Der HERR richtet die Gebeugten auf!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 146 (145),1-3.5-6.7-8.9.

Lobe den HERRN, meine Seele!
Ich will den HERRN loben, solange ich lebe,
meinem Gott singen und spielen, solange ich da bin.
Verlasst euch nicht auf Fürsten,
auf Menschen, bei denen es doch keine Hilfe gibt.
.
Wohl dem, dessen Halt der Gott Jakobs ist
und der seine Hoffnung auf den HERRN setzt.
ER hat Himmel und Erde geschafffen,
das Meer und alle Geschöpfe;
ER hält ewig die Treue.
.
Recht verschafft ER den Unterdrückten,
den Hungernden gibt ER Brot;
der HERR befreit die Gefangenen.
Er öffnet den Blinden die Augen,
ER richtet die Gebeugten auf.
.
Der HERR beschützt die Fremden
und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht.
Der HERR liebt die Gerechten,
doch die Schritte der Frevler leitet er in die Irre.

Union kritisiert EuGH-Urteil zur PKW-Maut

Die PKW-Maut ist in ihrer jetzigen Form vom Tisch. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute entschieden, dass das deutsche Mautmodell europäisches Recht verletzt. Kläger waren Österreich und die Niederlande.

„Eine bittere Entscheidung, für die ich kein Verständnis habe – die aber zu akzeptieren ist“, kommentiert Alexander Dobrindt, Chef der CSU-Landesgruppe. Für ihn sei nicht nachvollziehbar, dass hier mit zweierlei Maß gemessen werde.

Zudem erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Daniela Ludwig:

„Das heutige Urteil des EuGH zur PKW-Maut ist nicht nachvollziehbar. Sowohl die EU-Kommission als auch der Generalanwalt beim EuGH hatten bestätigt, dass das deutsche Mautsystem mit dem europäischen Recht vereinbar sei.

Aus Gründen der Gerechtigkeit und der Lenkungswirkung bleibt das System der Nutzerfinanzierung auch richtig.

Wegen der nun fehlenden Mauteinnahmen schadet das Urteil im Ergebnis vielmehr unseren Nachbarländern. Denn diese sind ebenfalls auf eine moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur in Deutschland – als großes und zentrales Transitland der EU – angewiesen.“

 


Europäisches Manifest gegen Pseudo-Medizin (z.B. Reiki, Akupunktur, Homöopathie)

Um es deutlich zu sagen: Pseudomedizin tötet. Und sie kann völlig straffrei betrieben werden, dank der europäischen Gesetzgebung, die sie unter Schutz stellt.

Sie tötet Tausende von Menschen, die Namen und Familien haben. Menschen wie Francesco Bonifaz, ein siebenjähriger Junge, dessen Arzt Homöopathika statt Antibiotika verschrieben hatte. Er starb in Italien. Menschen wie Mario Rodríguez; er war 21 Jahre alt, als ihm geraten wurde, seinen Krebs mit Vitaminen zu behandeln. Er starb in Spanien.

Menschen wie Jacqueline Alderslade, eine 55-jährige Frau, der ihr Homöopath riet, ihre Asthma-Medikamente nicht mehr zu nehmen. Sie starb in Irland. Menschen wie Cameron Ayres, ein sechs Monate altes Baby, dem seine Eltern keine „wissenschaftliche Medizin“ geben wollten. Er starb in England.

Menschen wie Victoria Weymouth, eine 57-jährige Frau, der homöopathische Mittel für ihre Herzprobleme verordnet wurden. Sie starb in Frankreich. Menschen wie Sofia Balyaykina, eine 25-jährige Frau, die an einem mit Chemotherapie heilbaren Krebs erkrankt war, der aber eine „alternative Therapie“ empfohlen wurde, eine Mückenstichtherapie. Sie starb in Russland.

Menschen wie Erling Møllehave, ein 71 jähriger Mann, dem sein Akupunkteur mit einer Nadel in die Lunge stach und sie verletzte. Er starb in Dänemark. Menschen wie Michaela Jakubczyk-Eckert, eine 45-jährige Frau, deren Therapeut ihr zur Behandlung ihres Brustkrebses die Germanische Neue Medizin empfahl. Sie starb in Deutschland.

