Dokumentation: Offener Brief der beiden Bundessprecher der AfD an alle Mitglieder

.
Schreiben der AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto) und Tino Chrupalla an alle AfD-Mitglieder:

Liebe Mitglieder,

die Morde von Hanau sind ein entsetzliches Verbrechen. Wir alle trauern um die Opfer dieser schrecklichen Tat und fühlen mit den Angehörigen. Unter den zehn Getöteten ist auch die Mutter zweier Kinder, die in einem Kiosk neben der von dem Täter überfallenen Shisha-Bar arbeitete. Sie wurde nur 35 Jahre alt, ihre Kinder sind nun Halbwaisen.

Das Leid von Hanau ist kaum in Worte zu fassen. Es lastet schwer auf unserer Gesellschaft und droht sie weiter zu spalten, weil sich neben der stillen Trauer Wut und Hass Bahn brechen. Auch wir sind voller Trauer über das Geschehene und darüber, dass so etwas in unserem Land überhaupt möglich ist.

Um es ganz deutlich zu sagen: Die Tat von Hanau ist ein rassistisches Verbrechen. Ihr Motiv war Ausländerhass. Auch wenn Ärzte heute von einem psychisch schwer geschädigten Täter sprechen: Die Morde von Hanau sind wie der Mord an Walter Lübcke und die Morde von Halle eine Schande für Deutschland.

Und wir sind zutiefst betroffen, dass all diese Taten nicht verhindert werden konnten. Das heißt, wir müssen prüfen, ob es Versäumnisse bei den Sicherheitsbehörden oder anderen Einrichtungen gab.

Zugleich müssen jetzt alle demokratischen Kräfte in unserem Land gegen jede Form von Extremismus zusammenstehen. Wir als AfD dürfen und werden es nicht zulassen, dass extremistische Gewalttäter den gesellschaftlichen Frieden zerstören.

Ebenso wenig aber werden wir es zulassen, dass der politische Gegner und Teile der Medien uns in diesem Kampf für Freiheit, Demokratie und den Rechtsstaat ausgrenzen und in die Nähe des Rechtsextremismus rücken wollen.

Allerdings müssen wir uns auch fragen, warum es unserem politischen Gegnern gelingt, uns überhaupt mit solch einem Verbrechen in Verbindung zu bringen. Dieser Frage müssen wir uns stellen, auch wenn es schwerfällt.

Unsere Partei steht programmatisch fest auf dem Boden des Grundgesetzes. Wir bekennen uns zum Völkerrecht und erheben die Würde des Menschen zur Maxime unserer Politik. So steht es im Parteiprogramm. Und genau aus diesem Grund hat sich die AfD formiert: weil wir unsere eigenen Grund- und Menschenrechte bedroht sehen.

Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass wir anderen Menschen oder Völkern das Existenzrecht absprechen, oder sie abschätzig behandeln. Derartige Sichtweisen lehnen wir im Gegenteil strikt ab. Sie gehören nicht zu den guten deutschen Traditionen, die wir bewahren wollen. Wer sich rassistisch und verächtlich über Ausländer und fremde Kulturen äußert, handelt ehrlos und unanständig und damit gegen Deutschland und gegen die AfD.

Wir verteidigen die Freiheit gegen alle Feinde der Demokratie. Gegen Rechtsextremisten ebenso wie gegen Linksextremisten. Wir machen Politik zum Wohle unseres Landes. Dabei waren wir in den vergangenen Jahren außerordentlich erfolgreich. Wir haben in Ostdeutschland Wahlergebnisse weit über zwanzig Prozent erzielt. Die Menschen vertrauen uns. Aber genau das ist der Grund, warum die anderen Parteien uns nun mit allen Mitteln angreifen, also auch mit unlauteren.

In den Kreisverbänden und Ortsvereinen wird euch die Arbeit deshalb, weiß Gott, nicht leicht gemacht. Ständig werden Anschläge auf unsere Parteibüros verübt. Ihr werdet als Nazis und Faschisten beschimpft, nicht wenige Repräsentanten der Partei erhalten Morddrohungen.

Doch von alldem dürfen wir uns nicht entmutigen lassen! Wir kämpfen für eine gerechte Sache.

