Elternrecht, „Kinderrechte“ und Grundgesetz

Stellungnahme des Verbands Familienarbeit:

Unser Verband hat sich mehrfach kritisch zur besonderen Erwähnung von „Kinderrechten“ im Grundgesetz (GG) geäußert, weil wir befürchten, dass das primäre Erziehungsrecht der Eltern ausgehebelt und damit dem Kindeswohl eher geschadet würde.  (Z.B. hier: http://familienarbeit-heute.de/?p=5527)

Jetzt liegt ein konkreter Formulierungsvorschlag des Bundes-Justizministeriums vor:

 „Jedes Kind hat das Recht auf Achtung, Schutz und Förderung seiner Grundrechte einschließlich seines Rechts auf Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit in der sozialen Gemeinschaft. Das Wohl des Kindes ist bei allem staatlichen Handeln, das es unmittelbar in seinen Rechten betrifft, angemessen zu berücksichtigen. Jedes Kind hat bei staatlichen Entscheidungen, die seine Rechte unmittelbar betreffen, einen Anspruch auf rechtliches Gehör.“

Der Vorstand des Verbands Familienarbeit e.V. sieht seine Befürchtungen bestätigt und erklärt dazu Folgendes:

Zunächst erscheint dieser Text harmlos, weil er nur Selbstverständliches anführt. Schon Art. 1 GG garantiert die Grundrechte für alle Menschen, also auch für die Kinder. Alarmierend ist es jedoch, wenn die umfangreiche Beschreibung von Kindergrundrechten im Gesetzesvorschlag ohne Bezugnahme auf die Eltern auskommt.

So erscheinen der „besondere Schutz der Familie“ nach GG 1, Abs. 1 und „das natürliche Recht der Eltern“ nach Abs. 2 GG nur als Randerscheinung. Fände dieser Absatz Eingang ins GG, würde es der Rechtsprechung noch einfacher gemacht, über eine Bevormundung der Eltern zum Nachteil des Kindeswohls hinwegzusehen, als das ohnehin schon der Fall ist.

Nach Überzeugung der meisten mit der Kindheitsentwicklung befassten Fachleute widerspricht z.B. schon heute die einseitige Förderung der Krippenbetreuung bei Ausschluss der selbst betreuenden Eltern von einer entsprechenden Gegenleistung und die gezielte Diskriminierung von Eltern mehrerer Kinder beim Elterngeldgesetz eindeutig dem Kindeswohl.

Solche Rücksichtslosigkeiten gegenüber Eltern und Kindern würden beim vorgeschlagenen Wortlaut noch weiter erleichtert.

Dann könnte die staatliche Bürokratie noch hemmungsloser als heute bestimmen, was sie unter dem „Wohl des Kindes“ versteht. „Kinderrechte“ unter Ausschluss der Eltern setzen Kinder der staatlichen Willkür aus.

Demgegenüber sind Schutz der Familie und des Elternrechts in der Regel auch der zuverlässigere Schutz der Kinderrechte.

Sachgerechter kann das Kindeswohl so geschützt werden, wie es z.B. die mit Kinderpsychologie befasste Hans-Joachim-Maaz-Stiftung in der aktuellen Halle’schen Erklärung fordert: https://hans-joachim-maaz-stiftung.de/hallesche-erklaerung/

 


5 Kommentare on “Elternrecht, „Kinderrechte“ und Grundgesetz”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Staatssekretärin Güler in NRW: „Wir verzichten auf ein Kopftuch-Verbot in Kitas und Grundschulen“
    Kategorie: Deutschland | 2019-12-09
    „Wir haben uns entschieden, auf ein Verbot zu verzichten und stattdessen gemeinsam mit dem Schulministerium die Aufklärungsarbeit und Elterninformation in Kitas und Grundschulen systematisch zu verbessern“, sagte die Staatssekretärin für Integration der Landesregierung, Serap Güler, der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe).
    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/staatssekretaerin-gueler-in-nrw-wir-verzichten-auf-ein-kopftuch-verbot-in-kitas-und-grundschulen-a3091944.html
    Entwurf für Kinderrechte sieht Staat im „Wächteramt“ an zweiter Stelle hinter der Familie
    Kategorie: Deutschland | 2019-11-26
    Noch will der Staat nicht ins Familiengefüge eingreifen. Die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will nach eigenen Angaben lediglich „die Grundrechte von Kindern im Text des Grundgesetzes besser sichtbar machen“.
    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/entwurf-fuer-kinderrechte-sieht-staat-im-waechteramt-an-zweiter-stelle-hinter-der-familie-a3077661.html

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche, was z. B. auch erkennbar ist am dem von den Gender-Ideologen propagierten “social engineering” in Richtung Früh- und Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, staatliche Schule).
    Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

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  3. killema sagt:

    Dann könnte die staatliche Bürokratie noch hemmungsloser als heute bestimmen, was sie unter dem „Wohl des Kindes“ versteht. „Kinderrechte“ unter Ausschluss der Eltern setzen Kinder der staatlichen Willkür aus.
    Das, was da praktiziert werden soll, ist die totale Entmündigung der Eltern. Man hat den Eltern schon die Erziehungsgewalt entzogen und ist auf den besten Weg in den Totalitarismus der Kindererziehung. Wo das hinführt, brauchen wir nur 33-45 und 45-89 zu sehen.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche, was z. B. auch erkennbar ist am dem von den Gender-Ideologen propagierten “social engineering” in Richtung Früh- und Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, staatliche Schule).
      Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

      Siehe dazu und zur Therapierbarkeit von Homosexualität und ihrer Diagnostizierung als psychische Störung bzw. Krankheit bzw. Neurose etwa nach dem Psychologen Wilhelm Reich auch James DeMeo und Judith Reisman aus den USA und Prof. Bernd Senf aus Deutschland zur Orgon-Therapie und „Lebensenergieforschung“ und Psychologie usw.
      Siehe auch den INternetauftritt des „Bund Katholischer Ärzte“ (BKA) Deutschland zur möglichen Heilung von Homosexualität mittels Homöopathie als Therapie-Methode und auch zum Exorzismus und über Gender und Genderismus und Gender-Ideologie und so weiter usw. Siehe ferner auch die „Epoch Times Deutschland“ Zeitung und Klagemauer.TV aus der SChweiz, auch zu den beiden Pädophilen und wissenschaftlichen Betrügern Alfred Kinsey und John Money, und der Gender Ideologin Judith Butler und Judith Reisman über diese.

      Gabriele Kuby, Soziologin, über die Gender Ideologie und Gender Mainstreaming und Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern und die Gender Ideologin Judith Butler

      http://www.gabriele-kuby.de siehe auch Judith Reisman aus den USA über Genderismus  

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