Berlin: Verfassungsbeschwerde gegen das Verbot von Gottesdiensten geplant

Der Freundeskreis St. Philipp Neri in Berlin legt gegen das Verbot von Gottesdiensten in der Corona-Krise Verfassungsbeschwerde ein.

Pressemeldung vom 9. April:

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am gestrigen Abend die Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin vom Vortag zurückgewiesen hat, bleibt dem Freundeskreis jetzt nur noch das Instrument der Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Propst Dr. Gerald Goesche erklärte dazu:
„Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg folgt in seiner Begründung im wesentlichen den Ausführungen des Verwaltungsgerichts Berlin aus der ersten Instanz. Gleichwohl ist aus unserer Sicht die Kernfrage immer noch nicht geklärt, ob der Staat Art und Form der Religionsausübung bestimmen darf.

Dies wollen wir insbesondere klären und rufen deshalb das Bundesverfassungsgericht an.“

SIEHE hierzu unsere vorhergehende Berichterstattung: https://charismatismus.wordpress.com/2020/03/28/berlin-institut-st-philipp-neri-will-eine-gottesdiensterlaubnis-per-gericht-erreichen/

Zum Institut St. Philipp Neri: Die katholische Einrichtung ist eine Gesellschaft des apostolischen Lebens päpstlichen Rechts und damit direkt dem Papst in Rom unterstellt. 2004 gegründet, verbindet sie die große Tradition der katholischen Kirche mit einer zeitgemäßen Form der Seelsorge. Ihren Sitz hat die Gemeinschaft direkt am Mauerpark in der Mitte Berlins. Das Institut erhält keine Zuwendungen aus dem Kirchensteueraufkommen und ist auf Spenden angewiesen.

Quelle und Internetpräsenz: http://www.institut-philipp-neri.de/index.php

 

 


Corona-Infektionen: Aktueller Trend geht „eindeutig in die richtige Richtung“

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Pressemeldung des Max-Planck-Instituts:

In Deutschland geht die Entwicklung eindeutig in die richtige Richtung: Wenn sich der aktuelle Trend sinkender Neuinfektionen fortsetzt, ist in Deutschland – Stand 6. April – mit insgesamt etwa 120.000 bis 160.000 bestätigten Corona-Fällen zu rechnen…

Die Prognose gilt nur unter der Bedingung, dass sich die Epidemie nicht wieder schneller ausbreitet. Das ist nur zu erwarten, wenn die strikten Einschränkungen in der Wirtschaft sowie im sozialen Leben solange in Kraft bleiben, bis die Infektionszahlen nicht weiterwachsen…

Nackte Zahlen sagen selten die ganze Wahrheit. So gibt es in Frankreich bis dato nur unwesentlich mehr bestätigte Corona-Fälle als in Deutschland. Dass die Lage in unserem Nachbarland dennoch ungleich dramatischer ist, zeigt die Anzahl der Todesfälle durch Covid-19. Sie liegt dort mehr als fünfmal so hoch wie hierzulande.

Gerade anhand der Daten bestätigter Infektionen lässt sich also nicht auf das ganze Ausmaß der Corona-Krise in den verschiedenen Ländern schließen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass in den verschiedenen Ländern unterschiedlich häufig auf die Infektion getestet wird. In Deutschland etwa ließen Ärzte vergleichsweise oft Proben von Verdachtsfällen auf das Coronavirus hin analysieren.

Hierzulande führt Statistik also relativ viele Patienten mit allenfalls leichten Symptomen auf. Vergleiche mit anderen Ländern sind daher schwierig.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.mpg.de/14661027/corona-pandemie-analyse-prognose


„Dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 116 (115), 12 ff.
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Wie kann ich dem HERRN all das vergelten,
was ER mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des HERRN.
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Kostbar ist in den Augen des Ewigen
das Sterben seiner Frommen.
Ach, HERR, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.
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Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des HERRN
Ich will ihm meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.
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FDP-Parlamentarier Frank Schäffler kritisiert die Benachteiligung des Fachhandels

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden einschneidende Maßnahmen getroffen, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen. Aus Sicht des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler (siehe Foto) müssen diese täglich auf den Prüfstand, um damit verbundene Einschränkungen so kurz wie möglich zu halten und Benachteiligungen zu vermeiden.

