Münster: Teilnahme an Demonstration von „Maria 2.0“ fiel bescheiden aus

Von Felizitas Küble

Vor zwei Tagen brachte die linkslastige katholische Bistumszeitung „Kirche und Leben“ (KuL) wieder einen euphorischen Bericht über die ultrafeministische Aktion „Maria 2.0“.
Die  – zudem reichlich spät erfolgte – Distanzierung von Bischof Felix Genn scheint sein Kirchenblatt in seiner Jubelberichterstattung nicht zu bremsen.
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Das war auch nicht anders zu erwarten, schließlich hatte die ständige Gratiswerbung von KuL für Maria-zwei-null ohnehin keine Konsequenzen durch die Bistumsleitung zur Folge.
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BILD: Einige Schilder und Slogans lauteten: „Macht Kirche Beine“, „Männer gegen Männerkirche“ oder „Schweigen war gestern, Schwestern!“
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Der Titel der Kirchenzeitung „Mehr als 1000 katholische Frauen zu Demo in Münster erwartet“ sollte mit seinen Vorschußlorbeeren schonmal auf ein großes Ereignis einstimmen.
Allerdings kamen am heutigen Samstagmittag  – dem 6. Juli  –  höchstens 300 Teilnehmer/innen (darunter auch Männer) zur Kundgebung vor den Lamberti-Kirchplatz in Münster.
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Wie die Plakate zeigten, reisten viele Besucher aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet oder dem Niederrhein an. Die meisten Frauen waren im mittleren und höheren Alter. Jugendliche fehlten fast völlig.
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FOTO: Ein ikonenartiges Marienbild mit einem zugepflasterten Mund ist das Logo von Maria 2.0
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Angesichts der riesigen Werbung mit Großplakaten – wofür vielfach kirchliche Räume wie z.B. Pfarrbüchereien genutzt werden konnten – hielt sich der Erfolg diesmal in recht bescheidenen Grenzen.
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Die Veranstaltung lief als gemeinsame Aktion von Maria 2.0 und der reformerischen KFD (Kath. Frauengemeinschaft) unter  dem Motto „Viva Maria! Für eine Erneuerung der Kirche“.
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Unter „Erneuerung“ verstehen die Demonstranten den „Zugang der Frauen zu allen Ämtern“, also neben Frauenpriestertum auch die Bischofsweihe und das Papstamt. Damit solle erreicht werden, daß die „Kirche wieder glaubwürdig wird und Gemeinden lebendig bleiben“.
Die Aktion „Maria 2.0“ verrät allerdings nicht, warum es in der EKD (Evangelische Kirche n Deutschland) seit Jahrzehnten weitaus mehr Kirchenaustritte und zugleich sehr viel weniger Sonntagskirchgänger gibt als bei den Katholiken, obwohl (oder womöglich eher weil?) in der EKD seit langem Pastorinnen und Bischöfinnen tätig sind.
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Wie das Kölner „Domradio“ berichtet, wurde die Rede des Vize-Generalvikars Jochen Reidegeld gestört und durch Buhrufe unterbrochen.
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Dabei war der liberale Geistliche den frauenbewegten Katholiken weit entgegengekommen, sprach von einer schnellen Erfüllung ihrer Forderungen, allerdings gelte das nicht für die Themen weibliches Diakonat und Priestertum. Sein Aufruf zur diesbezüglichen Geduld führte zu Sprechchören und Pfiffen.
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Wenn kirchliche Amtsträger meinen, sie könnten diese grundsätzlichen theologischen Auseinandersetzungen  mit einem halbherzigem Entgegenkommen gewinnen, befinden sie sich auf dem Holzweg.
Hier ist eine klare Ansage gegen den Zeitgeist fällig, auch wenn dieser im Gewande des Feminismus einhergeht.
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4 Kommentare on “Münster: Teilnahme an Demonstration von „Maria 2.0“ fiel bescheiden aus”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Diakonin
    Eine Diakonin ist ein weiblicher Diakon. Diakoninnen gibt es in verschiedenen Kirchen, in denen auch Frauen ordiniert werden, beispielsweise in den meisten evangelischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen, nicht jedoch in der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen, wobei 2004 der Synod der orthodoxen Kirchen in Griechenland entschied, nach Maßgabe des jeweiligen Ortsbischofs Frauen zum Diakonat zuzulassen.[1] Eine Diakonin übt wie ein Diakon ein kirchliches Amt aus und ist in einer Kirchengemeinde im Auftrag des Landesbischofs tätig. Sie ist dem Gemeindeleiter unterstellt. Die Hauptaufgabe einer Diakonin ist die Verbindung von Seelsorge und sozialer Tätigkeit, also beispielsweise die Alten- und Krankenseelsorge. Im frühen Christentum war Diakonin ein von Frauen ausgeübter geistlicher Dienst, wie dies auch die Didaskalia für die syrische Kirche des 3. Jahrhunderts bezeugt. Die Diakonin entsprach im geistlichen Rang einem Diakon und hatte, vom Altardienst abgesehen, ähnliche Aufgaben. Diakoninnen wirkten bei der Taufvorbereitung und Taufe der weiblichen Katechumenen mit, da die Taufe durch Untertauchen und Salbung des ganzen Körpers erfolgte. Es ist allerdings umstritten, ob dies bedeutet, dass Frauen damals auch die mit dem Diakonenamt verbundene Weihe empfingen…

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diakonin

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  2. Maria sagt:

    Streik von Feministinnen, das ist Werkzeug des Antichrichristen, stattdessen soll man Anbetung und Gebete fordern, die Frauen mit Streiken und einer Profanierung der Mutter Gottes retten die Kirche nicht. Buße und Umkehr, das ist der Weg zur Reinigung der Kirche

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  3. gerd sagt:

    Bei Maria 2.0 geht es eindeutig nur um Macht. Dagegen hilft nur das Magnificat. Dort werden die Mächtigen vom Thron gestossen und die Niedrigen erhöht. Dieser Lobgesang, von einer Magd im hl. Geist gesprochen, ist unumstösslich im Gedächtnis der Kirche verankert und wird jede „neue Maria“ überdauern.

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