Gerne leben mit Kindern: Warum Mütter die besten Erzieherinnen sind

Von Almut Rosebrock

Freuen wir uns über die Eltern, die ihre Kinder selbst und eigenverantwortlich liebevoll betreuen und erziehen wollen – vor allem in der sensiblen Phase von 0 – 3 Jahren, wo so viel komplexes Wachstum in der Hinregion geschieht.

Das Gehirn wächst von der Geburt bis zum 3. Geburtstag etwa von 30 auf 90 % – es ist die Ausbildung der „Lebens-Software“, die da geschieht!

Diese wird geprägt und mitbestimmt durch all die Eindrücke, die das Kind aufnimmt:

Geborgenheit, Liebe, Fürsorge, Anreize zur Aktivität, eigenes Tun, die Kommunikation mit einem Gegenüber, mit anderen Menschen, Lächeln, Greifen, Sehen, Schmecken … – alles gehört dazu und ist wichtig, hinterlässt Spuren!

Heutzutage wird die „frühkindliche Bildung“ propagiert und so getan, als könnten das nur „professionell gebildete“ Personen richtig ausüben. Das ist nicht wahr!

Über all die Zeiten waren MÜTTER diejenigen Personen, die  –  auch aus dem Instinkt heraus –  das Beste für ihre Kleinkinder waren und bis heute sind.

Allerdings ist das leider überlagert durch die Ideologie der Emanzipation. Eine Frau soll demnach möglichst weitgehend erwerbstätig sein – damit sie „vollwertig“ sei.

Dabei wird die Arbeit, die für „das Eigene“, die Kinder, die Familie, Haus, Garten, die pflegebedürtigen Eltern usw. getan wird, einfach ausgeblendet, aus der Betrachtung weggestrichen!

Als ob es  nichts wäre, Kinder aktiv und verantwortlich ins und durchs Leben zu begleiten
 
Diese Entwicklung wurde zu der Zeit, als Frau von der Leyen, die jetzt designierte zukünftige Kommissionsvorsitzende der EU, Familienministerin war, von 2005 – 2009, massiv in die Wege geleitet – mit der KRIPPENOFFENSIVE und der (im Schulbereich) GANZTAGSOFFENSIVE.

Parallel dazu wurde das Unterhaltsrecht derart geändert, dass Kinder erziehende Mütter immer weniger Wertschätzung und Anerkennung für die daheim geleistete Arbeit bekommen. Ihnen steht sehr bald kein Unterhalt vom Kindesvater mehr zu – sie müssen selbst an den Arbeitsplatz!

In diesen ganzen Entwicklungen wird die „Gleichstellungs-Ideologie“ vorangetrieben. Die persönliche FREIHEIT der Frauen – was sie selbst wollen, fühlen, für wichtig und wertvoll halten – steht dahinter zurück.

„Familienpolitik“ bedeutet heute schwerpunktmäßig, die möglichst weitgehende FREMDBETREUUNG der Kinder zu organisieren – und finanziert zu bekommen (durch den Steuerzahler)! 

Selbstverständlich ist es wichtig, gute außerhäusliche Betreuungsangebote für Kinder der verschiedenen Altersstufen bereitzustellen.

Ich bin jedoch der Ansicht, dass es aktuell – im Eifer des Gefechts – unterlassen wird, differenziert die Interessen der Familien, der Eltern selbst abzufragen – und dann, darauf basierend, möglichst passgenaue und gute Betreuungsangebote zu erstellen.

Heute wie gestern treffe ich auf „nicht stromlinienförmige“ Eltern“, die ihre Kleinstkinder (U3) selbst betreuen und nicht in die Kita oder zur Tagesmutter geben wollen. Und die gerne Halbtagsbetreuung für die ersten Grundschuljahre hätten – die in NRW an einigen Orten angeboten wird, an anderen nicht, es ist den Kommunen überlassen.

Mir ist die persönliche Freiheit der Menschen, ihre Lebensform zu bestimmen, wichtig. Ich habe den Eindruck, dass das aus dem Blick der Volksvertreter geraten ist – und dass Ideologien und der „Druck der Wirtschaft“ das politische Handeln bestimmen.

Es gilt, sich da mit Menschlichkeit, Vernunft und sachlichen Argumenten entgegenzustellen.

Gerade Eltern tragen die große Verantwortung für ihre Kinder – und sollten sich nicht durch verlockende Bildchen und Hochglanzpropaganda „verführen“ lassen, gegen ihren Instinkt und gesunden Menschenverstand zu handeln. Die FOLGEN könnten sonst schwerwiegend sein!

Unsere Autorin Almut Rosebrock lebt als evangelische Familienmutter in Wachtberg, ist Apothekerin (im Familiendienst) und sie gründete das Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“


2 Kommentare on “Gerne leben mit Kindern: Warum Mütter die besten Erzieherinnen sind”

  1. Rosebrock sagt:

    https://www.freiewelt.net/blog/selbstbestimmtes-leben-wahlfreiheit-4822/ – Was Bernhard schreibt, stimmt schon auch. Und natürlich bemüht sich die POLITIK nach Kräften, den Frauen (nicht ganz zu Unrecht) Angst zu machen – um sie in die Erwerbstätigkeit zu treiben.
    Es erfordert MUT und Durchhaltevermögen, seinen eigenen Weg zu suchen – und dann auch zu gehen. Ich wünsche jedem auf diesem Weg von Herzen alles Gute – wie auch immer Du / Ihr entscheidet!

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  2. Bernhard sagt:

    Ich bin da ziemlich zwiegespalten.

    Einerseits soll ein Kind natürlich jederzeit so viel Nestwärme durch die (beide!) Eltern bekommen, wie es braucht. Und es soll den Eltern auch die Möglichkeit gegeben werden, ihre Kinder selbst zu betreuen, ohne sich finanziell Sorgen machen zu müssen.

    Andererseits habe ich mich mittlerweile von der „magischen Zahl 3“ verabschiedet. Jedes Kind ist anders und entwickelt sich anders. Dass das Kind mit genau drei Jahren kindergartenfähig ist und keinen Monat vorher, halte ich für ein bisschen überzogen. Viele Kinder können auch vorher schon in den Kindergarten, ohne Schaden zu nehmen.

    Auch bin ich sehr skeptisch, wenn von konservativer Seite den Frauen immer vor geredet wird, nicht außer Haus zu arbeiten, sei doch das eigentlich Schöne und Erfüllende für eine Frau. Komischerweise will kein Mann so etwas machen, zumindest keiner aus solchen Kreisen. Weist man einen darauf hin, dass er ja auch zu Hause bleiben und die Kinder betreuen könnte, erntet man meist ein empörtes „ich doch nicht!“. Und so ist es nur verständlich, wenn auch die Frauen das, was sie (oft an der Universität!) gelernt haben, auch anwenden wollen. Das hat nichts mit Geldgier oder übertriebenen Geltungsdrang zu tun und bedeutet auch nicht automatisch, dass sie von der Gesellschaft manipuliert worden.

    Es müssen Möglichkeiten und ein Gesellschaftliches Klima geschaffen werden, dass Kinder von ihren Eltern versorgt werden können, wenn sie sie brauchen. Gleichzeitig ist es aber auch ein legitimer Wunsch der Mutter, auch außerhalb des Hauses am Gesellschafts- und Arbeitsleben teil zu haben.

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