Unionsfraktion begrüßt Abschiebung des Miri-Clan-Chefs und fordert weitere Maßnahmen

Zu aktuellen Medienberichten über das Vorgehen der Behörden gegen Mitglieder krimineller Clans erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Dt. Bundestag, Thorsten Frei:

„Die Abschiebung des Chefs des Miri-Clans in den Libanon ist ein sehr gutes Signal. Denn es ist unerlässlich, dass wir entschieden gegen Kriminelle vorgehen, die die Freiheitsrechte in unserem Land für ihre Machenschaften ausnutzen und zugleich unsere Rechtsordnung ablehnen. Es ist daher gut, wenn der Ermittlungsdruck auf die Clans immer weiter zunimmt.

Die Ermittlungserfolge zeigen, dass die bisherigen Maßnahmen wirken: Auf maßgebliche Initiative der Union hin wurde im Jahr 2017 das Recht der Vermögensabschöpfung reformiert. Seither kann der Staat wesentlich besser auf kriminell erlangtes Vermögen zugreifen. Dies hilft, das organisierte Verbrechen finanziell auszutrocknen.

Mit dem Pakt für den Rechtsstaat setzen wir diese Politik in dieser Legislaturperiode nun fort:

Bund und Länder schaffen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung bis Ende 2021 insgesamt 2000 neue Stellen für Richter und Staatsanwälte sowie 15.000 Stellen bei der Polizei. Damit erhalten Ermittler und Justiz mehr Personal und damit die nötige Beinfreiheit, um etwa mit gezielten Nadelstichen Clans, kriminelle Banden und organisiertes Verbrechen effektiv bekämpfen zu können.

Damit Straftäter schnell eine kraftvolle Antwort des Rechtsstaats erhalten, werden wir in Kürze auch das Strafprozessrecht reformieren und dort Möglichkeiten für Missbräuche abstellen.

Darüber hinaus prüfen wir derzeit, wo wir gerade beim Vorgehen gegen kriminelle Clans die Ermittler künftig noch besser unterstützen können. Wir müssen solche Rechtsbrecher an den Stellen treffen, an denen sie empfindlich sind.“


Syrien: Orthodoxe Marienkirche in Qamischli verwüstet – zehn verletzte Christen

Ein Terrorakt verwüstete am späten Nachmittag des 11. Juli eine der Jungfrau Maria geweihte syrisch-orthodoxe Kirche in der Stadt Qamischli im Nordosten Syriens.

Bei dem Anschlag wurden mehr als 10 Menschen verletzt, davon mindestens drei schwer. Nach ersten Berichten sollen die Attentäter eine Autobombe gezündet haben.

Ein Bekennerschreiben des IS wurde bislang nicht offiziell bestätigt.

Die Stadt Qamischli, die derzeit von kurdischen Milizen kontrolliert wird, war in den letzten Jahren Schauplatz verschiedener terroristischer Handlungen gegen christliche Gemeinschaften.

Am 19. Juni 2016 überlebte der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatios Aphrem II. einen Mordanschlag in Qamischli. Bei dieser Gelegenheit hatte sich ein Selbstmord-Attentäter unter die  Teilnehmer einer Gedenkstunde an den Völkermord der Türkei gegen christliche Assyrer von 1915 gemischt. Der Attentäter war jedoch am Eingang des Veranstaltungsortes aufgehalten worden, an dem der Patriarch die Feier leitete, und sprengte sich dort in die Luft, wobei drei Menschen starben.

Quelle: Fidesdienst


Ordensbruder Mutwald William Hengelbrock: Märtyrer und Opfer des Gehorsams

Von Hermann Rieke-Benninghaus

Der Ordensbruder Mutwald William (Wilhelm) Hengelbrock FSC wurde am 10. November 1907 in Osnabrück als Sohn des Bildhauers Fritz Hengelbrock und der Schneiderin Auguste geboren.  

In dem Jungen reifte die Entscheidung zum Ordensstand. Die Ideen des Gründers der Schulbrüder, Johann Baptist de la Salle, begeisterten ihn.

