Freiburg: Fachschaft Katholische Theologie wirbt mit Karl Marx als „Jesus“

Von Felizitas Küble

Bei der Fachschaft Katholische Theologie in Freiburg (Schwarzwald) ist man Kummer gewohnt  – etwa als dort unlängst für Maria 2.0 mit einem sexistischen Motiv bei der Darstellung der Madonna „geworben“ wurde. (Siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/?s=freiburg+maria)
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Damit nicht genug, geht diese Theologenschaft jetzt  einen provokanten Schritt weiter und verunglimpft den auferstandenen Christus (siehe Foto).
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Das Reklameplakat für einen Vortrag des häretischen Professors Magnus Striet am 18. November in Freiburg zeigt die Figur  Jesu mit einer siegreichen Auferstehungsfahne in der Hand – sein Gesicht ersetzt durch das Konferfei von Karl Marx. In der weißen Fahne ist das marxistische Hammer-und-Sichel-Symbol enthalten.
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„Wäre Jesus Sozialist gewesen?“ – so lautet der Titel des Referats von Dr. Striet – wobei Marx allerdings nicht „nur“ Sozialist war, sondern Kommunist (so heißt auch sein bekanntes Manifest).
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Man stelle sich nur vor, rechtsradikale Gruppen würden einen Vortrag zum Thema „Wäre Jesus ein Nationalsozialist gewesen?“ organisieren und das Haupt Christi durch ein Bild von Hitler oder Goebbels austauschen – die Empörung wäre zu Recht sehr groß.
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Passenderweise erwähnt das Plakat  – sei es als Reklame, sei es als Mit-Organisator – links unten auch die Jungsozialisten (Hochschulgruppe Freiburg) mit ihrem Logo. Dieser SPD-Jugendverband ist schon lange mehr marxistisch als sozialdemokratisch orientiert. Er wirbt jedenfalls begeistert für die Veranstaltung: https://www.facebook.com/JusoHsG.Freiburg/photos/gm.930935243950529/10159069117394816/?type=3&theater
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Man kann wohl davon ausgehen, daß Prof. Striet darüber im Bilde ist, auf welch blasphemische Weise für seinen Vortrag geworben wird. Andernfalls hätte er sich von diesem Plakat öffentlich distanzieren können.
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Zudem ist Bischof Burger von Freiburg jetzt gefordert   – immerhin handelt es sich hier um eine katholische Theologenschaft, was ihn als verantwortlichen Oberhirten durchaus etwas angeht.
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Es gibt kaum ein grundlegendes Glaubensdogma, das Prof. Striet nicht leugnet – siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/05/15/absurde-welten-ein-katholischer-theologe-leugnet-das-abc-des-christentums/

8 Kommentare on “Freiburg: Fachschaft Katholische Theologie wirbt mit Karl Marx als „Jesus“”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Konstruktivismus – Was ist das? / von Dr. Christian Weilmeier

    https://gloria.tv/post/wY6rFc8DYAga4gVCcw4zwW2YF

    https://gloria.tv/

    Im Video erkläre ich mit einfachen Worten, was der Konstruktivismus ist und warum er (leider) eine solche Bedeutung für die heutige Zeit hat. Hier mein Video zum Universalienstreit/Universalienproblem: http://www.youtube.com/watch In Zukunft nichts verpassen und am besten gleich meinen YouTube-Kanal abonnieren: http://www.youtube.com/channel/UCF-fARvx7EsrUa… Die Facebook-Seite zum Kanal: http://www.facebook.com/philosophievideos/
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    Siehe auch das Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz zum Konstruktivismus und Psychologie

    http://www.zeit-fragen.ch

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  2. Bernhard sagt:

    In manchen Punkten gehen meine Gedanken in die Richtung wie die von „Anonymous“.

    Dieses Bild ist natürlich provozierend gemeint. Provokation war schon immer ein Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und der Titel des Vortrags ist als Frage formuliert. Die Antwort muss natürlich lauten: nein, Jesus war kein Sozialist. Es kommt also darauf an, was Herr Striet in seinem Vortrag vorbringt.

