Unionsfraktion weist Antisemitismus-Vorwürfe gegen Botschafter Heusgen zurück

Zu den vom Wiesenthal-Center erhobenen Antisemitismus-Vorwürfen gegen den deutschen UNO-Botschafter, Christoph Heusgen, erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt:

„Es ist völlig unangebracht, Christoph Heusgen des Antisemitismus zu verdächtigen. So verharmlost man all jene, die sich tatsächlich antisemitisch äußern oder verhalten. Christoph Heusgen hat mehr als viele andere für die deutsch-israelische Freundschaft und für die Sicherheit Israels getan.

Das Format der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen, bei denen die gesamte Bandbreite der bilateralen Beziehungen besprochen wird, geht auf Christoph Heusgen zurück.

Man kann über israelisches Regierungshandeln in der Sache unterschiedlicher Meinung sein, aber die Auseinandersetzung muss mit fairen Mitteln und ohne persönliche Diffamierung ausgetragen werden.

Christoph Heusgen hat auch weiterhin die volle Rückendeckung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.“

HINWEIS: Auch der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, nimmt Heusgen in Schutz. Er kenne ihn lange und habe mit ihm an Themen gearbeitet, die entscheidend seien für Israels Sicherheit, sagte der jüdische Diplomat in Berlin.

Er relativierte die Vorwürfe des Wiesenthal-Zentrums mit der Feststellung: „Wir mögen manchmal Differenzen in politischen Fragen haben. Aber das heißt nicht, dass jemand antisemitisch ist, wenn er nicht mit uns einer Meinung ist.“


3 Kommentare on “Unionsfraktion weist Antisemitismus-Vorwürfe gegen Botschafter Heusgen zurück”

  1. Heinrich Blezinger sagt:

    Na ja, einem wird er halt überlegen sein. Da kann der Heusgen nichts dafür. Dass der Bilderberger dann rumstänkert, ist charakteristisch.

    Heinrich Blezinger

    Zeitbeobachter

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  2. David sagt:

    Man lese dazu den Artikel von Michael Wolffsohn in der „Jüdischen Allgemeine“,

    https://www.juedische-allgemeine.de/politik/undiplomatisch/

    in der der Verfasser, die deutsche Israelpolitik in der UN, als „nicht von klarem Denken zeugt“ benennt, und „unseren Interessen schadet“.
    „Auch die Bundesregierung weiß, wie UN-Entschließungen entstehen – und dass sie einseitig antiisraelisch geprägt sind und, ja, Israel in seiner Existenz angreifen.“

    Angela Merkels berühmten Satz vom 18. März 2008 im israelischen Parlament konterkarieren, die deutsche Verantwortung für Israels Sicherheit sei Teil der deutschen Staatsräson: „Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“

    Unsere deutschen Politiker und Diplomaten scheinen eine Schere im Kopf zu haben.

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