Christus distanziert sich von irrgeistigen Wundertätern, Propheten und Exorzisten

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Mt 7,21-29:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der HERR, HERR zu mir sagt, wird in das Himmelreich gelangen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
.
Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: HERR, HERR, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?
.
Dann werde ich ihnen antworten: Ich habe euch nie gekannt. Hinweg von mir, ihr Übeltäter!
.
Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
 

18 Kommentare on “Christus distanziert sich von irrgeistigen Wundertätern, Propheten und Exorzisten”

  1. Holger Jahndel sagt:

    @Ester769:

    ——————————————————————————————————
    Aber sie sind dabei in die Falle der Selbstgefälligkeit geraten und das ist es, was meines Erachtens der Sinn der Stelle von Mt 7,21ff ist.
    Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer heißt es an anderer Stelle
    —————————————————————————————————————-

    Das Problem der Pharisäer war allerdings laut Christi Worten häufig auch, dass sie das Gesetz und Gottes Gebote zwar kannten – sie aber tatsächlich gar nicht wirklich richtig redlich und ehrlich vollständig einhielten, sondern heuchlerisch sich das Gesetz zurechtdrehten und Gottes Worten und Gebote zurechtdrehten. Und nach allem Möglichkeiten und Mitteln und Wegen suchten, es zu umgehen und zu vermeiden und zu hintergehen. Und es so nur der äußeren Form halber gemäß einhalten zu müssen, nicht aber dem eigentlichen Sinn nach. So etwa hinsichtlich des Wucher-Verbotes im Alten Testament gegen das Nehmen von Zins-Wucher und des Treibens von Wucher an seinem Nächsten usw.
    Dieses Gebot wird im Neuen Testament auf die gesamte Menschheit und das Christentum als das neue Gottesvolk ausgeweitet.
    Siehe auch „Die Wirtschaftspolitik des Vaterunser“ bei Prof. Gustav Ruhland zur Theologie.

    http://www.vergessene-buecher.de Prof. Gustav Ruhland als Historiker und National-Ökonom und Volkswirt, auch zur Geschichte des Raubkapitalismus im Islam mit Dhimmi-System und der hohen sogenannten „Schutzsteuer“ als Zwangsabgabe der gewaltsam unterworfenen Andersgläubigen an die Muslime bzw. Moslems samt Dschihad und Sharia und so weiter….

    Liken

    • ester769 sagt:

      laut Paulus lässt sich das Gesetz überhaupt nicht einhalten, aber die Pharisäer mühten sich und wurden deshalb zu Heuchlern, weil sie sich um etwas mühten was überhaupt unmöglich war. Weil sie aber in der Einhaltung der Vorschriften besser waren, als andere, verfielen sie der Sebstgefälligkeit.
      Und hier haben wir die Parallele zu der Falle in die die Frommen, immer noch, tappen.
      Erlösung und um die geht es ja, kann man nicht selber machen, man muss sich erlösen lassen und um dahin zu kommen, das zu begreifen, dienen die ganzen Gesetze, Gebote und Regeln der Kirche

      Liken

      • Holger Jahndel sagt:

        @Esther769:

        Das Problem war aber eben auch, dass die Pharisäer das Gesetz gerne verdrehten bzw. sich rabulistisch und sophistisch gerne so zurechtdrehten wie sie es gerade brauchten.
        Sie hielten sich so offiziell zwar formell dem Wortlaut nach dran, aber nicht dem Geist und dem eigentlichen Wortsinn und der sinnvollen Bedeutung des Gesetzes nach. Zudem verwehrten sie anderen das mystische eindringen in die Tiefe der Heiligen Schrift und den engeren Kontakt zu Gott durch formelle Regeln und komplizierte Gesetzesauslegungen.
        Man findet so etwas heute leider auch sehr häufig im babylonischen Talmud usw.

