Welche medizinische Rechtfertigung gibt es für die Maskenpflicht in Deutschland?

Von Felizitas Küble

Reichlich überraschend wurde in Deutschland die Maskenpflicht eingeführt, nachdem in den Wochen zuvor von politischer und „virologischer“ Seite meist zu hören war, ein Mund-Nasenschutz sei für die Allgemeinheit nicht nötig, evtl. sogar kontraproduktiv  – etwa wegen der Bakterienansammlungsproblematik der Maske.

Dazu paßt: Sowohl in Arztpraxen wie in Apotheken liegt seit vielen Wochen das sechsseitige Faltblatt „Coronavirus und Influenza“ aus, das von der Apotheken-Umschau herausgegeben wurde.

Das Wesentliche daraus findet man hier online: https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus#Wie-steckt-man-sich-an-wie-schuetzt-man-sich

Auf Seite 2 des Prospekts wird die Frage abgehandelt: „Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?“

Es werden dazu drei Empfehlungen vermittelt: 1. gründliches und häufiges Händewaschen  – 2. Händeschütteln und Körperkontakt vermeiden – 3. Abstand halten (möglichst 2 Meter) und größere Menschenansammlungen vermeiden.

Das Interessante allerdings: Von einem Hinweis auf Mund-Nasenschutz kein Wort, nicht einmal im Sinne einer Option, einer Empfehlung. Am Ende heißt es sogar diesbezüglich: „Für die Allgemeinbevölkerung sehen Mediziner derzeit keine Notwendigkeit.“

Nun sind die Infizierten-Zahlen seit der Herausgabe des Faltblattes im März weiter gesunken, so daß sich von selbst die Frage ergibt: Welchen Sinn hat denn eine Maskenpflicht, die zu einer Zeit, als die Corona-Gesamtlage weitaus schwieriger war, nicht einmal empfohlen, geschweige durchgesetzt wurde?

Ich fragte kürzlich einen Facharzt-Experten, der seit vielen Jahren gründliche Erfahrungen in der Diagnostik und Behandung von Infektionskrankheiten gesammelt hat. Seine Auskunft beinhaltet im wesentlichen folgende Fragen, Punkte und Einwände:

  1. Wen schützt man mit der Maske: sich selbst oder sein Gegenüber?
  2. Wird die Maske nicht regelmäßig (und was heißt „regelmäßig“: einmal wöchentlich? einmal täglich? alle zwei Stunden?) ausgetauscht oder gewaschen, dann „füllt“ sie sich mit Bakterien und Viren und wird selbst zu einem Problem.
  3. Gerade die „schützenden“ Filtering Facepiece Particles 2 (FFP2)-Masken erhöhen den Druck in den Atemwegen, was für Asthma-Patienten, die an sich zu einer Covid-19-Risikogruppen gehören, die Gesundheit stark schädigen kann.
  4. Es ist wichtig, dass der Mensch sich mit milden Erregern (z.B. „Sommergrippe“) permanent auseinandersetzt, um eine Grundimmunität aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Wie wirkt sich aber das Maskentragen auf die Bildung dieser Grundimmunität aus?
  5. Exakt welche Art von Masken sollen wir tragen?
  6. Wie soll kontrolliert werden, ob die Maske richtig sitzt, für den Träger passt und zudem sachgemäß aufgesetzt wird?
  7. Im Moment gibt es in der ganzen Stadt Münster (ca. 300.000 Einwohner) ca. 40 gesicherte Corona-Fälle, von denen die meisten zu Hause bleiben (müssen). Auch wenn es eine erhebliche Dunkelziffer gibt, ist das Risiko, jemanden mit Covid-19 auf offener Straße zu treffen, sehr gering. Die überwiegende Mehrheit der Kontakte mit diesen Infizierten führen nicht zu einer Übertragung des Virus. Und falls doch, werden fast alle Infizierten entweder keine oder nur milde Symptome bekommen. Also dürfte das Gesamtrisiko für die meisten Menschen, durch einen Kontakt in Münster auf der Straße oder im Laden eine schwere Covid-19-Krankheit zu bekommen, minimal sein und in keinem Verhältnis stehen zum Risiko des Maskentragens.
  8. Das Robert-Koch-Institut hat die Grippe-Saison vor ca. 10 Tagen für beendet erklärt. Es gibt noch weniger Corona-Fälle als Influenza-Fälle. Worin besteht dann die Rechtfertigung, überhaupt Masken zu tragen (siehe Punkt 7).
  9. Welche psychologische Wirkung hat das permanente Tragen einer Maske auf den Träger und auf die Gesellschaft insgesamt?
  10. Was ist mit Menschen mit Angststörungen, die das Tragen einer Maske als sehr einengend empfinden (Klaustrophobie)?
  11. Wie verträgt sich eine allgemeine Vermummung mit dem Recht in einer freien Gesellschaft, sein Gegenüber zu erkennen?
  12. Wir müssen Masken tragen, obwohl so gut wie keine bösen Viren derzeit im Umlauf. Was wird dann das Signal für die Politik sein, die Maskenpflicht aufzuheben? Der Lockdown wurde ja auch eingeführt, nachdem anhand von Zahlen des Robert-Koch-Instituts bereits klar war, dass die sog. Reproduktionsrate unter 1,0 gefallen war und es somit zu einer massenhaften Verbreitung des Virus nicht mehr kommen konnte.
  13. Maskentragen ist jetzt Pflicht, obwohl dies –  wie oben dargestellt  –  medizinisch sinnlos und vielleicht sogar schädlich ist. Es ist also nicht mehr möglich, einfach zu den Massnahmen der Regierung nur zu schweigen. Vielmehr wird man verpflichtet, seine Zustimmung gleichsam öffentlich in Form eine Gesichtsmaske  zu signalisieren.  Zuwiderhandeln ist eine Straftat.

