Vatikan: Kurienkardinal Becciu verurteilt Polizeieingriff bei unerlaubter Meßfeier

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Keiner staatlichen Autorität in Italien steht es zu, einen Gottesdienst zu unterbrechen. Mit diesen Worten hat der italienische Kurienkardinal Angelo Becciu einen Priester verteidigt, der in Norditalien die hl. Messe mit rund 15 Gläubigen feierte und dafür bestraft wurde.

„Wenn der Zelebrant sich einer Übertretung schuldig gemacht hat, soll er nachher und nicht währenddessen belangt werden“, schrieb der Kardinal auf Twitter. In Italien ist das Feiern von Gottesdiensten mit Gläubigen wegen der Corona-Pandemie seit Wochen nicht erlaubt.

In dem Dorf Gallignano im Bistum Cremona verwies der Pfarrer Lino Viola dennoch nicht die wenigen Gläubigen vom Platz, die sich zur Feier der Messe eingefunden hatten. Die Carabinieri schritten während der Messe ein, doch der Pfarrer zelebrierte weiter. Sowohl der Priester als auch die anwesenden Gläubigen erhielten eine Geldstrafe.

Das Bistum drückte sein Bedauern über den Vorfall aus und hielt fest, der Pfarrer habe die staatlichen und kirchlichen Vorgaben nicht beachtet. Die anhaltende Trennung vom Altarsakrament sei allerdings schmerzhaft für viele Priester und Gläubige.

Quelle und volle Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2020-04/kardinal-becciu-priester-cremona-verbotene-messe-corona.html


4 Kommentare on “Vatikan: Kurienkardinal Becciu verurteilt Polizeieingriff bei unerlaubter Meßfeier”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Siehe auch Kreuzgang Forum und „Zeugen der Wahrheit“-Forum (ZDW) und Gloria.TV usw.

    http://kath-zdw.ch/

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  2. Dorrotee sagt:

    Das ist bedenklich, wenn die Carabinieri anrückt, um eine Messe aufzulösen.
    Reicht da nicht ein späterer Anruf beim Priester zur Ermahnung?

    Nach dieser langen Ausgangssperre ist doch klar, dass irgendwann eine Messe gefeiert wird.

    Wenn der Priester die hygienischen Massnahmen eingehalten hat, sollte der Staat mit dem Strafmass nachsichtig sein.
    Denn 15 Personen in einer Kirche lassen sich sehr gut verteilen.

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    • gisela jäschke sagt:

      Zahlreiche Krankenhäuser lassen ihr Personal in Kurzarbeit gehen zu Corona-Lazaretten.
      umfunktionierte Messehallen kosten täglich € 61.000 und stehen leer, tausende Intensivbetten sind unbenutzt, aber übereifrige Polizisten müssen noch schnell ihre Macht demonstrieren. Der Protest des Kurienkardinals ist erfrischend. Gebets und eine kleine Spendenunterstützung in dieser Sache für den Kardinal, den Pfarrer und die Mitfeiernden bringe ich gerne ein.

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