        Strafrede gegen die Pharisäer

        https://www.bibel-online.net/buch/dual/schlachter_1951/matthaeus/23/neue_evangelistische/matthaeus/23/

        Wie steht der Christ zum Gesetz? Michael Hardt

        https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=375

        Liken

      • Holger Jahndel sagt:

        @Esther769:

        Nun, Jesus Christus nahm das Gesetz auf sich und erfüllte es als Erster und Einziger und jüdischer Messias voll und zur Gänze gänzlich und vollkommen und vervollkommnete und vervollständigte und vollendete es als Erster und Einziger und legte es erst richtig aus usw.
        Darum sind die Christen in Jesus Christus gerecht und gerechtfertigt und unter der Gnade.
        Und nicht mehr unter dem alten abgelösten und durch den Neuen Bund ersetzten alten mosaischen Bundes des Alten Testamentes nach Moses. Der Neue Bund nach Jesus Christus hat den alten mosaischen Bund ersetzt und abgelöst und ist vollständig und zur Gänze an dessen Stelle getreten. Die Christen sind das neue Gottesvolk – das neue Israel. Zur Stellung des alten Israels siehe meine vorherigen Beiträge unter diesem Artikel hier im Form.

        Liken

  2. Anonymous sagt:

    Es geht um IDENTITÄT; FRUCHT und darum, ob Jesus uns KENNT

    Christus distanziert sich also von irrgeistigen Wundertätern, Propheten und Exorzisten? Ist das so? Geht es wirklich darum? Der Bibeltext IM KONTEXT des neuen Testaments gibt darüber Aufschluss:

    „15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
    16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
    17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.
    18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
    19 Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
    20 Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
    21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
    22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten getan?
    23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet!.“ (Matthäus 7; 15 -23)

    Vers 15 ist zu entnehmen, dass Jesus uns WARNT vor falschen Propheten. Falsch sind sie deswegen, weil sie darüber täuschen, wer sie wirklich SIND. Sie kommen in Schafskleidern, sind aber inwendig reißende Wölfe. Die reißenden Wölfe sind solche, die in die Herde Jesu eindringen um dann dort das Werk des Teufels zu tun, nämlich zu töten.

    Im Folgenden arbeitet Jesus den Zusammenhang zwischen Identität und Frucht heraus. Ein guter Baum – also jemand, der in ihm verwurzelt ist – bringt gute Früchte. Ein schlechter Baum – also jemand, der nicht in ihm verwurzelt ist – bringt schlechte Früchte. Daher ist klar:

    „Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.“

    Das ist der Schlüsselsatz. Was aber bedeutet „Frucht bringen? Ein Baum muss sich nicht anstrengen, Frucht zu bringen. Es ist ihm genetisch vorgegeben. Er bringt einfach Frucht. An der Frucht wissen wir, um welchen Baum es sich handelt. Wir sehen einen Baum, der Äpfel trägt und wissen deshalb, dass es ein Apfelbaum ist. Er kann daher kein Birnbaum sein. Die angesprochenen falschen Propheten geben hingegen nur vor, zu den Schafen Jesu zu gehören. Sie können daher keine Frucht bringen, die jemand, der in Christus ist, bringen kann. Eben deshalb soll man nicht auf ihren Gestus achten, sondern darauf, was sie – sozusagen unbeabsichtigt – tatsächlich hervorbringen.

    Gleiches gilt übrigens von einem Apfelbaum, der zwar ein Apfelbaum ist, aber innen schon modert. Er wird keine guten, wohlschmeckenden Äpfel hervor bringen.

    Was aber sind die Früchte, von denen hier die Rede ist?

    Es läuft natürlich im Endeffekt darauf hinaus, dass Menschen, die zu Jesus gehören, seine Liebe ausstrahlen. Übrigens nicht das, was wir für Liebe halten. In der rede vom Endgericht wird Jesus das sehr deutlich machen: Wie wir den Geringsten seiner Brüder behandeln, behandeln wir ihn. Und es muss uns nicht mal bewusst sein, dass wir diese Liebe ausstrahlen. Wir tun es einfach. oder eben nicht.

    Jesus geht auf die Frage des Fruchtbringens an anderer Stelle noch konkreter ein:

    „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“ (Johannes 15, 1-8)

    Wenn er also in Matthäus 7, 21 davon spricht, dass es darum gehe, den Willen des Vaters zu tun, dann meint er genau das:

    „Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“

    Der Wille des Vaters ist, das wir viel Frucht bringen, was aber nur dann geht, wenn wir aus einer engen Beziehung zu Jesus heraus leben.

