Harte und „sanfte“ Reaktionen von links auf den Oma-Umweltsau-Skandal des WDR

Von Felizitas Küble

Nachdem sich leitende Vertreter des Westdeutschen Rundfunks für den abartigen Oma-ist-eine-Umweltsau-Song entschuldigt haben, geht die Diskussion über dieses Lied eines WDR-Kinderchors weiter, das geistig aus der Klimakämpferszene stammt (der letzte Spruch enthielt passenderweise ein Greta-Zitat). 

Die Reaktionen des linken Lagers über die Empörungswelle gegen diesen WDR-Skandal sind aufschlußreich:

Es gibt einerseits fanatische Personen wie z.B. Danny Hollek, die provokativ sogar noch Öl ins Feuer gegossen haben. Hollek ist seit vier Jahren Autor des WDR und ein ultralinker Antifa-Aktivist zugleich (das paßt anscheinend wunderbar zusammen).

Er hat Omas per Tweet rundweg als „Nazisäue“ beleidigt – und dabei offenbar nicht einmal bedacht, daß unsere Großmütter zur NS-Zeit höchstens kleine Kinder gewesen sein können. Nach massiven Protesten brüstete er sich zuerst („Haha. Wie jetzt alle ausrasten“), danach entschuldigte er sich per Tweet.

Doch schon zuvor stellte Twitter fest, man sähe keinen Anlaß, Holleks Nazisau-Eintrag zu löschen, was diesen sichtlich erfreute. Ob bei Twitter wohl hinsichlich der vielgeschmähten „Hassreden“ mit zweierlei Maß gemessen wird?

Neben den radikalen Stimmen gab es auch die linksliberale, eher tantenhafte Reaktion im bildungsbürgerlichen Stil – in diesem Fall von der „seriösen“ Wochenzeitung „Die Zeit“, die gerne von Akademikern, Studienräten und sonstigen Intellektuellen gelesen wird.

Unter dem ironischen Titel „Nationalheiligtum deutsche Oma“ schreibt sich David Hugendick am 29. Dezember online seinen Frust über die „lebhafte Erregung“ hinsichtlich der WDR-Affäre von der Seele: https://www.zeit.de/kultur/2019-12/wdr-kinderchor-umweltsau-oma-klima-kommentar

Er verniedlicht den Skandalsong als „harmloses Klamauklied“ und belehrt seine Leser wie folgt: Wenn es gegen Rentner geht, versteht Deutschland keinen Spaß. Der deutsche Rentner gilt ja vielen andauernd als verfolgte Unschuld…Die deutsche Oma ist offenbar ein Nationalheiligtum.“

Sodann schreibt er, die ältere Generation habe „klimatisch gesehen über die Verhältnisse“ gelebt  – es darf gelacht werden. Die jungen Leute mit ihren Smartphones dienen damit etwa der Umwelt?

Das WDR-Lied sei  – so heißt es weiter – als eine „Kritik an der klimapolitischen Durchgeknalltheit der Wohlstandsrentnergeneration (zu) verstehen, die kaum zu leugnen ist.“

Der Verfasser beanstandet nicht etwa den Skandalsong, sondern die Beschwerdeführer, denn es bedürfe „einer gewissen taktischen Verblödungsbereitschaft, um dieses Lied als Angriff auf die Familie zu sehen.“

Abschließend schreibt Hugendick satirisch: „Freuen wir uns also in diesem Sinne alle auf das nächste Jahr. Dann wird die deutsche Oma vielleicht auch endlich als Weltkulturerbe angemeldet.“

Weitere Infos über die Hintergründe des Skandals hier: https://sciencefiles.org/2019/12/30/wir-sind-alle-umweltsaue-offentlich-rechtliches-fiasko/


10 Kommentare on “Harte und „sanfte“ Reaktionen von links auf den Oma-Umweltsau-Skandal des WDR”

  1. Die zur Zeit zu beobachtenden Versuche „fortschrittlicher“ Kreise, die weite Empörung über den Mißbrauch, Kinder zu Pöblern gegen ihre eigenen Großmütter zu instrumentalisieren, als Einschränkung des Rechts auf Satire zu verbellen, sind lächerlich. Dieser Oma-Umweltsau-Skandal des WDR ist bei weitem keine Satire, sondern eine plumpe Frechheit.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass der /die Verantwortliche beim WDR irgendwelche negativen Konsequenzen zu ,,erdulden“ haben wird. Schlimmstenfalls eine Gehaltserhöhung?? (wegen der Werbekraft??).

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  3. "GsJC" sagt:

    … unsere Großmütter zur NS-Zeit höchstens kleine Kinder gewesen sein können.

    So ist es und deshalb habe ich beim „WDR“ angefragt, wie weit man noch gewillt ist, sich öffentlich zu entblöden?

    MfG

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    • Anonymous sagt:

      Klarstellung von Hollek:

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      • Thomas May sagt:

        Kann es bei dieser skandalösen Entgleisung auch „unberechtigte Kritiker“ geben?

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      • Guten Tag
        und Danke für den Hinweis – Holleks Entschuldigung habe ich nun im Artikel erwähnt.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • gerd sagt:

        „Mir lag es fern eine ganze Generation oder gar eine bestimmte Bevölkerungsgruppe zu beleidigen.“

        Wer bei gesundem Menschenverstand ist, der haut eine solche Schote nicht raus. Erst mal pöbeln und dann eine Entschuldigung bringen? Was soll der Unsinn? Wenn mir was fern liegt, benutze ich meinen Verstand, bevor ich das Mundwerk einschalte! Dann brauche ich solche lächerlichen Entschuldigungen auch nicht.

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    • Anonymous sagt:

      Der Antifa-Hetzer vom WDR, Danny Hollek, ist wohl kein freier Mitarbeiter des WDR mehr.

      Der 27-Jährige wurde vom WDR als freier Mitarbeiter geführt und ist dem Vernehmen nach seine Stellung inzwischen los.

      Der junge Mann ist als freier Mitarbeiter des WDR offenbar der Ansicht gewesen, er könne einen solchen Tweet absetzen, ohne dadurch seinen Arbeitsplatz zu gefährden. Den hatte er, obwohl er jahrelang „Aktivist“ der Dortmunder Antifa-Szene gewesen ist (Nickname: Danny Marx), und obwohl er einer der Tatverdächtigen im Fall eines linksextremistischen Angriffs auf einen Familienvater im Jahre 2010 gewesen war, der im Beisein seines 8-jährigen Sohnes dafür attackiert wurde, daß er eine Jacke des Labels „Thor Steinar“ getragen hatte, wie das dortmundecho berichtet. Was also könnte den jungen Danny Hollek zu der Annahme verführt haben, sein Tweet würde ohne persönliche Konsequenzen für ihn bleiben? Er muß sich seiner Sache sehr sicher gewesen sein. Seiner Eigenauskunft nach liebte er seinen Job, weil er sehr abwechslungsreich ist. Jetzt hat er ihn wohl verloren. Sein Profilbild bei Twitter hat er gelöscht.

      https://www.journalistenwatch.com/2019/12/29/vom-brett-danny/

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