Krebs überstanden, Kinder weg: Probleme moderner Fruchtbarkeitspraktiken

Von Dr. med. Edith Breburda

Die Chance, Kinder zu haben und dennoch ihre Krebskrankheit erfolgreich behandeln zu können, veranlasste eine junge Frau aus dem Bundestatt Arizona, ihre Embryonen sprichwörtlich auf Eis zu legen. Bevor Ruby Torres sich 2014 einer Krebstherapie unterzog, entschied sich ihr damaliger Freund Joseph Terrell, Kinder anhand einer In-Vitro-Fertilisation zu erzeugen. Die Embryonen wurden danach eingefroren.

Falls etwas schief gehen sollte, wollte man die Embryonen zur Adoption freigeben. So stand es im Vertrag. Dieser wurde dem bald darauf verheirateten Paar zum Verhängnis. Ruby überlebte zwar ihre Krankheit, deren Nebenwirkung, unfruchtbar zu werden, sie so sehr fürchtete, dennoch war der Traum von eigenen Kindern nicht mehr realisierbar.

Wie schon fast zur Gewohnheit geworden, hielt auch diese Ehe nicht lange, sondern nur bis Ruby vom Krebs geheilt war. 2017 ließ sich das Paar scheiden, und damit war das Gericht – wie allgemein üblich – für den Verbleib der Kinder verantwortlich. 

Ruby wollte die Kinder alleine bekommen, aber ihr Ex-Mann protestierte. Er erhob Einspruch, als seine ehemalige Frau seine biologischen Kinder austragen wollte. Eigentlich stand im Vertrag, dass im Scheidungsfalle der andere Partner sein schriftliches Einverständnis geben muss, um die Kinder einem der Partner zuzusprechen.

Das Familiengericht hielt sich an diese Vertragsklausel. Der Einspruch der Mutter kam nur kurze Zeit zur Geltung und wurde vom obersten Gericht von Arizona dann doch nicht stattgegeben. Keines der Elternteile bekam die Kinder. Sie warten weiterhin auf Eis darauf, dass sie eventuell jemand adoptiert. 

Mit diesem Urteilspruch wurde der Mutter abgesprochen, ihre gefrorenen Embryonen auszutragen. Entscheidend für das Gericht war der Wille des Mannes, der seine Kinder nicht von seiner Ex-Frau haben wollte.

Embryos einfrieren erhöht Schwangerschafts-Chancen

Um ein emotionales und manchmal auch logistisches Dilemma auszumerzen, frieren Reproduktionsmediziner Eizellen ein.

Frauen mit späterem Kinderwunsch, teils auch ohne Partner, homosexuelle Paare und Mütter, die sich einer Chemotherapie unterziehen, nehmen oft diese Reproduktionstechnik in Anspruch, weil sie glauben, dies würde nicht nur die Rechte des Vaters, sondern auch die ethische Lage unkomplizierter machen. 

Die Chancen einer eintretenden Schwangerschaft ist jedoch höher, wenn man auf Embryos und nicht auf Eizellen zurückgreift. Nicht alle Embryos überleben ihr Einfrieren und ihr späteres Auftauen. 

Deshalb bevorzugen Reproduktionsmediziner aus rein technischen Gründen robustere Embryos. Obwohl man eigentlich nichts über die Langzeiteffekte weiß, welche die so erzeugten Kinder davontragen. 

Im Dezember 2019 veröffentlichten dänische Forscher eine Studie, in der sie berichteten, dass Kinder, die in ihrem Embryonenstaus eingefroren waren, später Krebs entwickelten. Darüber hinaus sind die gesundheitlichen Konsequenzen einer In-vitro-Fertilisation (künstliche  Befruchtung) wenig erforscht. 

Offene Fragen zur künstlichen Befruchtung (IVF)

Es ist 40 Jahre her, seitdem das erste Baby durch eine IVF entstand. Seitdem haben sich die Fruchtbarkeitsmethoden verändert. Allein der Zugang zu einer künstlichen Befruchtung ist leichter geworden, womit noch im höheren Alter an Nachwuchs zu denken ist.

Trotzdem bestehen viele offene Fragen. Kaum etwas ist über die psychische und physische frühkindliche Entwicklung der Kinder bekannt, die einst als Embryos oder auch nur als Eizelle/Samenzelle eingelagert waren.