    Paulus wird die FRUCHT selbst noch genauer beleuchten:

    „Darum sage ich: Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, sodass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt. Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz.
    Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.
    Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht.“ (Galater 5, 16-23)

    Wenn unser Leben diese Frucht aufweist – nicht notwendig perfekt, aber doch als roter Faden – dann gehören wir zu Christus, dann SIND wir Kinder Gottes und dann KENNT er uns.

    Es geht Jesus also darum, zu erkennen, wer diese Menschen im Innersten SIND:

    Nun wenden jene ein, sie hätten doch in seinem Namen dies und jenes GETAN. Davon aber lässt sich Jesus nicht blenden. Auch seine Schafe sollen sich davon nicht blenden lassen. Denn das sind diese Menschen, die einen religiösen Geist haben. Nach außen erwecken sie den Anschein, doch das Richtige zu tun. Aber bloßes Tun ist nicht das Gleiche wie Frucht bringen. Es kann eben nur aufgesetzt und imitiert sein. Und darauf weist Jesus hin.

    Wer schon mal Menschen begegnet ist, die doch scheinbar das Richtige tun, aber dennoch leer sind und die Frucht des Geistes nicht aufweisen, weiß was ich meine.
    Jesus erwähnt solche, die von sich behaupten, IN SEINEM NAMEN gehandelt zu haben. Das kann aber offensichtlich zu einer reinen Formel verkommen. Genauso wie alles Andere, was Christen so tun. Dass sich diese Menschen auf Weissagungen, Dämonenaustreibungen und Machttaten berufen, ist eindeutig beispielhaft. Denn es geht um die Frucht, die belegt, wer jemand wirklich ist. Denn zweifelsfrei möchte Jesus ja, dass seine Jünger weissagen, Dämonen austreiben und Wunder tun. Sonst hätte er sie dazu nicht ausgesandt.

    Wenn Jesus sagt, ich KENNE euch NICHT, dann bedeutet das, dass sie sein Leben nicht in sich haben, denn das ewige Leben ist es, ihn und den Vater zu KENNEN. Da sie also nicht in ihm und aus ihm leben, können sie nicht die Frucht bringen, von der er spricht.

    Wichtig ist: Geistliche GABEN sind NICHT das Gleiche wie FRUCHT!

    Wir sollen aus einer Beziehung zu Jesus heraus durchaus weissagen, Dämonen austreiben etc. Denn das sind vorzügliche Werkzeuge, Menschen zu lieben und das Reich Gottes zu verkünden. Dazu wurden sie uns in die Hand gegeben. das sind Werkzeuge, aber das sind keine Früchte! Verwenden wir diese Werkzeuge aber ohne diese Beziehung, geht es schief und wir können uns nicht darauf berufen, weil wir gar nicht die sind, die wir durch unser Tun vorgeben zu sein.

    Und natürlich bezieht sich das nicht nur auf solches Tun. Es bezieht sich auf alles, was Christen machen. Ist es echte Frucht aus einer Beziehung zu Jesus oder ist es aufgesetzt ohne in ihm verwurzelt zu sein?

    Es geht also hier im KONTEXT immer um die FRUCHT; die belegt, wer man IST.

    Von „irrgeistig“ etc. oder von einer Konzentration auf den Missbrauch übernatürlicher Gaben ist hingegen nicht die Rede. Denn die Warnung besteht ja darin:

    „Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.“

    Anstatt also mit dem Finger auf angeblich Irrgeistige zu zeigen, wäre es angebracht, sich von Gott zeigen zu lassen, ob man selbst diese guten Früchte bringt.

    Gefällt 2 Personen

  3. piomolaioni sagt:

    Ja, so ist es. Der Herr äußert sich klar und unmißverständlich.

