Kardinal Müller kritisiert Amazonassynoden-Pläne und Frauenpriestertums-Vorschläge

In einem Beitrag hat der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto) u.a. geschrieben: „Der sog. synodale Weg des kirchlichen Establishments in Deutschland zielt auf eine weitere Verweltlichung der Kirche“.

Zudem werde er „kirchenpolitisch vernetzt mit der Synode für Amazonien und als Hebel zum Umbau der Weltkirche angesetzt“.

Zur Amazonien-Synode im Oktober merkt Müller an:

„Man benutzt die neutral und schön klingende Vokabel von der ‚heilsamen Dezentralisierung‘ und der Ent-Romanisierung der katholischen Kirche, meint aber die Alleingeltung einer Amazonasmythologie und westlichen Ökotheologie statt der Offenbarung und die Alleinherrschaft ihrer Ideologen statt der geistlichen Autorität der Nachfolger der Apostel im Bischofsamt“.

Deutlich wendet sich der Kardinal gegen Vorschläge, Frauen zu Weiheämtern zuzulassen:

„Da das Lehramt des Papstes und der Bischöfe keine Vollmacht über die Substanz der Sakramente hat, kann auch keine Synode mit und ohne den Papst, auch kein ökumenisches Konzil oder der Papst allein, wenn er ex cathedra spräche, die Weihe von Frauen zum Bischof, Priester und Diakon ermöglichen. Dies stünde in einem Gegensatz zur definierten Lehre der Kirche. Sie wäre ungültig”.

Quelle und vollständiger Text bei Vatican News: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2019-07/kardinal-mueller-kritisiert-kirchliche-reformprojekte.html


17 Kommentare on “Kardinal Müller kritisiert Amazonassynoden-Pläne und Frauenpriestertums-Vorschläge”

  1. Anonymous sagt:

    Die Weihe von Viri probati und das langsame Ende des unbiblischen Pflichtzölibats

    „Dass die Weihe von Viri probati die Antwort auf das Problem sein wird, legen nicht nur die Worte des Papstes nahe, sondern auch Äußerungen einiger seiner engsten Vertrauten. Beniamino Kardinal Stella, Präfekt der vatikanischen Kleruskongregation, die über die den Klerus betreffenden Regeln wacht, hat die Weihe bewährter Männer kürzlich als Hypothese bezeichnet, die „aufmerksam zu bewerten ist, durchaus offen und ohne Engstirnigkeit“.

    Dass der Angriff auf den Zölibat schon eine ganze Weile auf der Agenda Bergoglios steht, legt eine andere Personalie nahe. Cláudio Kardinal Hummes, den Papst Benedikt XVI. kurzzeitig zum Präfekten der Kleruskongregation gemacht hatte, zeigte sich schon vor seinem Amtsantritt im Jahr 2006 kritisch gegenüber dem Zölibat. Weil Hummes mit dem Vorschlag damals an ein Tabu gerührt hatte, musste er öffentlich zurückrudern. Heute ist Hummes Vorsitzender des Amazonas-Netzwerks Repam der brasilianischen Bischofskonferenz, er gilt als Ideengeber der Amazonas-Synode, einer der engsten Ratgeber des Papstes und Befürworter der Weihe von Viri probati.“

    https://www.zeit.de/2018/11/papst-franziskus-veraenderung-katholische-kirche-bilanz/komplettansicht

    Kardinal Müller versucht, etwas zu verteidigen, was schon lange kein Zukunftsmodell mehr ist. Denn nirgends im Neuen Testament ist eine Leitungsposition mit der Gabe der Ehelosigkeit zwingend verknüpft.

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  2. Anonymous sagt:

    Frau Cornelia Vogt, danke für Ihre Aussage, die ja auch biblisch fundiert ist entgegen der Sichtweise Anderer, die die urchristlichen Aussagen dem Zeitgeistverständnis entsprechend
    interpretieren. Dazu fällt mir die Aussage eines ehemaligen Protestanten ein, der treffend sagte: Das reinste Wasser sei dort zu finden, wo es aus der Quelle austritt.
    Wo landen wir da, wenn wir das im übertragenen Sinne anwenden? Die Antwort ist: Bei der Urkirche, das heißt bei der katholischen Kirche!