15 Kommentare on “Welche medizinische Rechtfertigung gibt es für die Maskenpflicht in Deutschland?”

  1. "GsJC" sagt:

    Mittwoch, 29. April 2020

    Virus nicht vollständig getötet

    Empfohlene Maskenaufbereitung unwirksam

    Auf Empfehlung des Gesundheitsministeriums benutzen Krankenhäuser, Praxen und Pflegeheime Schutzmasken mehrfach, nachdem sie auf 70 Grad erhitzt wurden. Das zuständige Fachinstitut stellt nun fest: Diese Methode ist ungeeignet. Doch die Praxis wird bislang nicht geändert.

    https://www.n-tv.de/panorama/Empfohlene-Maskenaufbereitung-unwirksam-article21746637.html

    Mehr als eine Schicht = 8 – 10 Stunden würde ich den Mundschutz in der Ausführung als Einmalartikel nicht anwenden. Viel Theorie und wenig praktische Erfahrung. In Ruhe kann man mit dem Mundschutz durchaus schlafen. Unter körperlicher Belastung und je nach Höhe der Luftfeuchtigkeit ist der Mundschutz nach kurzer Zeit ein feuchter Keimträger, der fachgerecht entsorgt werden muss.

    MfG

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    • J.WalfischSchnucki sagt:

      Wenn man an die AIDS-Krise vor ca. 35 Jahren denkt, das ist ja auch ein Virus, der letztendlich zum Tode führte. Damals wurden diese betroffenen Opfer gesellschaftlich ausgegrenzt, zu Anfang. Dann kamen aber ganz Mutige, die diese AIDS-Infizierten umarmten > als Zeichen der Menschlichkeit und ZivilCourage.
      Selbst Pfleger müssten eigentlich bis heute diese Gummi-Handschuhe tragen dabei.

      Die eigentliche Virus-Übertragung basiert auf dieser sogenannten „Tröpfchen-Infektion“ durch den Kontakt und Übertragung mittels Körperflüssigkeiten.

      AIDS ist jedoch eine Autoimmun(versagens)Krankheit (so wie Rheuma zum Beispiel, jedoch auf andere Art) – und – dieses Corona > eine atypische Lungenentzündung. Deshalb könnte man praktisch-medizinisch schlussfolgernd vermuten > besteht die Gefahr durch SpuckeTröpfchen oder Husten und plötzliches Niesen, diese weg zu schleudern > auf jemand anders mit dem erhöhten Risiko und denn Schleimhäute zu treffen an Mund, in Nase oder Augen und offene Wunden wären da noch zu kalkulieren. Davor soll die Maske schützen. Die beste Art der Übertragung besprechen wir hier jetzt nicht – die kennt jeder.
      An der Luft können sich diese Viren nicht am Leben erhalten und würden zugrunde gehen.

      Heutige Forscher sagen im Unterricht, das etwa 10% des menschlichen ZellteilungsSystems von Viren und anderen Parasiten genutzt wird. Diese sind somit Teil unseres funktionierenden Körpers. Bakterien wurden vor 15 Jahren ganz super erforscht. Auch diese sind Teil der Lebensprozesse des jugendlichen und erwachsenen Körpers irgendwie und immer mehr.

