Wenn der Engel für uns in die hl. Messe geht

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Dieses Gebet, mit dem wir unseren Schutzengel gleichsam in die heilige Messe „senden“, kenne ich (Felizitas Küble) noch aus meiner Heimat in einem Bauerndorf Oberschwabens.
Meine Eltern beteten es gemeinsam mit ihren Kindern am Werktag vor dem Frühstück.
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Es handelt sich dabei um eine altbekannte Anrufung, die vor allem in kernkatholischen ländlichen Gegenden verbreitet war.
Die Gläubigen haben sich durch diese Andacht geistig mit der hl. Messe verbunden, die der Pfarrer täglich am Werktag in der Kirche für sie zelebrierte.
Am Sonntag „erübrigte“ sich dieses Engels-Gebet, weil man selber an der Eucharstiefeier teilnahm.
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Für heutige Corona-Zeiten eignet sich das Gebet auch am Sonntag, da die Kirchentüren für die Gläubigen verschlossen sind und öffentliche Gottesdienste ausfallen, die Priester aber „Privatmessen“ zelebrieren, an denen wir innerlich teilnehmen können.
Zugleich ist damit eine „geistliche Kommunion“ verbunden:

Eucharistisches Engels-Gebet:

Geh, o heiliger Engel mein, geh für mich in die Kirch hinein,
knie dich hin an meinen Ort, hör die Hl. Messe dort.

Bei der Opferung bring m ich dar, Gott zum Dienste ganz und gar,
was ich hab und was ich bin, lege mit zum Opfer hin.

Bet für die, die mich geliebt, bet für die, die mich betrübt,
denk auch der Verstorbenen mein, Jesu Blut mach alle rein.

Bei der Hl. Wandlung dann, bet mit großer Liebe an
meinen Heiland Jesus Christ, der wahrhaft zugegen ist.

Beim Empfang vom höchsten Gut bring mir Jesu Fleisch und Blut,
und im Geist mich IHM verein, laß mein Herz sein Tempel sein.

Gib das allen Menschen Heil aus dem Opfer werd zuteil,
ist die Hl. Messe aus, bring den Segen mir nach Haus.

Amen.


5 Kommentare on “Wenn der Engel für uns in die hl. Messe geht”

  1. M. Flemming sagt:

    Wo steht etwas in der Bibel davon geschrieben, dass wir Engel anrufen sollen???
    Oder gar, dass man einen Engel irgendwo hinschicken (genauer: darum bitten, das zu tun) kann???
    (Nach Hebr.1,6 sollen vielmehr die Engel den Sohn Gottes anbeten!)
    Nach 1.Kor.1,2 sollen wir alleine den „Namen des HErrn“ anrufen.

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    • Guten Tag,
      es gibt in der Bibel zahlreiche Beispiele (angefangen von Abraham) dafür, daß Menschen mit den Engeln und Engeln mit den Menschen gesprochen haben – wobei es nur ein gradueller Unterschied ist, ob man den Engel sieht oder nicht – sie existieren in jedem Falle als Boten Gottes.
      Von einer Anbetung der Engel ist hier doch gar nicht die Rede – selbstverständlich gebührt diese GOTT allein.
      Das versteht sich auch für Katholiken am Rande.
      Aber manche Protestanten können wohl zwischen Verehrung und Anbetung nicht unterscheiden.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • M. Flemming sagt:

        Das sind besondere Einzelfälle und spezielle Situationen, nicht der Standard, liebe Frau Küble, wie Sie wohl zugeben müssen (z. B. im NT Maria, Josef, Zacharias, Phillipus, Kornelius, die Frauen am leeren Grab, die Apostel im Gefängnis, Petrus im Gefängnis, Paulus und Johannnes (in der Offenbarung)) – und fast immer reden an diesen Stellen Engel zu Menschen, nicht umgekehrt.
        Von „Anbetung“ der Engel sprach ich im Übrigen nicht, wenn Sie mal genau nachlesen.
        Ihre – wie üblich – bissigen Kommentare („Aber manche Protestanten können wohl zwischen Verehrung und Anbetung nicht unterscheiden.“) könnten Sie sich eigentlich sparen, finden Sie nicht auch? Sie sind nicht wirklich sachdienlich oder zielführend.
        Mit dem Satz „ob man den Engel sieht oder nicht – sie existieren in jedem Falle als Boten Gottes“ gehe ich allerdings vollkommen d’accord – nur ging es ja auch gar nicht um diesen Punkt…

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      • Guten Tag,
        diese „Einzelfälle“ kommen in der Heiligen Schrift aber so selten nicht vor – sie zählen ja selber etliche auf.
        Teils reden dabei sehr wohl auch die Menschen mit den Engeln, zB. Maria bei der Verkündigung des HERRN, zudem kommt es nicht auf das Erbenzählen an, sondern darauf, daß dies grundsätzlich biblische vorkommt und damit erlaubt ist.
        Sie schrieben indirekt sehr wohl so, als ob jemand hier gar eine Anbetung der Engel empfehle:
        „Nach Hebr.1,6 sollen vielmehr die Engel den Sohn Gottes anbeten!“
        Wozu sonst dieser Satz (einschließlich des Wörtchens „vielmehr“…).
        Ist Ihre Überempfindlichkeit, einen keineswegs „bissigen“ Kommentar von mir als solchen zu kritisieren, nun etwa sachdienlich?
        Übrigens fehlt mir die Zeit, ständig auf Ihre Beschwerdekommentare einzugehen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  2. cherusciano sagt:

    Meine Mutter lehrte mich auch dieses Gebet in gekürzter Form. Schön, ihm im CF wieder zu begegnen. Wo denn auch sonst noch?! Liebe Grüße Bruno Machinek

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