„Parlamente stürmen“? – Scharfe Kritik am ARD-Aufruf der evang. Pastorin Behnken

„Wir müssen auf die Straßen gehen. … Wir müssen die Parlamente stürmen, in denen Neofaschisten sitzen und uns in Schreckstarre verfallen lassen genauso wie das Corona-Virus. …Mit Verlaub: Ich könnte kotzen…“.

Diese Worte vernahmen die Zuschauer am Samstagabend in der ARD aus dem Mund der evangelischen Pastorin Annette Behnken. Sie nutzte damit ausgerechnet das „Wort zum Sonntag“ für eine unverhohlene Aufwiegelung zum Sturm auf unsere Parlamente.

Der medienpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Martin E. Renner (siehe Foto), erklärt dazu:

„Als hätte Frau Behnken mit ihrem unmissverständlichen Aufruf zur Gewalt – nichts anderes ist das Erstürmen der durch Bannmeilengesetze geschützten Parlamente – den Straftatbestand der Volksverhetzung nicht schon erfüllt, so steigert ihr nur scheinbar begründend gemeinter Zusatz die Wirkung der Verhetzung noch.

Mit dieser Formulierung kommt es dieser Pastorin allein darauf an, die von ihr als ‚Neofaschisten‘ stigmatisierten Parlamentarier gedanklich mit dem gefährlichen Krankheitserreger in Verbindung zu bringen…Die Herabwürdigung und Entmenschlichung von Parlamentariern durch die Pastorin und ihr klarer Gewaltaufruf sind unentschuldbar. Wenn die ARD ein Zeichen gegen die Verrohung der politischen Debatte setzen will, muss sie Frau Behnken unverzüglich aus dem weiteren Programm nehmen.“

Aber auch die Kirche sieht Martin Renner in der Verantwortung:

„Die evangelische Kirche kann sich nach einem derartigen Aufruf zur Zerstörung der zentralen Instanzen der Demokratie durch eine Pastorin nicht mit einer einfachen Distanzierung aus der Affäre ziehen. Wer nicht möchte, dass aus Worten Taten werden, der muss handeln – und zwar disziplinarisch!“


13 Kommentare on “„Parlamente stürmen“? – Scharfe Kritik am ARD-Aufruf der evang. Pastorin Behnken”

  1. Heidi Rätz sagt:

    Die evangelische Kirche hat es damit endgültig geschafft, jetzt trete ich aus. Wenn das keine disziplinarischen Folgen hat, dann weiß ich es auch nicht, wohin diese „Kirche“ noch geht.

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  2. „Politische Vereinigung mit Meditationskomponente“, so nannte kürzlich die Fürstin von Thurn und Taxis die heutige protestantische Kirche in Deutschland im Rahmen einer Talk-Sendung. Man möchte hinzufügen: Eine zutiefst antidemokratische, deutschenfeindliche Vereinigung. Ein standhafter Christ und Patriot wie der verstorbene Pastor Martin Niemöller würde sich heute mit Grausen abwenden.

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  3. Protestant sagt:

    Es geht uns weitgehend so gut wie nie zuvor. Wenn man keinen Krieg hat, dann muß man ihn anzetteln. Und das von einer Kirche, die wöchentlich den Frieden herbeibetet. Was für eine Verirrung.

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  4. Resl Newman Bavaria sagt:

    Parlamente stürmen, Reiche erschiessen, Zwangsarbeit für enteignete Wohlhabende….mittlerweile scheint alles auf der politischen Bühne erlaubt zu sein, und hat keine Folgen, wenn so etwas öffentlich geäussert wird. Das ist die Doppelmoral unseres Gutmenschentums. Der Gutmensch entscheidet, welcher Mensch eine Würde hat und welcher keine Würde haben darf. Der Gutmensch setzt seine Meinung als Masstab für Alles. Der Gutmensch toleriert Gewalt und Unterdrückung, wenn es zum Erhalt seines Weltbildes dient. Jetzt ruft der Gutmensch sogar schon selbst zur Gewalt auf. Der Gutmensch verliert immer mehr seine Maske und zeigt sein wahres egozentrisches, mörderisches Gesicht.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Das ist die Ideologie des Progressivismus und der Political Correctnes (PI) und der dekonstruktivistischen Postmoderne mit ihrer Sophistik und Rabulistik und Medien-Manipulation durch NLP und Werte-Relativismus und des islamophilen Multi-Kulturalismus und auch der freimaurerischen Ideologie des absoluten Relativismus und der Beliebigkeit.

