Unionsfraktion begrüßt Sacharow-Preis an inhaftierten Wissenschaftler Ilham Tothi

Das Europäische Parlament verleiht dem zu lebenslanger Haft in China verurteilten uigurischen Wissenschaftler Ilham Tothi den Sacharow-Preis für geistige Freiheit.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Mit der Wahl des Sacharow-Preisträgers sendet das Europäische Parlament ein starkes Signal insbesondere an Chinas kommunistische Führung. 

Die CDU/CSU-Fraktion unterstützt nachdrücklich die damit verknüpfte Forderung, den uigurischen Wissenschaftler Ilham Tothi umgehend aus der Haft zu entlassen.

China bleibt aufgefordert, die Menschenrechte der religiösen Minderheiten –  der uigurischen Muslime, der tibetischen Buddhisten oder der Christen –  anzuerkennen und die unmenschlichen Repressionen gegen sie endlich zu beenden.

Ilham Tothi würdigen wir mit Blick auf seinen großen Einsatz für das gegenseitige Verständnis der Minderheit der Muslime und der Mehrheit der Han-Chinesen. Der Wissenschaftler steht für die Kraft der Menschenrechte und Grundfreiheiten.“

Hintergrund:

Andrej Sacharow, russischer Atomphysiker und Bürgerrechtler, erhielt 1975 für sein Engagement den Friedensnobelpreis. Seit 1988 fördert das Europäische Parlament durch die Verleihung des Sacharow-Preises die Menschenrechte. Es vergibt diese Auszeichnung an Personen, die sich in besonderer Weise für Menschenrechte, den Schutz von Minderheiten und die Achtung des Völkerrechts einsetzen.


Befreiung von der Macht der Sünde führt zur Heiligung und zum ewigen Leben

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Röm 6,19-23.

Wegen eurer Schwachheit rede ich nach Menschenweise:
Wie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Ungerechtigkeit gestellt habt, so dass ihr gesetzlos wurdet, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit, so dass ihr heilig werdet.
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Denn als ihr Sklaven der Sünde gewesen seid, da wart ihr der Gerechtigkeit gegenüber frei. Welchen Gewinn hattet ihr damals? Es waren Dinge, deren ihr euch jetzt schämt; denn sie bringen den Tod.
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Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Knechten Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus, unserem HERRN.
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Neues christliches Mädchen-Magazin gestartet

Auf der Reise in die Erwachsenenwelt werden Mädchen mit vielfältigen Fragen konfrontiert. Die neue Zeitschrift Sis möchte Mädels ab 12 Jahren wie eine große Schwester zur Seite stehen. Gleichaltrige berichten aus ihrem Leben –  nach dem Motto „sisters inspire sisters“.

Außerdem gibt es neben Interviews mit christlichen Musikern und Künstlern aktuelle Themen und Kreativ-Ideen.

Am 25. Oktober erscheint die erste Ausgabe mit einem Titel-Interview mit den Instagram-Stars Lisa und Lena.

Die Erstausgabe greift besonders die Themen Begabung und Freundschaft auf. Zu Wort kommen neben den bekannten Zwillingen Lisa und Lena und der Sängerin Jennifer Pepper weitere junge Frauen. Zum Beispiel schildert ein Mädchen, wie sie mit dem Thema Alkohol umgeht.

In der Rubrik „Let’s talk“ dürfen die Leserinnen ihre Lebens- und Glaubensfragen loswerden.

Das Anliegen von Sis ist, dass Mädchen ihren Wert entdecken, im Glauben wachsen und ihr Leben selbstbewusst gestalten.

Sis ist das erste christliche Mädchen-Magazin in Deutschland, Österreich und der Schweiz und es wird von der evangelikalen Lydia-Redaktion (Gerth Medien) herausgegeben. 

Gratis-Probehefte zum Kennenlernen gibts bei Clarissa Gröschen: groeschen@gerth.de
Telefon: 0 64 43 – 68 16 / Fax: 0 64 43 – 68 68 11


Oberschwaben: Feierliche Choralmesse in Wolfegg am Samstag, den 26. Oktober

Sinn und Bedeutung des Gregorianischen Chorals

Die Weingartener Choral-Schola singt am Samstag, dem 26. Oktober 2019, um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Katharina in Wolfegg lateinische Lieder in der Abendmesse, die von Pfr. Klaus Stegmaier zelebriert wird.

Eine Choralschola (lateinisch: schola cantorum: „Sängerschule“) ist ein Chor, der in der Liturgie den einstimmigen Gregorianischen Choral singt.

Häufig wird in liturgischer Kleidung gesungen, z.B. in schwarzem Talar und weißem Rochett.

In Weingarten entstand die etwa acht bis zehn Männer starke Schola (siehe Foto) zur Unterstützung des klösterlichen Mönchsgesangs zu Beginn des neuen Jahrtausends.

Seit der Auflösung des Benediktinerklosters 2010 wird in der barocken Basilika die sonntägliche Frühmesse  – entsprechend dem früheren Konventamt (Gemeinschaftsmesse der Mönche) –  als Choralamt gefeiert.

Gelegentlich gestaltet die Choralschola neben der Messe auch eine gesungene Vesper mit. Dabei ist die Akustik in der dreischiffigen Basilika von Weingarten ein besonderes Klangerlebnis.

