Familienverband fordert Wahlrecht ab Geburt

Der Deutsche Familienverband (DFV) fordert eine konsequente Änderung des Wahlrechts, bei der alle Staatsbürger/innen und Staatsbürger berücksichtigt werden.

Im Grundgesetz Artikel 38 Absatz 1 ist die Allgemeinheit und Gleichheit der Wahl festgelegt. Tatsächlich werden Kinder und Jugendliche vom Wahlrecht ausgeschlossen.

Ein Gesetzesentwurf der Grünen sieht vor, dass bei Bundestags- und Europawahlen auch 16-Jährige wählen dürfen.

Der DFV setzt sich dafür ein, dass grundsätzlich alle Kinder das Wahlrecht erhalten: „Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Kein Minderjähriger darf zum Bürger zweiter Klasse degradiert werden“, so DFV-Gerschäftsführer Heimann.

Der DFV fordert ein Wahlrecht ab Geburt und damit ein wirklich allgemeines Wahlrecht.

„Der Gesetzesentwurf der Grünen vergisst, dass Eltern gemäß Grundgesetz die natürlichen Interessensvertreter ihrer Kinder sind. Nehmen Eltern das Wahlrecht ihres Kindes stellvertretend  –  als Recht des Kindes, nicht als eigenes  –  wahr, müssen sie sich am Wohl des Kindes orientieren“, sagt Heimann.

Bei dieser Regelung erlischt das stellvertretende Wahlrecht, sobald das Kind wahlmündig ist: „Das Wahlrecht ab Geburt verhilft 13 Millionen Kindern und Jugendlichen zur notwendigen Mitsprache“, so Heimann.

Mit der Kampagne „Nur wer wählt, der zählt!“ macht sich der DFV für das Wahlrecht ab Geburt stark. Neben verschiedenen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft steht Bundesfamilienministerin a.D. Renate Schmidt dem DFV als Schirmherrin zur Seite.

Weiterführende Infos: http://www.wahlrecht.jetzt

HINWEIS: Diesen Vorschlag „Wahlrecht ab Geburt“ hat Erzbischof Johannes Dyba (Fulda) schon in den 90er Jahren in die öffentliche Debatte eingebracht.

Auch der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof und der Katholische Familienbund in Bayern plädieren für ein Familienwahlrecht: http://www.familienbund-bayern.de/13347/13235.html

Foto: Dr. Edith Breburda


14 Kommentare on “Familienverband fordert Wahlrecht ab Geburt”

  1. @ Bernhard
    Es bleibt natürlich jedem unbenommen, die Augen fest geschlossen zu halten, bis die Entwicklung dann wirklich für jeden erkennbar wird.

    Liken

  2. Bernhard sagt:

    Das Problem, dass ich an der Sache vor allem sehe, ist dass es Familien entzweien kann, wie in den Kommentaren schon angedeutet wurde. Wenn der 14-jährige Sprössling die Grünen wählen möchte, die Eltern in seiner Vertretung aber etwas anderes, dann ist der Konflikt vorprogrammiert.

    Und ich wette, dass dann die „Kinderrechts“-Befürworter die stellvertretende Wahl durch die Eltern auszuhebeln versuchen werden.

    Liken

  3. Über den Repräsentationsgedanken des Parlamentarismus kann man getrost noch Dutzende juristischer Dissertationen schreiben, ohne das Thema auch nur annähernd zu erschöpfen. Unzählige Parameter sind abzuwägen und einzubeziehen oder nicht: Lebensalter, Reifegrad, Staatsbürgerschaft, Zurechnungsfähigkeit usw. Da ist das Lebensalter nur ein Punkt – rechtlich durchaus diskutabel, obgleich mir wohl auch mehr Argumente dagegen als dafür einfallen würden.
    Aber man kann darüber nachdenken.
    Dabei sollte man allerdings nicht aus den Augen verlieren, das Frauen „mit Migrationshintergrund“ (und deutschem Pass) statistisch mehr Geburten haben als solche ohne.
    Und die Einbürgerungsfreude der Politik wird sicherlich nicht ab-, sondern stark zunehmen, Stichwort „Integration und Gleichberechtigung“. Ein Familienwahlrecht könnte unter den aktuellen Umständen einem gesellschaftlichen Brandbeschleuniger gleichkommen.

    Liken

    • Bernhard sagt:

      … Wobei man festhalten muss, dass es heutzutage keine islamische Partei gibt. Inwieweit ist das Wahlverhalten von eingebürgerten Migranten heutzutage gefährlich?

      Außerdem sehe ich es kritisch, dass Wahlalter nach den zu erwartenden Ergebnissen zurechtzumodeln. Dazu gehört auch die Absenkung des Wahlalters auf 18 Jahre anno dazumal (aber das ist ein anderes Thema).

      Liken

      • Sie sind nicht auf dem Laufenden. Eine „Migrantenpartei“ in Form der Partei „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ gibt es nun schon seit immerhin 9 Jahren, nämlich seit 2010. Bei der Europawahl lag sie bei mit 68.654 Stimmen vor Bündnis C mit 66.228 Stimmen. Laut Wikipedia „eine der ersten von Muslimen gegründeten Parteien Deutschlands und beabsichtigt, sich insbesondere für die Interessen von Migranten und deren gesellschaftliche Integration in Deutschland einzusetzen“.