Wir kämpfen für den Erhalt einer freien und lebenswerten Gesellschaft und den Fortbestand der Demokratie. Wer, wenn nicht wir, könnte den notwendigen politischen Wandel in Gang bringen?

Wir wünschen unserem Land die Kraft, die es braucht, diese aufgeheizten Zeiten unbeschadet zu überstehen. Wir wünschen unserem Land eine Rückkehr zu inneren Frieden. Und wir wünschen unserer Partei die Stärke und die Fantasie, ihren Teil dazu beizutragen.

Wir trauern mit den Angehörigen aller Opfer der Tragödie von Hanau. Und wir trauern für unser Land, dem diese schrecklichen Dinge derzeit widerfahren. Aber wir dürfen nicht verzagen! Denn obwohl es die Medien gerne anders darstellen: Die Bürger unseres Landes lassen sich nicht für dumm verkaufen. Viele Menschen stehen auf unserer Seite! Das haben wir an den Wahlergebnissen im Osten gesehen. AfD wirkt!

Es grüßen euch herzlichst
Eure Bundessprecher Tino Chrupalla und Prof. Dr. Jörg Meuthen

Quelle: https://de-de.facebook.com/Prof.Dr.Joerg.Meuthen/posts/1554025041412862?__tn__=K-R


7 Kommentare on “Dokumentation: Offener Brief der beiden Bundessprecher der AfD an alle Mitglieder”

  1. Anonymous sagt:

    Ganz offensichtlich waren Tino Chrupalla und Prof. Dr. Jörg Meuthen die letzten Jahre auf einer einsamen Insel im Urlaub, wenn sie allen Ernstes behaupten, die AfD erhebe die Würde des Menschen zur Maxime ihrer Politik. Das gilt jedenfalls dann nicht, wenn diese Menschen Migranten sind. Wer es nicht schafft, einen Björn Höcke aus der Partei auszuschließen, obwohl es dazu einen Vorstandbeschluß gibt, sondern ihn sogar in der Mitte der AfD verortet, vertritt ein sehr merkwürdiges Verständnis von Menschenwürde.

    Höcke hat in seinem Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“ eindeutig klar gelegt, was er vorhat:

    Die gewaltsame Vertreibung aller Migranten aus Deutschland zusammen mit den Deutschen, die seine Auffassungen nicht teilen. Dazu bedürfe es nur eines „Uomo virtuoso“ der „als alleiniger Inhaber der Staatsmacht ein zerrüttetes Gemeinwesen wieder in Ordnung bringen“ könne. Also eines Diktators. Näheres dazu findet man hier:

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/rechtsextremismus-bjoern-hoecke-afd-fluegel-rechte-gewalt-faschismus/komplettansicht

    Tja, und so spricht man halt Menschen an, denen das nicht schnell genug geht und die ein bisschen „nachhelfen“.

    Liken

  2. Holger Jahndel sagt:

    Mit dem Zeitgeist vermählt – die Selbstzerstörung der CDU

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/mit-dem-zeitgeist-vermaehlt/

    Liken

  3. Marienzweig sagt:

    Aus obigem Schreiben an alle AfD-Mitglieder:
    „Denn obwohl es die Medien gerne anders darstellen: Die Bürger unseres Landes lassen sich nicht für dumm verkaufen.“

    Da habe ich meine Zweifel.
    Menschen lassen sich sehr wohl manipulieren, man muss nur die richtigen Strategien einsetzen.
    Die Altparteien fühlen sich durch die AfD massiv herausgefordert und werden daher alles daran setzen, sie dem Wählervolk als Sündenbock zu präsentieren, nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein.

    Doch davon abgesehen, vielleicht ist es für die AfD heilsam zu lernen, auch einmal Rückschlage einzustecken und daran zu wachsen.
    Nur immer Wahlerfolge verzeichnen zu können, kann auf Dauer zu mangelnder Reflektion und auch Hochmut verleiten.
    Sein eigenes Verhalten immer einmal wieder kritisch zu hinterfragen, tut jedem von uns not und ist sicher auch hilfreich für eine Partei, die für Werte steht oder stehen will.

