Einmal Babyfenster und zurück: Eine junge Mutter sehnt sich nach ihrem Kind

Von Birgit Kelle

Man könnte die Geschichte beschreiben als: „Einmal Babyklappe und zurück“: Eine junge Frau wird ungeplant schwanger außerhalb einer Beziehung. Sie verheimlicht die Schwangerschaft, will aber auch keine Abtreibung, sie gibt das Baby in einer Babyklappe ab, nach wenigen Tagen treiben die Muttergefühle sie zurück. Sie will ihr Kind wiederhaben.

Eine dramatische, aber auch schöne Geschichte mit Happy End –  und eine die zeigt, wie wichtig es ist, dass Schwangere, gerade wenn es unter schwierigen Umständen ist, positive Resonanz spüren und bekommen.

Ein Absatz hat mich ganz erschüttert, wenn die junge Mutter erzählt:

„Nach der Geburt behielt ich mein Kind einen Tag lang bei mir. Trug es auf meinen Armen durch die Wohnung. Dann fuhr ich zum Babyfenster der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind (SHMK). Im Bus lächelten uns Leute zu, sagten «Jöh», als sie das Kleine sahen. In mir drin weinte es. In jenem Moment hätte ich mir gewünscht, dass mich jemand anspricht, damit endlich alles herauskommt. Damit ich endlich zusammenbrechen kann.“

Manchmal fehlt eben nur ein Einziger, der es ausspricht: Wie geht es dir, brauchst du Hilfe, ich bin für dich da.  – Eigentlich könnte das jeder von uns leisten.

Diesen Artikel finden Sie hier unter dem Link.

Birgit Kelle ist Bestseller-Autorin und Vorsitzende von „Frau 2000plus“.
Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net

One Comment on “Einmal Babyfenster und zurück: Eine junge Mutter sehnt sich nach ihrem Kind”

  1. dorrotee sagt:

    Genauso ist es. Einfach mal zeigen, dass man sich über das Baby freut und den Schwangeren, die in KOnflikten mit ihren Umständen sind, Mut machen und tatsächlich reicht manchmal der Satz: Ich freue mich für dich. Schön, dass du ein Kind bekommst.

    Ich selbst habe schon öfters so ein Gespräch angefangen. Die Schwangeren sagen dann zu mir: Oh, das hat noch keiner gesagt. Keiner freut sich über das Kind. Ich habe nur teils Vorwürfe bekommen. Selbst von dem Kindsvater. Riesige Zukunftsprobleme sind zu bewältigen.

    Und weil einer sich mitfreut, schaffen die Mütter es, die Schwangerschaft positiv zu sehen und die Probleme, die sich ergeben, anzupacken.

    Liken


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