Eine solche Benachteiligung sieht Schäffler derzeit beim Fachhandel:

„Während der Fachhandel seine Geschäfte geschlossen halten muss, verkaufen die großen Supermarktketten Fahrräder, Kleidung, elektronische Geräte und andere Waren jenseits von Lebensmitteln“, erklärt der Bundestagsabgeordnete:

„Diese Ungleichbehandlung muss sofort beendet werden“, fordert Schäffler, der sich mit diesem Anliegen an NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gewandt hat.

Dem Fachhandel müsse es möglich sein, seine Geschäfte zu öffnen und Waren zu verkaufen, wenn entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden

Quelle: https://mailchi.mp/5fe760238944/coronabonds-arbeitgebermarke-bundeswehr-benachteiligung-des-fachhandels-beenden?e=381694bcc7


Corona-Wendepunkt erreicht? Experten raten zu schrittweiser Aufhebung der Kontaktsperren

Bei der Verbreitung der durch das Coronavirus verursachten Krankheit Covid-19 in Deutschland könnte ein Wendepunkt erreicht sein:

Würden die bestehenden Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte auch nach den Osterferien beibehalten und sich die Bevölkerung weiterhin wie bisher daran halten, würde die Zahl der Neuerkrankten weiter zurückgehen und die Pandemie hierzulande bereits Ende April ihren Höhepunkt erreichen.

Knapp 60.000 Menschen wären dann in Deutschland gleichzeitig an Covid-19 erkrankt und die Gesamtzahl der als infiziert gemeldeten würde 200.000 nicht übersteigen.

Zu diesen Ergebnissen ist ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Universität Hamburg durch die Anwendung eines verbreiteten statistischen Modells, der sogenannten Gompertzkurve, auf die bis zum 7. April veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts zu den Covid-19-Erkrankungen in Deutschland gekommen.

„Die Kurve krümmt sich nicht mehr nach oben, sondern nach unten, weil die Zahl der Neuerkrankungen zurückgeht“, sagt Prof. Dr. Klaus Wälde, leitender Wissenschaftler der Modellierung.

Würden die Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte nach den Osterferien komplett aufgehoben, würden die Zahlen der Neuinfizierten und der Erkrankten mit einigen Tagen Verzögerung wieder stark ansteigen und das Gesundheitssystem voraussichtlich im Mai an seine Grenzen stoßen. „Ein vollständiges Aufheben der bisherigen Kontaktsperren ist deshalb nicht zu empfehlen“, sagt Prof. Wälde.

Allerdings sprechen sich die Wissenschaftler auch nicht für ein vollständiges Beibehalten der Kontaktsperren aus: „Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten wären zu hoch, zu viele Unternehmen müssten dann schließen“, erklärt Wälde.

Er empfiehlt ein schrittweises und regional unterschiedliches Aufheben der bestehenden Maßnahmen: „Zum Beispiel könnte man zunächst nur in manchen Regionen Restaurants wieder öffnen lassen, oder man könnte in manchen Regionen die Schulen zunächst nur für Schüler ab der neunten Klasse öffnen und in anderen Regionen für Schüler ab der 5. Klasse.