      Die Alternative zum Mund-Nasenschutz wäre ja so eine Plaste-KlarsichtScheibe vor dem Gesicht. Auch diese wird mit dem Vorteil der freieren Atmung kaum noch getragen – von den Verkäuferinnen hinterm Tresen/Stand. Warum nicht?
      Im Winter bei Frost würde daran dann die Luftfeuchtigkeit beschlagen bis gefrieren > daher dann keine Alternative, das Gesicht zu zeigen…..

      Da jetzt noch einmal verschärfte CoronaMaßnahmen greifen in den Firmen und Betrieben (wegen dieser 2. Welle) musste ich neulich als Masseur den Kontakt zu den Mitarbeitern mit 0,0 mm angeben. Ich spürte wirklich, das war nicht gut. Doch die Wache sagte, der Zettel bleibt bei uns liegen. Was für ein Glück – bis jetzt.
      Doch Immunisierung ist kein Thema – wenn möglich.
      Menschliche Freiheit ist volle SelbstVerantwortung.

      Wenn der Körper mir jedes Jahr zeigt, dass ein neuer GrippeSchutz in Form eines AntiVirus erkämpft wird. Und das ist ein Kampf im Körper!
      Jedenfalls werde ich bei den geringsten Anzeichen solcher und ähnlicher Art > nicht diesen Beruf ausüben können. Das ist mein Beitrag und denn kann und muss ich mir leisten können als selbständiger Freiberufler.
      Es hat aber nicht jeder Therapeut mehrere Standbeine.

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  2. Bernhard sagt:

    Dieser Artikel ist ziemlich einseitig und teilweise auch unrichtig. Ich beziehe mich in meinen Anmerkungen auf die einzelnen Punkte:

    1. Manche Masken schütten den Träger, manche sein Gegenüber, andere leider weder, noch.

    3. Wenn für manche Leute mit Vorerkrankungen eine FFP-Maske nicht geeignet ist (wobei ich da gerne einen Beleg hätte), müssen sie sich anderweitig schützen (im Zweifel ihre Einkäufe von anderen erledigen lassen). Das kann aber kein Argument für die generelle Untauglichkeit von FFP-Masken sein.

    4. Erst nützen Masken nichts, jetzt sind sie plötzlich schädlich, weil sie keine (notwendigen) Krankheitserreger durchlassen?

    7. Das ist so nicht richtig. Ohne Schutzmaßnahmen steigt diese Zahl in kürzester Zeit rapide an (exponentielles Wachstum).

    8. Vielleicht daran, dass Covid-19 doch gefährlicher ist als eine Grippe, und auch Spätfolgen zurückbleiben können?

    12. Von „keine bösen Viren im Umlauf“ kann keine Rede sein. Natürlich gibt es noch genug Infizierte. Und die Reproduktionsrate ist auch wieder bei 1 (siehe hier: https://www.deutschlandfunk.de/ansteckung-mit-coronavirus-reproduktionsrate-laut-rki.1939.de.html?drn:news_id=1125090 ). Das heißt für mich, dass Schutzmaßnahmen sehr wohl etwas helfen.

    Ich bin auch kein fleißiger Maskenträger. Man kann sehr wohl diskutieren, ob das Tragen von Gesichtsmasken verpflichtend sein soll. Aber generell so nutzlos wie in dem Artikel dargestellt, sind sie nicht. Auch ist die Gefahr durch Covid-19 real vorhanden und kann auch größer werden, wenn keine Gegenmaßnahmen getroffen werden.

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  3. Dorrotee sagt:

    Zuert habe ich die MAskenpflicht (Läden und öffl Verkehrsmittel) positiv gesehen.

    Nun nach diesem Artikel und auch nach einem Interview im Radio mit dem Arzt Frank Montgomery und Arztgespräche in der eigenen Verwandtschaft bin ich von der Wirkung nicht mehr überzeugt.

    Die soziale Isolation schreitet massiv vorran. Man merkt es jetzt schon beim Einkaufen. Was wird aus unserer Gesellschaft gemacht?

