Zwischen Verharmlosung und Panikmache

Von Dr. Edith Breburda

Wir sahen uns noch nie einer derartigen Pandemie wie jetzt ausgesetzt und so wissen viele Menschen nicht, wie sie mit ihr umgehen sollen. Das Haus fast nicht zu verlassen, Opfer auf uns zu nehmen und nur minimalsten Kontakt mit anderen zu haben, das sind wir nicht gewohnt.

Einige reagieren ängstlich, andere ignorieren die Covid-19 ganz allgemein. Trotz der Warnungen der amerikanischen Regierung, zuhause zu bleiben, kümmert es manche Studenten nicht und man findet sie – wie es während ihrer Frühlingsferien üblich war – zum Beispiel am Strand.

In den Supermärkten treten sich die Leute auf die Füße und meist ältere Menschen rennen in die Kirche. Psychologen geben uns Anweisungen, wie wir uns in der Stress-Situation richtig verhalten sollen. Eigentlich ist das, was wir tun, nur allzu menschlich, sagen sie. Sie reden von den sozialisierten Menschen (socializers) und den „under-responders“, also jenen, die nicht angemessen auf eine Katastrophe reagieren.  

Gordan Asmundson, Psychologieprofessor der Regina-Universität in Saskatchewan (Kanada), untersucht den Impact, den Covid-19 auf die Bevölkerung ausübt.

Unter die Over-Responder fallen die Panik-Käufer, die zuhause Waren für mehrere Monate gehortet haben. Um mit ihrer Angst umzugehen und dennoch eine Art Kontrolle zu haben, kann man bei ihnen Toilettenpapier für die nächsten Jahre finden.

BILD: Großes Autobahn-Warnschild in den USA

Als pandemische Goldlöckchen (Goldilocks) bezeichnet Dr. Asmundson die Leute, welche sich an die Anweisungen halten, ohne in Panik zu verfallen oder die problematische Lage zu verleugnen.

Zuletzt bleiben die „under-responders“, die sich ganz und gar über die Lage der Nation hinwegsetzen. Sie halten sich gleichsam für unverwundbar und folgen keiner der Anweisungen.

Sie halten keinen Sozialabstand, weil sie meinen, sowieso nicht krank zu werden. Sie denken gar nicht daran, dass sie damit Andere gefährden und die auferlegte Selbstquarantäne, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, unterminieren. Dieser Gruppe von Leuten haben wir es wahrscheinlich zu verdanken, einer Covid-19-Pandemie schwer Herr zu werden, schreibt Prof. Asmundson.

„Wie die Panik-Käufer fühlen sich die Gegner einer Sozialen-Distanzierung machtlos. Wenn sie weiterhin Menschenansammlungen aufsuchen, dezimieren sie Ihrer Meinung nach die Macht einer Pandemie“, erklärt Vaile Wright, Direktor der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft.

„In Zeiten der Ungewissheit haben wir keinerlei Kontrolle. Um sie zurück zu gewinnen, regieren jene mit dieser Art von Trotz. Und so wie das Horten von Vorräten der Eindämmung eines Virus abträglich ist, so ist auch das Ignorieren von Ratschlägen schädlich. Wenn man sich in Menschenmengen versammelt, erhöht sich das Risiko einer Exposition. Die Einschränkung des Kontakts mit anderen ist die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.“

Manche denken, Covid-19 sei nicht ihr Problem. Menschen, bei denen der Ausbruch nicht akut ist und bei denen keine Einschränkungen verhängt worden sind, sind kaum dazu bereit, sich mit Sozialkontakten zu distanzieren.

