Wozu Laienhelfer zur Kommunionausteilung?

Von Felizitas Küble

Es ist schon über fünfzig Jahre her, als die deutschen Bischöfe in Deutschland den Einsatz von Laienhelfern bei der Kommunionausteilung erlaubten. Vorher  schafften Priester und Diakone diesen Dienst auch alleine, obwohl in den 50er und Anfang der 60 Jahre weitaus mehr sonntägliche Meßbesucher zu verzeichnen waren als später (40 – 50%, heute nur noch 12%).

So fragt man sich – nicht nur in Zeiten des Corona-Virus  – ob dieser Einsatz überhaupt nötig und weiter sinnvoll ist.

Wenn am Sonntag z.B. noch fünfzig Leute in die Kirche gehen und davon dreißig nach vorne zum Tisch des HERRN gehen, dann kann auch der Pfarrer – und vielleicht noch ein Ruhestandsgeistlicher oder Diakon – diese Tätigkeit ausüben.

Kürzlich schilderte mir ein im kirchlichen Dienst stehender Katholik aus Süddeutschland, wie sich eine Kommunionausteilerin geweigert habe, vor der hl. Messe die Hände zu waschen und zu desinfizieren, während der Priester dazu sofort bereit war.

Eine Ärztin aus den USA teilte uns folgende Beobachtung aus einer Kirche mit: Bei einer Kommunionhelferin klingelte das Handy, als sie den Kelch in der Hand hielt: „Sie übergab der Frau, die gerade bei ihr „empfangen“ hatte, den Kelch, damit sie ihr Handy abstellen konnte.“

Dazu kommt die manchmal reichlich knappe bzw. unangemessen modische Kleidung mancher Damen – siehe FOTO: Mini-Rock und super-hochhackige Schuhe (und dies noch dazu im Winter).

Grundsätzlich gilt: Jeder weitere (unnötige!) Kommunionhelfer stellt ein Infektions-Risiko für die Gläubigen dar – und das allgemein in Grippezeiten, erst recht angesichts des Corona-Virus.

Zudem wundert man sich ohnehin über die vermeintliche „Notwendigkeit“ dieser Helferschar angesichts sinkender Gottesdienstbesucher.

In der traditionellen Liturgie („alten“ Messe) sind mit Ausnahme des Priesters keine weiteren Kommunionausteiler vorgesehen – und von dort hört man keinerlei Klagen über einen „Notstand“ in dieser Situation.

Als die Kommunionhelfer Ende der 60er Jahre in Deutschland eingeführt wurden, gab es durchaus Abwehr, Kritik und Vorbehalte – aber interessanterweise weniger unter den Geistlichen, vielmehr innerhalb des Kirchenvolkes selbst. Das räumt sogar das reformkatholisch ausgerichtete Kölner „Domradio“ hier ein: https://www.domradio.de/themen/bischofskonferenz/2018-03-12/vor-50-jahren-wurden-erstmals-laien-kommunionhelfer-eingesetzt

Von liberaler Seite wird gerne darauf hingewiesen, daß es in Ausnahmefällen schon immer Laienhelfer bei der Kommunionsausteilung gab. Das stimmt freilich keineswegs hinsichtlich der heiligen Messe, wohl aber in puncto Krankenkommunion:

Der Leib Christi wurde in frühchristlicher Zeit bisweilen von Akolythen (das bekannteste Beispiel ist der hl. Tarcisius) zu den Kranken in die Häuser gebracht. Allerdings war ein Akolyth nicht „irgendein“ Laie, sondern immerhin Empfänger einer sog. „niederen“ Weihe, die zwar kein Sakrament, aber ein Sakramentale darstellt. Für die Kommunionspendung im Gottesdienst war stets rechtmäßig allein der Priester oder Diakon zuständig.

Besonders merkwürdig erscheint es, wenn  – wie in Münster schon x-mal erlebt  – der Priester gemütlich hinter dem Altar Platz nimmt, während seine Laienschar zur Kommunionausteilung anrückt. Von „Notstand“ kann hier gewiß keine Rede sein.

In der Vatikanischen Instruktion „Redemptionis Sacramentum“ vom 24. März 2004 werden Laien als „außerordentliche“ Spender der hl. Kommunion bezeichnet (S. 62).

Es wird in diesem römischen Dokument betont, daß die Geistlichkeit eigentlich hierfür zuständig ist:  „Auch sind aufgrund der heiligen Weihe Bischof, Priester und Diakon die ordentlichen Spender der heiligen Kommunion.“ – Weiter heißt es: Hinsichtlich „echter Notsituationen“ (!) könne der Bischof christgläubige Laien mit diesem Dienst beauftragen.

Man fragt sich schon lange, worin denn die „echte Notsituation“ bei der Austeilung der hl. Hosie bestehen kann, zumal immer weniger Katholiken die Sonntagsmesse besuchen?!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Fotos: Dr. Edith Breburda (1), Felizitas Küble (2,3), Archiv


Die heilige CORONA war eine Märtyrerin

Sie gilt seit jeher als Fürbitterin gegen Seuchen

Wer hätte das gedacht? – Es gibt sogar eine heilige Corona. Das mag derzeit etwas makaber klingen, ist aber wahr.

Vielleicht wird sie in Viruszeiten als Fürsprecherin neu entdeckt? – Dies umso mehr, da sie von alters her als Patronin gegen Seuchen verehrt wird (siehe hier: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienC/Corona_Stephana.html).

Das zeigt beispielhaft dieses alte Heiligenbild, das in seiner Beschreibung ausdrücklich erwähnt: „Schutzpatronin u. a. gegen Seuchen.“

Die hl. Corona – auch Korona genannt –  starb als Jungfrau und Blutzeugin für Christus in Syrien oder Ägypten in jugendlichem Alter 177 n. Chr., somit zur Zeit der römischen Christenverfolgung.

Dabei soll sie gemeinsam mit dem hl. Victor von Siena den Märtyrertod auf sich genommen haben. Als dieser Soldat seines christlichen Glaubens wegen gemartert wurde, habe Corona – sie war die Verlobte eines seiner Kameraden  – ihn getröstet und ermutigt. Deshalb sei sie ebenfalls festgenommen worden. Es gibt auch Legenden, wonach sie Victors Frau gewesen sei.

Am 14. Mai feiert die katholische Kirche das Namensfest der hl. Corona, die besonders in Österreich und Bayern recht beliebt und in Tradition und Brauchtum verankert ist – so gibt es z.B. die Wallfahrtskirche St. Corona bei Staudach. Die orthodoxen Gläubigen halten ihren Gedenktag am 11. November, die altorientalische armenische Kirche am 10. November.

Auch Kaiser Karl der Große soll sie um ihre Fürsprache angerufen haben. Im Aachener Dom gibt es den Corona-Leopardus-Schrein, der zudem die Überreste des hl. Leopardus enthält.

Auch der Dom in Bremen birgt Reliquien dieser Blutzeugin, ebenso der Dom in Prag. In Österreich gibt es zwei Ortschaften mit dem Namen St. Corona.

Die Corona-Verehrung kam in der Spätantike (6. Jahr. n. Chr.) in das heutige Coronavirus-Gebiet, nämlich Nord- und Mittel-Italien. In Castelfidardo bei Osimo wurde eine heidnische Kultstätte durch eine der hl. Corona gewidmete Kirche ersetzt.

Bisweilen rankt sich um ihre Gestalt auch abergläubisches  Brauchtum. So soll eine Corona-Anrufung – auch „Kronengebet“ genannt – zum Auffinden verborgener Schätze verwendet worden sein. Als „Gebieterin böser Geister“ war sie in der volksreligiösen Vorstellung ebenfalls bekannt.

Kirchlich wird sie mit einer Palme (Sinnbild für mutiges Bekennertum) oder mit einer Krone dargestellt, denn ihr lateinischer Name bedeutet „Krone“; durch ihren Märtyrertod erreichte sie auch tatsächlich die „Krone“ des ewigen Lebens.

Die frühere österreichische Währung „Krone“ (Vorgänger des Schilling) leitet sich ebenfalls von der hl. Corona ab. Es gibt in der Alpenrepublik auch eine bekannte „Kronenzeitung“.

Katholiken können damals wie heute beten:

Heilige Corona, bitte für uns! Möge der HERR uns durch deine Fürsprache beistehen an Leib und Seele!

Corona-FOTO: Agnes Reichle

 


Kritik an Verschärfung der Dünge-Verordnung

Der Antrag der AfD-Fraktion „Landwirtschaftliche Familienbetriebe vor den Folgen einer Änderung der Düngeverordnung schützen“ (Bundestagsdrucksache 19/14071) wurde im Deutschen Bundestag abgelehnt. Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, erklärt dazu: 

„Dass die Bundesregierung die Düngeverordnung nach der umfangreichen Novelle im Jahr 2017 nun abermals verschärfen möchte, ist unverantwortlich und bedroht zehntausende bäuerliche Existenzen.

Die Bundesregierung macht es sich dabei besonders einfach, indem sie darauf verweist, dass eine erneute Verschärfung der Düngeverordnung alternativlos sei. Schließlich sei es der Wunsch Brüssels – und Deutschland sei 2018 wegen Verstoß gegen die EU-Nitratrichtlinie vom Europäischen Gerichtshof verurteilt worden.

BILD: Bauern-Demonstration gegen die Düngeverordnung mit Traktoren in Münster

Die Bundesregierung misst die Nitratgehalte seit 1996 mit einem statistisch nicht validen und nicht repräsentativen Messnetz. Der Großteil der Messstellen liegt in besonders nitratbelasteten Gebieten. Es wurden also jahrelang völlig überhöhte Nitratgehalte nach Brüssel gemeldet.

Kein Wunder, dass die EU zu dem Eindruck gelangte, dass Deutschland ein Nitratproblem habe.

Die 2017 novellierte Düngeverordnung war aber nicht Bestandteil des Vertragsverletzungsverfahrens. Vor weiteren Verschärfungen sollte doch zumindest geprüft werden, ob sich die Nitratgehalte nach 2017 positiv verändert haben oder nicht.

In unserem Antrag haben wir genau diese Überprüfung gefordert. Alles andere wäre unverantwortlich und unseriös. Insbesondere weil so viele bäuerliche Existenzen durch eine erneute Verschärfung bedroht sind.“