Fromme Gesinnung allein macht nicht selig

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 7,21 ff:
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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir HERR, HERR! sagt, wird ins Himmelreich gelangen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.
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Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
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Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.

5 Kommentare on “Fromme Gesinnung allein macht nicht selig”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Dem Beispiel der Sterndeuter folgen!

    Franziskus: drei Haltungen – sorgfältige Suche, Gleichgültigkeit und Angst. Die Entscheidung für Jesus. Von Armin Schwibach

    https://www.kath.net/news/62285

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  2. Bibelforscher sagt:

    Worauf zielt jetzt die Überschrift „Fromme Gesinnung allein macht nicht selig“ ab? Ich meine doch, denn…

    Frömmigkeit (lateinisch pietas) bezeichnet eine tief in einem Glauben wurzelnde Haltung, die sich in einer entsprechend bewussten Lebensgestaltung äußert. Vorgespielte Frömmigkeit ist Scheinheiligkeit. WIKI
    Die Gesinnung ist die durch Werte und Moral begrenzte Grundhaltung bzw. Denkweise eines Menschen, die den Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteilen des Menschen als zugrunde liegend betrachtet werden kann. WIKI

    Eine fromme Gesinnung äußert sich also in einer Lebensgestaltung durch Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteilen eines Menschen die einem bibl. Glauben entspricht, sonst ist sie nicht fromm.
    Ein Mensch mit einer frommen Gesinnung bringt also Werke hervor die dem Willen des Vaters entspricht. Oder?
    Mit Jakobus gesprochen, der dies negativ ausdrückt: „Der Glaube ohne Werke ist tot.“ Oder nochmal anders: Echter Glaube bringt auch ein Leben hervor, das den Willen des Vaters tut und das entspringt eine fromme Gesinnung.

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    • Anonymous sagt:

      Sie sprechen mir aus der Seele. Die Überschrift ist zumindest missverständlich. Denn auf die Gesinnung kommt es doch gerade an. Im zweiten Kapitel des Philipperbriefs werden die Gläubigen aufgefordert, die gleiche Gesinnung zu haben, die auch in Jesus Christus war, der, obwohl er Gott war, sich im Vertrauen an den vater erniedrigte bis zum schändlichen Kreuzestod.

      DIe Gesinnung ist also wichtig. Und einer echten Gesinnung folgen auch die ihr entsprechenden Taten.

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  3. Anonymous sagt:

    Was soll man unter „fromme Gesinnung“ verstehen?

    Wobei die interessantere Frage ist, was Jesus damit meint, wenn er davon spricht, den Willen des himmlischen Vaters zu tun.

    Denn in Mt.7,22 haben die Menschen zweifellos „christliche“ Werke vollzogen, die außerordentlich und durchaus biblisch abgedeckt sind. Sie prophezeiten (1.Kor.14,1 ff.), trieben Dämonen aus (Mk.16,17; Apg.16,18) und taten viele Machttaten (Mk.16,20; Apg.14,3; Hebr.2,4) – wohlgemerkt alles im Namen des HERRN! Doch zu unserer Verwunderung – oder vielleicht auch schockierend – qualifizierte dies die „christlichen“ Aktivisten in keiner Weise für den „Himmel“. Noch schlimmer: Sie sind im Himmel gar nicht bekannt und werden als Gesetzlose resolut abgewiesen (Mt.7,23). Worin liegt die Begründung dafür – denn sie taten doch jene Werke, die das Neue Testament für Gläubige vorsieht (Mk.16,17-18)?

    Oder anders gesagt:

    Natürlich ist der Wille des Vaters ein sehr allgemeiner Begriff. Er umfasst alles, was Gott von den Menschen fordert. Nun gibt es aber niemanden, der in der Lage ist, jederzeit alles zu tun, was Gott will. Ich kenne jedenfalls keinen einzigen – außer Jesus Christus. Da nun also niemand anders als Christus den gesamten Willen des Vaters tut, kann also auch niemand sonst selig werden? Oder gibt es eine Quote? Sind wir bei 50 % Gehorsam dabei? Oder bei 60, 70, 80 oder 90 %?

    Vielleicht bringt uns die Feststellung, dass allein Jesus den Willen des Vaters vollständig erfüllt hat, bei der Antwort auf unsere Frage weiter, was Jesus damit meint, wenn er davon spricht, den Willen des himmlischen Vaters zu tun. Paulus spricht davon, dass der Christ aus einer „ausgetauschten“ Existenz lebt. Er selbst ist mitgekreuzigt und mitauferstanden mit Christus und nun lebe nicht mehr er, sondern Christus in ihm. Paulus spricht auch davon, dass es einen wesentlichen Unterschied macht, ob wir „im Geist“ oder „im Fleisch“ leben. Die Frage scheint also zu sein, ob wir so mit Christus verbunden sind, dass wir „automatisch“ tun, was er tut und so den Willen des Vaters tun.

    Noch eine andere Bibelstelle fällt mir ein:

    „Denn das ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.“ (Joh. 6,40) Der primäre Wiulle des Vaters ist, dass wir Jesus vertrauen und ihm nachfolgen. Dann werden wir eine persönliche Beziehung zu ihm entwickeln und er wird uns „kennen“.

    Das ist keine abschließende Antwort auf die Frage, was Jesus damit meint, wenn er davon spricht, den Willen des himmlischen Vaters zu tun. Sondern eine Annäherung.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Anonymous:

      In der Tat spielt auch der psychologische Faktor eine Rolle, siehe die personale Psychologie – viele Leute sollten erst mal die Konflikte und Blockaden und emotionalen seelischen Verletzungen in ihrem Unterbewusstsein aufarbeiten, bevor sie sich an die höheren spirituellen geistigen Ebenen heranwagen…der Apostel Paulus unterteilte den Menschen in Körper (materielle) und Seele (griechisch „Psyche“) und Geist (spirituell). Die Seele (griechisch „Psyche“) mittel und vermittelt zwischen Körper und Geist. Von ihrer Reinheit und Harmonie und Gesundheit und ihrem Zustand sind somit auch die Erfolge im geistigen Bereich mit abhängig und die Klarheit der Übertragungen aus der geistigen Welt usw.

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