In der am 10. Dezember 2019 im Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie untersuchte Marie Hargreave mit ihren Mitarbeitern über eine Million (genau: 1.085.172) Kinder, die zwischen 1996 bis 2012 aus eingefrorenen Embryos erzeugt wurden. Von 100.000 dieser Kinder hatten 44,4 Krebs bekommen. 

Eine Fruchtbarkeitsbehandlung war zwar gedacht, Probleme zu lösen, im Endeffekt kommen wir jedoch nicht darum herum, sie heraufzubeschwören. Diese Technologie sollte Unfruchtbaren zum Kind verhelfen. Ohne sie wären sie niemals fähig gewesen,biologische Kinder zu bekommen.

Einer Umfrage (PewResearch 2018) zufolge haben sich 1/3 der Amerikaner entweder selber einer Behandlung unterzogen oder sie kennen jemanden, der dies tat. All das hat nicht nur soziale, ethische und rechtliche Konsequenzen.

TITEL-BILDER: Zwei der sechs bioethischen Sachbücher unserer Autorin Breburda

Man fragt sich: welche Rechte haben Eltern? Was bedeutet es, Vater oder Mutter zu sein? Wer darf sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen? Und welche Instanz kann diese Fragen beantworten? 

Mangelnde Kontrolle in IVF-Kliniken

Im Sommer 2018 wurden in Kalifornien Embryonen vertauscht, so dass die Mutter nicht ihr biologisches Kind ausgetragen hatte. Dies zeigt, dass viele der 500 Fruchtbarkeitskliniken der USA sowie eigentlich der ganze Industriezweig weder einer Kontrolle noch Gesetzen unterliegen. 

Im November 2019 bemerkten Wissenschaftler, dass einige IVF-Kliniken Zusatzbehandlungen anboten, die keinerlei bewiesenen Gesundheitseffekte aufwiesen und eher dazu führten, dass die Frauen unfruchtbar blieben. 

In Großbritannien diskutiert man, ob Tote ihre Samenzellen spenden sollten und man diese als eine Art Organspende ansehen sollte. Man diskutiert allen Ernstes darüber, dadurch den Samenspenderpool zu vergrößern bzw. einer Knappheit von Samenspendern entgegenzutreten. Man ist allerdings über die ethische Ansicht verunsichert. Vor allem: Wer darf spenden und wie viel – in diesem Falle Samen – darf man von derselben Person beanspruchen?

„Moralisch gesehen“, sagt der Bioethiker Arthur Caplan, „ist es das Schlimmste, was man jemandem antun kann, dass man Nachkommen von ihm erzeugt, ohne dass sie ihr Einverständnis dazu gegeben haben.“  – Wie auch? Der Spender ist tot!

Literaturhinweis: Anna Medaris Miller: Cancer survivor must donate frozen embryos after divorce: court ruling. Insider, Jan 28. 2020

Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

AfD-Erklärungen zur Wahl in Thüringen

AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto) erklärt zur heutigen Wahl von Thomas Kemmerich als Ministerpräsident von Thüringen:

„Diese Ministerpräsidentenwahl ist der erste wichtige Mosaikstein einer grundlegenden politischen Wende in Deutschland. In Thüringen wurde heute ein neuer Ministerpräsident mit der bürgerlichen Mehrheit, die den Wählerwillen abbildet, ins Amt gewählt.

Der sozialistische Spuk  und die Amtszeit des Postkommunisten Ramelow hat damit ein Ende gefunden!“

Der stellv. AfD-Bundessprecher Stephan Brandner  –  ein Bundestagsabgeordneter aus Thüringen  –  kommentiert folgendes:

„Dank AfD steht eine bürgerliche Mehrheit in Thüringen. Ich hoffe, dass die Thüringer Politik jetzt bürgerlich wird und wir alle gemeinsam in der Lage sind, das rot-grüne Feuchtbiotop auszutrocknen.

Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich ist eher eine Notlösung, aber diese Nachteile mussten hingenommen werden. Ich wünsche Thüringen alles Gute mit seiner neuen bürgerlichen Mehrheit!“

 

 


Papst Franziskus beurlaubt Präfekt Gänswein

Hintergrund ist offenbar die unglücklich gelaufene Präsentation des Kleriker-Buchs von Kardinal Sarah, zu dem Benedikt XVI. einen Aufsatz über den Zölibat beigesteuert hatte.

