umwendung zur Heterosexualität bejahen und bezeugen, diese Konversion sei durch eine Therapie gelungen, dann ist das für die Homosexlobby sozusagen die unverzeihliche Sünde wider den Heiligen Geist.

Gehört eine freiwilige Änderung der eigenen sexuellen Orientierung aber nicht zum Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen?

Jeder gläubige Muslim wird sagen, daß es kein Recht gibt, sich von der wahren Religion abzukehren. Genauso urteilt da im Grunde die Homosexlobby.

Der Skandal der Konversionstherapien ist also, daß es Homosexuelle gibt, die heterosexuell wurden und bekunden: Das ist gut so! Eine Therapie kann helfen! Dieses Angebot soll nun verboten werden. Warum? Weil die Homosexlobby keine Mitglieder verlieren will, denn das bewirkt in der Regel einen Verlust an Einfluß in pluralistisch verfaßten Gesellschaften.    


9 Kommentare on “Selbstbestimmungsrecht für alle: Warum diese Intoleranz bei Konversionstherapien?”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Aktuelles 26 Juni 2019, 11:30 Kirchliches Institut warnt vor Schnellschuss bei Konversionstherapie
    IEF sieht in SPÖ-Fristsetzungsantrag sachliche Mängel und fordert klare Grenzziehung – Pauschal-Verbot gefährdet individuelle Autonomie, Therapie- und Religionsfreiheit sowie sexuelle Selbstbestimmung [mehr]

    https://www.kath.net/news/68361

    https://www.kath.net/

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Medizinische Hilfe für Homosexuelle ist kein Verbrechen!

    Grüß Gott und guten Tag,

    unzählige Homosexuelle leiden massiv unter ihrer Neigung und suchen Hilfe um davon loszukommen. Doch in Deutschland gibt es kaum Ärzte, die bereit sind, die entsprechenden medizinischen Therapien vorzunehmen. Als wäre das noch nicht traurig genug, will nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), selbst ein bekennender Homosexueller, die wenigen verbleibenden Hilfsangebote für Homosexuelle per Gesetz verbieten und Ärzte kriminalisieren, die die sogenannten Konversionstherapien anbieten.

    Eines der Dogmen der Homo- und Genderideologie ist, dass Homosexualität keine Krankheit sei und deshalb folglich angeblich auch nicht heilbar. Doch zahlreiche Studien und Untersuchungen belegen, dass es sehr wohl möglich ist, Homosexualität erfolgreich zu therapieren und den Betroffenen somit echte Hilfe und Nächstenliebe zuteil werden zu lassen. Beispielsweise gaben bei einer Studie der renommierten Psychologen Stanton L. Jones und Mark A. Yarhouse 38 Prozent der Befragten an, dass sie die Homosexualität nach einer Konversionstherapie erfolgreich hinter sich gelassen hatten, während weitere 29 Prozent angaben, dass die Therapie bei ihnen immerhin teilweise erfolgreich war. Jones und Yarhouse kommen außerdem zu dem Schluss, dass Konversionsversuche psychologisch nicht schädlich sind.

    https://www.patriotpetition.org/2019/06/14/medizinische-hilfe-fuer-homosexuelle-ist-kein-verbrechen/

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält aber nichts von diesen Therapien, „schon wegen meines eigenen Schwulseins“, wie er jüngst in einem Interview gestand. Als Privatmeinung sei ihm dieser Standpunkt nicht verübelt, schließlich sind solche Therapien – wie alle medizinischen Eingriffe – absolut freiwillig und in Deutschland wird auch niemand gezwungen, eine Konversionstherapie über sich ergehen zu lassen, auch Spahn nicht. Nun will Spahn aber seine Stellung als Bundesgesundheitsminister missbrauchen, um anderen Homosexuellen, die eine Konversionstherapie wünschen und händeringend nach entsprechenden Angeboten suchen, den Zugang dazu zu verwehren, sowie Ärzte, die diese Hilfeleistung anbieten, zu kriminalisieren.