So bat er mit 23 Jahren um Aufnahme ins Noviziat der Schulbrüder in Bad Honnef. Sein Ordensname war Bruder Mutwald William.

Da er als Missionar tätig sein wollte, kam er nach dem Noviziat ins Scholastikat nach Maria‑Tann in Kirnach‑Villingen im Schwarzwald, wo er sich besonders die englische Sprache aneignete. Nach erfolgreichem Abschlußexamen konnte er seinem Herzenswunsch nachgehen und in der englischen Kolonie Malakka mit großem Eifer und Einfühlungsvermögen die einheimischen Kinder unterrichten.

Bei Kriegsausbruch traf auch Br. Mutwald William die Ausweisung aus diesem Gebiet. Er suchte Zuflucht im De-La-Salle‑Kolleg in Manila, das alle von der Ausweisung betroffenen deutschen Brüder gerne aufnahm.

Arbeit gab es genug in der weit über tausend Schüler zählenden Schule. Er besaß auch große handwerkliche Fähigkeiten. Seine Schüler lernten Buchbinden, Holzschnitzen, Malen, Zeichnen und andere Fertigkeiten. Nach Hause berichtete er von den Schwierigkeiten mit der Hitze. Besonders lobte er den Eifer der philippinischen Jungen.

Während des Krieges setzte er seine Verwaltungsfähigkeiten ein und unterstützte seinen Ordensobern, Br. Xavier. Er meisterte für den Bruder Direktor so manche peinliche Situation und Fälle, die dessen Position nicht zugemutet werden konnten.

Da er die im Februar 1945 schwierige und äußerst gefährliche Kriegssituation anders beurteilte als sein Oberer, ging er zum Erzbischof und fragte ihn, ob die Brüder das Kolleg vorübergehend verlassen dürften. Der Erzbischof erteilte die Erlaubnis, nicht aber der Direktor.

Auch der Nuntius Guglielmo Plani, den man gefragt hatte, gab Br. Xavier den Rat, seinem Direktor zu gehorchen. Gegen seine eigene Überzeugung beugte sich Bruder Mutwald den Anordnungen seines Obern und blieb mit allen übrigen Mitbrüdern.

Und so fiel auch er dem grausamen Massaker am Sonntag, dem 12.2.1945, zum Opfer. Es gab 17 Schulbrüder im Kolleg, von denen 16 umgebracht wurden. Auch Zivilangehörige kamen hierbei ums Leben.

Bruder Mutwald William wurde von den japanischen Soldaten in der Kapelle mit dem Bajonett erstochen. Seine Leiche wurde zusammen mit den insgesamt 41 Opfern des grauenvollen Massakers zunächst in einem Massengrab im Garten beerdigt.

1949 wurden alle 41 Opfer exhumiert und geborgen. Man legte die Überreste in drei hölzerne Sargbehälter. Diese wurden 12. Februar 1949 auf dem La-Loma-Friedhof (North Cemetery) in Quezon City, 10 km nördlich von Manila, feierlich beerdigt.

Bruder Mutwald kann ein „Märtyrer des Gehorsams“ genannt werden. Er stand im 38. Lebensjahr, im 16. Jahr seines Ordenslebens und im sechsten seiner ewigen Profeß.

Die Kirche hat ihn in ihr Martyrologium aufgenommen. Sein Gedenktag ist der 12. Februar.


Die Rettung der Gerechten kommt von GOTT

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 37 (36),3-4.18-19.27-28ab.39-40ab.

Vertrau auf den HERRN und tu das Gute,
bleib wohnen im Land und bewahre Treue!
Freu dich innig am HERRN!
Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.
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Der HERR kennt die Tage der Bewährten,
ihr Erbe hat ewig Bestand.
In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden,
sie werden satt in den Tagen des Hungers.
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Meide das Böse und tue das Gute,
so bleibst du wohnen für immer.
Denn der HERR liebt das Recht
und verlässt seine Frommen nicht.
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Die Rettung der Gerechten kommt vom HERRN,
ER ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
Der HERR hilft ihnen und rettet sie,
ER rettet sie vor den Frevlern.
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