Menschen wie Sylvia Millecam, eine 45-jährige Frau, deren New-Age-Heiler ihr versprach, ihren Krebs heilen zu können. Sie starb in den Niederlanden.

Die Europäische Direktive 2001/83/CE ermöglichte – und tut es bis heute -, dass jeden Tag Hunderte und Tausende europäischer Bürgern getäuscht werden können. Einflussreiche  Interessengruppen bekamen die Möglichkeit, neu zu definieren, was ein Arzneimittel ist, und jetzt verkaufen sie Zucker an kranke Menschen und vermitteln ihnen die Überzeugung, dass sie davon geheilt werden könnten oder einen gesundheitlichen Nutzen hätten.

Dies hat zu Todesfällen geführt und wird es weiterhin tun, bis Europa die unwiderlegbare Tatsache zugibt: Wissenschaftliche Erkenntnis darf sich nicht ökonomischen Interessen  unterordnen, besonders, wenn dies bedeutet, Patienten zu täuschen und ihre Rechte zu verletzen.

Europa hat derzeit viele ernsthafte Probleme im Gesundheitssystem. Übertherapien, multiresistente Keime oder die finanziellen Schwierigkeiten sind bereits schwerwiegend genug, und man braucht nicht zusätzlich noch Wunderheiler, Heilpraktiker und sogar approbierte Ärzte, die behaupten, sie könnten jede Krankheit durch Manipulation der Chakren heilen, die Menschen Zucker einnehmen lassen oder „Quantenfrequenzen“ anwenden.

Europa muss nicht nur die Förderung der Homöopathie beenden, sondern muss auch aktiv den Patientenbetrug im öffentlichen Gesundheitswesen bekämpfen, der in unserem Gebiet mehr als 150 pseudomedizinische Therapien betrifft. Tausende von Menschenleben hängen davon ab. Tatsächlich haben nach aktuellen Untersuchungen 25,9 % der Europäer im letzten Jahr Therapien der Pseudomedizin genutzt. Mit anderen Worten: 192 Millionen Menschen wurden betrogen.

Manche Leute sind der Auffassung, dass die Therapiefreiheit im Widerspruch zu der Bekämpfung der Pseudomedizin stehe, aber dies trifft nicht zu. Nach Artikel 25 der UN-Deklaration der Menschenrechte hat jeder Mensch einen Anspruch auf medizinische Versorgung. Patienten zu belügen, um ihnen nutzlose Produkte zu verkaufen, was zum Tode führen kann, verletzt ihr Recht auf zutreffende Information zu ihrer Gesundheit. Daraus folgt, dass jeder Mensch das Recht hat, eine Therapie aufgrund zutreffender Information abzulehnen, aber ebenso, dass niemand das Recht hat, mittels Lügen Profit auf Kosten des Lebens anderer Menschen zu ziehen. Es ist unethisch, Homöopathie oder sonstige Pseudomedizin an kranke Menschen zu verkaufen, so als könnten damit ihre Gesundheitsprobleme wirksam behandelt werden.

Dass wirksame Therapien durch unwirksame ersetzt werden können, ist nicht die einzige Gefahr der Pseudomedizin. Ganz offensichtlich kommt es zu Therapieverzögerungen, wenn jemand in einem frühen Krankheitsstadium unwirksame Produkte anstelle von Arzneimitteln erhält. Oftmals ist es dann schon zu spät, wenn eine wirksame Therapie begonnen wird. Weiterhin haben einige dieser Praktiken eigene ernsthafte Nebenwirkungen, die zu Verletzungen oder gar zum Tod führen können.

Viele Pseudomediziner argumentieren, dass bei „der anderen Medizin“ ebenfalls Nebenwirkungen auftreten, was sicher zutreffend ist. Jedoch besteht der Unterschied darin, dass die Pseudomedizin keine Krankheit heilen oder die Gesundheit verbessern kann, und dass Patienten daher Risiken zugunsten von Heilsversprechen eingehen, die sich nach aller wissenschaftlichen Evidenz als Humbug erweisen. Kranke Menschen zu belügen ist keine andere Art von Medizin, sondern schlicht ein Belügen von kranken Menschen.

