Vom sowjetischen Gulag nach Israel: Natan Sharansky erhält den „Genesis-Preis“ 2019

​Natan Sharansky erhält den diesjährigen Genesis-Preis. Das wurde am Dienstag (10.12.) bekanntgegeben.

Die auch „jüdischer Nobelpreis“ genannte Ehrung wird seit 2014 jährlich an Menschen vergeben, die durch Leistungen in den Bereichen Wissenschaft und Kunst internationale Anerkennung erreicht haben, dadurch andere Menschen inspirieren und sich für das jüdische Volk bzw. den Staat Israel engagieren.

Natan Sharansky kam 1986 aus der damaligen Sowjetunion nach Israel, nachdem er neun Jahre lang als sog. „Refusenik“ in kommunistischen KZ-Gulags inhaftiert war.

In Israel wurde er Politiker, war viele Jahre Abgeordneter der Knesset (Parlament) und später neun Jahre Leiter der Jewish Agency bis 2018.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Generalinspekteur der Bundeswehr in Israel

​Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr, besuchte in den letzten zwei Tagen Israel. Er war zu Gast beim Stabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Aviv Kochavi (siehe Foto).

Der Besuch des Generals ist der erste Besuch in Israel seit seinem Amtsantritt.

Zwischen den Israelischen Verteidigungsstreitkräften und der deutschen Bundeswehr besteht eine enge Kooperation. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit nahm die deutsche Luftwaffe vor knapp einem Monat an der internationalen Übung „Blue Flag“ in Israel teil.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin – Foto: IDF


Kinderehen von Ausländern werden staatlich nur ignoriert und nicht bekämpft

Wie der FOCUS berichtet, lag die Zahl der verheirateten ausländischen Minderjährigen 2016 bei rund 1400. Ende Oktober diesen Jahres waren nach Angaben der Bundesregierung 162 ausländische minderjährige Personen als „verheiratet“ im Ausländerzentralregister erfasst – der Großteil davon stammt aus dem EU-Ausland (vgl. https://bit.ly/2P8sMiP).

Auf Grundlage des Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen aus dem Jahr 2017, welches ursprünglich dem Schutz der betroffenen Opfer dienen sollte, ist eine Registrierung als „verheiratet“ von Menschen, die 15 Jahre alt oder noch jünger sind allerdings nicht möglich.

Dazu teilt der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer mit:

„Der gesetzliche Auftrag lautet, Kinderehen in Deutschland zu bekämpfen. In der Realität werden sie aber einfach für unwirksam erklärt und statistisch nicht erfasst. Damit werden tatsächlich vollzogene Kinderehen nicht bekämpft, sondern zum Schaden der betroffenen Kinder schlichtweg ignoriert. Das ist der eigentliche Skandal.“


20.000 Unterzeichner in Deutschland für Jerusalem als Hauptstadt Israels

Meldung der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ):

Mehr als 20.000 Israelfreunde haben im vergangenen Jahr die Petition der ICEJ unterzeichnet, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert wurde, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die deutsche Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

In einem Schreiben an die ICEJ betonte die Bundesregierung, dass sie weiter allein eine Zwei-Staaten-Lösung hinsichtlich des Status von Jerusalem akzeptiere und eine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt als „einseitigen Schritt“ ablehne.

Nach mehreren Briefwechseln mit dem Bundeskanzleramt, inhaltlichen Diskussionen über unser Anliegen innerhalb der vergangenen Monate und unserer Bitte, die Petition im Kanzleramt übergeben zu dürfen, war es erst am 2.12. möglich, alle Unterschriften an der Pförtnerloge des Kanzleramtes in Berlin zu übergeben.

„Wir sind dankbar, dass sich so viele Israelfreunde an der Petition beteiligt haben“ erklärte Gottfried Bühler, Vorsitzender der ICEJ-Deutschland:

„Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Bundesregierung ihren immer wieder erklärten Freundschaftsbekundungen gegenüber Israel auch im Hinblick auf Jerusalem entschlossenere Taten folgen lässt.“

Quelle: https://de.icej.org/news/special-reports/jerusalem-petition-der-icej-berlin-%C3%BCbergeben


Guatemala: Bruder Jambes Alfred Miller, Beschützer der Armen, wurde seliggesprochen

„Ein Märtyrer, ausgezeichneter Erzieher und Beschützer der Armen und Unterdrückten“, mit diesen Worten beschreibt Kardinal Maestrojuán, Bischof von David (Panama), den seligen Jambes Alfred Miller von den Christlichen Schulbrüdern (La Salle) bei der der Seligsprechung am Samstag, den 7. Dezember, in Huehuetenango, Guatemala. Er leitete die Feier als Delegat von Papst Franziskus.

James Miller wurde am 21. September 1944 in Ellis, einer kleinen Stadt in Wisconsin im Norden der USA, geboren.

In der Pacelli High School in Stevens Point, die von den Christlichen Schulbrüdern (FSC) geleitet wird, reifte seine Berufung. So trat er 1959 in diese Kongregation ein und  wollte in die Mission gehen. Es wurde nach Nicaragua entstandt und blieb dort bis 1980.

Seine besonderen Fähigkeiten wurden auch von den Zivilbehörden geschätzt. Nach dem Sturz von Präsident Somoza wurde er in die Vereinigten Staaten zurück berufen. Anfang 1981 gaben die Ordensoberen seinem Antrag auf eine Rückkehr in die Mission statt nach Guatemala statt, wo er in Huehuetenango in einem Internat für arme Kinder indigener (eingeborenen) Familien tätig war, deren Vize-Rektor er wurde.

Am Nachmittag des 13. Februar 1982 reparierte Bruder James eine Lampe vor dem Gebäude, als drei Männer die Straße entlangkamen und einer von ihnen ihm in die Brust und in die rechte Seite schoss. Er war sofort tot; es wurde nie bekannt, wer die Mörder waren.

Die Seligsprechungsfeier fand auf dem Fußballplatz dieser Indigenen-Schule statt.

Bruder Robert Schieler, Generaloberer der Christlichen Schulbrüder, erklärte in seiner Stellungnahme:

„Das Attentat auf ihn war ein sinnloser Versuch, das Licht Christi zu löschen, und ist für uns ein Aufruf dazu, uns an die zahllosen anderen zu erinnern – Katecheten, Bauern, Viehzüchter -, deren Leben beendet wurde, weil sie versuchten, die Menschen auf die Würde aller Kinder Gottes aufmerksam zu machen. Bruder James hat viel für das Wohlergehen junger Menschen getan, die seiner Fürsorge anvertraut waren, insbesondere der gefährdeten Jugendlichen aus indigenen Familien.“
 
Quelle: Fidesdienst