Abschiebung stoppen: Christlicher Konvertit aus dem Iran extrem gefährdet

Der christliche Konvertit Yousef Ghaderi darf nicht abgeschoben werden. Der Iraner kam im Dezember 2015 als politischer Flüchtling nach Deutschland. Er wurde im Iran verfolgt, weil er sich journalistisch für Menschenrechte und die Rechte der Kurden im Iran eingesetzt hat. Am 25. November 2018 ließ er sich in einer Kirchengemeinde in Frankenwald aufgrund seines Glaubens an Christus taufen.

Seine Asylanträge sind alle abgelehnt worden, ohne eine Anhörung der vorgebrachten Argumente, die eindeutig für einen positiven Bescheid stimmen. Im Iran drohen Konvertiten lange Haft, Folter und die Verbannung.

Martin Lessenthin, der Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), fordert Bundesinnenminister Seehofer und den bayerischen Innenminister Herrmann auf, die Abschiebung zu Ende November 2019 zu stoppen und das Asyl-Verfahren neu aufzunehmen.

Im Iran ist Yousef Ghaderis Leben in Gefahr.

Nach dem im Jahr 2013 in Kraft getretenen „neuen“ Islamischen Strafrecht, ist nach Art. 225.7 und 225.8 “Die Bestrafung für einen (…) [männlichen] Apostaten (…) der Tod”. “Die Höchststrafe für abtrünnige Frauen (…) ist lebenslängliche Haft. Während dieser Strafe werden ihr auf Anweisung des Gerichts erschwerte Lebensbedingungen bereitet und es wird versucht, sie zum rechten Weg zu geleiten, und sie wird zum Widerruf ermutigt.”

Der Gründer der Islamischen Republik Iran, Ajatollah Ruholla Khomeini, hat diese “erschwerten Lebensbedingungen” präziser formuliert: “An den fünf täglichen Gebetszeiten muss sie ausgepeitscht werden, und ihre Lebensqualität und die Menge des Essens, der Bekleidung und des Wassers muss herabgesetzt werden, bis sie Reue zeigt.”

Der Hintergrund für dieses Gesetz ist die klassische islamische Auffassung, dass der Abfall vom Islam ein todeswürdiges Verbrechen gegen Gott und die islamische Gemeinschaft sei. Mit der Einführung der Scharia im März 1979 ist diese Rechtsauffassung zu geltendem Recht geworden. Apostasie, der “Abfall“ vom Glauben, gilt im Iran seit der Gründung der Islamischen Republik im Jahr 1979 als ein schwerwiegendes “Verbrechen”, wenn es sich um den Abfall vom Islam handelt.

Die Islamische Republik Iran diskriminiert die alteingesessenen christlichen ethnischen Minderheiten. Sie duldet aber deren kirchliches Leben – mit der strikten Einschränkung, dass sie niemals (ehemalige) Muslime aufnehmen oder versuchen, Muslime missionarisch zu erreichen. Konvertiten zum Christentum sind daher völlig auf sich gestellt. Sie bilden im Untergrund eigene Hauskreise und kleine Gemeinden, in denen sie unter sich bleiben.

Hier geht es zum Appell der IGFM für Yousef Ghaderi: www.menschenrechte.de/yousef-g-abschiebung-stoppen/


5 Kommentare on “Abschiebung stoppen: Christlicher Konvertit aus dem Iran extrem gefährdet”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Jihad Watch by Robert Spencer, zu Islam und Islamismus und Islamisten und Sharia und Dschihad http://www.jihadwatch.org siehe auch die Artikel des Gatestone Institutes

    http://www.jihadwatch.org siehe auch das Gatestone Institut und seine Artikel, BLOG

    Zuerst! Magazin

    http://www.zuerst.de

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  2. Myras sagt:

    Es ist unfassbar, dass Christen in den Iran abgeschoben werden. Das Misstrauen gegenüber Konvertiten, dass ihre Konversion nur vorgetäuscht ist, kann es wohl nicht allein sein. Ich verstehe nicht, dass die Bundesregierung dies nicht unterbindet. Was sind die wahren Gründe? Wo bleibt Herr Seehofer???

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  3. Konnersreuther sagt:

    Wenn es sich lediglich um einen christlichen Konvertiten handelt, wird sich die Abschiebung vielleicht nicht stoppen lassen. Anders sähe es aus, wenn die Person in unserem Land schon mehrfach straffällig geworden wäre (Körperverletzung, Raub, Diebstahl und Drogenhandel). Erfahrungsgemäss wäre dann niemand an seiner Abschiebung interessiert und er könnte wie so viele Asylsuchende problemlos hierbleiben…….Wir möchten keine konvertierten Christen hier, wir möchten lieber ´Mehrfachstraftäter auf unbegrenzte Zeit (oder besser für immer) aufnehmen.
    Die Welcome-Kultur ist nämlich nicht an echten Asylgründen interessiert.

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    • Pauline G sagt:

      Sie haben VOLLKOMMEN recht! Zu diesem ach so „humanitären“ Land passt das – wo bleibt Pro Asyl, wo all die christlichen Gutmenschen??

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