    Gefällt 3 Personen

  4. Bernd L. Mueller sagt:

    ……. wir sind und bleiben wehrhafte Demokraten. Friedlich, ohne Hass und Gewalt, dem Nächsten zugetan, immer hilfsbereit.

    Fremdenfeindlchkeit ist uns total fremd, viele unserer Freunde, Verwandten haben einen Migrationshintergrund und das ist gut so.

    Jeder Bürger/in mit friedlicher Intention soll und kann nach eigener Facon leben.

    Naiv sind wir gleichwohl nicht, wir sind und bleiben auch Deutsche. So wie es die Italiener, Franzosen, Polen, Ungarn, alle Nachbarn um uns herum, US-Amerikaner und auch Mittel- und Südamerikaner sind.

    Eigentlich einfach leben, so wie es alle anderen friedliebenden Nationen auch machen.

    Liken

  5. Stefan Kunz sagt:

    An sich ist Ihrem Text nichts hinzuzufügen Hr. Meuthen!
    Aber Sie haben offene Fragen eingebaut, es obliegt an sich nicht mir, diese zu beantworten. Aber wenn man sich mit den Geschehnissen auseinandersetzt, dann sucht man und man findet sie.
    Die AfD ist rechts auf der Politskala einzuordnen, nichts schlimmes, oder?
    Das Problem ist, dass schon vor vielen Jahren die Menschen einseitig geprägt wurden. Im Geschichtsuntericht hiess es eindeutig „NAZIS WAREN RECHTE“. Keiner hat sich darüber groß einen Kopf gemacht. Weil Rechts war ja rechts der damaligen CDU/CSU und damit war es egal und unbedeutend.
    Nun ist die damalige CDU/CSU extrem nach links versetzt worden, und an sich hat die AfD die frühere Position dieser Union eingenommen.
    Hier kommt das nächste Thema dazu, diesen Linksruck wollen viele nicht wahr haben! Weil aus Bequemlichkeit nicht sein darf, was aber real passiert ist!
    Dann das seit Kindesbeinen vorprogrammierte „Nazis sind rechts“ und die „Afd ist rechts der CDU/CSU“!
    1990 kam zusammen, was eigentlich zusammengehört, aber das ganze war nach rd. 45 Jahren nicht einfach, aus meiner Sicht, das Zusammpacken zweier gegenläufige Magnetpole in einen Kasten zu packen. Und hinzu kommt, dass meines Erachtens von aussen verschiedene Pläne mit eingepackt wurden. Einer dieser teils perversen Pläne ist das, was wir meines Erachtens zur Zeit erleben! Das, was die „OSSIS“ uns „WESSIS“ an Erfahrung voraus haben. Die Sozialistische Wiederauferstehung eines mit Verstand betrachteten totgeborenen Kindes. Denn Sozialismus wäre nur dann wirklich funktionsfähig, wenn der Führer/in gleichgestellt, in rechtlicher, monetärer und allen sonstigen Ansichten wie jeder Hilfsarbeiter/in. Und da dieser Punkt nicht umsetzbar ist, wird ein Sozialismus nie selbstständig funktionieren und kann nur mit Gewalt aufrechterhalten werden.
    Da wir in Geamtdeutschland bereits einen gescheiterten Versuch und im Osten unseres Landes zwei gescheiterte Versuche erlebt haben, wäre ein erneuter Versuch tödlich für dieses Land.
    Da hilft auch nichts, dass man dieser Sache einen kapitalistischen Anstrich verleihen möchte! Denn wenn man es offen, unabhängig und geschichtsforschend beurteilt, dürfte man dann nicht auch viele Fehler wiederholen.

    Gefällt 1 Person

  6. Schlecht und nicht durchdacht.
    Gegen SCHIZOPHRENE kann man nichts machen.
    Seine Gedanken waren 21 JAHRE ALT! Die AFD ist aber nicht fähig, so auf die Fragen der Reporter zu antworten. Hat niemand in der AFD das Manifest gelesen? Peinlich!

    Die AFD kann dafür genau so wenig wie die Parteien vor 21 Jahren, die es damals gab.

    Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s