Autoclub fordert Ende von Dieselfahrverboten

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hat ein Ende der Dieselfahrverbote gefordert. „Obwohl die Corona-Pandemie bundesweit zu einem immensen Rückgang der Verkehrsdichte auf den Straßen geführt hat, zeigen die stationären Einrichtungen zur Schadstoffmessung keine Effekte auf die Luftqualität“, begründet Deutschlands ältester Automobilclub den Vorstoß.

Als Beispiel nannte der AvD Daten von Meßstationen in Kiel, Würzburg, Mainz, Wiesbaden und Stuttgart. „Die Theorie, der motorisierte Straßenverkehr sei Hauptursache für die Schadstoffbelastung der Luft in den Städten ist damit widerlegt. Fahrverbote zur Luftreinhaltung sind unwirksam.“

Auch im baden-württembergischen Landtag stießen die Fahrverbote zuletzt auf Kritik. Die FDP forderte die Regierung auf, ihren Kurs bei den Fahrverboten zu überdenken. Die AfD setzt sich schon seit längerem gegen die Restriktionen für Autofahrer ein.

Dieselfahrverbote gehörten abgeschafft, da sie zur Reduktion von Schadstoffen wenig beitragen würden.

Eine Auswertung von Daten des Umweltbundesamtes des Nachrichtenmagazins Focus ergab, daß die Feinstaubbelastung an der Meßanlage Neckartor in Stuttgart beispielsweise am sonnigen Gründonnerstag sechsmal so hoch war als an einem windigen Tag im Februar. Stuttgart hatte vor einigen Tagen den sog. Feinstaubalarm abgeschafft. Wenn die Stadt diesen ausgerufen hatte, sollten die Bewohner ihr Auto zu Hause lassen und Bus, Bahn oder Fahrrad nutzen.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Steffen Bilger (CDU), forderte gegenüber dem Blatt Konsequenzen: „Das Thema Diesel-Fahrverbote ist aus meiner Sicht damit endgültig vom Tisch. Warum die Stickoxid-Werte trotz rapidem Verkehrsrückgang nicht sinken, wirft Fragen auf, die die zuständigen Umweltbehörden klären müssen.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2020/grenzwerte-ueberschritten-trotz-corona-autoclub-fuer-ende-von-dieselfahrverboten/


2 Kommentare on “Autoclub fordert Ende von Dieselfahrverboten”

  1. cherusciano sagt:

    Ein gutes Beispiel für den Irrsinn der willkürlich von der EU verordneten Stickoxid-Grenzwerte liefert ein Vorgang am Stuttgarter Neckartor. Die Einführung einer Bus-Spur vorbei an der dicht am Straßenrand befindlichen Mess-Stelle hat die Messwerte schon vor Corona (!) deutlich und dauerhaft nach unten gedrückt. Es wird Zeit, dass sich die selbsternannte Deutsche Umwelthilfe (im Wesentlichen ein Ensemble von abmahnenden Anwälten) ein neues Geschäftsfeld sucht. Der Feinstaub gibt da wohl auch nichts mehr her, nachdem der von der Stuttgarter Stadtverwaltung bisweilen verordnete Feinstaubalarm aus guten Gründen abgeschafft wurde. Der Feinstaub kommt nachweislich in erster Linie aus den Schloten der Kamine bei ungünstiger Wetterlage mit mangelndem Luftaustausch im Talkessel.

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