      http://www.pi-news.net/

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  5. konnersreuth sagt:

    Annette Behnken durfte sich mit ihrer schamlosen wie dreisten Hetze für ein paar Minuten vor der ganzen Fernsehnation als Heldin fühlen. Wann hat man denn schon mal die Möglichkeit, seine eigene Menschenverachtung so ungeniert zur Schau zu stellen?
    Annette Behnke hat die Möglichkeit genutzt zu einem dümmlichen wie nieveaulosen Kommentar. Sie hat ihren Fernsehauftritt missbraucht, um ihre persönlichen Animositäten zu zelebrieren. Sie sagt, sie könnte „…….“? Wer weiss, wieviele Fernsehzuschauer Pastorin Annette Behnken durch ihren Auftritt genau dazu gebracht hat? Einfach abstossend: Das Wort zum Sonntag von Annette Behnken. Eínfach widerlich.

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  6. Marnix sagt:

    Die EKD kann man als christliche Gemeinschaft unterwandert von roten Pünktchen und ergrünten Sektencharakter bis auf wenige Ausnahmen immer mehr vergessen. Wer wirklich eine christliche Gemeinschaft will, der wählt nicht Heinrich Bedford Strohm, der nun auch in das Schleusergeschäft einsteigen will als Oberhirten, weil der entweder vom Christentum keine Ahnung hat oder uns zu SPD, ähm SED Dressierten umerziehen will, die sich den Wünschen der Obrigkeit zu beugen haben.

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  7. rolandwill sagt:

    Der Vortrag von Alma von Stockhausen zeigt die Verbindung der Nazis mit der evang. Gemeinschaft sehr gut auf. Die Nazis wurden erwiesenermaßen von Protestanten gewählt. Bei uns, ein katholischer Ort, fast keine Stimmen bei der Wahl 1933, der protestantische Nachbarort, über 90 Prozent Nazi Zustimmung.
    https://my.hidrive.com/share/um5dj.vdw6#$/
    Jetzt wird’s umgedreht, linke Gewalt ist gut, alles Gute von rechts wird Nazi genannt.

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    • Willibald Reichert sagt:

      Das ist zutreffend! Man sollte sich auch vergegenwärtigen, daß vor achtzig Jahren die Protestanten doppelt soviele Mitglieder hatten als die Katholiken und ja auch schon bald einem regimetreuen Reichsbischof huldigen konnten, während katholischerseits viel fester als heute die Geschlossenheit und unbedingte Treue zum Papst vorherrschte.

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    • truckeropa66 sagt:

      Sie dürfen eines nicht vergessen, die Nazis damals wie heute sind keine Rechten, sondern Linke.
      Es wurde den Leuten immer so eingehämmert, und es fehlt an der Bereitschaft, darüber nachzudenken. Eindeutige Zitate von damaligen Nazigrößen beweisen deren linke Einstellung.
      Ich stufe mittlerweile „Nazis“ als rechten Rand des linken Haufens ein, und nur so ergibt das einen Sinn.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Auch Ankum im Osnabrücker Land war selbst zu dieser Zeit immer wieder tiefschwarz, die Zentrumspartei dominierte absolut. (wie im größten Teil Westfalens einschließlich des Münsterlandes). Damals die Zentrumspartei bzw. das Zentrum (welches es auch heute noch gibt), heute die CDU/CSU (die aber leider selbst neoliberales Establishment geworden ist und korrumpiert wurde). Ich bin deshalb der Ökologisch Demokratischen Partei ÖDP beigetreten.

      http://www.pi-news.net/

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