„Vielleicht ist es ein Wunschdenken, weil die Menschen in ihrer Gemeinde keine Infizierten sehen und so spielt man an die Bedeutung herunter“, sagt Steven Taylor. Er ist klinischer Psychologe und Autor der Buches „The Psychology of Pandemics.“ – Er fügt hinzu: „Wenn in den Medien das einzige Thema Cocid-19 ist, können wir gegenüber der Schwere des Ausbruchs desensibilisiert werden.“

Für Taylor erzeugt das Coronavirus das, was er als „infodemisch“ bezeichnet. „Die Menschen werden nicht nur betäubt, es wird auch eine Art gemischter Botschaften vermittelt. Jüngere Menschen seien nicht betroffen“, heißt es: „Die Neigung junger Erwachsener zu einem gewissen Risiko kann bewirken, dass sie das Virus nicht fürchten.“

In der westlichen Welt, aber vor allem in den USA legt man sehr viel Wert auf individuelle Freiheit, die selbst über dem Nutzen für eine Gemeinschaft liegt. In einer Pandemie ist diese Denkweise für den Schwächsten einer Gesellschaft tödlich.

Deshalb flehen Mitarbeiter des Gesundheitssystems die Öffentlichkeit an, nicht nur für sich selbst, sondern für andere zuhause zu bleiben. „Nur durch gemeinschaftliche Anstrengung lässt sich die Pandemie in den Griff bekommen“, sagt Taylor.

Die Psychologen wissen, dass der Mensch sich nach einer Verbindung sehnt. So leiden wir, wenn eine soziale Interaktion über einen längeren Zeitraum verweigert wird. Ältere Menschen leiden bereits unter einem erhöhten Sterberisiko  –  und nun kommen noch Depressionen und Einsamkeit hinzu. Sie wissen nicht, wie sie FaceTime oder Zoom-Videokonferenzen zur Kommunikation einsetzen können.  

Eine Identifizierung der psychologischen Faktoren könnte die Verantwortlichen bewegen, ihre Botschaften umzugestalten. Es würde die Menschen überzeugen, zu Hause zu bleiben und dem Kampf gegen eine Pandemie eine bessere Chance geben.

„Menschen sollten keine Angst haben, zuhause zu bleiben. Denn ein panischer Mensch kann keine logischen Entscheidungen treffen. So kommt es zu Über- und Unterreagierenden, zu maßlosen Handlungen wie ein Masseneinkauf‘, sagt Asmundson.

Quelle für die Zitate: Scottie Andrew: Some people just want stay home during a pandemic. Six reasons my explain why. CNN march 24, 2020

Fotos: Dr. Edith Breburda, Archiv


13 Kommentare on “Zwischen Verharmlosung und Panikmache”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Zeugen der Wahrheit (ZDW)

    http://www.kath-zdw.ch/

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  2. KasSandra sagt:

    Bitte gestatten Sie mir noch einen Nachtrag zur Korona-Matrix,
    ja gell, lang schon nichts mehr über Korona gesagt worden – wollte bloß noch mal dran erinnern, daß …
    während wir damit bespielt werden, den Nachbarn zu belauern, ob er auch die Schandmaske richtigrum aufgezäumt hat, gerät vollkommen aus der öffentlichen Wahrnehmung, daß z.B. das Verfassungsgericht eine Neubesetzung erfahren hat (mit Auswirkungen auf den weiteren national-rechtlichen Souveränitätsverlust gegenüber dem Europäischen Gerichtshof), sowie daß tatsächlich atomare Waffen auf Deutschen Boden gelagert werden, ohne uns überhaupt gefragt zu haben; und daß Deutsche Kampfdrohnen jetzt auch in echt schießen können sollen dürfen; ja und, daß die Israelis Kampfflüge über Syrien fliegen, weil die mißliebige Regierung dort (die bei uns immer Regime genannt wird) immer noch nicht weg ist; ja und, daß die Russen angeblich die ganze weite Strecke mit teuerem Flugbenzin zurücklegen, um in Syrien Kindergärten zu bombardieren; ja und, daß Kim Jong Un vielleicht doch nicht tot ist (wir aber offenbar auf irgendeine neue Aktion vorbereitet werden sollen); ja und im Persischen Golf eine ‚False Flag‘ nach der anderen abläuft (zur Provokation des Iran ); ja und, daß der Trump wegen Korona wirtschaftlich auf ziemlich schmalen Reifen fahren muß (wieder mal: cui bono); ja und, daß die Migrationsagenda quasi unter dem Radar der Öffentlichkeit forciert wird; ja und, wo ist eigentlich Greta abgeblieben, und werden die wegen Korona ausgefallenen Demos gegen die Sicherheitskonferenzen, Weltwirtschaftsforen, Bilderberger, etc. jetzt eigentlich noch nachgeholt werden; ja und, dürfen sich die Bundesliga-Spieler jetzt eigentlich beim Torjubel im leeren Stadion überhaupt berühren und umarmen (Sicherheitsabstand!) …
    Heißt der R-Wert vom Robert-Koch-Institut jetzt eigentlich Reproduktions- oder Regierungs-Koeffizient; und muß der jetzt als Wochenwert in die Medien getrötet werden, damit die statistischen ‚Tages-Ausreißer‘ nach unten, nicht die Legitimation zur Machtergreifung einer Gesundheitsvorwanddiktatur versauen?
    Bitte die Liste vervollständigen, wenn ich was vergessen habe.