Der musikalische Leiter, Stephan Debeur, hat in Aachen Gregorianik studiert und ist ein profunder Kenner dieses Gesangs.

Die liturgischen Teile der Messe (Ordinarium), die im gesamten Kirchenjahr immer gleich bleiben, werden meist im Wechsel zwischen der Choralschola und der Gemeinde gesungen und sind im „Gotteslob“ der Diözese vorhanden.

BILD: Regensburger Sängerknaben bei der Weihnachtsmesse im Dom St. Peter

Einige Teile des Propriums, also die Teile der Messe, die sich je nach Tag des Kirchenjahres und Anlass der Messe ändern, werden üblicherweise antiphonarisch, d.h. im Wechsel zwischen einem oder mehreren Kantoren und der Schola gesungen (so Introitus mit Psalm, Graduale, Sequenz, Ruf vor dem Evangelium und Communio mit Psalm).

Es ist auch möglich, dass zwei Gruppen der Schola im Wechsel singen. Andere Teile des Ordinariums werden von der gesamten Schola gesungen, wie Tractus und Offertorium.

Auch wenn Latein keine Umgangssprache mehr ist, so ist es vielmehr der Gesang, der eine geistliche Stimmung hervorbringt, also eine dem kirchlichen Festkreis gebührende Würdigung der liturgischen Feier.

So wird das mysterium fidei, das Geheimnis des Glaubens erfahrbar, wie es fast unverändert seit über 1500 Jahren   –  zur Zeit der ersten Klostergründungen in Oberschwaben – üblich war.

Text: 1. Teil und Schluß: Alexander Hepp – 2. Teil: Wikipedia – Fotos: A. Hepp und Bistum Regensburg


Jüdischer Komponist Boroda erhielt hohe literarische Auszeichnung in Georgien

Von Felizitas Küble

Der jüdische Komponist und Schriftsteller Dr. Moisei Boroda aus Georgien, der seit langem in Herne lebt, erhielt im Sommer dieses Jahres eine Auszeichnung des katholischen August-Benninghaus-Kreises, weil er sich seit Jahrzehnten   –  vor allem durch bewegende Gedenkveranstaltungen  – aktiv für die Würdigung christlicher Märtyrer in der NS-Diktatur einsetzt.
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Besondere Wertschätzung erfahren bei ihm katholische Priester wie z.B. Karl Leisner oder der Jesuitenpater August Benninghaus, die beide aus Nordrhein-Westfalen stammen und in der NS-Zeit mutig mit ihr Leben wagten. (Näheres über jene Preisverleihung hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/07/24/ankum-juedischer-autor-moisei-boroda-erhielt-den-christlichen-august-benninghaus-preis/)
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Am 10. Oktober 2019 erhielt der Musikwissenschaftler erneut einen Preis, diesmal in Georgien – und zwar eine angesehene Literatur-Auszeichnung (nicht die erste):
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Der Ivane-Machabeli-Preis wurde ihm in Tbilisi (Tiflis) vom kreativen Verband georgischer Schriftsteller verliehen. Gewürdigt wurde seine erfolgreiche und ehrenamtliche Wirksamkeit für die georgisch-deutschen Literaturbeziehungen.
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Der jüdische Autor, der mit einer orthodoxen Christin verheiratet ist (siehe 2. Foto), engagiert sich nicht nur für deutsch-georgische Kontakte, sondern auch für die jüdisch-christliche Verständigung.
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Die Preisverleihung fand im Rahmen eines feierlichen Literatur-Musikabends im Jüdischen Museum statt. Dabei ging es um seine Übersetzung eines Poems von Vazha Pschavela   –  einem großen Dichter des 20. Jahrhunderts  –  ins Hebräische.
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BILD: Dr. Boroda mit seiner Frau Sofia und Pater Adam
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Für Dr. Boroda kam diese Würdigung völlig überraschend. Er und seine Frau waren zu der Veranstaltung als „normale“ Teilnehmer eingeladen worden.
Als er sich innerlich ergriffen für die Auszeichnung bedankte, konnte er die Tränen kaum zurückhalten.

Der orthodoxe Dichter und Archimandrit (Klostervorsteher bzw. Abt) Adam las aus seinen Gedichten vor (siehe 2. Foto rechts).

Ebenso erklangen Kompositionen und Prosatexte in georgischer Sprache von Dr. Boroda. Zu den vorgetragenen Musikstücken gehörte „Avharachamim“, „Schön ist die Welt“, „Glöckchen-Walzer“ (aus dem Zyklus „Sieben georgische Variationen über ein deutsches Thema“), „Sephardisches Lied“ und „Arioso dolente“.

Beide Vorführungen fanden beim Publikum ein „überaus positives Echo“, wie es in einem Zeitungsbericht heißt.

Der Abend wurde eröffnet von Museumsdirektor Prof. Givi Ghambashidze, vom Vorsitzenden des Museumsrates, Jamlet Khukhashvili, und von der Präsidentin der Internationalen Vereinigung georgisch-jüdischer Frauen, Eva Babalashvili (siehe 1. Foto).

Unser Autorin Felizitas Küble leitet hauptamtlich den KOMM-MIT-Jugendverlag in Münster und ehrenamtlich das Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt