Kardinal Müller schlägt Papst Franziskus als neuen Berater Benedikt XVI. vor

Kardinal Gerhard Müller, ehem. Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, hat Papst Franziskus jetzt vorgeschlagen, Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) zu seinem Berater zu ernennen. Dies sei auch die „wohlbemessene Überzeugung“ gläubiger Katholiken, erklärte der Kirchenmann weiter.

Sehr kritisch äußerte sich Müller über Scalfari, seit vielen Jahren ein bekannter Gesprächspartner von Papst Franziskus. Dieser „Atheist“ sei nicht imstande, das „Geheimnis der Kirche“ zu begreifen, so Müller.

Im Unterschied dazu wäre Benedikt ein „unendlich kompetenterer Berater“ für das Oberhaupt der katholischen Weltkirche:

„Das gilt sowohl für seine theologischen Qualitäten und seine geistliche Intuition im Geheimnis der Liebe Gottes, wie auch für seine Erfahrung in der Verantwortung als Papst, allein vor Gott, für die Weltkirche, einer Verantwortung, die Benedikt als einziger unter allen noch lebenden Menschen auf Erden mit Papst Franziskus teilt.“

Die selbsternannten „Reformkatholiken“ mit ihren hedonistischen Zielen bezeichnet Kardinal Müller als „finstere Reaktionäre in der Kirche“, die eine „Anpassung an die moderne Welt“, einen „moralischen Relativismus“ anstreben.

Letztlich wünschten diese Progressisten gemeinsam mit Atheisten und Agnostikern eine Kirche „ohne das Kreuz Christi und ohne die Hoffnung auf das ewige Leben“.

Eine derart umgestaltete Kirche müssen dann die „sexuelle Revolution absolut akzeptieren“.

Quelle für die Zitate: https://katholisches.info/2020/01/22/kardinal-mueller-papst-franziskus-sollte-benedikt-xvi-statt-des-atheisten-scalfari-zum-berater-machen/

 

 


22 Kommentare on “Kardinal Müller schlägt Papst Franziskus als neuen Berater Benedikt XVI. vor”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Wirkungsgeschichte
    In seinem apologetischen Werk Divinarum institutionum libri VII (304-311/326) versucht Lactantius, die Wahrheit des Christentums anhand der Schriften heidnischer Dichter, Philosophen und „göttlicher Zeugen“ zu untermauern. Hierbei nimmt Hermes Trismegistos noch vor den Sibyllen und den apollinischen Orakeln eine prominente Rolle ein. Lactantius zitiert Ciceros Textpassage über den ägyptischen Mercurius und führt diesen daraufhin als Zeugen für die Existenz des einen höchsten Gottes an, womit nicht nur Autorität und Alter der hermetischen Schriften für die kommenden Jahrhunderte beglaubigt wird, sondern auch der Weg für eine christliche Interpretation des Corpus Hermeticum gebahnt ist:

    „Nun gehen wir zu den Zeugnissen göttlichen Ursprungs über. Aber zuerst führe ich eines an, das den göttlichen gleich ist, sowohl aufgrund seines großen Alters, als auch weil der, den ich nennen werde, von den Menschen zu den Göttern erhoben wurde. […] Dieser war, obwohl ein Mensch, von hohem Alter und in allen Wissensgebieten höchst beschlagen, so dass er sich aufgrund seiner Vortrefflichkeit und Bewandertheit in vielen Künsten den Beinamen der „Dreimalgrößte“ erworben hat. Er schrieb Bücher, und zwar in großer Zahl, die sich der Erkenntnis göttlicher Dinge widmen. In diesen erklärt er die Herrlichkeit eines höchsten und einzigen Gottes und benennt ihn mit denselben Namen wie wir: Herr und Vater.“ (Lactantius, Div. inst. I, 6, 1 und 3-5) [4]

    https://www.psiram.com/de/index.php/Hermetik

    Kritik der Esoterik und kritische Beobachtung der esoterischen Szene und Organisationen usw.

    https://www.psiram.com/

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Interview mit dem Historiker Michael Hesemann über Papst Franziskus und die Kirche

    http://www.kath.net/news/42819

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  3. Anonymous sagt:

    Herr Jahndel,

    aus Ihrem Link:

    „Der Verlust des Pontifikats wird also nicht das Ergebnis einer Absetzung durch irgendwen sein, sondern ein Akt des Papstes selbst, der – indem er ein formaler und notorischer Häretiker wird – sich selbst aus der sichtbaren Kirche ausgeschlossen und damit stillschweigend auf sein Pontifikat verzichtet haben wird.“

    Das hilft ja alles nichts. Denn jemand müsste dann ja BINDEND feststellen, dass der Papst ein “ formaler und notorischer Häretiker“ geworden ist, denn er selbst wird das in der Regel bestreiten. Hier ist der Autor Roberto de Mattei, der ja ohnehin nur eine theologische Meinung vertritt, nicht konsequent.

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    • Anonymous sagt:

      Ich hatte vergessen, zu erwähnen, dass sich die Vertreter des Sedisvakantismus gerne bei de Mattei bedienen und damit begründen, dass alle Päpste seit dem Beginn des 2. Vaticanum häretisch und daher per se aus dem Amt ausgeschieden seien. Man streitet sich nur darum, ob das schon ab Johannes XXIII oder erst ab Paul VI gelten soll. Dies aber bedeutet, dass spätestens seit Oktober 1962 (Beginn des 2. Vat.) oder Juni 1963 (Tod von Johannes XXIII und Wahl von Paul VI) keine der Weihehandlungen von Päpsten mehr gültig sind. Und damit dank der Theologie der apostolischen Sukzession auch keine Weihehandlungen von ungültig geweihten Bischöfen und Kardinälen mehr wirksam sind. Das heißt de facto, dass nur noch Priester übrig sind, die VOR diesen Zeitpunkten geweiht wurden und aus diesen Priestern wiederum nur noch Bischöfe und Kardinäle, die VOR diesen Zeitpunkten eingesetzt wurden.

      Da wird dann die Personaldecke doch spürbar dünner … Denn das Ganze ist ja schon fast 60 Jahre her. Das heißt, dass nur noch Priester in Frage kommen, die über 80 Jahre alt sind. Gültig geweihte Bischöfe und Kardinäle gibt es dann gar nicht mehr. Mit dem Tod dieser letzten vorkonziliar geweihten Priester ist dann also die katholische Kirche aufgelöst.

      Daran sieht man, wie unsinnig die Vorstellungen des Herrn de Mattei aus katholischer Sicht waren, denn die katholische Kirche bezieht ja die Aussage Jesu, wonach seine Kirche nicht von den Pforten der Hölle überwältigt werden könne, auf sich selbst. Aber auch das wird ja von verschiedenen angeblichen Marienbotschaften in Frage gestellt.

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    • Anonymous sagt:

      Es war doch der von katholischen Konservativen so heiß geliebte Papst Johannes Paul II, der durch die Treffen in Assisi zum Vorreiter dieser Versuche einer Art „Integration“ der Religionen wurde.

      Sicher steht im Vordergrund, dass religiöse Gegensätze keine Gewalt (mehr) hervorbringen sollen. Und das ist ja auch richtig so. Dialog geht vor Gewalt. Das Problem einer aggressiven Missionierung besteht auch darin, dass die Partei, die missioniert werden soll (Also die Moslems, wenn Christen versuchen, sie zum Christentum zu bekehren und die Christen, wenn Moslems versuchen, sie zum Islam zu bekehren) letztlich die Botschaft hören: „Dein Glaube ist nichts oder wenig wert, Du kennst und hast die Wahrheit nicht. Ich aber kenne und habe sie. Deshalb musst Du so werden wie ich“. Das aber ist für den zu Missionierenden bedrohlich. Er droht, seine Identität zu verlieren. Und damit ist der Konflikt schon vorprogrammiert.

      Der Schlüssel neutestamentlich orientierter Missionierung liegt in dem, was Paulus den Erweis der Kraft Gottes nennt. Es handelt sich dabei weniger um den Versuch, intellektuell vom eigenen Glauben zu überzeugen, sondern darauf zu setzen, dass Gott übernatürlich die Verkündigung bestätigt.

      Das ist der Kern dessen, was Jesus meint, wenn er sagt, dass diverse übernatürliche Zeichen denen folgen werden, die ihn bekennen. In der jungen Kirche gab es solche Begebenheiten in Hülle und Fülle. Leider ebbten sie dann ab. Und das hängt damit zusammen, dass man sich nicht mehr von Gott abhängig gemacht hat.

      Letztlich stellen solche Projekte wie das in Abu Dhabi aus christlicher Sicht eine Kapitulation dar, weil nicht mehr damit gerechnet wird, dass Gott selbst übernatürlich sein Evangelium bestätigen wird. Statt dessen ist Rätselraten angesagt, indem man schlussfolgert, die Vielzahl der Religionen sei wohl Gottes Wille. Ähnliches habe ich von Franziskus schon mal gehört.

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      • "GsJC" sagt:

        Das ist der Kern dessen, was Jesus meint, wenn er sagt, dass diverse übernatürliche Zeichen denen folgen werden, die ihn bekennen. In der jungen Kirche gab es solche Begebenheiten in Hülle und Fülle. Leider ebbten sie dann ab. Und das hängt damit zusammen, dass man sich nicht mehr von Gott abhängig gemacht hat.

        Bekennen Sie Gott und sind in der Kirche, in der man sich wieder vollkommen von Gott abhängig gemacht hat?

        Diverse übernatürliche Zeichen, die Ihnen folgen, wären dann ein Beweis dafür, dass Sie Ihr Ziel erreicht und wieder ganz von Gott abhängig sind. Obwohl, Ihr Text lässt den Schluss zu, dass Sie bereits einschlägige Erfahrungen mit diversen übernatürlichen Zeichen gemacht haben müssen, da Sie sonst nicht wüssten, dass der Mangel an übernatürlichen Zeichen in der jungen Kirche abebbte, da die junge Kirche den Fehler beging, sich nicht ganz von Gott abhängig zu machen. Diesen Fehler haben Sie bestimmt vermieden, da er Ihnen bekannt ist.

        Können Sie von einem diversen übernatürlichen Zeichen berichten, das in Ihrer Gemeinde als solches Zeichen anerkannt wurde? Ich unterstelle einmal unwissend, dass es auch möglich ist, dass in Ihrer Gemeinde jedes Mitglied selbst darüber entscheidet, welches ein diverses übernatürliches Zeichen ist und welches nicht. Das vereinfacht den Anerkennungsprozess erheblich.

        MfG

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      • Holger Jahndel sagt:

        Auch die alte byzantinische Messe der russisch-orthodoxen Kirche, die dort von den „Altgläubigen“ (etwa in Litauen und Sibirien, die lange von der zaristischen Staatskirche unterdrückt und verfolgt und nicht anerkannt wurden) bewahrt wurde, ist eine von der katholischen Kirche und vom Papst im Mittelalter noch anerkannte und heilige Messe.
        Es lohnt sich, mit den russisch-orthodoxen Christen und den Kopten um den Heiligen Geist zu beten, ebenso mit den syrischen Kirchen und syrischen Christen (welche auf Antiochia als die zweitälteste Gemeinde des Christentums nach der Urgemeinde in Jerusalem zurückgehen usw.). Die katholische Kirche hat das ökumenische Gebet ja durchaus erlaubt und offiziell genehmigt.

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  4. Holger Jahndel sagt:

    „Die Zukunft Europas liegt nicht in Götzen, sondern in Christus“
    21. Januar 2020 6

    https://katholisches.info/2020/01/21/die-zukunft-europas-liegt-nicht-in-goetzen-sondern-in-christus/

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    • Anonymous sagt:

      Ja, das sind alles hochgelehrte Ausführungen von Kardinal Gerhard Müller, die sicher im Ergebnis im Wesentlichen richtig sind Allein ihnen fehlt der Erweis göttlicher Kraft. Es ist dieser kirchliche Intellektualismus. der keinen mehr vom Hocker reißt und der deshalb fruchtlos bleibt. Die Menschen spüren, ob jemand was Gescheites sagt oder ob er erfüllt ist vom Heiligen Geist, ob göttliche Kraft von ihm ausgeht. Deshalb hieß es von Jesus, dass er im Gegensatz zu den Pharisäer „mit Vollmacht“ redete. Das was er sagte, berührte und bewegte Menschen. Und er konnte es verifizieren durch bestätigende Wunder. Das alles konnten die gelehrten Pharisäer nicht. Aber dafür waren sie gut darin, alles nieder zu machen, was nicht den eigenen Vorstellungen entsprach.

      Die Zeiten haben sich nicht geändert.

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  5. Anonymous sagt:

    In der von Frau Küble verlinkten Quelle heißt es schon bei der Überschrift:

    Kardinal Müller: „Papst Franziskus sollte Benedikt XVI. statt des Atheisten Scalfari zum Berater machen“

    In seiner Lectio Magistralis führt Kardinal Müller dann aus:

    „Trotz aller dieser Schmeicheleien halten die gläubigen Katholiken an der wohlbemessenen Überzeugung fest, daß statt des Atheisten Scalfari, der weder an Gott glaubt noch imstande ist, das „Mysterium der heiligen Kirche“ (LG, 5) zu begreifen, Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) ein unendlich kompetenterer Berater für den Stellvertreter Christi, Nachfolger des Petrus und Oberhirte der Weltkirche, wäre.“

    Eindeutig ist daher, dass Ratzinger nach der Meinung des Kardinals der bessere, weil kompetentere Berater als Scalfari wäre.

    Allein die damit einher gehende implizite Behauptung, Scalfari sei ein Berater von Franziskus, ist ein enormer Seitenhieb gegen den amtierenden Papst. Denn damit wird ihm unterstellt, sich von einem Atheisten, der keine Ahnung habe und die Zerstörung der katholischen Kirche fördere, beraten zu lassen.

    Ein Hauen und Stechen auf höchster Ebene ist das und widerlegt natürlich die dem Zitat vorhergehenden Ausführungen Müllers zum „Geist der Brüderlichkeit“. Es scheint, als wolle der Kardinal dem Papst doch sehr dringend nahe legen, von wem er sich beraten lassen solle und von wem nicht.

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  6. Elster sagt:

    Das sind Gegensätze wie Tag und Nacht, Ratzinger wollte für die Menschen da sein, Franziskus verheizt die Menschen für seine UNO Welteinheitsreligion, Gegensätze ziehen sich zwar an, ich konservativ, meine Lieblingskünstlerin eine Linke, aber Franziskus ist kein Menschenfreund und opfert diese seiner Ideologie und das freie Christentum dazu.

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  7. Dann lagen die haarsträubenden Äußerungen des amtierenden Papstes – man denke nur an die Gleichsetzung von Gerüchten mit tödlichen Bombenattentaten oder sich „wie die Karnickel vermehrenden“ Katholiken – nur an falschen Beratern?

    Hat nicht Kardinal Müller selbst erst kürzlich zu recht den Rückfall ins Heidentum kritisiert? Braucht ein Kirchenoberhaupt tatsächlich jemandem, der ihm rät, lieber keinen heidnischen Federkopfschmuck anzuziehen und sich besser nicht von einem Schamanen „segnen“ zu lassen? Jeder katholische Laie, der seine Sinne noch beisammen hat, weiß dies auch ohne „Berater“.

    Wie lange noch will diese konzilskonservative „Werte-Union“ der Kirche noch die Legende vom eigentlich gutmeinenden, aber leider falsch beratenen Papst aufrecht erhalten?

    Gefällt 2 Personen

  8. Anonymous sagt:

    Scalfari ist nicht der Berater von Franziskus. Und Ratzinger wäre aufgrund seiner Gebrechlichkeit überfordert. Ausserdem will er seinem Nachfolger nicht drein reden.

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    • Guten Tag,
      vielleicht ist Ihnen entgangen, daß ich Scalfari in meinem Artikel nicht als „Berater“, sondern als „bekannten Gesprächspartner“ des Papstes bezeichnet habe.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Anonymous sagt:

        Tja, es ist der Herr Müller, der nach Ihrem Artikel die Themen „Ratzinger als Berater“ und „Scalfari“ vermengt. Wörtlich heißt es:

        „Im Unterschied dazu wäre Benedikt ein „unendlich kompetenterer Berater“ für das Oberhaupt der katholischen Weltkirche:“

        „im Unterschied dazu“ bezieht sich auf Scalfari. Jedenfalls nach den Regeln der Deutschen Sprache.

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