    Diese Ärzte will Spahn gnadenlos mit allen erdenklichen Mitteln bestrafen, die der Rechtsstaat nur hergibt: „Mir ist die Ordnungswidrigkeit eine Nummer zu klein. […] Das Berufsrecht sollte regeln, dass es Konsequenzen für die Ausübung des Berufs hat, wenn jemand diese Therapien anbietet. Im Sozialrecht sollte erklärt werden, dass es keine Vergütung für diese Angebote geben darf. Für das Strafrecht ist noch fraglich, welches Strafmaß angemessen ist.“

    https://www.patriotpetition.org/2019/06/14/medizinische-hilfe-fuer-homosexuelle-ist-kein-verbrechen/

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  3. Bernhard sagt:

    Ich möchte vorausschicken, dass ich grundsätzlich dafür bin, dass solche Theorien erlaubt sind. Von den Vorstoß eines Jens Spahn halte ich folglich nicht viel.

    Trotzdem hat dieser Text von Uwe Lay einige Schwachstellen. Und auch sonst möchte ich einige Anmerkungen anbringen:

    – Das Problem ist nun einmal, dass die Frage der Homosexualität stark moralisch besetzt ist, die Frage nach der Schönheit nicht. Niemandem wird gesagt, er werde im ewigen Höllenfeuer landen, wenn er nicht schön sei; es wird sehr wohl Leuten gesagt, dass sie dort landen werden, wenn sie Homosexualität praktizieren und – teilweise – auch, wenn sie homosexuell empfinden. Deswegen ist der Vergleich mit der Schönheitschirurgie nicht zielführend.

    – Herr Ley spricht von Selbstbestimmungsrecht. Nun ist aber die Frage, ob Kandidaten für solche Therapien wirklich aus eigenem Antrieb dorthin gehen, oder weil von Seiten ihrer Kirchengemeinde Druck gemacht wird. Natürlich nicht von EKD-Gemeinden, weniger auch von katholischer Seite, sondern eher von freikirchlichen evangelikalen Gemeinden.

    – „Ex-Gay“ bedeutet nicht notwendigerweise, dass jemand vorher homosexuell empfunden hat und jetzt nicht mehr so empfindet. „Ex-Gay“ bedeutet die Abkehr von einer typisch „homosexuellen Kultur“. Von katholischer Seite ist es natürlich als gut zu bewerten, wenn einer seine homosexuellen Neigungen nicht mehr aus lebt und nicht mehr propagiert. Allerdings scheint bei dieser Bewegung auch viel Show mit dem Spiel zu sein. Auf ihren Internetseiten verkünden sie oft „vorher waren wir schwul, jetzt sind wir es nicht mehr“. Im Kleingedruckten steht dann aber „die Neigung bleibt natürlich bestehen, aber wir leben sie nicht mehr aus“.

    – warum schon wieder diese Rückgriff auf den Islam? Können gewisse Konservative an gar nichts anderes mehr denken? Es stört mich, wenn bei jedem Thema im Stil eines „ceterum censeo“ jedes Mal der Islam ins Spiel gebracht werden muss.

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    • Wolfsattacke sagt:

      Zitat: „– warum schon wieder diese Rückgriff auf den Islam? Können gewisse Konservative an gar nichts anderes mehr denken? Es stört mich, wenn bei jedem Thema im Stil eines „ceterum censeo“ jedes Mal der Islam ins Spiel gebracht werden muss.“

      Der Islam ist, ich kann es nicht anders ausdrücken, nun einmal die höchste Bedrohung, nicht nur für Andersgläubige, sondern auch aus Sicht der Gesellschaft. Islam steht eindeutig für eng ausgelegtes Verhaltensschema der Gesellschaft, für Intoleranz angeblich nichtislamischen Verhaltens. Allerdings entzieht es sich meiner Auffassung, was dieses mit der Ablehnung der Forderungen des Jens Spahn zu tun hat, zumal der Islam generell etwas gegen Homosexualität hat.
      Ich sehe in einer Konversionstherapie rein gar nichts verwerfliches und erst recht keine Veranlassung, diese gesetzlich zu verbieten, selbstverständlich sollte das jedem/ jder Betroffenen freigestellt sein. So wie sexuelles, auch und gerade homosexuelles Verhalten in die Öffentlichkeit gebracht wird, ist es inakzeptabel und u. U. jugendschädigend, womit ich auch die öffentlichen oder gar an Schulen durchgeführten Aktivitäten der LSGBT-Gruppen verurteile und ablehne.

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    • gerd sagt:

      „Niemandem wird gesagt, er werde im ewigen Höllenfeuer landen, wenn er nicht schön sei; es wird sehr wohl Leuten gesagt, dass sie dort landen werden, wenn sie Homosexualität praktizieren und – teilweise – auch, wenn sie homosexuell empfinden.“

      @Bernhard

      Eine steile These, die in der katholischen Kirche von Anfang an verworfen wurde. Wenn schon jemand im „Höllenfeuer“ landet, dann nur der, der in einer Todsünde stirbt und hartnäckig die Umkehr verweigert. Einem Katholiken wird untersagt jemanden in der Hölle zu sehen. Sehr wohl erlaubt Menschen als Heilige im Himmel zu verehren.