    In Berlin wurden Demonstranten von der Polizei weggeschleppt, weil sie für die einzuhaltenen Grundrechte seitens der Politker auf die Strasse gingen. Sicherheitsabstand wurde von denen weitgehend eingehalten. Als der Polizeisprecher nachher interviewt wurde, merkte man deutlich, in was für eine Zwangssituation die Polizei geraten war.
    Was ansonsten geschützt wird, ist nun zu bekämpfen. Aber da waren teils unschöne Bilder seitens der Polizei zu sehen.

    Ich bin selbst so traurig über die Möglichkeit, nun über ein Telefongespsräch schnell den Abtreibungsschein zu bekommen. Eine ausführliche persönliche Beratung fällt weg. Schon vorher äußerten sich die Schwangeren über die schlechte Beratung und der Schein wurde schnell ausgestellt.
    Nun geht es noch schneller und die Linken fordern nun die gänzliche Abschaffung der Beratungspflicht.
    Die guten Beratungen der Pro-life-Bewegung werden umgangen.

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  4. Joachim Walter sagt:

    Laut WHO hat das Tragen von Masken oder Mundschutz keinen starken Nutzen, sondern es birgt ein zusätzliches Risiko. Um es boshaft auszudrücken, zur Rechtfertigung der total überzogenen Maßnahmen und Lügen sowie dem Ignorieren wirklicher Fachleute werden die Masken noch ein paar Opfer bringen. Und nebenbei: wenn nach dem Corona-Theater mit CO2 kommt, dem erzähle ich etwas.

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  5. protestler sagt:

    Die WHO hat bereits in 2019 in einem Gutachten zusammengetragen, dass viele jetzt angeordnete Maßnahmen eine Wirksamkeit von „very low“ (sehr gering) haben.
    Das LRA KA hat letzte Woche per Handzettel in jeden Haushalt angeordnet, dass es nicht erlaubt ist, im Freien zu „verweilen“. Also auf keine Bank sitzen, auch keine Einzelpersonen, nicht ins Gras, auf keinen Stein. Z.T. sind Bänke mit entsprechenden Plakaten versehen. Begründung: Es könnten sich noch andere dazu gesellen und das Virus verbreiten. Könnte, könnte …

    Es könnte auch alles gut ausgehen. – Jetzt wohl nicht mehr.

    Wo sind wir denn hingekommen und der ganze Beamtenapparat kuscht. Die Mehrheit der Bevölkerung kann es auch noch: kuschen.

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  6. Cornelia Vogt sagt:

    Maske vor Mund und Nase NIMMT DIE LUFT ZUM NORMALEN ATMEN.
    LOGISCH IST DAS.
    DA FEHLEN EINEM DIE WORTE, WAS MAN DAMIT VERLANGT.

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    • J.WalfischSchnucki sagt:

      Erst gefilterte Luft und dann dann nochmal erschwert gefilterte Luft.

      Wenn sie ein echter Heiler wären > dann würden sie niemals, niemals Jemanden´s Atmung beeinflussen. Der Staat ist nun einmal kein Heiler.
      Doch Gott gab uns dem Odem/Geist des Lebens.

      Sie können die Masken oder Haltebändchen so verändern, dass sie unten nicht am Kinn anliegen, also etwas offen sind. Am besten gehen alte StaubfilterMasken dafür. Na, es gibt sooo viele verschiedene … und Größen. Amerikanische Unternehmen haben volle Depots davon. Doch ich bin kein Dieb, und auch kein Versandhandel damit.
      Also das bisschen Einkaufen mit dieser Maske ist doch kein Ding.
      Stundenlanges Tragen im Zug oder Bus – das würde schon lästig werden jetzt im Sommer.

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  7. Adolf Breitmeier sagt:

    Am Samstag habe ich im Supermarkt ohne Maske eingekauft, es waren dort mehr Einkaufende als heute. Am Samstag maskenlos, heute mit Maske (die zehn Euro letzte Woche gekostet hat). Wo liegt da der Sinn? Ich habe das Gefühl, wir werden dressiert und reif ,,geschossen“ für einen absoluten Überwachungsstaat mit Apps oder Chips im Arm. Gut, nicht alle Massnahmen sind Quatsch wie das Meiden von Ansammlungen für einen gewissen Zeitraum, aber ganz sicher nicht bis zum Oktoberfest. Wie sich das Virus bei Ansammlungen verhält, werden wir am Ende des Ramadan sehen. Steigt die Ansteckungsrate nicht, dann war der ,,Lockdown“ ein Schuss in den Ofen – und die Regierung sollte reumütig zurücktreten – wird sie aber nicht.

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