Zur Debatte um „Emanzipation“ in der Kirche: Frauen sollen zu ihrem Wesen stehen

Von Lucia Tentrop

Warum kommen die um ihre äußere Aufwertung kämpfenden Frauen nicht auf die Idee, unserer Kirche etwas Eigenes anzubieten, ein weibliches Amt oder eine weibliche Tätigkeit, die ihrem Wesen und ihren Fähigkeiten entspricht und der kirchlichen Gemeinschaft zeitgemäß entgegenkommt, sie bereichert, statt uns zu irritieren?

Wir verlieren bei äußerer Befreiung der Frau zunehmend die einst „weiblich“ gedeuteten Kräfte unserer Geisteswelt, der Innerlichkeit und des Gemüts, und reduzieren die menschliche Intelligenz auf Schule und Titel, den Eros auf Sexualität und die Religion auf Amt und Würden.

Das ist schon schlimm genug. Warum muss dann die Frau auch noch händeringend das Amt des Mannes haben und diesen Verlust verstärken? Ist es ein Zeichen weiblichen Selbstbewusstseins, wenn Frauen die freie Entfaltung ihrer Person dazu nutzen, in die amtlichen Schuhe des Mannes zu steigen, um ihre Minderwertigkeitsgefühle zu verdrängen?

Ich empfinde diese Art von Abhängigkeit eher als Selbstherabsetzung des Weiblichen, als verinnerlichte Unterdrückung eines Typs Frau, die den Mann nur als Machtmenschen erlebt und nichts Anderes in ihm erkennt.

Statt sich von ihrem Negativbild zu lösen, sich selbst zu erkennen und innerlich selbständig zu werden, schlägt sie sich auf die Seite ihres männlichen Aggressors und strebt dessen Position an. Ist das Befreiung von früherer Abhängigkeit? 

Im Gegenteil: Damit gibt sie sich als Frau selber auf.

Gleichberechtigung besteht nicht darin, dasselbe zu tun und zu besitzen wie ein Anderer – sondern die Möglichkeit, das Seine zu tun und in Verantwortung vor Gott und den Menschen sein eigenes Wesen zu entfalten und glücklich zu sein.

Unsere Autorin Lucia Tentrop ist katholische Theologin, Pädagogin, Malerin und Musikerin; sie lebt in Berlin  –  hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de

 


14 Kommentare on “Zur Debatte um „Emanzipation“ in der Kirche: Frauen sollen zu ihrem Wesen stehen”

  1. Epoch Times Deutschland Zeitung, siehe auch zu Ideologie des Feminismus und Kommunismus und Sozialismus und der Postmoderne und des Anarchismus und Genderismus und der Gender Ideologie und des Gender Mainstreaming mit der Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern bis hin zur Pädophilie teilweise bereits in Kindergarten und Grudnschule – die Gender Ideologie ist besonders penetrant und totalitär und aufdringlich und irrational und wider Vernunft und Natur

    https://www.epochtimes.de/

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Sexualität in der BIbel – sakralisierte Sexualität im Sinne von platonischer Liebe und Keuscheit

    https://www.katholisch.de/artikel/16512-wo-es-in-der-bibel-vor-erotik-knistert

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  3. Holger Jahndel sagt:

    „Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft“
    „Tolerance is the last virtue of a depraved society“ – D. James Kennedy: “The New Tolerance“, „Christian Post“, 17. Mai 2007; vgl. Christian Feichtinger: „Warum Toleranz vielleicht doch nicht die Tugend einer untergehenden Gesellschaft ist“, derStandard.at, 26. August 2014

    https://de.wikiquote.org/wiki/Aristoteles

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Siehe auch den Internetauftritt der Wertkonservativen Eva Hermann und Judith Reisman und James DeMeo aus den USA dazu und die christliche Psychologin Christa Meves und die Epoch Times Deutschland Zeitung zum Feminismus usw.

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  5. "GsJC" sagt:

    „In der Kürze liegt die Würze.“

    Ausgezeichnet auf den Punkt gebracht.

    MfG

    P.S.

    Meine katholische Ehefrau würde mich mit der Teflonpfanne durch die Hütte jagen, so ich ihr vorschlagen würde, nach Amt und Würden in der Kirche zu streben.

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  6. killema sagt:

    Emanzipation – sie wollen dem Manne gleich sein. Dass sich das Bild der Frau nach den beiden Weltkriegen geändert hat, ist selbstverständlich. Aber es ist eine Tatsache, dass die Frau zur Erhaltung der Menschheit da ist. Die Gespinste in manchen Gehirnen von Frauen sind für die Menschheit unerträglich. Die Natur hat Männlich und Weiblich geschaffen. Wenn gewisse Frauen männlicher sein wollen (gibt genug davon), sollen sie es für sich in einen Zirkel ausüben.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Siehe auch den Internetauftritt von Eva Hermann und Birgit Kelle und Prof. Annika Dalström dazu und die christliche Psychologin Christa Meves und die Epoch Times Deutschland Zeitung etwa zu Feminismus und Gender und Genderismus.

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  7. Klöckner Gerti sagt:

    Wer gibt mir/uns die Gewähr, dass die Bibeltexte „im Ursprung“ richtig sind, und nicht, wie auch bei heutigen Übermittlungen viel „Fake“ dabei ist? Meist waren es doch „Männer“ die diese Tätigkeit ausübten.

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    • GutenTag,
      es waren aber Männer und Frauen, die für die Wahrheit der biblischen Heilsgeschichte drei Jahrhunderte lang ihr Leben geopfert haben.
      So begann das Christentum – was allerdings Faktum und keine „Fakenews“ ist.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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