Wenn Isis und „Maria“ sich vermischen und „Gottvatermutter“ verherrlicht wird…

Von Felizitas Küble

Die Esoterik gründet auf dem Versuch, sich aus eigener Kraft nach „oben“ zu erheben, also etwa mittels bestimmter Techniken wie Yoga-Versenkung oder Reiki-„Energiearbeit“, mit Channeling (Kontakt mit „Engeln“ und Geisterwelten) oder sonstigen Praktiken der Selbsterlösung und des Spiritismus. 

Normalerweise erkennt ein Christ recht schnell, daß es sich um Esoterik oder Okkultismus handelt – und läßt die Finger davon.

Allerdings kommt es immer wieder vor, daß sich diese übersinnliche Richtung mit einem frommen Mäntelchen schmückt oder esoterische, heidnische und christliche Elemente miteinander vermengt.

Da wird es dann für manche Anfänger im Glauben schwieriger, noch eine klare Übersicht zu bewahren.

Ein Beispiel dafür ist der Blog „Pura Maryam“, der auf seiner Startseite ein Kreuz mit Herz abbildet und sich in einigen Texten positiv auf Jesus bezieht.

Die Betreiberin ist eine ältere Dame aus Berlin, die sich „Pura Maryam“ nennt, also auf den hebräischen Namen Mariens beruft (Miriam, Maryam). In typisch esoterischer Weise nennt sie sich zudem auch „Sophyah“ (=Weisheit).

Durchaus kennzeichnend für diese Szene ist die  Vermischung von paganen (heidnischen) und feministischen Elementen  – in diesem Fall durch die Nennung der ägyptischen Fruchtbarkeitsgöttin „Isis“ im pyramidenförmigen Titel (die Dreiecks-Form ist ebenfalls typisch für die Gnosis). Gott wird zudem „Gottvatermutter“ genannt – siehe hier: http://www.puramaryam.de/indexdt.html

Sodann ist viel von Licht und bedingungsloser Liebe und sonstigen rosa Wolken die Rede, wobei endlose Wiederholungen an der Tagesordnung sind.

Die wahre Mutter Christi, deren Name hier vereinnahmt wird, hat mit diesem halbheidnischen Zauberzirkus nichts zu tun.

Maria hat sich selbst als „die Magd des HERRN“ verstanden und den Höchsten gelobt, weil er „Großen an ihr getan“ hat, denn der göttliche Erlöser hat in ihrem Mutterleib Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist.

Die Erwählte des Ewigen  – vom Engel Gabriel als „Gnadenvolle“ begrüßt  – ist keine Göttin oder Halbgöttin, sondern ein Geschöpf Gottes und die „Gesegnete unter den Frauen“, wie ihre Verwandte Elisabeth sie bezeichnete. Weil der himmlische Vater so gnadenvoll an ihr gehandelt hat, durfte sie in ihrem Magnificat (Lobgesang) ankündigen: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.“

Wer die heilige Jungfrau seligpreist, der bleibt aber nicht bei ihr stehen, sondern lenkt seinen Blick auf GOTT selbst, der Maria alle ihre Gnaden und Vorzüge um Christi willen geschenkt hat.

 

 

 


6 Kommentare on “Wenn Isis und „Maria“ sich vermischen und „Gottvatermutter“ verherrlicht wird…”

  1. Holger Jahndel sagt:

    GfA-Studie des Monats: Religionswissenschaft und Parapsychologie – eine Kontroverse zwischen Mircea Eliade und Ernesto de MartinoAndreas MüllerFacebookTwitterPocketEmailPinterestSMSLinkedInRedditFacebook MessengerWhatsAppTelegramTeilenLesezeit: ca. 2 Minuten In Kooperation mit der Gesellschaft für Anomalistik e.V (GfA) stellt Grenzwissenschaft-Aktuell.de deren Rubrik “Studie des Monats” vor. In diesem Monat geht es um „Religionswissenschaft und Parapsychologie – eine Kontroverse zwischen Mircea Eliade und Ernesto de Martino“ Der Autor der hier vorgestellten Studie des Monats, Flavio Geisshuesler, nimmt eine Kontroverse zwischen den beiden Religionswissenschaftlern Mircea Eliade…Weiterlesen… →

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/gfa-studie-des-monats-religionswissenschaft-und-parapsychologie-eine-kontroverse-zwischen-mircea-eliade-und-ernesto-de-martino20190817/

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/

    Liken

    • Holger Jahndel sagt:

      Die Übertragungen aus der geistigen Welt bzw. deren Klarheit und Qualität und die Erfolge im geistigen Bereich hängen auch vom Zustand der Seele (griechisch Psyche) des Menschen und ihrer Reinheit und Harmonie und Reife und Gesundheit und ihrem seelisch-spirituellen Entwicklungsgrad ab. Siehe dazu auch den Apostel Paulus im Neuen Testament der Bibel zu Körper UND Seele (griechisch Psyche) und Geist, wobei die Seele (griechisch Psyche) zwischen Körper und Geist mittelt und vermittelt bzw. als Mittler und Vermittler tätig ist.
      Ferner Elias Erdmanns freie Online Texte und seinen Aufsatz auch zur 4 bzw. 5 Elemente-Lehre der griechischen Philosophie und der hermetischen Philosophie der Hermetik usw.
      Auch Jesus Christus zitierte schon aus der griechischen Septuaginta Bibel und mindestens einmal den Apokryphen und bestätigte damit deren Bibel-Kanon des Alten Testamentes etwa mit der jüdisch-hellenistischen Weisheitsliteratur aus dem griechisch-ägyptischen Alexandrien. Siehe etwa auch die „Weisheit Salomos“. Auch Justin der Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater verwies schon auf Mercurius zur Logos-Theologie, Mercurius ist der römische Name für den Ägypter Imhotep bzw.griechisch Imuthes oder auch Hermes Trismegistos als dreifachgroßer Hermes und Asklepios bzw. römisch Asklepius und Hermes Trismegistus in der hermetischen Philosophie der Hermatik als Natur- und Religionsphilosophie. Diese theurgischen Praktiken wurden auch in den Asklepien als den nach Asklepios benannten Ärzte Schulen der Antike gelehrt, dort wurden auch Ärzte wie Galen (siehe auch zur Steinheilkunde) und Hippokrates (4 Elemente Lehre) und Celsus ausgebildet. Siehe auch Dionysios Areopagita dazu. Und natürlich Elias Erdmann usw.

