Bauernproteste: „Agrarpaket“ ist ein Schlag für die heimische Landwirtschaft

Heute endet die Agrarministerkonferenz (AMK) in Mainz, auf der sich die Agrarminister und Amtschefs der Bundesländer treffen, um über wichtige Fragestellungen in der Agrar- und Forstwirtschaft sowie der ländlichen Entwicklung zu diskutieren. Begleitet wurde die Agrarministerkonferenz von Protesten von Landwirten aus ganz Deutschland, die sich vor allem gegen das jüngst vorgelegte „Agrarpaket“ der Bundesregierung richteten.

Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, erklärt zu den Protesten:

„Die deutsche Landwirtschaft befindet sich aktuell in einer schweren Krise. Unsere Landwirte müssen mit den niedrigen Weltmarktpreisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse konkurrieren und gleichzeitig hohe Umwelt- und Tierschutzstandards erfüllen, die mit hohen Zusatzkosten verbunden sind.

Erschwerend kommt hinzu, dass es auch im europäischen Binnenmarkt Wettbewerbsverzerrungen gibt. Immer mehr Landwirte werden dadurch ökonomisch in die Enge getrieben. Mehr und mehr landwirtschaftliche Familienbetriebe werden zur Hofaufgabe gezwungen.

Und jetzt noch dieses sogenannte „Agrarpaket“. Was auf den ersten Blick Unterstützung suggeriert, ist in Wahrheit ein neuer Schlag der Bundesregierung gegen unsere heimische Landwirtschaft.

Es geht um das Insektenschutzprogramm, die Tierwohlkennzeichnung und die Umschichtung der Direktzahlungen für 2020. Durch das Insektenschutzprogramm werden viele landwirtschaftlich nutzbare Flächen plötzlich unrentabel und verlieren ihren Wert, da u. a. der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf diesen Flächen verboten werden soll.

Die geplante Tierwohlkennzeichnung wird für keinen einzigen Landwirt zu höheren Erzeugerpreisen führen, da die Absatz- Und Planungssicherheit überhaupt nicht gewährleistet ist. Und die Umschichtung von EU-Fördermitteln in die zweite Säule wird lediglich den Bürokratieaufwand noch weiter erhöhen und dafür sorgen, dass insgesamt weniger Fördermittel beim Landwirt ankommen.

Die Lösung der Bundesregierung für die schwierige Situation und das zunehmende Höfesterben besteht darin, dass sie den Landwirten noch mehr Bürokratie und noch höhere Auflagen zumuten will.

Wir als AfD bekennen uns zur bäuerlichen und regional verwurzelten Landwirtschaft und wollen wieder für verlässliche Planungssicherheit und Rahmenbedingungen sorgen. Anstelle neuer Auflagen und noch mehr Bürokratie brauchen unsere Bauern wieder gesellschaftliche Akzeptanz und faire Erzeugerpreise.“

 


4 Kommentare on “Bauernproteste: „Agrarpaket“ ist ein Schlag für die heimische Landwirtschaft”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Genau genommen muß es heißen: „Agritechnica 2019“

    https://de.sputniknews.com/panorama/20191114325992057-agritechnica-2019-landwirtschaft/

    Digitalisierte Felder und regionale Landwirtschaft – die Agricultura 2019 – Familienbetrieb usw.

    https://de.sputniknews.com/panorama/20191114325992057-agritechnica-2019-landwirtschaft/

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  2. Jutta sagt:

    Allen müsste klar sein; die Bauern ernähren uns. Darum ist kein Beruf so wichtig wie der unserer
    Bauern.
    Aber es wird ihnen nicht gedankt. Manchmal glaubt man, dass die Politiker, alle anderen auch
    glauben, alle Lebensmittel wachsen im Supermarkt.

    Wird es irgendwann zu Engpässen in der Lebensmittelbranche kommen, wenn immer
    mehr Bauern aufhören?

    Gefällt 1 Person

    • Stefan Kunz sagt:

      Es gibt ein Zitat, dessen Ursprung ich nicht mehr recherchieren konnte. Deshalb nenne ich es namenloses Zitat.
      „Wer den Trog kontrolliert (Nahrungsmittelmarkt), kontrolliert auch die Schweine (Bürger)“.
      Und um dem Ganzen noch eines drauf zu setzen, ein von mir persönlich kreierter Spruch: „Das letzte Hobby, was der Mensch sich abgewöhnen wird, ist Essen und Trinken. Und daher wird der Mensch immer erpressbar sein.“

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  3. Stefan Kunz sagt:

    Seit Mitte der neunziger Jahre wird auf Amtswegen die Landwirtschaft bekämpft. Bewusst wurden im Westen erst kleinere Betriebe, dann bundesweit größere in den Bankrott getrieben. Hierfür wurden angeblicher Tierschutz, angeblicher Umweltund Naturschutz als Waffe benutzt.
    Ziel war, Platz für Investoren zu schaffen, Land als Kapitalanlage.
    Hierbei wurde über Subventionierung eine bessere Verzinsung geschaffen, als sie am Kapitalmarkt zu erzielen gewesen wäre. Des Weiteren wurden auf diesem Weg gezielt nachfolgende Witschaftsbereiche dezimiert.
    Der so angerichtete Schaden ist nicht mehr wirklich gut zu machen, und wenn, wird das sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.
    Nebenbei angerichtete Schäden werden mittlerweile gezielt verschleiert, das sogenannte Insektenschredern oder das Vögelsterben durch WKA wird bewusst hochgeschraubt, um vorher entstandene Fehler zu verstecken.

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