Libanon: Kath. Kirchenleitung verkauft Autos für Gratis-Unterricht zugunsten armer Schüler

An den Schulen, die sich in Trägerschaft der maronitischen Erzdiözese Beirut befinden, werde kein Schüler vom Unterricht ausgeschlossen, auch wenn seine Familie das Schulgeld nicht bezahlen könne. Dies betont Erzbischof Boulos Abdel Sater, der das Erzbistum seit Juni dieses Jahres leitet.

Die schwierige wirtschaftliche Situation und die höheren Verwaltungskosten, die mit der Erhöhung der Gehälter von Lehrern und Mitarbeitern verbunden sind, verschärfen die Krise der libanesisch-katholischen Schulen von Jahr zu Jahr.

Viele Familien sind nicht mehr in der Lage, das monatlichen Schulgeld zu zahlen, um ihren Kindern eine angemessene Bildung zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund hat das Erzbistum angeordnet, dass die kirchlichen Schulen den Unterricht für alle bereits eingeschriebenen Schüler garantieren, auch wenn die Eltern das Schulgeld nicht bezahlen können.

Die Erzdiözese will nach Lösungen und Wegen suchen, um Schulen zu helfen, die Engpässe nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Deshalb entschied Erzbischofs Sater, seinen alten Wagen weiterhin zu verwenden und die teuersten Autos, die der Erzdiözese zur Verfügung stehen, in der Fahrzeugflotte zu verkaufen, um damit die finanziellen Engpässe zu bewältigen.

Quelle: Fidesdienst


2 Kommentare on “Libanon: Kath. Kirchenleitung verkauft Autos für Gratis-Unterricht zugunsten armer Schüler”

  1. Wenn man das Handeln der maronitischen Geistlichen sieht – die wohl nicht zufällig den Hl. Charbel in ihren Reihen hatten, der Demut und Selbstverleugnung in einem Ausmaß vorlebte, welches heute schier unfaßbar ist (siehe dazu etwa „Der Wundermönch vom Libanon“, Biographie von Prof. Dr. Ernst Josef Görlich, 4. A., 1991 Christiana-Verlag) – wird einem als deutschen Katholiken beklommen, man wird still.

    Es schmerzt, dass dieser Geist hierzulande sehr selten anzutreffen ist, aber als Glied der Weltkirche ist man gleichzeitig stolz auf seine Glaubensbrüder, wenn man die Nachricht aus dem Libanon liest. Der Hl Charbel zieht nicht zufällig auch in Deutschland viele in seinen heiligen Bann der leidenschaftlichen Gottesverehrung (https://www.muenchner-kirchennachrichten.de/meldung/article/die-richtige-erde-gefunden-1.html).

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  2. Stefan Kunz sagt:

    Wo bleibt da der Reichtum de katholischen Kirche. Hier wäre echte und sinnvolle Hilfe nötig.

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