Papst Franziskus hat den Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, auf unbestimmte Zeit beurlaubt. Das bestätigen Vatikankreise gegenüber der „Tagespost“, einer katholischen Wochenzeitung aus Würzburg.

Der Privatsekretär des emeritierten Papstes bleibt als Leiter der Präfektur, die für den Ablauf der öffentlichen Audienzen des Papstes zuständig ist, weiter im Amt, ist aber freigestellt, um mehr Zeit Benedikt XVI. widmen zu können. 

Hintergrund ist offenbar die unglücklich gelaufene Präsentation des Kleriker-Buchs von Kardinal Robert Sarah, zu dem Benedikt XVI. einen Aufsatz über das katholische Priestertum beigesteuert hatte.

Die Aufmachung, die das Verlagshaus Fayard in Frankreich dem Buch gegeben hatte, erweckte im ersten Moment den Eindruck, beide – der emeritierte Papst und der Präfekt der Gottesdienstkongregation – wollten dem amtierenden Papst vorschreiben, wie er die von der Amazonas-Synode aufgeworfenen Frage der „viri probati“ zu lösen habe.  

Als das Buch ausgeliefert wurde, konnte man nachlesen, dass Benedikt in seinem Beitrag auf jede Einmischung in aktuelle Debatten verzichtet und über die pneumatologisch-christologisch Exegese des Übergangs des Priestertum vom Alten zum Neuen Bund geschrieben hatte.

Jedoch hatte es zwischen Gänswein und Sarah Meinungsverschiedenheiten und widersprüchliche Darstellungen der Genese des Buchs gegeben. Der Präfekt des Päpstlichen Hauses wird derzeit bei den öffentlichen Audienzen des Papstes von dem Regenten der Präfektur, Leonardo Sapienza, vertreten.

Wann Gänswein seine Tätigkeit in der Präfektur wieder aufnehmen wird, ist ungewiss.

Vatikan-Experte Guido Horst beleuchtet in der kommenden Ausgabe der Tagespost, warum sich dieser Schritt bereits länger angekündigt haben könnte.

Quelle: Pressemeldung der Tagespost, Berner Straße 2 in 97084 Würzburg
www.die-tagespost.de
www.facebook.com/DieTagespost


Zu WDR-Falschmeldungen über die JVA Kleve

Wie „FOCUS-online“ kürzlich berichtet hat, konnten zwei Fernsehmagazine des WDR in Zusammenhang mit einem Vorfall in der JVA (Justizvollzugsanstalt) Kleve durch einen staatsanwaltlichen Bericht der Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen überführt werden.

Hintergrund war ein selbstgelegter Zellenbrand, bei dem ein syrischer Migrant ums Leben gekommen ist. Laut Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Kleve haben Mitarbeiter der Sendung „Monitor“ einem Mithäftling des Verstorbenen nach dessen Angaben 300 Euro gezahlt, um ihm eine unzutreffende Aussage zum Tatablauf in den Mund zu legen.

Weiterhin haben die Sendungen „Monitor“ und „Westpol“ versucht, der Justiz fälschlicherweise ein Mitverschulden am Tod des Häftlings anzuhängen.

Auch Äußerungen von Georg Restle, Leiter und Moderator von „Monitor“, wonach es sich bei dem verstorbenen Syrer um ein unbescholtenes Blatt handele, stellt „Focus online“ klar: Der Inhaftierung gingen zahlreiche Gewalt-, Drogen- und sexuelle Delikte voraus; er sei ein „Problemfall“ gewesen.  

Zu dieser WDR-Berichterstattung erklärt der AfD-Kulturbeauftragte und Bundestagsabgeordnete Thomas Ehrhorn:

„Was WDR-Magazine hier veranstaltet haben, ist ein weiterer Medienskandal. Ein Journalismus, der auf diese Art und Weise manipuliert, hat im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nichts zu suchen.

Wenn der WDR nicht vollends seine Glaubwürdigkeit verlieren will, muss er jetzt personelle Konsequenzen ziehen und die verantwortlichen Personen, allen voran Georg Restle, umgehend entlassen.“