    Liken

  4. Ronny Funk sagt:

    „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: HERR, HERR, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?“
    Oder auch „Haben wir nicht immer schön über die Charismatiker aufgeklärt und Rosenkränze gebetet?“

    Gefällt 1 Person

    • Guten Tag,
      interessant, daß Ihnen bei diesem Bibelwort die Charismatiker einfallen.
      Haben Sie jetzt schon etwas dagegen, daß wir die kirchlichen liturgischen Lesungen des Tages online stellen?
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Gefällt 1 Person

  5. Anonymous sagt:

    Er braucht sich nicht zu distanzieren, weil Er ihnen nicht nah ist. Er verweist auf den Willen des Vaters und auf das Tun!

    Liken

  6. ester769 sagt:

    Meines Erachtens distanziert sich Christus von überhaupt niemanden, er sagt nur, dass es nicht auf den Erfolg ankommt, sondern auf die Treue.

    Gefällt 1 Person

    • Guten Tag,
      der Ausdruck „Distanzierung“ ist noch zurückhaltend – es ist in Wirklichkeit sogar eine Verwerfung: HINWEG VON MIR – ihr Übeltäter.
      Es geht um eine deutliche Klarstellung – und nicht „nur“ darum, es käme auf die Treue an, nicht auf den Erfolg.
      Zudem werden diese Worte durch weitere Warnungen Christi und der Apostel vor falschen Propheten und trügerischen Wundern ergänzt.
      Vielleicht beachten Sie auch den Hinweis Jesu: „Ich habe euch n i e gekannt“. Offenbar geht es keineswegs „allein um Treue“ (um die fehlende), sondern darum, daß ER diese Personen von vornherein „nicht gekannt“ hat, wenngleich sie doch in seinem Namen tätig waren, also eindeutig zur Christenheit gehören (nicht etwa heidnische Magiere etc).
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Gefällt 1 Person

      • Holger Jahndel sagt:

        @Felizitas Küble:

        quote:
        ——————————————————————————–
        „Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und
        wer nicht mit mir sammelt, zerstreut“
        Matthäus 12:30 und Lukas 11:23
        ——————————————————————————–

        sowie

        quote:
        ——————————————————————————–
        Denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns.
        Markus 9, 40
        ————————————————————————

        Dies scheint ein Widerspruch zu sein; wichtig ist
        aber, wie immer, der Kontext:
        Im ersten Text argumentiert Jesus mit den Pharisäern
        (Jüdische Schriftgelehrte). Ihm wurde vorgeworfen,
        dass sein Heilungswunder, welches er gerade eben
        vollbracht hatte, durch den Teufel geschehen war.
        Jesus kontert daraufhin scharf, denn seine Gegner
        waren alle mit den Schriften vertraut, hätten also
        wissen können, wer Jesus war, und konnten ausserdem
        ein Wunder „live“ miterleben. Da sie trotzdem Jesus
        als Verbündeter Satans ansahen, ging Jesus mit ihnen
        ziemlich hart ins Gericht und sagte dabei diesen
        oberen Satz. Wer Gott erlebt, und ihn trotzdem
        ablehnt, ist gegen Gott. (aber das tun die anderen apostolischen Traditionen etwa nach Johannes und Jakobus oder auch Thomas ja eben nicht!)

        Die zweite Stelle:
        Hier redet Jesus über Leute, die Gutes tun, ohne
        explizit einer Gemeinde zuzugehören bzw. den Jüngern
        nachfolgen. Leute, die Gutes tun und nicht gegen Gott
        sind, sind für Gott. Gültig ist für Christen natürlich die Bibel.

        Mir erscheint diese Deutung der beiden Stellen auch im
        Zusammenhang mit dem Liebesgebot Jesu viel
        überzeugender.
        Sagte Jesus nicht auch über den fremden Wundertäter
        der in seinem Namne wundervollbrachte und den die
        Jünger dann daran hindern wollten weil er sich ihnen
        nicht anschließen wollte, sie sollten ihn nicht
        hindern?

        Anerkennung auch anderer Konfessisonen…

        Ich wollte noch auf zwei spezielle und sehr verwandte
        Bibelstellen hinweisen (ich verwende die
        Einheitsübersetung bzw. Interlinear-Übersetzung)
        hinweisen:

        Der fremde Wundertäter: Markus 9,38- 41

        Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen,
        wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir
        versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht
        nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner,
        der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht
        schlecht von mir reden.Denn wer nicht gegen uns ist,
        der ist für uns. Wer euch auch nur einen Becher Wasser
        zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört – amen,
        ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.