    Hab Euch lieb, Euere KasSandra

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  3. KasSandra sagt:

    Bitte stellen Sie sich einmal die Frage: cui bono – wem nützt die Corona-Kampagne

    Ein ganzes Land zum Stillstand im öffentlichen Raum verurteilt! Klein- und Mittelbetriebe in den Ruin getrieben!- infolge einer Kampagne um ein Virus, daß in der Symptomatik einer ‚besseren Grippe’ entspricht; mit Todesraten, die gemessen an der Statistik der Todesrisiken durch Vergiftungen, Drogen und Alkohol, Unfälle im Straßenverkehr und im Haushalt, durch Selbstmorde und altersbedingte Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, sowie Atemstillstand bei asthmatischer Krisen, und vorallem anbetrachts einer allg. Norm-Sterberate; nicht zu reden von kriegerischen Einsätzen und Terror weltweit, eigentlich den ganzen Hype kaum gerechtfertigt hätte! Jeder Notfallpatient wird automatisch als potentieller Coronafall behandelt; die Orthopädiestation wird zur Intensiv-Isolationszelle umgerüstet, mit jedem trockenen Huster fällt der Mensch aus dem Raster seiner Verwertbarkeit im Alltag, und wird zum notorischen Patienten. Am ärgsten wirkt sich die Kombination von ‚ältere Person plus Atembeschwerden’ aus.
    Wem also nützt die ganze Kampagne? Dem Weltbanksystem, das mit vermehrten Krediten Länder und Leute in erpresserische Tilgungsverträge zwingen will, nachdem die lokale Kleinwirtschaft ruiniert worden ist; den Pharmakonzernen, die zum Problem auch gleich die Lösung in Form von Impfpräparaten auf den breiten+bereiten Markt bringen werden; die Digital-Konzerne wegen der Verlagerung sämtlicher Lebensäußerungen in den virtuellen Raum (e-office, e-commerce, e-government, I-Pad, I-Pod, I-like, I-cum, I-die); die Effizienz der Überwachungsstrukturen bei der zunehmenden Vernetzung im „Internet der Dinge“.

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  4. "GsJC" sagt:

    Vor allem NRW im Fokus
    Ärzte-Chef warnt vor Aktionismus

    https://www.n-tv.de/panorama/Arzte-Chef-warnt-vor-Aktionismus-article21681552.html

    Herr Laschet, der nicht einmal seinen Mundschutz öffentlich richtig aufsetzen kann, meint in dieser Krise, sich als besonders aktiver Manager profilieren zu müssen. Wenn er da mal nicht überzieht.

    Während Gerichte, viele Behörden in NRW, den durchaus kontrollierbaren Publikumsverkehr nahezu einschränken und einen auf Notbetrieb machen, keine Termine vergeben, soll anderswo zwangsverpflichtet, Doppelschichten in Krankenhäusern und mehr geleistet werden.