    (noch ein paar Anmerkungen: Der Begriff „Sozialismus“ ist sehr unscharf. Die kommunistischen Parteien nannten ihre Diktatur „Sozialismus“; es gab die französischen Sozialisten, deren Zielsetzung keineswegs eine Diktatur der Partei war; und die Zielsetzungen der sozialdemokratischen Parteien vieler Länder könnte auch als „Sozialismus“ bezeichnet werden. Alfred Delp entwickelte eine Gesellschaftsordnung und nannte sie „personaler Sozialismus“. Seine Vorstellungen fanden sich über weite Strecken in der sozialen Marktwirtschaft wieder.
    Wenn Jesus mit Stalin (oder auch mit Lenin) gleich gesetzt worden wäre, wäre das tatsächlich eine bodenlose Frechheit gewesen, und vielleicht auch Blasphemie.
    Marx war natürlich Atheist, und seine Lehre ist mit dem Christentum unvereinbar; es gibt aber keine direkte Linie von Marx über Lenin zu Stalin.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Bernhard:

      Es gab beispielsweise auch Pierre Proudhon und den Freiwirt Prof. Johannes Ude, ein guter Katholik und Lebensreformer, und es gab Prof,. Gustav Ruhland als National-Ökonom bzw. Volkswirt und Historiker und es gibt das Genossenschaftswesen der Genossenschaften und Raiffeisen und auch das Mondragon-Projekt in Spanien als Jesuiten-Gründung und weltgrößte Genossenschaft gemäß eben auch der katholischen Soziallehre usw.

      Siehe auch das Zeit-Fragen Magazin, siehe auch ältere Artikel im Archiv, etwa zu Mondragon und Genossenschaften und der EFTA als Alternative zum neoliberalen Freihandel usw.

      http://www.zeit-fragen.ch siehe auch ältere Artikel im Archiv und zu Genossenschaften und Familienbetrieb in der Landwirtschaft und Bauern und Malik und Prof. Eberhard Hamer usw.

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  3. Anonymous sagt:

    Ein paar Gedanken dazu:

    Der „real existierende Sozialismus“ ist Teil des marxistischen Projekts. Insofern ist die Gleichsetzung zwischen Sozialismus und Kommunismus nicht zu beanstanden. Soweit die beworbene Veranstaltung sich mit der Frage zu Parallelen zwischen dem Evangelium vom Reich Gottes und dem Sozialismus/Kommunismus befasst, ist das per se nicht anstößig. Natürlich ist richtig, dass der Sozialismus/Kommunismus eine säkulare Utopia einer paradiesischen Gesellschaft ist, die nicht nach Gott fragt und angesichts der Sündhaftigkeit des Menschen scheitern muss, was sie ja auch eindrücklich bewiesen hat. Schon deshalb „wäre“ Jesus nie Sozialist. Jesus „wäre“ freilich auch kein „Kapitalist“ bzw. Befürworter einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft. Sozialismus/Kommunismus und Kapitalismus sind beides gottfeindliche Konzepte.

    Angesichts der Tatsache, dass die Karikatur eines als „Weltherrscher“ dargestellten Marx von jedermann eindeutig als Person wahrgenommen wird, die nicht Jesus Christus und die auch kein Gott ist und den in eine Frage gekleideten Vortragstitel sehe ich hier keine Blasphemie, sondern allenfalls eine nicht sonderlich gut gelungene Provokation, die eben neugierig machen/provozieren will. Das reicht nicht für eine Blasphemie, aber beweist jedenfalls schlechten Geschmack.

    Das Studium der Theologie unterfällt dem Grundrecht auf freie Wissenschaftsausübung. Sofern in theologischen Studien Fragen zur Beziehung zwischen Glaube und Welt gestellt werden und nichts Unkatholisches GELEHRT wird, ist das daher von der katholischen Kirche hinzunehmen.

