Münster: Bischof Genn will mit feministischer „Maria 2.0“ weiter im Gespräch bleiben

„Wir bleiben miteinander im Gespräch“, verspricht Bischof Felix Genn den Damen der bundesweiten Intiative „Maria 2.0“, die in der Pfarrei Heilig Kreuz in Münster ihren Ursprung hat, weiß der Pressedienst des Bistums Münster am 26.9.2019 zu berichten.

Dr. Felix Genn (siehe Foto) erklärt weiter: „Die Bewegung hat gezeigt, dass viele Frauen, die bisher nicht sprechen konnten, jetzt gesprochen haben.“

Hat es ihnen bislang die Sprache verschlagen  –  oder mussten sie sich erst verbal aufrüsten (lassen) durch Vorreiter[innen] ihrer Verbände, die „mehr Demokratie, Transparenz und Gerechtigkeit [fordern], um unheilvolle Strukturen aufzubrechen“?

In welchem Verhältnis steht dazu die „Sorge engagierter Frauen und Männer um die Zukunft der Weitergabe eines lebendigen Glaubens auch an die nächsten Generationen“? Bedarf es da einer „Machtverteilung“? Wo bleiben Gebet, würdige Feier der Liturgie und Einsatz für glaubenstreuen und fundierten Religionsunterricht und Katechese?

Wie will man sich auf diesem Hintergrund „von der Frohen Botschaft, das [sic!] Zentrum des christlichen Glaubens“ leiten lassen?

Hat Jesus Christus denn ein „synodales Mitwirkungsgremium“ geschaffen? Sind die Apostel auf sein Geheiß hin nicht „ohne Geldbeutel und zweites Hemd“ hinausgezogen und für ihren Einsatz zu Tode gemartert worden? 

Konnten sie sich auf Steuer-Pfründe stützen, die sie den Kirchenmitgliedern „abgezwungen“ haben? Oder hat etwa ein hl. Petrus Canisius erst eine kirchliche Gemeinschaft zum Zweck der Kirchensteuerzahlung gegründet, um dann mit diesen Geldern seinen Katechismus zu finanzieren als Grundlage seiner Arbeit gegen den massenhaften Abfall der Menschen vom katholischen Glauben?

BILD: Proteste von „Maria 2.0“ in Münster gegen die „patriarchalische“ Kirche

Es wird höchste Zeit, dass diesen innerkirchlich „Macht ertrotzenden“ Damen seitens der Bischöfe die geldlichen Subventionen gestrichen werden, damit diese lernen, dass allein ihr uneigennütziger persönlicher Einsatz dem Auftrag Jesu, „der Weitergabe des lebendigen Glaubens“ zu dienen, gerecht wird  – und zwar im Verzicht auf Ansehen und „Macht“ und ohne zuerst zu verlangen, dass man seitens der Hierarchen finanziell „ausgehalten“ wird!

Wer glaubt, in der Kirche Macht beanspruchen zu dürfen, sollte erst bewiesen haben, dass es ihm mit einem Leben aus dem Glauben nach dem Vorbild des HERRN und Seiner heiligsten Mutter erkennbar ernst ist.

Es muss Schluss sein mit der Banalität zeitgeistiger Plattitüden und Worthülsen, die im Grunde nur den Glauben der Kirche aushöhlen und verflachen (wollen).

BILD: Gertrud Dörner ist Vorsitzende der „Marianischen Liga“ und widerspricht Bischof Genn

Die Initiator[inn]en sollten die Kirchengeschichte zur Kenntnis nehmen, und dort gerade die Frauen, große Heilige, die mit bescheidensten materiellen Mitteln im Vertrauen auf Jesu Zusage dauerhaften Beistands großartige Werke geschaffen haben. Die wirklichen „Machthaber“ der Kirche sind eben nur die Heiligen!

Für uns gilt das Wort des HERRN: „Geh und handle genauso“! Denn nur eins ist wichtig: Jesu Wort zu hören und zu befolgen!

Reinhard Dörner, Vorsitzender des Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen eV.
Gertrud Dörner, Bundesvorsitzende der Marianischen Liga eV.

 


3 Kommentare on “Münster: Bischof Genn will mit feministischer „Maria 2.0“ weiter im Gespräch bleiben”

  1. gerd sagt:

    Ich weiß genau, mit wem der Bischof nicht (!) ins Gespräch kommen will.

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  2. Thomas May sagt:

    Die Initiator(inn)en von „Maria 2.0“, ihre Anhängerinnen und Mitläuferinnen haben das Wesen der katholischen Kirche überhaupt nicht begriffen.
    Da fehlt es vielfach am Grundsätzlichen: an Grundwissen über den Glauben und den Aufbau der Kirche, an Glaubensbildung schlechthin, am Verständnis der Sakramente, an regelmäßiger Gottesdienst- und Gebetspraxis einschließlich Beichte und eucharistischer Anbetung, an Ehrfurcht vor dem Heiligen, an Kenntnis und Achtung der unverrückbaren Glaubensinhalte, die zu den „Basics“ der Kirche gehören.
    Wie will der Bischof mit Leuten „im Gespräch bleiben“, wenn es gar keine beiderseits akzeptierte verbindliche Gesprächsgrundlage, das Depositum Fidei (an das alle Gläubigen gebunden sind), gibt?
    Welche der Damen hat jemals den Katechismus der katholischen Kirche (1992) in der Hand gehabt? Darin geblättert oder gar gelesen? Und zur Kenntnis genommen, dass dessen Kernaussagen nicht verhandelbar sind?
    Bei einem solchen „Gespräch“ kann daher nichts Fruchtbares herauskommen.
    Aufgabe von Bischof Dr. Genn wäre es, die trotzigen Frauen, die ihre Mitgliedschaft in der Kirche über Teilhabe an Macht definieren wollen, in die Schranken zu weisen und ihnen – wie Jesus den Jüngern, die wissen wollten, wer der Größte im Himmelreich sei – unmissverständlich klarzumachen: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“ (Mt 18,3).

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    • gerd sagt:

      „Die Initiator(inn)en von „Maria 2.0“, ihre Anhängerinnen und Mitläuferinnen haben das Wesen der katholischen Kirche überhaupt nicht begriffen.“

      Das wäre nicht so tragisch. Wenn allerdings ein Bischof vom Wesen der katholischen Kirche nix mehr weiß, dann ist das eine Katastrophe.

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