    Wie schön, so man viel zu reden, zu entscheiden hat und keine Basisarbeit leisten muss. Die Stellen in der Politik werden auch in naher Zukunft nicht unter einem Bewerbermangel leiden.

    MfG

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  5. Resl sagt:

    Ich las im Internet einen Artikel, ein Virologe in Deutschland rät den Leuten, nicht ohne Atemmaske auf die Strasse zu gehen. Und was schreibt einer als Kommentar dazu:
    „Der Bürger braucht keine Atemmasken, der Bürger braucht seine Freiheit!“
    Richtig! Einfach den sonst gerne beschimpften Staat dafür verantwortlich machen (eigene Verantwortung hat man ja keine), soll doch der Staat gefälligst dafür sorgen, dass diese Pandemie endlich aufhört! Der Staat soll das alleine regeln und mir gefälligst keine Vorgaben machen! Was habe ich mich einstens über das Nichtraucher-Gesetz aufgeregt. Ich als Raucher werde ausgegrenzt, in meiner persönlichen Freiheit! Dass meine persönliche Freiheit aber da aufhört, wo die Freiheit eines anderen Menschen anfängt – mir doch egal!
    Wenn eine Pandemie, welche ich nicht beeinflussen kann, mir meine persönliche Freiheit raubt, und ich die Pandemie als nicht angreifbar erlebe, dann muss doch der Staat herhalten! Aber Hallo! Einer muss doch die Schuld daran haben! Ich habe schliesslich ein Recht darauf, dass alles so weitergeht wie vorher! Und man darf mir keine eigene Verantwortung aufbürden! Ich bin ein Gutmensch und ich will meinen Lohn dafür: Schlecht gehen soll es anderen, Verzicht üben sollen andere, aber nicht ich! Ich bin ein Gutmensch und viel zu wertvoll!

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  6. Walter Gerhartz sagt:

    Habeck fordert Evakuierung griechischer Flüchtlingslager

    https://www.epochtimes.de/politik/welt/habeck-fordert-evakuierung-griechischer-fluechtlingslager-a3198761.html

    Grünen-Chef Robert Habeck fordert von der Bundesregierung mehr Engagement für die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln – vor allem angesichts der Corona-Pandemie. Die Lage dort sei „ohnehin dramatisch“.

    Grünen-Chef Robert Habeck fordert angesichts der Corona-Pandemie von der Bundesregierung mehr Engagement für die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln. Die Lage der Menschen dort sei „ohnehin dramatisch“, sagte Habeck der „Welt am Sonntag“. „Überfüllung, fast keine medizinische Ausstattung, miserable Hygiene.“ Sollte in den Lagern das Coronavirus ausbrechen, werde dies katastrophale Folgen haben…..ALLES LESEN !!

    Meister kommentiert

    Hr. Habeck sollte mit gutem Beispiel vorangehen und zusammen mit der Rackete, C. Roth, „Klima-Gretel“ und dem „Millionärstöchterchen“ L. Neubauer die Reise antreten und vor Ort mal persönlich Hilfe leisten und nicht diese von anderen fordern !

    Ohnehin bedeutet ihm ja das Wort VATERLAND nichts, dann soll er auch auf die Hilfe desselben verzichten !!

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  7. Walter Gerhartz sagt:

    “Das Medianalter der testpositiven Verstorbenen liegt in der Schweiz derzeit bei 83 Jahren, soweit bekannt zumeist mit Vorerkrankungen. Die tatsächliche Todesursache, d.h. ob am Coronavirus oder an den Vorerkrankungen, wurde in den meisten Fällen nicht mitgeteilt.”

    “Aus Italien und auch aus Deutschland ist bereits bekannt, dass Abstriche an Krebs- und Herztoten gemacht und diese nachträglich als Covid19-Todesfälle registriert wurden.