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    • Cornelia Vogt sagt:

      Die UR-Kirche ist sehr treffend ausgedrückt.
      Haben Sie lieben DANK FÜR IHRE ANTWORT AN MICH.
      DOCH DIE KONFESSION SPIELT KEINE ROLLE.
      WICHTIG SIND HERZEN BEI GOTT.
      IM STILLEN KÄMMERLEIN MIT IHM REDEN.
      JEDES WORT IST WIE EIN GEBET, WEIL ES AUS DEM HERZEN KOMMT .
      OHNE RITUAL.
      ALLES LIEBE FÜR SIE WEITERHIN VON GANZEM HERZEN WÜNSCHE ICH.

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    • Anonymous sagt:

      Die „Urkirche“ war römisch-katholisch? Never, ever.

      Das Neue Testament kennt dies alles NICHT:

      a) den Begriff „katholisch“,
      b) schon gar nicht den Begriff „römisch-katholisch“,
      c) ein Weihepriestertum,
      d) einen Bischof,
      e) einen Papst,
      f) einen Marienkult,
      g) Gebete zu verstorbenen Heiligen,
      h) eine Eucharistiefeier in der Art, wie sie in der römisch-katholischen Kirche zelebriert wird
      usw. usf.

      Das alles wurde z.T. erst viele hundert Jahre später eingeführt.

      Das ist der Hauptgrund für mich, nicht römisch-katholisch sein zu können. Denn genau da hapert es am „reinen Quellwasser“. Und zwar gewaltig.

      Und bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit vereinzelten Aussagen sog. früher „Kirchenväter“, die nachträglich im Sinne der römisch-katholischen Lehre „interpretiert“ wurden, während man davon abweichende Aussagen schlicht unter den Tisch fallen ließ. Und auch nicht mit der ebenso intendierten „Auslegung“ von Bibelstellen. Damit habe ich mich schon intensiv befasst.

      Cardinal Newman hat ja zugegeben, dass die römisch-katholische Kirche immer wieder was Neues eingeführt hat. Um das zu rechtfertigen, entwickelte er den Topos des „development of doctrine“. Damit kann man natürlich alles begründen.

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  3. Anonymous sagt:

    Hallo Frau Küble, ich habe den Fehler gefunden:

    Klickt man den Link in dem obigen Text an, werden die letzten beiden Buchstaben „ml“ (von .html), die nicht von Punkten unterlegt sind, nicht aufgerufen. Mit der dadurch verkürzten Webadresse kann das System bei Vatican News nichts anfangen.

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  4. Anonymous sagt:

    Frau Küble,

    bitte überprüfen Sie den angegebenen Link bei Vatican News. Wenn ich ihn aufrufe, erscheint lediglich die Meldung „404 – SEITE NICHT GEFUNDEN“.

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  5. Anonymous sagt:

    Mein Herr Jesus Christus hat keine Priester geweiht, keinen Klerus erschaffen und kein Wort dazu gesagt, dass Frauen ihn nicht repräsentieren könnten oder dürften.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Anonymous:

      1) Es gab und gibt im Alten und Neuen Testament und in der Kirche in der Tat Prophetinnen.
      Auch gab es im Alten Testament die Richterin Judith, Richter waren damals hierokratische Priester-Könige im Alten Israel. Auch gab es im Neuen Testament die Diakonin Phoebe.

      2) Der Apostel Paulus verbot im Neuen Testament den Frauen ausdrücklich das predigen in der Kirche. Das ist nun mal eben eine klare und eindeutige biblische Weisung.

