„Missio“ unterstützt Gretas Schulschwänzer

Von Felizitas Küble

Man ist allmählich Kummer gewohnt in puncto Hochjubeln von Gretas Kinderkreuzzügen „fürs Klima“ auch von kirchlicher Seite.

Wenn hingegen fromme evangelikale Schüler an bestimmten üblen Theaterstücken im Rahmen des Sexunterrichts nicht teilnehmen, gibt es Knasttage für die Eltern, mindestens aber Bußgeldzahlungen, obwohl es sich nur um wenige Stunden handelt – und die Sexualkunde zudem kein Basisfach ist.

BILD: Wahlkampfplakat der Grünen  – beim „Klima“ spielt auch die Schulpflicht plötzlich keine Rolle mehr

Ganz anders läuft es freilich, wenn zehntausende Schüler nicht nur ein paar Stunden fehlen, sondern gleich den ganzen Freitagvormittag schwänzen, um sich am Kinderkreuzzug von Schwedens Klima-Greta zu beteiligen.

Als Folge erleben die Teenis bzw. deren Eltern keine Gerichtsurteile, geschweige Gefängnisaufenthalte, sondern Lob von allen Seiten: Fast die ganze Presse spendet ergebenst ihr Lob, auch die Kanzlerin klatscht Beifall, selbst Bischöfe finden des Rühmens kein Ende – und Greta Thunberg ist die neue Prophetin unserer Zeit!

Plötzlich spielt die sonst so vielgepriesene „Schulpflicht“ (die bei der staatlichen Sexkunde vielfach in einen strafbewehrten Unterrichtszwang ausartet) keine Rolle mehr, deren Verletzung wird gar zu einer guten Tat, die den Schülern öffentliche Anerkennung einbringt.

Bei einer solch klaren „Sachlage“ wollte sich anscheinend das kirchliche Hilfswerk „Missio“ nicht ausklinken, sondern dem modernen Klima-Kinderkreuzzug direkt den Rücken stärken.

In der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift KONTINENTE (Nr. 10/2019) heißt es unter dem Titel „Missio unterstützt Schülerprotest“ auf S. 42: Missio solidarisiert sich mit fridays for future“.

Daher sei das Hilfswerk aus Aachen Mitglied bei den „Churches for future“ (Kirchen für die Zukunft). Besonders gefreut habe man sich, so lesen wir weiter, daß am 21. Juni „Zehntausende junge Menschen aus ganz Europa in Aachen für den Klimaschutz demonstrieren.“

Oh wie schön!

Bei soviel Soli-Gesinnung ist klar, daß dem Schulschwänzern auch eine wortreiche „Grußbotschaft“ übermittelt wurde, worin der Wunsch nach „Gottes Segen“ für ihre Aktionen nicht fehlte.

Zudem bittet das international tätige Hilfswerk die Pfarrgemeinden, eine vorformulierte „Fürbitte“ in den Gottesdiensten zu verlesen, in welcher dem „guten Gott“ mitgeteilt wird, man sei „dankbar“ für das Engagement der „jungen Menschen“, die „jeden Freitag“ für eine „Begrenzung des Klimawandels demonstrieren“ usw.

Überdies bittet Missio darum, den Kontakt mit „Friday for future“ vor Ort zu suchen, „um zu erfahren, welche Unterstützung durch Kirchen, kirchliche Organisationen und Initiativen sie brauchen.“

Dieses Ausmaß an Anbiederung läßt sich nicht mehr steigern!


5 Kommentare on “„Missio“ unterstützt Gretas Schulschwänzer”

  1. Matze sagt:

    Was Greta und ihre Mitstreiter leider vergessen haben: Friday for Future war doch schon!!!! Vor 2000 Jahren in Jerusalem

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  2. Intellektueller sagt:

    „Wahlkampfplakat der Grünen – beim „Klima“ spielt auch die Schulpflicht plötzlich keine Rolle mehr“

    Schulpflicht spielt für die Grünen nur beim Thema Moscheebesuch eine wichtige Rolle. Denn wenn ein Schüler*in einem Moscheebesuch fernbleiben, dann drohen Bußgelder und Eltern werden abgemahnt, wie ein ähnlicher Fall aus dem Jahre 2018 uns klar und deutlich vor Augen geführt wurde .

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  3. idiotxxl sagt:

    Warum regt man sich jetzt auf? Seit Jahren wird geredet, die Redner und Rednerinnen versuchen, sich zu überbieten, jeder möchte glänzen, anstatt den Konsens zu suchen.
    Alles dauert Monate und Jahre, bis ein Entschluss gefasst wird! Hauptsache, man kann Nachtsitzungen – als harte – nachweisen. Für mich vergeudete Zeit, weil man ausgeschlafen zu besseren Ergebnissen kommt.

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  4. „Dieses Ausmaß an Anbiederung läßt sich nicht mehr steigern!“
    Diese Prognose wäre mir etwas zu optimistisch.

    Ob nun Missio (wie viele fehlgeleitete Kleriker) einfacherweise mit den Wölfen heult, um halt auch ein bißchen öffentlich gelobt zu werden oder man dort – wie anderswo auch – durch geduldige, zielgerichtete Personalpolitik den hauptamtlichen Apparat durch linksgerichtete Kader infiltriert hat, ist im Ergebnis egal.

    Ebenso wie das Kolpingwerk, die Caritas, das Dt. Liturgische Institut, die DBK (die neue Genderbeauftragte Frau Dr. Aurica Jax läßt grüßen) und viele mehr ist die Stimme der offiziellen Kirchenstruktur in Deutschland vom soziokulturellen Mainstream nicht mehr unterscheidbar.
    Zur obigen Prognose: Schlimmer geht’s immer…

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  5. Wolfsattacke sagt:

    Das könnte für noch mehr Kirchenaustritte sorgen….

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