        Der fremde Wundertäter: Lukas 9,49 – 50

        Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie
        jemand in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir
        versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit
        uns zusammen dir nachfolgt. Jesus antwortete
        ihm:Hindert ihn nicht!Denn wer nicht gegen euch ist,
        der ist für euch.

        Auch als überzeugter Christ kann man also andere
        christl. Konfessionen oder eingeschränkt die Juden und die monotheistischen Zarathustrier als Gott verehrend akzeptieren. Wenn auch noch unvollkommen.

        Gefällt 1 Person

      • ester769 sagt:

        Sorry mal, aber diese Worte Christ sind eine Warnung an die, die sie hören, oder lesen, und zwar eine persönliche Warnung und nicht ein Urteil über Leute, mit deren Spiritualität man nichts anfangen kann.

        Liken

      • Guten Tag,
        es handelt sich erkennbar um eine allgemeine Aussage Christi, eine Proklamation hinsichtlich des Weltgerichts („Nicht jeder, der HERR HERR sagt….“) und nicht nur um einen persönlichen, warnenden Impuls zum Nachdenken an den Einzelnen etc.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

        Liken

      • ester769 sagt:

        Liebe Frau Küble, Christus trifft ausschließlich persönliche Aussagen, da es ihm schlicht und ergreifend nur um, mich und mein ewiges Heil geht, und das gilt für jeden der sich von Christus ansprechen lässt.
        Die große Versuchung der Frommen ist, das man meint man selber gehöre zu den Guten und deshalb gälten Christi mahnende Worte einem nicht.
        Also dass man Christi Wort so interpretiert „Na wird ja auch mal Zeit dass da einer die und die in den Senkel stellt!“
        Genau das ist doch das Problem der Pharisäer.
        Es ist ja nicht so,. dass die sonderlich viel verkehrt gemacht hätten, nein nach allem was wir wissen, waren es 1. Nachfahren der Makkabäer, die wirklich dafür gesorgt hatten, dass der Glaube an den einen Gott überhaupt noch da war.
        und 2. bemühten die sich wirklich den Sabbath zu halten, nicht zu betrügen , nicht zu huren, nicht zu morden, nicht zu lügen und Gott an die erste Stelle zu setzen usw.
        Aber sie sind dabei in die Falle der Selbstgefälligkeit geraten und das ist es, was meines Erachtens der Sinn der Stelle von Mt 7,21ff ist.
        Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer heißt es an anderer Stelle

        Liken

      • Guten Tag,
        es stimmt nicht, daß Christus ausschließlich persönliche Aussagen trifft, es gibt auch programmatische Äußerungen, etwa in seiner Endzeitlehre die Warnung vor falschen Propheten mit trügerischen Zeichen und Wundern, vor denen man sich „hüten“ soll. Damit ist gewiß nicht jeder angesprochen bzw. gemeint, der das hört oder liest usw….
        Wenn IHM programmatische Fragen gestellt wurden, hat ER sie auch so beantwortet, zB. als der reiche Jüngling IHN fragte, was er tun müsse, um in den Himmel zu kommen. Jesu Antwort: „Willst Du ins Leben eingehen, so halte die Gebote!“
        Natürlich gilt das nicht nur für jenen jungen Mann, sondern ist sehr wohl eine allgemeingültige Aussage.
        Die Pharisäer haben zwar richtig gelehrt und sich „auf den Stuhl des Moses gesetzt“, aber nicht richtig gehandelt, weshalb Christus das Volk aufforderte: „Handelt nach ihren Worten, aber nicht nach ihren Taten.“
        Übrigens heißt es bei Jesus, man solle sich vor dem „Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer“ hüten, die Sadduzäer waren die verweltlichen Liberalen, würde man heute formulieren, das damalige klerikale Establishment.
        Und die Nachfahren der Makkabäer waren die Hasmonäer, nicht die Pharisäer.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

        Liken

      • ester769 sagt:

        Eben Frau Küble vor den falschen Propheten soll ich mich hüten, und nicht irgendwer von dem ich finde dass er denen aufgesessen ist

        Liken

      • Holger Jahndel sagt:

        1) Richtige Propheten erkennt man daran, dass deren Vorhersagen und Prophezeiungen eintreffen. Auf die ständigen Weltuntergangsvorraussagen und Daten und -Vorhersagen etwa gerade auch der sogenannten angeblichen selbsternannten „Zeugen Jehovas“-(Sekte) trifft dies aber nachweislich wie man aus der Vergangenheit sehen kann nicht zu. Deswegen folgen diese wohl doch einem falschen Propheten. Und sind Irrlehrer und Irregeleitete und so weiter.
        Zumal sich ja unbiblischerweise auch das Kreuz als christliches Glaubenssymbol total ableh-nen, und fälschlicherweise behaupten es sei ein heidnisches Zeichen. Das wäre Irrlehre!

        2) Die Pharisäer verdrehten eben das Gesetz bzw. drehten es sich zurecht. Rabulistisch und Sophistisch, wie auch die Sophisten bei den griechischen Philosophen etwa mit der vom LOGOS abgeleiteten LOGIK und Vernunft und ETHIK machten – der Rationalität als natürlicher Vernunft und natürlicher vernünftiger Moral als natürlichem Sittengesetz usw.
        Siehe dazu auch den jüdisch-israelischen Prof. Israel Shahak und seine Bücher und Artikel.

        3) Sie Makkabäer waren auch eine Art Priester-Könige als sakrales Königtum und Hierokraten,
        ähnlich wie die RICHTER in der Frühzeit Israels als Priester-Könige und Hierokraten.
        (zu unterscheiden aber von Gott-Königen und Theokraten, dies waren die Pharaonen Ägyptens – wenigstens dem eigenen Selbst-Verständnis und Anspruch nach, den sie erhoben). Es gab auch eine weibliche Richterin namens Judith, dieser Richter herrschten über Israel gemäß dem durch die Propheten verkündeten Willen Gottes vor den späteren Königen.

        4)Zur Zeit Jesu Christi war übrigens auch die Henoch-Literatur nach dem Propheten Henoch im Volk sehr verbreitet. Der Judas-Brief im Neuen Testament der Bibel zitiert aus dem prophetischen äthiopischen Henoch-Buch, welches noch heute zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der Kopten Äthiopiens bzw. der äthiopisch-koptischen Tewahedo-Kirche gehört.
        Wie übrigens auch das Jubiläen-Buch, aus dem noch Origenes und Epiphanais zitierten, und welches für die Angelogie bzw. Engelslehre und kabbalistische Numerologie bedeutsam ist.
        Kabbalistische und hermetische und pythagoräische Zahlen-Symbolik und Zahlen-Mystik zu Zahlen-Bedeutungen und qualitativen Zahlen-Werten, siehe etwa auch den Jahwisten im AT usw. Man findet in den Henoch-Büchern auch Sternensymbolischen und astrologische Bezüge. Zu der alten slawischen und bulgarischen Bibeol gehörte auch noch das slawische Henoch-Buch. Welches somit ebenfalls zum orthodoxen Bibel-Kanon gezählt werden kann.

        5) Laut der Überlieferung der Thomas-Christen der Thomas-Kirchen Indiens machte der Apostel Thomas, der auch mehrere Brahmanen-Familien aus der indischen Priester-Kaste zum Christentum bekehrte die auch ihr traditionelles Dhyanam-Yoga mit ins Thomas-Christentum einbrachten – womit es eine echte traditionelle christliche Yoga-Tradition gibt, die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel als sterndeutende Magier-Priester der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier durch die Taufe zur Christen bzw. taufte sie christliche und machte sie zu christlichen Bischöfen. Somit gibt es im Christentum auch diese spirituelle Magier-Tradition und die Verschwisterung der christlichen Theologie mit der hermetischen Philosophie der Hermetik als priesterlicher Weisheitstradition und hieratischer Weisheitslehre, siehe dazu etwa Clemens von Alexandrien als Heiliger Klemens und seinen Schüler Origenes und dessen Schüler Gregor Thaumaturgus und Lactantius als Laktanz und Dionysios Areopagita und Justin den Märtyrer zu Mercurius.