      3) Es gab allerdings in der Tat in der Kirchengeschichte etwa im iro-keltischen bzw. iro-schottischen Johannes-Christentum und von den Kopten aus dem äyptischen Alexandria begründeten koptisch-pelagianischen Johannes-Kirche etwa die Heilige St. Brigida von Kildare als Äbtissin.
      Deswegen mag es als Ausnahme-Fall mit Sonderstatus in der Kirchengeschichte teilweise so gewesen sein, dass eine Äbtissin eines Klosters eine quasi priester-gleiche Sonderstellung hatte. Vor allem wenn sie auch noch das Bischofs-Amt bekleidete, mag es zu einem Sonderstatus und einer speziellen Ausnahme-Stellung gekommen sein.

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  6. idiotxxl sagt:

    Die Herren Riege, die unter sich bleiben will, reden vom Dienen und lassen sich selbst
    bedienen. Wohl genährt, und wenn sie meinen tätig zu sein, dann müssen/dürfen diese Arbeit die Frauen machen.

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    • Anonymous sagt:

      Also diese pauschale Kritik finde ich ungerecht, auch wenn ich kein Katholik bin. Das Arbeitspensum eines „durchschnittlichen“ (nicht abwertend, sondern statistisch gemeint) katholischen Pfarrers würden Sie keine zwei Wochen absolvieren wollen.

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      • Cornelia Vogt sagt:

        Das Pensum heutiger Pfarrer….
        GOTT arbeitet RUND UM DIE UHR.
        UNBEZAHLT.
        Wer IHM folgen will, der tue es ihm gleich, hätte ich am liebsten gesagt.
        Die REALE Weltsituation ZEIGT ALLEIN, wie unbeholfen wir alle sind, Probleme aus der Welt zu schaffen.
        Es BEDARF GOTT DAZU.
        PFARRER SIND SICH UNEINS, MENSCHEN EBEN, OHNE WISSEN, WIE ZU ERNEUERN SEI.
        DIE WIEDERKUNFT DES HERRN IST KEINE FARCE.
        VERTRAUEN IST DAS A UND O JETZT.

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  7. Cornelia Vogt sagt:

    Es steht allein Gott zu, etwas zu ändern oder zu erneuern.
    Alles andere ist MENSCHENGEMACHT .
    Siehe, ICH mache NEU, besagt dieses bereits.

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    • Markus sagt:

      Wie kann Gott etwas ändern oder erneuern, wenn der Mensch auf sein: „Siehe, ICH mache NEU“ antwortet: „Danke schön, aber es muss alles so bleiben, wie es war und ist“. Was, wenn der Heilige Geist doch hinter den Veränderungen in der Kirche steckt? Manchmal kommt es mir so vor, viele Menschen in der Kirche haben große Angst vor dem Heiligen Geist und seinem Wirken, dass vielleicht nicht zu ihren eigenen Ansichten passt.
      Haben wir am Ende zu wenig Vertrauen?

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      • Anonymous sagt:

        Die katholische Kirche hat dogmatisch eng festgezurrt, was bestimmt nicht Wirken des Heiligen Geistes sein kann. Und damit muss sie jetzt zurecht kommen. Ich persönlich glaube übrigens nicht, dass ein Frauenpriestertum die katholische Kirche beflügeln könnte. Die Ursachen, die anzugehen wären, liegen viel tiefer.

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      • Cornelia Vogt sagt:

        Lieber Markus…
        Der Heilige Geist steckt sicher nicht hinter solchen Änderungen, Reformen, die vorgenommen werden.
        ANGST vor dem HEILIGEN GEIST braucht niemand zu haben, der rechtschaffen lebt.
        Das schlechte Verhalten ist es, was Gott stört.
        Viele kennen nicht einmal ihren Nachbarn heute.
        DAS M I T EINANDER IST GOTTGEWOLLT.
        EBEN LEBEN, DAß MAN SICH SELBST IN DIE AUGEN SCHAUEN KANN.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Siehe speziell auch zum Thema Christsein und Ökumene und Ostkirchen und andere Themen – jenseits des medialen Mainstream Nachrichten für Christen und Katholiken usw.

        http://gerdhagedorn.de/ Gerd Hagedorn und seine hochinteressante Website mit Meldungen und Nachrichten und News und Artikel-Hinweisen und Links und Neuigkeiten und so weiter

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