    Das deutsche Robert-Koch-Institut musste einräumen, dass die tatsächliche Todesursache keine Rolle spiele.”

    BLOCKER GRIMALDI AUS ITALIEN – ENDE DER FREIHEIT WIRD EINGELEUTET => https://youtu.be/O3BuNp01vpc

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  8. Cornelia Vogt sagt:

    Wir HATTEN SCHON DIESE ART SEUCHE.
    DIE PEST WÜTETE ÜBER LANGE ZEIT.
    EBENSO GAB ES SPERREN WIE DATO DAMALS.
    SOGENANNTE PESTPROZESSIONEN WURDEN ABGEHALTEN ,JEDOCH DANN UNTERSAGT.
    ÜBRIGENS HYGIENEVERHALTEN UND MÜLLDEPOTS ALLERORTS WAREN AUCH ZU D E R ZEIT EIN THEMA.
    RATTENPLAGE DAZU …
    IN BERLIN WAR DAS SO ….
    VÖLKERVERMISCHUNG DURCH REISEN WAR AUCH DAMALS.
    DIE SEIDENSTRAßE WURDE FÜR WESTLICHE SCHIFFE VERBOTEN DANN…..UND DIE PEST WAR FORT….
    Warum ging man nicht vor das Pestkreuz,anstatt es DORT fortzuholen,wo es seit 1522 steht.
    DUMM

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  9. Der Alte sagt:

    Ich zähle Politiker zu den „under-responders“, die auf die Pandemie überreagieren. Sie brauchen selbstverständlich nicht hamstern. Als Folge dieser Überreaktion werden auch viele Menschen sterben.
    Wir wollen unsere Alten schützen, sagen sie, indem wir sie einsperren und soziale Kontakte verbieten, vielleicht bald nicht mehr einkaufen lassen. Bewegungslosigkeit für ältere Menschen ergibt Stoffwechselstörungen, damit Eigenvergiftung, Einsamkeit, in Folge Depression, schadet der Gesundheit und führt zu Krankheiten und früherem Tod.
    Hamstern ist eine Folge von Unsicherheit und ist erst mal gar nicht verkehrt. Sie legt alte Urinstinkte frei. Diese Menschen bräuchten es nicht, wenn sie vertrauen könnten. Schon mal darüber nachgedacht, wem man wirklich noch vertrauen kann?
    Was jetzt folgt, sind Massentests. Sie befriedigen höchstens den Intellekt auf Studentenniveau. Man wird nie genau wissen, wieviele Infizierte es gibt und was soll mit dem Ergebnis gemacht werden? Es wird ja nicht einmal untersucht, ob jemand wirklich an Corona gestorben ist.
    So viel zur Panikmache der Eliten. Weiteres könnte man anschließen. Ich habe etwas dagegen, nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Es bedarf endich wieder Zivilcourage, seine eigene Überzeugung zu vertreten. Fehlanzeige im Parlament.

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  10. Stefan Kunz sagt:

    Mag jeder denken, wie er es für richtig hält. Aber wenn es mich erwischen sollte, dann ist es entweder vorbei, oder es macht mich noch härter!
    Ein anderer Virus, der hat mein Leben bereits so nachhaltig geprägt, dass mich Corona kaum mehr aus der Ruhe zu verbringen mag.
    Die Gier einiger weniger, das rücksichtslose Machtstreben einiger weniger, das rückgratlose Verhalten vieler, das breittreten von „Nichtswissen“, dies aber dann mit einer unbändigen Energie vertreten, ….. Diese Liste könnte noch um etliche Punkte verlängert werden!