        6) Die Pharisäer legten sich das Gesetz aus wie es ihnen gerade passte und sie kannten es zwar aber sie verdrehten es und drehten es sich rabulistisch und sophistisch zurecht.
        Sie betrieben massive Manipulation und Sophistik und Rabulistik, wie auch die Sophisten.
        Dies tun laut dem jüdisch-israelischen Prof. Israel Shahak auch heute noch andere usw.
        Die jüdischen Karäer etwa anerkannten niemals die verdrehende „mündliche Tradition“ des babylonischen Talmud und der Pharisäer als Schriftgelehrten und ihre Verfälschungen (siehe die Bücher des jüdisch-israelischen Prof. Israel Shahak dazu). Und auch heute noch gibt es die Thorah-treuen Juden und messianischen „Söhne der Propheten“ und die Karäer.
        Es gibt auch den Jerusalemer Talmud, nicht alle Strömungen und Lehrmeinungen des Judentums stimmen mit dem babylonischen Talmud und den Talmudisten und der kriminellen zionistischen Freimaurerei etwa der Paneuropa-Union und den politischen Zionisten überein.

        7) Die Sadduzäer waren die adlige Priesterkaste, die sich nach „Zadok dem Gerechten“ als „Zaddokiten“ herleiteten. Sie bewahrten und überlieferten auch die spirituelle mystische geheime Tradition der mystischen Kabbalah bzw. kabbalistischen Mystik, siehe auch Gershom Scholem zur jüdischen Merkabah- und Thronwagen-Mystik und mystischen Kabbalah usw.
        Die Sadduzäer behaupteten nach außen hin vielfach das es kein Leben nach dem Tode gebe bzw. leugneten es und stritten es ab. Jesus belehrte sie daher deutlich und wies sie zurecht.

        8)Auch heute noch gibt es die Samariter. Die mittlerweile auch offiziell als Juden anerkannt sind. Siehe auch den Unterschied zwischen Sepharden und Aschkenasim und Falascha im Judentum und die khasarischen Juden der Khasaren und die Karäer. Es gibt allerdings auch allerlei Spekulationen über die verlorenen und verschollenen jüdischen Stämme und so weiter.

        9)Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass es in der Tat auch weibliche Makkabäerinnen und Hasmonäerinnen gab – und somit vielleicht wie Judith die Richterin im Alten Testament so gesehen jüdische Priester-Königinnen. Was vielleicht doch einen gewissen Raum, neben gewissen orthodoxen Kirchen-Traditionen, für weibliche Diakoninnen und etwa quasi-priestergleiche weibliche Abtissinnen wie etwa die Heilige Brigida von Kildare in der iro-schottischen bzw. iro-keltischen Kirche als Äbtissin und Bischöfin und Heilige zulässt.
        Das iro-keltische bzw. iro-schottische Christentum der britischen Inseln und der Bretagne in Frankreich und in Galizien in Spanien etwa (siehe auch GEO-Magazin und -Heft dazu http://www.geo.de) ging im Mittelalter als einst von den Kopten aus dem ägyptischen Alexandria begründete iro-keltische bzw. iro-schottische koptisch-pelagianische Johannes-Kirche nach dem Apostel Johannes bzw. iro-keltisches Johannes-Christentum mitsamt all seinen Heiligen und Theologen und Mystikern wie Johannes „Scottus“ Eriugena und
        St. Patrick und St. Brendan in die römisch-katholische Kirche nach den beiden Aposteln Petrus und Paulus auf bzw. in diese ein. Mitsamt all ihren Liturgien und Ritualen und Meßfeiern und Gottesdiensten, die iro-keltischen Gottesdienste und Liturgien erfreuen sich in den letzten Jahrzehnten wieder eines großen Interesses und Beliebtheit und Wiederbelebungsversuche und werden wieder belebt. Siehe auch die christlichen Überlieferungen zum Heiligen Joseph von Arimathäa und zur Grals-Mystik und zum Heiligen Jakobus und Santiago de Compostela.

        Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s