Der Shutdown widerlegt Diesel-Fahrverbote

Die seit dem 23.3.2020 geltenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 haben zu einem drastischen Rückgang des Kraftfahrverkehrs in Deutschland geführt. Stichproben in Baden-Württemberg haben ergeben, dass es im gleichen Zeitraum zu keiner korrelierenden Reduktion der Stickoxide (NOx)-und Feinstaub-Werte gekommen ist.

So stieg laut den Immissionsdaten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg der NOx-Messwert am Stuttgarter Neckartor im Vergleich zur Vorwoche sogar leicht an. In Mannheim haben sich an den Messstellen Mannheim Nord und am Friedrichsring die Feinstaub-Messwerte vom 23. März bis zum 28. März sogar mehr als verfünffacht.

Marc Bernhard, Sprecher der baden-württembergischen Landesgruppe der AfD-Bundestagsfraktion, erklärt hierzu:

„Seit Jahren kritisiert die AfD-Fraktion die klima-ideologisch motivierte Dämonisierung innovativer Verbrennungsmotoren und die wirtschaftsfeindlichen Fahrverbote aufgrund abstruser EU-Grenzwerte – und verlangt eine Umwelt- und Verkehrspolitik, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert.

Im Zuge der Corona-Maßnahmen zeigt sich nun, dass Diesel-Fahrverbote überhaupt nichts bringen:

Während der Kontaktsperre stagnieren auf Deutschlands autofreien Straßen die Messwerte für Stickoxide und explodieren die Feinstaub-Werte geradezu. Die Ursachen für die Luftverschmutzung in unseren Städten müssen offensichtlich woanders liegen.

Hier zeichnet sich ein Skandal sondergleichen ab. Die unsozialen Diesel-Fahrverbote kamen für die betroffenen Bürger einer Enteignung gleich.

Zudem ist der ökosozialistisch motivierte Umstieg auf Elektroantriebe eine der Hauptursachen für die gegenwärtige Krise der deutschen Automobilbranche und führt perspektivisch dazu, dass bis 2030 rund 50 Prozent aller Arbeitsplätze im produzierenden Bereich gefährdet sein werden.

Die Regierung trägt für diese desaströse Entwicklung die Verantwortung. Anstatt ihre schützende Hand über unsere Schlüsselindustrie und hiesige Arbeitsplätze zu halten, hat sie die deutsche Automobilindustrie ohne Not einem technologischen Strukturbruch ausgesetzt, der immer mehr zum ökonomischen Desaster wird.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mit ihren zu befürchtenden ökonomischen Verwerfungen muss in der Umwelt- und Verkehrspolitik endlich eine Kehrtwende erfolgen. Die Diesel-Fahrverbote gehören aufgehoben.

Deutschland kann sich grünideologische, wirtschaftsfeindliche Experimente nicht mehr leisten.“


Erneut Journalistin in Mexiko ermordet

Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt den Mord an der mexikanischen Journalistin Maria Elena Ferral. Die Reporterin der Lokalzeitung Diario de Xalapa und Chefin der Online-Zeitung Quinto Poder starb am Montag im Krankenhaus, nachdem sie in Papantla im Bundestaat Veracruz niedergeschossen worden war.

Zwei Personen auf einem Motorrad sollen das Feuer auf sie eröffnet haben, als sie gerade in ihr Auto steigen wollte. Ferral hatte vor ihrem Tod mehrfach Morddrohungen aus der Lokalpolitik angezeigt

Im linkssozialistisch regierten Mexiko werden mehr Medienschaffende ermordet als in jedem anderen Land der Welt, in dem kein Krieg herrscht.

Im vergangenen Jahr wurden dort zehn Journalist/innen wegen ihrer Arbeit getötet. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten.

Medienschaffende werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Der Bundestaat Veracruz ist eine der gefährlichsten Regionen Mexikos.

Beinahe alle Journalistenmorde in Mexiko bleiben unbestraft. Deshalb ist es als wichtiges Signal zu werten, dass Mitte März im Mordfall Miroslava Valducea ein Mitglied einer kriminellen Bande schuldig gesprochen wurde. Es war der erste Schuldspruch nach einem Journalistenmord in Mexiko überhaupt.

Vollständige Meldung hier: www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/journalistin-in-mexiko-ermordet/


GOTT befreit alle, die dem Tod geweiht sind

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 102 (101), 2-3 ff
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HERR, höre mein Gebet!
Mein Schreien dringe zu dir.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!
Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!
Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!
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Dann fürchten die Völker den Namen des HERRN
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn der HERR baut Zion wieder auf
und erscheint in all seiner Herrlichkeit.
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ER wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
ihre Bitten verschmäht ER nicht.
Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,
damit das Volk, das noch erschaffen wird, den HERRN lobpreise.
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Denn der Ewige schaut herab aus heiliger Höhe,
vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;
ER will auf das Seufzen der Gefangenen hören
und alle befreien, die dem Tod geweiht sind.
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„Kath.net“ über Corona und Erscheinungen…

Von Felizitas Küble

Das charismatische und erscheinungsbewegte Nachrichtenportal „Kath.net“ würde seinen selbstgesetzten Auftrag verfehlen, wenn es nicht zur derzeitigen Pandemie auch einige „passende“ Botschaften zu bieten hätte, mögen auch die präsentierten Zusammenhänge reichlich an den Haaren herbeigezogen sein.

Kein Geringerer als der katholische Buchautor und Historiker Michael Hesemann, der für seine „mystischen“ Neigungen bekannt ist, nimmt sich am heutigen 31. März dieses Themas an – und zwar unter dem Titel „Marienerscheinungen und die Corona-Krise“: https://www.kath.net/news/71173

Seine Ausführungen über die kirchlich nicht anerkannten Privatoffenbarungen von Garabandal können wir momentan vernachlässigen, zumal hier keine Corona-Seuche angekündigt wurde. 

Am Schluß befaßt sich der Autor mit den Visionen von TREVIGNANO ROMANO bei Rom:

Das Ehepaar Gisella und Gianni erlebte nach einer Pilgerfahrt nach Medjugorje viele „Zeichen und Wunder“ – wen wunderts?

Es gab angeblich „blutige Tränen“ an einer dort gekauften Madonnenfigur, sodann „Tränenwunder“ bei einem Faustyna-Jesus, ab Juni 2016 folgten Marienerscheinungen. 

Hesemann schreibt: „Ein Sonnenwunder und diverse Zeichen am Himmel, die u.a. auch fotografiert und gefilmt wurden, scheinen ihren übernatürlichen Ursprung zu bestätigen.“

Wundersame Sonnenphänomene soll es in Medjugorje ebenfalls zuhauf gegeben haben, übrigens auch in Heroldsbach und Montichiari (kirchlich ebenfalls nicht anerkannte Erscheinungsstätten).

Der Verfasser verweist auf eine Trevignano-Botschaft vom 18.6.2016: „Pestilenz, Elend und Seuchen werden Rom befallen, was Tod und Verzweiflung geben wird.“

Warum ist hier nur von der italienischen Hauptstadt die Rede, zumal diese durchaus nicht das Zentrum der Corona-Pandemie ist?

Am 10.10.2016 heißt es in den „Offenbarungen“ an das erwähnte Ehepaar: „Bete, dass eine Krankheit, für die es keine Heilung gibt, ausgerottet werden kann.“

Bekanntlich werden die meisten Corona-Infizierten sehr wohl geheilt – auch die Mehrzahl der konkret Erkrankten.

Am 17.1.2017 verkündete die angebliche Madonnenerscheinung folgendes: „Bald werdet ihr gezwungen sein, wieder in euren Häusern zu beten. Haltet euch am täglichen Gebet des Heiligen Rosenkranzes fest, der der einzige Schild ist, der euch vor dem Bösen schützen wird.

Warum sollte das Rosenkranzgebet   – das gewiß empfehlenswert ist – das „einzige“ Schild sein, das uns „vor dem Bösen schützt“?

Was ist mit dem Vaterunser? Dem Angelus? Den 150 Psalmen? Der Bibellektüre? Der geistlichen Kommunion?

Wenn der Rosenkranz, den es erst seit dem 15. Jahrhundert gibt, das „einzige Schild“ ist, womit haben sich dann die Christen davor 1500 Jahre lang vor dem Bösen „geschützt“?

Am 20.7.2019 lautet die Botschaft von oben, nun sei die „Zeit der Gerechtigkeit“ gekommen: „Ihr werdet Feuerbälle vom Himmel kommen sehen, die Erde wird nicht aufhören zu zittern, alte und begrabene Krankheiten werden zurückkehren und neue Krankheiten werden sich ausbreiten.“

Hesemann schreibt sodann:

„Die deutlichste Ankündigung aber erfolgte, und das ist dokumentiert, am 28.9.2019, als die Erscheinung verkünden ließ: „Bete für China, denn von dort werden neue Krankheiten kommen. Alles ist bereit, die Luft mit unbekannten Bakterien zu verschmutzen.“

Erstens geht es bei Corona nicht um „unbekannte Bakterien“, zweitens kamen aus China auch schon vorher „neue Krankheiten“ (Näheres dazu etwa in dem 2019 erschienenen Buch von Dr. med. Edith Breburda mit dem Titel „Gentopia“).

Langer Rede kurzer Sinn: Die von Heesemann naiv zitierten Botschaften sind entweder allgemein gehalten oder sie treffen nicht ins Schwarze. Er hätte sich seinen Artikel also sparen können.


Israel: Genesungswünsche und Gebetszusagen an kranke Politiker von Präsident Rivlin

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin schickte am Sonntag, dem 29. März 2020, Briefe mit Wünschen für eine rasche Genesung an den Prinzen von Wales (Prinz Charles), den britischen Premierminister Boris Johnson, an Fürst Albert II. von Monaco und den Staatsminister von Monaco, Serge Telle, die sich alle mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.

In seinem Brief schrieb Rivlin:

„In unseren täglichen Gebeten sagen wir dreimal am Tag, dass der Allmächtige ‚ein treuer und barmherziger Heiler ist – rofe ne’eman ve’rachaman ata‘.
Es scheint mir, dass dieses Gebet in diesen Tagen eine besondere Bedeutung für die Menschen hat.“

BILD: Präsident Rivlin mit Papst Franziskus in Rom

Der Staatspräsident betonte, dass die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Coronavirus von entscheidender Bedeutung sei und  Israel mit der Weltgemeinschaft zusammenarbeiten wird, um eine Lösung zu finden.

Er schrieb zudem:

„Das Virus macht keinen Unterschied zwischen den nationalen Grenzen, und internationale Zusammenarbeit ist für die Bekämpfung des Virus unerlässlich. Obwohl viele von uns jetzt isoliert sind und wir auf unsere Reserven an Geduld und Nachsicht zurückgreifen müssen, ist die Welt kleiner geworden, und wir geben einander Kraft. Gemeinsam werden wir diese schwierige Zeit überwinden.“

Quelle: http://www.botschaftisrael.de/2020/03/30/praesident-rivlin-sendet-genesungswuensche/


BKA: Amoklauf von Hanau nicht rechtsextrem, sondern verschwörungsfixiert motiviert

Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) haben den Amoklauf von Hanau nicht als rechtsextreme Tat eingestuft. Vielmehr habe der 43 Jahre alte Tobias R. seine Opfer gezielt ausgewählt, um eine möglichst große Aufmerksamkeit für seine Verschwörungsphantasien zu erlangen, berichteten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung am Wochenende. Rassismus sei aber nicht sein Hauptmotiv gewesen.

Tobias R. war Mitte Februar durch die hessische Stadt Hanau gezogen und hatte neun Personen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später fanden Ermittler ihn und seine Mutter tot in ihrer Wohnung. 

Zahlreiche Politiker und Journalisten hatten die AfD und rechte Medien in inhaltliche Nähe zum Täter gerückt. Tobias R. hatte auf seiner Website mehrere Dokumente und Videos veröffentlicht. Darin schrieb er u.a., er werde von einem Geheimdienst überwacht, genauso wie Tausende andere Deutsche auch. Der Dienst mit US-amerikanischem Hintergrund oder Verbindungen in die Vereinigten Staaten habe die Fähigkeit, sich in die Gehirne von Menschen „einzuklinken“ und sie fernzusteuern

Wie der Rechercheverbund weiter berichtete, habe Rassismus in der Weltanschauung von Tobias R. keine dominierende Rolle gespielt. Zudem sei der Mann seinen Nachbarn nicht durch rassistische Äußerungen aufgefallen.

Er habe sich vor allem in Verschwörungsmythen rund um Geheimdienste hineingesteigert und habe an Verfolgungswahn gelitten.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/bundeskriminalamt-stuft-bluttat-von-hanau-nicht-als-rechtsextrem-ein/

KOMMENTAR von VERA LENGSFELD, ehem. Bürgerrechtlerin und CDU-Parlamentarierin: https://vera-lengsfeld.de/2020/03/30/attentaeter-von-hanau-war-kein-rechtsextremist-sagt-das-bka/

 


Kuba: Kommunistische Diktatur leugnet den medizinischen Dauernotstand

Bei ihrer Ankunft am Mailänder Flughafen trugen sie Masken und weiße Arztkittel. Als sie begleitet vom Blitzlichtgewitter der Medienverteter in den Bus stiegen, schwenkten sie kubanische und italienische Flaggen – so wirbt Kuba im Ausland für das eigene Gesundheitsssystem.

Das kommunistische Regime schickte 35 Ärzte und 16 Pfleger nach Italien, um dem Land bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu helfen. Die Mediziner sind in der stark betroffenen Lombardei im Einsatz.

„Was auf den ersten Blick wie ein Akt der Nächstenliebe wirkt, ist in Wahrheit vor allem Propaganda und eine wichtige Devisenquelle für den Inselstaat“, erklärt Martin Lessenthin (siehe Foto), Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Während Kuba seit Jahren Ärzte in dutzende Länder weltweit entsende, leide das kubanische Volk unter der schlechten medizinischen Versorgung, mangelhaften hygienischen Zuständen in Krankenhäusern und einer Zweiklassen-Medizin.

Kuba hat zu spät auf die Corona-Krise reagiert

Während viele Staaten schon unter der Coronavirus-Pandemie litten, hat Kuba sich lange Zeit noch als Urlaubsparadies und Zufluchtsort vor dem neuartigen Virus dargestellt. Bis Mitte März sind Touristen auf die Karibikinsel gereist. Bürgerrechtler, wie zum Beispiel Yoani Sanchez, prangern daher an, dass der Tourismus viel zu spät gestoppt wurde, weil das kubanische Regime von der „Überlegenheit des eigenen Gesundheitssystems“ ausgegangen sei.

Inzwischen sind auf der Karibikinsel laut der Johns Hopkins University aktuell 139 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit 24. März dürfen für 30 Tage keine Ausländer mehr auf die Insel, 60.000 Urlauber mussten schnell die Heimreise antreten. Kubaner, die sich im Ausland aufgehalten haben, müssen sich nach ihrer Rückkehr in eine 14-tägige Isolation begeben. Aktuell stehen mehr als 36.000 Kubaner unter Quarantäne.

Bei der Identifizierung weiterer COVID-19-Fälle geht das Regime einen eigentümlichen Weg: Mehr als 28.000 Medizinstudenten sind in den Ortschaften unterwegs, um bei den Bewohnern neue Infektionen aufzuspüren. Nach Aussagen von Studenten ist der Dienst nicht freiwillig und sie dürfen dabei auch keine Masken tragen, um die Menschen nicht in Panik zu versetzen.

Die gesammelten Daten werden an das Gesundheitsministerium weitergeleitet. „In den Krankenhäusern, in denen nicht die Touristen, sondern die normalen Bürger behandelt werden, fehlt es an allem – Hygiene, Medikamenten und medizinischen Geräten – dort herrschen katastrophale Zustände. Daher ist zu erwarten, dass sich der Coronavirus auch auf der Insel noch weiter ausbreitet“, so Lessenthin.

Während Kuba also in anderen Ländern bei der Pandemiebekämpfung helfe, sei das eigene Gesundheitssystem nur unzureichend auf die kommende Krise vorbereitet.

Mediziner-Export als Haupteinnahmequelle

Die Entsendung von Medizinern ist eine wichtige Einnahmequelle für den Inselstaat. Laut Schätzungen der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) nimmt das kubanische Regime mit dem Medizin-Export jährlich etwa elf Milliarden US-Dollar ein – mehr als mit dem Verkauf von Zucker, Tabak oder Rum.

Nach Aussage des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel gehe es der Regierung aber ausschließlich darum, die Gesundheit der eigenen Bürger sicherzustellen. Diese Verantwortung führe dazu, dass sich Kuba solidarisch mit anderen Ländern zeige und ihnen Unterstützung anbiete.

Momentan sind kubanische Mediziner laut Aussagen der Regierung in 31 Staaten – unter anderem in Jamaika, Belize und Nicaragua – gegen das Coronavirus aktiv. Laut Medienberichten überlegt auch Brasilien, tausenden kubanischen Medizinern wieder eine Arbeitserlaubnis auszustellen. Die kubanische Botschaft in Argentinien hat angeboten, 500 Ärzte nach Buenos Aires zu schicken.

Kubanische Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern sind aufgrund ihrer Erfahrung bei Katastrophen und schweren Epidemien hoch angesehen.

„Die Regierung behält aber 75 bis 90 Prozent des Gehalts der Ärzte, die ins Ausland geschickt werden, denn es geht dem Regime nur um die Devisen. Wenn die Mediziner in den jeweiligen Ländern bleiben wollen, betrachtet die Regierung das als desertieren und bestraft dies mit einem Einreiseverbot von mindestens acht Jahren“, berichtet Dr. Ariel Ruiz Urquiola, kubanischer Biologe, Umweltschützer und ehemaliger politischer Gefangener.

Nicht selten werden kubanische Ärzte auch zum politischen Spielball der jeweiligen Länder, in die sie entsandt werden. So sollten sie – entgegen des hippokratischen Eids – vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela je nach politischer Ausrichtung medizinische Behandlung verweigern oder eine Versorgung mit Medikamenten an die richtige Wahlentscheidung koppeln.

Desolates Gesundheitssystem des Inselstaates

Das kubanische Gesundheitssystem ist ganz anders als sein guter Ruf. „Kubaner haben keinen Zugang zu einem effizienten Gesundheitssystem: Die hygienischen Bedingungen in den Krankenhäusern und die Ausstattung mit medizinischen Geräten ist schlecht. Außerdem besteht ein Mangel an bestimmten Medikamenten“, erläutert Dr. Ruiz.

Das Regime des kommunistischen Inselstaates brüstet sich seit Jahren damit, dass das kubanische Gesundheitssystem kostenlos ist und einen hohen internationalen Standard aufweist. Während es aber manche Behandlungen auf Kuba ausschließlich gegen Bezahlung gibt, werden viele Ärzte von den Familien der Patienten bestochen, um eine bessere Behandlung zu bekommen.

„Bauern verschenken Lebensmittel, wie Schweinefleisch oder Milch, Fischer bringen Fisch. Wer in einer Bäckerei arbeitet, zweigt Mehl oder Brot ab, Automechaniker Ersatzteile und Angestellte der städtischen Omnibusbetriebe Diesel”, so Omara Ruiz Urquiola, die Schwester des kubanischen Umweltschützers. Fachärzte sind in dem Inselstaat Mangelware. Regimekritikern werden oft Behandlungen und Medikamente vorenthalten.

Um das Bild einer exzellenten Gesundheitsversorgung auf internationaler Ebene zu wahren, werden erkrankte Touristen nur in speziellen Ausländerkliniken, so genannten Clinicas Internacionales, behandelt, die einen hohen Standard aufweisen. Hier haben normale Kubaner keinen Zutritt.

Weitere Infos zu Menschenrechten auf Kuba: www.igfm.de/kuba


Israel: Antivirales Mittel für Shrimps könnte gegen das Coronavirus helfen

Der israelische Wissenschaftler und Unternehmer Prof. Avi Schroeder arbeitet an einem vorbeugenden Medikament gegen das Coronavirus, indem er einen Lebensmittelzusatzstoff für Garnelen anpasst.

Das Projekt ist eines von mehreren Notfallprojekten, die im Mittelpunkt der Arbeit von 20 verschiedenen Laboren am Technion Institute of Technology stehen, die rund um die Uhr an Coronavirus-Impfstoffen, therapeutischen Behandlungen, diagnostischen Methoden und Behandlungsmethoden für Patienten arbeiten.

Der 43-jährige Wissenschaftler ist Mitglied der Wolfson-Fakultät für Chemieingenieurwesen der Technion. Sein Labor entwickelte zunächst einen Lebensmittelzusatzstoff, um das Immunsystem von Tieren zu stärken und sie vor Viruserkrankungen zu schützen.

Diese Erfindung bildete die Grundlage für sein eigenes kommerzialisiertes Start-up-Unternehmen ViAqua Therapeutics, das die Entwicklung des Arzneimittels auf Garnelen konzentrierte, da jährlich über 30% der weltweiten Garnelenpopulation durch eine als White-Spot-Syndrom bekannte Viruserkrankung ausgelöscht werden

Diese Entwicklung wurde durch frühere Studien von der Technion motiviert, in denen vorausgesagt wurde, dass Viren die größte Bedrohung für das Tierleben darstellen würden.

Quelle: http://www.botschaftisrael.de/2020/03/30/antivirales-mittel-fuer-shrimps-koennte-gegen-coronavirus-helfen/


Jutta Ditfurth kündigt Klage gegen Nuhr an

Die ehem. Grünenpolitikerin und Frankfurter Stadtverordnete, Jutta Ditfurth, hat dem Kabarettisten Dieter Nuhr mit juristischen Konsequenzen gedroht. Nuhr hatte vergangenen Donnerstag in seiner gleichnamigen ARD-Sendung den Spendenaufruf Ditfurths in eigener Sache kritisiert.

„In seinem Beitrag sind gleich mehrere falsche Tatsachenbehauptungen, – über mein Einkommen zum Beispiel, oder daß ich die AfD habe ‘anhusten wollen` –, die meinen Anwalt beschäftigen werden“, sagte Ditfurth der Frankfurter Rundschau.

Ende Februar hatte Difturth auf Twitter geschrieben, sie wolle sich grippekrank in das Stadtparlament „schleppen und niesend durch die Reihen der AfD gehen“. Der Beitrag ist mittlerweile gelöscht und sie erklärte, es sei nur ein Scherz gewesen.

Nuhr hatte Ditfurths Appell an ihre Unterstützer als dreist bezeichnet. „Ich erzähle das nicht aus Häme, sondern aus Fassungslosigkeit. Denn ich glaube, es gibt eine Menge Menschen, deren Notstand gerade erheblich gravierender ist als der von Frau Ditfurth.“ Doch denen fehle es an der „Dreistigkeit“, öffentlich um Spenden zu bitten.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/nach-kritik-an-spendenaufruf-ditfurth-droht-nuhr-mit-anwalt/

Unser früherer Artikel über Ditfurth hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/30/jutta-ditfurth-beklagt-geringe-zahl-der-abtreibungen-und-beleidigt-lebensrechtler-als-sexistische-a-locher/


Zwischen Verharmlosung und Panikmache

Von Dr. Edith Breburda

Wir sahen uns noch nie einer derartigen Pandemie wie jetzt ausgesetzt und so wissen viele Menschen nicht, wie sie mit ihr umgehen sollen. Das Haus fast nicht zu verlassen, Opfer auf uns zu nehmen und nur minimalsten Kontakt mit anderen zu haben, das sind wir nicht gewohnt.

Einige reagieren ängstlich, andere ignorieren die Covid-19 ganz allgemein. Trotz der Warnungen der amerikanischen Regierung, zuhause zu bleiben, kümmert es manche Studenten nicht und man findet sie – wie es während ihrer Frühlingsferien üblich war – zum Beispiel am Strand.

In den Supermärkten treten sich die Leute auf die Füße und meist ältere Menschen rennen in die Kirche. Psychologen geben uns Anweisungen, wie wir uns in der Stress-Situation richtig verhalten sollen. Eigentlich ist das, was wir tun, nur allzu menschlich, sagen sie. Sie reden von den sozialisierten Menschen (socializers) und den „under-responders“, also jenen, die nicht angemessen auf eine Katastrophe reagieren.  

Gordan Asmundson, Psychologieprofessor der Regina-Universität in Saskatchewan (Kanada), untersucht den Impact, den Covid-19 auf die Bevölkerung ausübt.

Unter die Over-Responder fallen die Panik-Käufer, die zuhause Waren für mehrere Monate gehortet haben. Um mit ihrer Angst umzugehen und dennoch eine Art Kontrolle zu haben, kann man bei ihnen Toilettenpapier für die nächsten Jahre finden.

BILD: Großes Autobahn-Warnschild in den USA

Als pandemische Goldlöckchen (Goldilocks) bezeichnet Dr. Asmundson die Leute, welche sich an die Anweisungen halten, ohne in Panik zu verfallen oder die problematische Lage zu verleugnen.

Zuletzt bleiben die „under-responders“, die sich ganz und gar über die Lage der Nation hinwegsetzen. Sie halten sich gleichsam für unverwundbar und folgen keiner der Anweisungen.

Sie halten keinen Sozialabstand, weil sie meinen, sowieso nicht krank zu werden. Sie denken gar nicht daran, dass sie damit Andere gefährden und die auferlegte Selbstquarantäne, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, unterminieren. Dieser Gruppe von Leuten haben wir es wahrscheinlich zu verdanken, einer Covid-19-Pandemie schwer Herr zu werden, schreibt Prof. Asmundson.

„Wie die Panik-Käufer fühlen sich die Gegner einer Sozialen-Distanzierung machtlos. Wenn sie weiterhin Menschenansammlungen aufsuchen, dezimieren sie Ihrer Meinung nach die Macht einer Pandemie“, erklärt Vaile Wright, Direktor der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft.

„In Zeiten der Ungewissheit haben wir keinerlei Kontrolle. Um sie zurück zu gewinnen, regieren jene mit dieser Art von Trotz. Und so wie das Horten von Vorräten der Eindämmung eines Virus abträglich ist, so ist auch das Ignorieren von Ratschlägen schädlich. Wenn man sich in Menschenmengen versammelt, erhöht sich das Risiko einer Exposition. Die Einschränkung des Kontakts mit anderen ist die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.“

Manche denken, Covid-19 sei nicht ihr Problem. Menschen, bei denen der Ausbruch nicht akut ist und bei denen keine Einschränkungen verhängt worden sind, sind kaum dazu bereit, sich mit Sozialkontakten zu distanzieren.

„Vielleicht ist es ein Wunschdenken, weil die Menschen in ihrer Gemeinde keine Infizierten sehen und so spielt man an die Bedeutung herunter“, sagt Steven Taylor. Er ist klinischer Psychologe und Autor der Buches „The Psychology of Pandemics.“ – Er fügt hinzu: „Wenn in den Medien das einzige Thema Cocid-19 ist, können wir gegenüber der Schwere des Ausbruchs desensibilisiert werden.“

Für Taylor erzeugt das Coronavirus das, was er als „infodemisch“ bezeichnet. „Die Menschen werden nicht nur betäubt, es wird auch eine Art gemischter Botschaften vermittelt. Jüngere Menschen seien nicht betroffen“, heißt es: „Die Neigung junger Erwachsener zu einem gewissen Risiko kann bewirken, dass sie das Virus nicht fürchten.“

In der westlichen Welt, aber vor allem in den USA legt man sehr viel Wert auf individuelle Freiheit, die selbst über dem Nutzen für eine Gemeinschaft liegt. In einer Pandemie ist diese Denkweise für den Schwächsten einer Gesellschaft tödlich.

Deshalb flehen Mitarbeiter des Gesundheitssystems die Öffentlichkeit an, nicht nur für sich selbst, sondern für andere zuhause zu bleiben. „Nur durch gemeinschaftliche Anstrengung lässt sich die Pandemie in den Griff bekommen“, sagt Taylor.

Die Psychologen wissen, dass der Mensch sich nach einer Verbindung sehnt. So leiden wir, wenn eine soziale Interaktion über einen längeren Zeitraum verweigert wird. Ältere Menschen leiden bereits unter einem erhöhten Sterberisiko  –  und nun kommen noch Depressionen und Einsamkeit hinzu. Sie wissen nicht, wie sie FaceTime oder Zoom-Videokonferenzen zur Kommunikation einsetzen können.  

Eine Identifizierung der psychologischen Faktoren könnte die Verantwortlichen bewegen, ihre Botschaften umzugestalten. Es würde die Menschen überzeugen, zu Hause zu bleiben und dem Kampf gegen eine Pandemie eine bessere Chance geben.

„Menschen sollten keine Angst haben, zuhause zu bleiben. Denn ein panischer Mensch kann keine logischen Entscheidungen treffen. So kommt es zu Über- und Unterreagierenden, zu maßlosen Handlungen wie ein Masseneinkauf‘, sagt Asmundson.

Quelle für die Zitate: Scottie Andrew: Some people just want stay home during a pandemic. Six reasons my explain why. CNN march 24, 2020

Fotos: Dr. Edith Breburda, Archiv