England will sein liberales Abtreibungsgesetz auf Nordirland ausweiten

Das britische Unterhaus hat sich dafür ausgesprochen, die eigene Abtreibungsgesetzgebung auf Nordirland auszuweiten. Das berichtet das Online-Portal der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“.

Am Dienstag stimmte eine breite Mehrheit der Abgeordneten für eine entsprechende Vorlage. Nordirland hat seit über zwei Jahren keine eigene Regierung und wird geschäftsführend von London aus regiert.

Abtreibungen sind dort bisher allein dann erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder das Risiko besteht, dass deren psychische oder körperliche Gesundheit ernsthaft beeinträchtigt sein könnte.

Dem Bericht zufolge könnte das nordirische Parlament die Klausel aber wieder rückgängig machen, wenn es bis Ende Oktober wieder zusammentritt. Derzeit ist die „Northern Ireland Assembly“ suspendiert.

Quelle: ALfA-Newsletter


One Comment on “England will sein liberales Abtreibungsgesetz auf Nordirland ausweiten”

  1. Erhellend ist sicherlich, sich hierzu einmal das Buch „Katholiken“ von Brian Moore durchzulesen, 1973 verfilmt von Jack Gold (hierzu: https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/03/22/katholiken-1973). Hier stellt der Protagonist in einem Gespräch fest: „Wußten Sie, daß Irland früher das einzige Land in Europa war, wo jeder Katholik am Sonntag in die Messe ging? Jeder, sogar die Männer?“. Nach der Liturgiereform änderte sich dies allerdings drastisch: „… als die neue Messe eingeführt wurde, versuchten wir’s damit und taten, wie uns geheißen. Doch wir bemerkten, daß die Männer mit ihren Familien nach Cahirciveen kamen und rauchend und schwatzend draußen vor der Kirche blieben. Als die Messe aus war, gingen sie mit ihren Frauen nach Hause.“ Auch der Grund dafür wird im Buch (und im Film) deutlich angesprochen: „Die neue Messe ist weder Mysterium noch Gespräch mit Gott, sondern lediglich ein Singsang. Ein Unterhaltungsprogramm, weiter nichts. Latein ist die Sprache der Kirche, daher ist die lateinische Messe allumfassend. Das lateinische war eben ein Teil des Mysteriums. Man sprach nicht einfach so zu seinem Nachbarn, man sprach zu Gott, dem Allmächtigen.“

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