        Wirksamer als die BIG-Stimmen sind aber die bekannten Affinitäten von eingebürgerten Türken und EU-Zuwanderern für rot/grüne Politik (https://demokratie.agaby.de/fileadmin/agaby/AGABY_Website/Kampagne_KKW/NEU_KKW_Aktuelles/PB_Parteipraeferenzen.pdf) und die daraus resultierenden Wahlergebnisse. Wobei der angesprochene „Brandbeschleuniger“ des Kinderwahlrechts natürlich dann auch zugunsten von Rechtsaußen-Gruppierungen wirken würde, da bis in die bürgerliche Mitte Panik angesichts der drohenden Marginalisierung an der Wahlurne Platz greifen könnte.

        Liken

      • Bernhard sagt:

        Naja, das Bündnis C ist ja eine minikleine Partei, und jenes obskure„Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ folglich auch.
        Ich will nicht ausschließen, dass es in Zukunft anders aussehen wird, aber im Moment besteht da wirklich keine Gefahr. Und in Frankreich, das in dieser Hinsicht schon wesentlich „weiter“ ist (französische Staatsbürger mit muslimischem Glauben gibt es viel mehr als deutsche) ist es auch nicht so, dass eine muslimische Partei das „Rennen“ machen würde.

        Auch sollte meiner Meinung nach eine Absenkung des Wahlalters aufgrund von Sachfragen entschieden werden, und nicht nach dem zu erwartenden Wahlergebnis, wie ich oben schon ausführte.

        Ich bin auch eher gegen ein Wahlrecht ab null Jahren, aber aus anderen Gründen.

        Liken

  4. Jutta sagt:

    Abgesehen davon, das könnte später Familien entzweien.
    Die Familie hat für das arme Kind die Grünen gewählt. Das Kind
    ist für eine andere Partei und erfährt von den Grünen.
    Schon ist die Familie kaputt.
    Ganz gefährlich. Und Lügen will auch keiner.

    Liken

  5. Jutta sagt:

    Wahlrecht für Babys und Kinder empfinde ich als einen Witz.
    Ich finde auch 16 Jahre zum wählen viel zu jung.
    Und natürlich wählt später das Kind für die demente Mutter.
    Ich denke, das passiert schon häufig und das finde ich auch nicht richtig.

    Und wenn ich an die vielen Moslems mit vielen Kinder denke und dann das…..
    Neee, danke.

    Liken

  6. Cornelia Vogt sagt:

    Ich habe früher nach bestem Wissen und Gewissen gewählt, sah es als meine PFLICHT.
    Wohin das GEFÜHRT HAT, SIEHT MAN HEUTE.
    Eltern von heute sind nicht mehr gefragt.
    Der Staat entscheidet, WILL entscheiden zu haben.
    Es wäre ein ZUCHTHAUS IM WAHREN SINNE DIESES VOKABULARES Z U C H T HAUS.
    SPUREN IM SINNE DER REGIERUNG.

    Liken

  7. idiotxxl GK sagt:

    Herr Dyba war für mich nie Vorbild. Frau Schmidt möchte sicher wieder mehr ins Rampenlicht, anders kann ich mir diese Denkweise nicht erklären. Was ist das für eine Demokratie, die beginnt zu manipulieren. Sobald die Kinder Volljährig sind, steht ihnen zu ihre Meinung a u c h durch eine Wahl zu bestätigen! Wenn sie vorher wählen könnten, brauchten sie auch keine Vormund für andere Belange oder ihre Eltern müßten stetig für sie sprechen. Wenn jemand an stelle der Person, die ihr Kreuz auf dem Wahlzettel macht, würde ich diese Zettel für ungültig erklären. z.B. Vater will links wählen , Mutter will rechts und das Kind eventuell liberal wählen, was gilt dann? Wohin driftet unsere Demokratie???

    Liken

  8. Anonymous sagt:

    Wie armselig ist das denn? Aus meiner Sicht Betrug und Manipulation, denn ein Kind kann in diesem Alter nicht entscheiden. Ergo, sollte man die Gesetze auch nicht ändern, sondern abwarten bis das Alter zur e i g e n e n Entscheidung erreicht ist!

    Liken

    • Guten Tag,
      haben Sie nicht gelesen, daß die ELTERN in diesem Falle das Wahlrecht ihrer Kinder stellvertretend wahrnehmen?!
      Eltern können auch in anderen Bereichen für ihre Kinder handeln – so sind es z.B. die Eltern, die entscheiden, ob ihre Kinder fotografiert werden dürfen usw.
      Der bekannte Verfassungsrechtler Paul Kirchhof ist sicher kein Dummkopf – auch er unterstützt die Idee, ebenso der kath. Familenbund in Bayern: http://www.familienbund-bayern.de/13347/13235.html
      Niemand muß den Vorschlag gut finden, aber eine sachliche Tonlage wäre recht angebracht.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Liken

  9. Pauline G sagt:

    Was für ein Quatsch! Als ob Säuglinge oder Kleinkinder oder schon 14jährige ein einigermaßen realistisches Urteilsvermögen haben! Grün-linke Eltern werden das in ihrem Sinn ausnützen! Dass Renate Schmidt so etwas unterstützt? Dümmer geht’s nimmer.

    Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s