AfD fordert „Rettungsschirm“ für Behinderte

Im Gegensatz zu Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen gibt es seitens der Regierung immer noch keinen Rettungsschirm für Behinderte und ihre Einrichtungen.

Uwe Witt, behindertenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, mahnt zu schnellem Handeln:

„Es kann nicht sein, dass die Politik der Regierung zielgerichtet an wirklich Hilfsbedürftigen vorbeigeht bzw. die Gruppe der Menschen mit Behinderung ignoriert wird. Behinderteneinrichtungen und Werkstätten haben zurzeit in der Versorgungspriorität einen unteren Stellenwert.

Leider sind Menschen mit Behinderung auf Betreuung und Pflege durch speziell geschultes Personal angewiesen, doch ihm wird die Arbeit in der derzeitigen Situation fast unmöglich gemacht. Es gibt in den Einrichtungen weder räumliche noch finanzielle Mittel, eventuell an Covid-19 Erkrankte zu behandeln und zu versorgen, obwohl Behinderte zur Risikogruppe gehören.

Allgemeinmedizinische Kliniken sind in der Regel nicht auf die Behandlung von Menschen mit mehrfacher oder geistiger Behinderung ausgelegt.

Für Sozialminister Hubertus Heil ist es blamabel, dass sein Ressort es nicht für nötig hält, unseren Behinderten eine ausreichende Unterstützung zukommen zu lassen. Es erweckt fast den Eindruck, man ruhe sich auf gemeinnützigen Vereinen aus, die den Ernst der Lage erkannt haben. So hat die ‚Aktion Mensch‘ ein 20-Millionen-Euro-Hilfspaket geschnürt, bei dem Einrichtungen Zuschüsse von bis zu 50.000 Euro beantragen können, um die Defizite aus dem Arbeits- und Sozialministerium abzupuffern.

Herr Heil, setzen Sie endlich unseren Rettungsschirm für Menschen mit Behinderung um. Ansonsten wird ihre Versorgung und Betreuung gänzlich kollabieren.“

Foto: Dr. Edith Breburda


4 Kommentare on “AfD fordert „Rettungsschirm“ für Behinderte”

  1. Karfreitag in Konnersreuth sagt:

    Wie stellt sich Herr Uwe Witt das eigentlich vor? Unsere Gesellschaft, welche schon seit langem w i e d e r lebenswertes Leben von nicht lebenswertem Leben selektiert, hat jetzt wahrlich andere Sorgen!
    Wir müssen uns primär Gedanken machen, was jetzt mit all den Frauen geschieht, welchen zur Zeit eine Abtreibung nicht möglich ist. Frauen, welche vielleicht dadurch gezwungen sind, nicht lebenswertes Leben zu gebären! Oder welche durch die verhinderte Abtreibung jetzt mit einem Kind behaftet sind, welcher Zustand unerwünschte Verantwortung und vielleicht gar Verzicht fordern könnte!
    Wir leben in einer Gesellschaft, in der niemand ausgegrenzt werden soll.
    Wollen wir aus egoistischen Gründen doch jemanden ausgrenzen (zb. Menschen mit Behinderung, denen wir von Anfang an das Lebensrecht absprechen) bezeichnen wir das nicht als Ausgrenzung. Statt auf Ausgrenzung verlegen wir uns auf Verleugnung.
    Wir verschweigen einfach die Tatsachen. Verleugnung ist besser als Ausgrenzen. Dann kommen wir nämlich mit unserem Gutmenschentum nicht in Konflikt.

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  2. Dorrotee sagt:

    Die EU-Behindertenkonvertionen haben ein Gleichstellungsgesetz erlassen. Die Behinderten sind einem Gesunden quasi gleichzusetzen. Inklusion verordnet von dem EU-Parlament.
    Hubertus Heil kann sich erstmal durch diese ganzen Verordnungen durchwurschteln, denn die sind so chaotisch, dass sich selbst die Werkstätten für Behinderte an den Kopf fassen und das gar nicht umsetzen können.
    Die Corona-Krise sollte dazu dienen, endlich die Behinderten so zu sehen, wie sie sind. Nämlich besonders Schutz-Pflegebedürftige.

    Jetzt kommt zutage, wofür viele seit Jahren kämpfen, nämlich keine Inklusion unserer behinderten Kinder, aber Erhalt der Förderschulen.
    Viele sind für die Integration der beh. Menschen, was o.k. ist.

    Die Inklusion ist in Wirklichkeit ein staatl. Sparprogramm!

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  3. Joachim Kortner sagt:

    Von dieser Aktion wirst du in den Verschweige-Medien nichts lesen, sehen und hören.

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