Jedes Land muss das Problem der Pseudomedizin auf seine eigene Weise angehen. Dennoch ist es nicht zu akzeptieren, dass die europäische Gesetzgebung das Verdrehen wissenschaftlicher Tatsachen schützt, wodurch Tausende ihrer Bürger getäuscht und sogar zu Tode gebracht werden können.

Wir, die Unterzeichner dieses Manifestes, erklären daher:

    1. Die wissenschaftliche Erkenntnis ist unvereinbar mit den Postulaten der Pseudomedizin, wie im Fall der Homöopathie.
    2. Europäische Gesetze, die die Homöopathie schützen, sind in einer auf Wissenschaft und Technik beruhenden Gesellschaft nicht akzeptabel, in der die Rechte der Patienten darauf, nicht betrogen zu werden, respektiert werden.
    3. Homöopathie ist die bekannteste Pseudomedizin, aber nicht die einzige oder die gefährlichste. Andere, wie Akupunktur, Reiki, Germanische Neue Medizin, Irisdiagnostik, Bioresonanz, orthomolekulare Therapie und viele andere breiten sich vermehrt aus und fordern ihre Opfer.
    4. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die Pseudomedizin zu stoppen, denn sie ist nicht harmlos und führt zur Schädigung von Tausenden von Patienten.
    5. Europa muss daran arbeiten, eine Gesetzgebung aufzubauen, die hilft, dieses Problem zu beseitigen.

Dass Europa sich einerseits besorgt über das Phänomen der Falschnachrichten zeigt, gleichzeitig aber die gefährlichsten davon, gesundheitliche Fehlinformationen, schützt, passt nicht zusammen. Deshalb fordern die Unterzeichnenden dieses Manifests von den Regierungen der europäischen Länder, das Problem zu beenden, in dem man sich fälschlicherweise auf die Wissenschaft bezieht und das schon zu viele Menschen das Leben gekostet hat.

Wer in einem Gesundheitsberuf arbeitet, kann das Manifest unterschreiben: pseudoscience-manifesto.apetp.com/sign-the-manifest

Quelle: http://pseudoscience-manifesto.apetp.com/de/europaeisches-manifest-gegen-pseudomedizin/


AfD fordert von Bundesregierung, die Familien steuerlich stärker zu entlasten

Die Bundesregierung „sieht keine Notwendigkeit“, Familien stärker bei den Sozialabgaben zu entlasten. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage (Drs. 19/10440) zum Thema „Die Belastung von Familien mit Steuern und Abgaben“ hervor.

Dazu erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Martin Sichert: „Diese Aussage ist erschreckend und zynisch zugleich.“

Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, dass sie das derzeitige Steuersystem nicht grundlegend ändern will und auch bei den Sozialversicherungen keinen Handlungsbedarf sieht. Es bleibt also weiterhin dabei, dass Familien in Relation stärker belastet werden als Alleinstehende bzw. kinderlose Ehepaare.

Sichert wirft der Regierung daher Verantwortungslosigkeit vor:

„Die Geburtenrate in Deutschland ist seit Jahren fatal niedrig. Grund sind auch die ökonomischen Verhältnisse vieler, die sich ein Kind wünschen, es sich aber einfach nicht leisten können! Doch der Bundesregierung ist das offensichtlich egal – sie importiert lieber kinderreiche Familien aus anderen Kulturkreisen.

Erwerbstätige Eltern mit Kindern müssen endlich konsequent entlastet werden. Die Bundesregierung setzt weiterhin auf eine halbherzige Entlastung nach dem Gießkannenprinzip: Alle haben ein paar Euro mehr in der Tasche, aber niemandem hilft das wirklich, schon gar nicht Familien mit Kindern.

Die AfD-Fraktion tritt dafür ein, dass das Familieneinkommen steuerlich auf alle Familienmitglieder aufgeteilt und entsprechend versteuert wird. Dieses Steuermodell soll einen weiteren Anreiz zur Familiengründung schaffen, was durch das derzeitige Ehegattensplitting nicht gegeben ist.“

Sichert hatte die Bundesregierung mit den Vorwürfen des Familienbundes der Katholiken und des Deutschen Familienverbandes konfrontiert. Diese haben in ihrer Untersuchung errechnet, dass die deutsche Durchschnittsfamilie unter das Existenzminimum rutschte.