    Ich rede nicht von dem persönlichen Glücksgefühl. Das, was jeder anders empfindet.
    NEIN, damit kann man Leben, damit kann man umgehen.
    Der/die Person empfindet anders. Mir war eine große Familie, Kinder wichtiger als einen Sack voller Geld. Ich wollte das, was ich in Kinder- und Jugendtagen geschätzt habe, erhalten und aufbauen. Das, was mir damals eine gewünschte Familie ersetzte. Ja ich hatte meine Vorstellungen von einem persönlichen Glück!
    Sicher war ich mir Bewusst, dass nicht alles so wie erträumt umsetzbar sein wird. Aber gewisse Planänderungen gehören zum Leben und Schicksal eines jeden.

    Doch was musste ich erleben?

    Neid, Missgunst, politisches Machtstreben, und damit meine ich nicht Leute, die sich politisch hochwählen ließen. Auch wenn Wir dort oben nach meiner Meinung haufenweise Nieten am falschen Platz sitzen haben! NEIN, schlimmer sind die unfähigen und fachlich inkompetenten, die durch kriechen und ähnliches ihre Gier befriedigen. Die Ignoranz und Dummheit über klaren Menschenverstand setzen. Die lieber idealistisch verklären, als vernünftig aufklären. Hauptsache, es klimpert in der eigenen Tasche.
    Schuld daran sind oftmals aber auch die VORHER GENERATION! Die mit ihren Sprüchen: meinen Kinder soll es besser gehen!
    Was ist dieses „BESSER GEHEN“? Ist es denn besser, mit Missgunst und Neid andere zu zertreten? Und was ist es im endefekt? Wenn das Spiel vorbei ist?
    Haben Wir dann nicht alle einen ähnlichen Weg? Haben Wir nicht alle dann mit 2 qm genug, interessiert uns dann, ob die letzte Wohnung aus billigem Fichte oder teurem Mahagoni ist?

    Fragen, sehr viele Fragen, und Antworten?

    Gefällt 1 Person

    • Gisela Jäschke sagt:

      Neid, Missgunst, zweimal erwähnt geht dem Autor scheinbar nahe. Dieser Personenkreis,
      bzw. diese Affekte sind kein Grund des Anstoss-nehmens. Vielmehr sind diese Gefühle
      Zeichen von Bedürftigkeit. Jemand, der Neid empfindet signalisiert damit seine Armut
      nicht zu wissen und gleichzeitig aber wissen zu wollen, was macht der andere anders,
      dass er diese Fähigkeiten, Wohlstand, Schönheit u.v.a. hat.
      Es eröffnet demjenigen, der beneidet wird, zwei Strategien dem zu begegnen.
      1. Zu verzeihen, nicht mehr wichtig zu nehmen, weil die Hintergründe klar geworden sind.
      2. Demjenigen, der neidet oder dem anderen seine Position nicht gönnt zu erklären,
      wie das geht zu dem begehrten Gut von Fähigkeiten, Position u.v.a. zu kommen.
      Das wäre eine pädagogische Aufgabe desjenigen, der etwas im Leben erreicht
      hat anderen zu vermitteln, dass sie das auch erreichen können, ganz konkret mit
      Beispielen, damit der bedürftige Neider sich dadurch entscheiden kann, ob er danach
      bereit ist auch den Preis, meistens von persönlichen Verzicht dafür zu bezahlen,
      was ihm evtl. leicht fallen könnte.

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      • Stefan Kunz sagt:

        Sehr guter Kommentar. Nur den Neid, den ich meinte, ist der, der alles vergiftet. Nicht der Neid auf den, der was erreicht hat, was man selbst noch erreichen könnte. Sondern der Neid, das andere was geschafft haben, was aber dem Neider verwehrt blieb, ist das schlimme. Hier könnte Selbstreflektion des Neiders helfen. Aber Selbstkritik ist ein sehr hartes Brot.
        Aber genau diese Art Neider finden Wir in der Überzahl. Viele Versager, gerade in der Politik tätig, sind nicht bereit, Fehler in ihrer Vergangenheit zu suchen, und suchen deshalb Gründe für eigenes Versagen im Erfolg anderer, meist derer, die mit weniger zufrieden wären und einfach ihre Prioritäten anders setzen.

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