Prof. Wälde weiter: „Durch den Vergleich der Entwicklungen der Zahlen zu den Covid-19-Erkrankungen in den verschiedenen Regionen könnte man dann nach einigen Wochen erkennen, welchen Effekt das unterschiedliche Vorgehen auf die Verbreitung der Krankheit hätte und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Würde man solche Unterschiede auf Ebene der Bundesländer einführen, könnte man unser föderales System dazu nutzen, voneinander zu lernen.“

Grafik-Infomaterial:

https://download.uni-mainz.de/presse/03_wiwi_corona_massnahmen_gompertzkurve.jpg

Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland bei Beibehaltung der bisherigen Kontaktsperren (in Grün prognostiziert)

https://download.uni-mainz.de/presse/03_wiwi_corona_massnahmen_prognosen.jpg

Möglicher Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland mit und ohne Kontaktsperre

https://www.macro.economics.uni-mainz.de/corona-blog/Corona-Blog von Prof. Dr. Klaus Wälde

Quelle: Pressemeldung der Universität Mainz

 


Lateinamerikanische Lebensrechtsverbände danken US-Präsident Trump

Lateinamerikanische Lebensrechtsorganisationen haben US-Präsident Donald Trump in einem gemeinsamen Schreiben für dessen Einsatz für das Lebensrecht ungeborener Kinder gedankt. Das berichtet das Internetportal „kath.net“.

Dem Bericht zufolge dankten die 49 Unterzeichner Trump dafür, dass seine Regierung wiederholt die Forderung nach „sexuellen und reproduktiven Rechten“ in Beschlüssen der Organization of Amercian States (OAS) und der Vereinten Nationen bekämpft habe. Hinter diesen Begriffen verberge sich ein „Recht auf Abtreibung“.

Mit Formulierungen dieser Art würden lateinamerikanische Staaten unter Druck gesetzt, die vorgeburtliche Kindstötungen verboten oder nur in sehr begrenztem Umfang legalisiert hätten.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, dankten die Unterzeichner Trump und den Mitgliedern seiner Regierung dafür, dass sie die Souveränität lateinamerikanischer Staaten und ihre Lebensschutzgesetze respektiert hätten.

Quelle: ALfA-Newsletter


Scharfe Kritik der Polizeigewerkschaft am „Krisenkabinett“ der Bundesregierung

Die Entscheidungen der Bundesregierung treffen bei der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) auf scharfe Kritik. „Das ist organisierte Unverantwortlichkeit, wenn lediglich Empfehlungen an die Bundesländer ausgesprochen werden, statt die Grenzkontrollen auszuweiten und konsequent anzuwenden“, urteilte DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt (siehe Foto) in Berlin.

Wenn die Bundespolizei jetzt dazu aufgefordert werde, an Stelle von Gesundheitsbehörden tätig zu werden und gleichzeitig ihren eigentlichen gesetzlichen Auftrag nicht nachzukommen, sei die Verwirrung komplett.

BILD: Eines der zeitkritischen Bücher von Rainer Wendt

Einreiseverbote nach Deutschland müssen nach Auffassung der DPolG an allen Grenzen durch den Einsatz von Bundespolizei konsequent kontrolliert und auch durchgesetzt werden. Dies gelte auch für diejenigen, die ein Asylbegehren äußern, so die DPolG, die sich darin mit Politikern der CDU einig weiß.

Laut Robert-Koch-Institut hat es in den Niederlanden bereits mehr als 1.700 Todesfälle infolge der Corona-Pandemie gegeben. Wendt: „Die Niederlande ist ein Corona-Risikogebiet, die Einreiseverbote müssen engmaschig kontrolliert und konsequent durchgesetzt werden, alles andere ist lasche Kosmetik, die die Akzeptanz von scharfen Freiheitsbeschränkungen im Inland sinken lässt!“

Heiko Teggatz, Vorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, bescheinigt der Bundesregierung Hilflosigkeit und konzeptionsloses Handeln:

„Ganz Europa schüttelt den Kopf darüber, was sich in Deutschland abspielt. Es lässt sich schlichtweg nicht erklären, warum an einigen Grenzen der Reiseverkehr eingeschränkt wird und an anderen Grenzen nicht, das kann man doch unmöglich in die Entscheidung einzelner Bundesländer legen! In den Niederlanden wird jetzt erfahrungsgemäß der Osterreiseverkehr bald einsetzen, es ist ein völlig falsches Signal, hier weiterhin keine Grenzkontrollen mit Zurückweisungen einzurichten.“

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-das-krisenkabinett-verschaerft-die-krise/