      Liken

      • Holger Jahndel sagt:

        06 November 2019, 09:51
        Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch!

        Franziskus: Paulus auf dem Areopag: ein Beispiel für die Inkulturation des Glaubens in Athen. Von Armin Schwibach

        Rom (kath.net/as) „Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromm. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch“ (Apg 17,22-23).

        In der heutigen Katechese zur 34. Generalaudienz des Jahres 2019 setzte Papst Franziskus vor rund 10.000 Pilgern und Besuchern seine Reihe der Betrachtungen über die Apostelgeschichte fort. Vor den Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz widmete er die sechzehnte Katechese dem Thema: „Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. Paulus auf dem Areopag: ein Beispiel für die Inkulturation des Glaubens in Athen“.

        http://www.kath.net/news/69643

        Liken

  2. Jürg Rückert sagt:

    Mir scheint, das Christentum hat oft genug den neuen Wein in alte Schläuche gegossen. Isis, Stern des Meeres, wurde zu Maria, Stern des Meeres. Die Bänder an der Mitra rühren aus vorchristlicher römischer Zeit. Sie waren das Zeichen für prämierte Stiere! Sachkundige können die Reihe fortsetzen.
    In einem Kloster hieß es: Den Nonnen seien die Gesichte und Erhebungen einer Schwester dann doch zuviel geworden und eine Einweisung in eine Psychiatrie sei erfolgt.
    Derzeit kommt die „Causa Manoppello“ wieder hoch (kath.net). Das Gesicht auf dem Tuch soll das des Schweißtuches der Veronika darstellen, ein Mann mit einem spärlichen Bart. Auf dem Turiner Grabtuch, das mir authentisch scheint, etwa 36 Stunden später, ist Jesus mit einem kräftigen Vollbart zu sehen. Es kann sich nicht um den gleichen Mann handeln. Weiß da jemand was?

    Liken

    • Guten Tag,
      es besteht schon noch ein Unterschied zwischen Inkulturation und Synkretismus (Religionsvermischung). Die Inkulturation verändert nicht den Inhalt des Glaubens, sondern übernimmt nur äußere Formen und Brauchtum.
      Was Manopello betrifft, haben wir uns schon längst kritisch geäußert (Stichwort Manopello ins Suchfeld der Startseite eingeben).
      „Kath.net“ ist sowieso unkritisch bei solchen Dingen…..
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Liken

  3. Cornelia Vogt sagt:

    Ich habe die Webseite gerade aufgerufen mal.
    Es liest sich wie das GESETZBUCH, ein heillose PAKET AN ETWAS ANGERATENEM, was GOTT der Dame offenbart haben soll.
    Ihre angebliche Läuterung sowie Reinigung über die JAHRE glaube ich EBENSOWENIG.
    Alles in Allem ein MENSCH, der glaubt, Gott zu DIENEN .
    Mit Schreiben dient man Gott NICHT.
    TATEN DER NÄCHSTENLIEBE WILL ER S E H E N.
    Des Weiteren schreibt sie, GOTT KÖNNE NUR DURCH UNS MENSCHEN WIRKEN.
    Ich verstehe nicht, was für ein Bild sie von Gott hat.
    Die Esoterik bietet dermaßen VIELE Arten an.
    Der WELTBESTE HEILER, SANANDA, beruft sich EBENSO AUF JESUS BEI DESSEN TUN.
    DIESER SIEHT SICH GAR ALS INKARNATION VON JESUS.
    Da verschlägt es einem buchstäblich die Sprache.
    DENN anderseits fühlt er sich angegriffen von bösen Fratzen nachts, laut DESSEN HOCHMÜTIGER SELBSTDARSTELLUNG, WENN NIEMAND HELFEN KÖNNE, DANN E R….GEGEN HONORAR ZUVOR SELBSTVERSTÄNDLICH.
    SONST GEHT GAR NICHTS ERST.
    Ich kenne wohl lange nicht ALLE VEREINIGUNGEN, DIE ES GIBT.
    Die sich bereichern auf Kosten DEREN NÄCHSTEN, D E N E N , DIE SICH BELASTEN EHER DAMIT, ALS DAß ES HELFEN TÄTE.
    ALLE SCHARLATANE HABEN JEDOCH IHRE RECHNUNG OHNE GOTT GEMACHT.

    AUßERDEM HAT MAN E I N HERZ NUR UND KEIN ZWEITES HINTER DEM BRUSTBEIN, WIE DIESE MARIA SICH SICHER IST.
    DAS E I N E HERZ IST MAßGEBLICH FÜR GOTT.
    OB ES VERHÄRTET ODER CHRISTLICH ARBEITET IN WAHRER LIEBE ZU UNSEREM SCHÖPFER.

    Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s