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      • Bernhard sagt:

        Ähh.. Was wurde von Anfang an verworfen?

        In manchen Religionen und Konfessionen (zum Beispiel bei den Mormonen, aber auch in manchen evangelikalen Kirchen) gilt homosexuelles Empfinden als Sünde. Und deren Mitglieder sehen sich oft dem Druck ausgesetzt, ihre Neigung zu ändern.

        In der katholischen Kirche gelten die Empfindungen selbst nicht als sündhaft, und zumindest bisher wurde es nicht als Pflicht definiert, sie ändern zu müssen. Und meiner Meinung nach sollte so etwas auch nicht kommen.

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  4. Holger Jahndel sagt:

    1) Es gibt den „Bund Katholischer Ärzte“ Deutschland (siehe Website bzw. Internetauftritt) zur Heilung bzw. Therapie von Homosexualität

    2) Es gibt die Orgon-Therapie zur Heilung von Homosexualität nach James DeMeo und Judith Reisman aus den USA, siehe dazu auch deren Websites und Bücher und den Psychologen Wilhelm Reich und in Deutschland Prof. Bernd Senf aus Berlin. Der Psychologe Wilhelm Reich diagnostizierte Homosexualität als eine Neurose bzw. psychisch-seelische Krankheit – und so darf sie laut Gerichtsbeschluß auch nach wie vor in Deutschland bezeichnet bzw. eingestuft werden. Siehe dazu auch die christliche Psychologin Christa Meves und den Internetauftritt und die Artikel der Wertkonservativen Eva Hermann, etwa zur Hildegard-Medizin nach der Heiligen und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen und alternati-ver Medizin und der US-Gender-Kritikerin Judith Reisman und der Gender Ideologin Judith Butler als Begründerin des Gender Mainstreaming und den beiden Betrügern der Pädophilie und unseriösen Sexual-Forschern Alfred Kinsey und John Money und Gender und Genderismus usw.

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    • Holger Jahndel sagt:

      BUND KATHOLISCHER ÄRZTE

      https://www.bkae.org/?id=301

      Homosexualität und katholische Ärzte, Katholische Ärzte und Homosexualität, Psychische Erkrankung Homosexualität Tabuthema Homosexualität, Ärztliche …

      https://www.bkae.org/

      Bund Katholischer Ärzte – Kathpedia

      http://www.kathpedia.com/index.php?title=Bund_Katholischer_Ärzte

      22.11.2014 – Der Bund Katholischer Ärzte (BKÄ) versteht sich als „eine Vereinigung von katholischen Ärzten, die als christliche, glaubenstreue Ärzte im …?id=301

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      • Holger Jahndel sagt:

        Kinseys pädophile und pansexuelle Daten – ein Einblick Judith A. Reismann – Der folgende Aufsatz ist ein längerer Abschnitt aus dem Forschungsbericht von Judith Reisman „Crafting Bi/Homosexual Youth“, in dem sie sich mit verschiedenen Aspekten der Sexualisierung des Lebens von Jugendlichen befasst. Unter anderem setzt sie sich mit dem Problem der Päderastie und der Pädophilie auseinander. Reismans Forschungen über Alfred Kinsey (1894-1956) sind als Bücher erschienen: Kinsey, Sex and Fraud – The Indoctrination of a People (1990), Kinsey Crimes and Consequences (1998, 2000). Der etwa dreißig Seiten lange Originalbericht, dem der folgende Abschnitt entnommen ist, kann auf der Website von Dr. Judith Reisman eingesehen werden: http://www.drjudithreisman.org.

        https://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/reisman-paedophil-pansexuell-kinsey/

        https://www.dijg.de

        Von Judith A. Reisman, Ph.D. Kommunikationswissenschaftlerin, Präsidentin des Instituts für Medienerziehung (The Institute for Media Education) in Sacramento, Kalifornien. Sie war Beraterin amerikanischer Justiz-, Erziehungs- und Gesundheitsbeh örden und ist auch als Buchautorin bekannt, zuletzt: Kinsey, Crimes and Consequences, 2000. Alle Artikel von Judith A. Reisman, Ph.D.

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