    Herr Prof. Striet ist sehr geschickt darin, umstrittene Thesen im Wesentlichen in Frageform oder im Konjunktiv zu präsentieren. So umgeht er den Vorwurf der Irrlehre.

    Natürlich ist das, was er so von sich gibt, im Wesentlichen ungenießbar und dem Glauben nicht zuträglich. Aber da muss man sich als potentieller Adressat schon die Mühe machen, selbst zu prüfen.

    Ich erinnere mich an einen Vortrag in einer Pfarrei hier in der Nähe Anfang der 90er Jahre mit Eugen Biser, der den Auftritt Jesu in der Synagoge in Lukas 4 so deutete, dass Jesus deshalb nach seiner Kurzpredigt zu Jesaja mit dem Tode bedroht worden sei, weil er den mit der Hölle drohenden Gott abgeschafft habe. Deshalb sei auch die christliche Opfertheologie falsch, wonach Jesus für uns am Kreuz gestorben sei, damit wir nicht in die Hölle kommen. Ich erinnere mich daran noch so, als wäre es heute geschehen.

    Meinen Widerspruch als junger Christ in der anschließenden Diskussion bügelte er recht unsanft nieder. Ich hätte ihn eben nicht verstanden und war wohl zu blöd dafür. Ein paar Zitate zu Biser:

    „Biser warb für das Christentum als primär therapeutische Religion. Jesus galt ihm als „größter Revolutionär der Religionsgeschichte“. Denn er habe das Angst- und Schreckenserregende aus dem Gottesbild der Menschheit getilgt und dafür das Antlitz des bedingungslos liebenden Vaters enthüllt.“

    https://www.katholisch.de/artikel/3055-ein-kleiner-aber-grosser-mann

    „Die Antwort kommt aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Denn dieses Konzil hat sich ja zu dem Prinzip des Dialogs durchgerungen. Meine grundlegende Überzeugung ist, dass diese Weltreligionen miteinander in eine dialogische Beziehung eintreten müssen.“

    „Die Zeitverhältnisse haben es ja mit sich gebracht, dass das Verhältnis zum Islam auf eine extreme Weise plötzlich gespannt worden ist. Der Islam ist verteufelt worden, und wer auf dieser Linie fortfährt, stürzt die Welt früher oder später in eine Katastrophe hinein. Der Islam umfasst eine Milliarde von Menschen, die ihm zum Teil mit unglaublicher Treue anhängen. Und deswegen müssen wir zum Islam ein dialogisches Verhältnis aufbauen, so schwierig es ist.“

    https://www.deutschlandfunk.de/die-theologie-des-religionsphilosophen-eugen-biser.2540.de.html?dram:article_id=412317

    Biser hat auch viele Dinge geschrieben, denen ich mit ganzem Herzen zustimmen kann. Gerade das aber macht seine anderen Aussagen so gefährlich.

    Bis heute gilt Eugen Biser dennoch als toller katholischer Theologe, der quasi sakrosankt ist. Übrigens genauso wie der faktische Allversöhner Urs von Balthasar, dessen großer Fan Johannes Paul II gewesen ist. Der gleiche JP II übrigens, der diese synkretistischen Veranstaltungen in Assisi durchführte.

    Diese Leute waren wirklich gefährlich. Herr Prof. Striet ist da doch eher unbedeutend.

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  4. Jürg Rückert sagt:

    Karl Marx zitiert:

    „Ich will mich an dem Einen rächen, der dort oben regiert.“

    „So hab ich den Himmel verscherzt,
    ich weiß es genau.
    Meine Seele, die einst Gott gehörte,
    ist nun für die Hölle bestimmt.“

    „Mit Verachtung werf ich der Welt den Fehdehandschuh voll ins Gesicht, und beobachte den Zusammenbruch dieses Zwergriesen, dessen Fall meinen Hass nicht ersticken wird. Dann wandre ich gottgleich und siegreich durch die Trümmer der Welt, und indem ich meinen Worten tätige Macht verleihe, fühle ich mich dem Schöpfer gleich.“

    Kann der Bischof die Flammenschrift an seiner Wand lesen?

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