Wird die Universität Münster umbenannt?

Der Senat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, benannt nach Kaiser Wilhelm II. (1859 – 1941), berät über einen Namenswechsel. Grundlage sei der Abschlußbericht einer Arbeitsgruppe über den Namensgeber der Hochschule, berichteten die Westfälischen Nachrichten.

Der Monarch hatte die 1771 gegründete Universität nach ihrer zwischenzeitlichen Herabstufung zu einer Akademie 1902 wieder in ihren alten Rang erhoben. 1907 erfolgte die Umbenennung in Wilhelms-Universität.

In dem Abschlußbericht werde dem Kaiser aus dem Hause Hohenzollern vorgeworfen, „überaus militaristisch und nationalistisch, antislawisch und geradezu obsessiv antisemitisch“ gewesen zu sein.

BILD: Fußgängerzone in Münster (Ludgeristraße)

Daher schlage die Arbeitsgruppe ein mehrstufiges Verfahren vor, an dessen Ende ein Namenswechsel stehen solle.

Der Fall erinnert an die Vorgänge rund um die Umbenennung des ehemaligen Hindenburgplatzes in der westfälischen Metropole.

Quelle: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2020/vorwuerfe-gegen-wilhelm-ii-universitaet-muenster-diskutiert-umbenennung/


9 Kommentare on “Wird die Universität Münster umbenannt?”

  1. killema sagt:

    Ja, da muss auch der Hohenzollernring Umbenannt werden. Kaiser Wilhelm II war ein Kriegsverbrecher, ob man es glauben will oder nicht. Er hat den II Weltkrieg mit Millionen Tote und die Machtergreifung Adolf Hitler Verschuldet.

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    • Hofströssler sagt:

      Und ich dachte immer er hätte den I Weltkrieg verschuldet. (Schlimm genug) – und jetzt hat er auch noch den zweiten Weltkrieg angezettelt, siehe Kommentar Killema. Aber man lernt ja noch dazu….Ich dachte auch immer die Machtergreifung Hitlers wäre durch Hindenburg gefördert worden. Aha, es war also Kaiser Wilhelm. Ich denke hier hat jemand in der Schule nicht genau aufgepasst.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Am 1. Weltkrieg waren auch Briten mit schuld, die ihre liberale Freihandels-Ideologie am erfolgreich nationalen Protektionismus nach dem deutschen National-Ökonomen Friedrich List betreibenden Deutschland scheitern sahen. Sie wurden auf den Weltmärkten von Qualitätsprodukten „Made in Germany“ auskonkurriert. Und sie wurden auch von den seit US-Präsident Abraham Lincoln ebenfalls erfolgreich Freihandel betreibenden USA erfolgreich auskonkurriert. Es handelte sich also auch um britischen Handels- und Konkurrenzneid und Mißgunst der City of London und der Londoner Börse und „Lombard Street“ und der Bank of England und der britischen Lord, die schon immer bzw. mindestens seit Gründung der „Bank of England“ eine kapitalistisch-imperialistische ideologisch liberale wucherische Politik betrieben.

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  2. Anonymous sagt:

    Und was machen wir dann mit dem Erz-Antisemiten Martin Luther? Dann sollten wir ehrlicherweise auch alle Martin-Luther-Straßen umbenennen und sämtliche Martin-Luther-Büsten und -Statuen einschmelzen von diesem „Größten Propheten der Deutschen“ (Heidegger, er wollte der Führer des Führers sein ..)

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  3. Dr. Christoph heger sagt:

    Diese Weise der oberlehrerhaften Geschichtsstilisierung, üblicherweise „Vergangenheitsbewältigung“ geheißen, sollte richtiger „Vergangenheitsvergewaltigung“ heißen.

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  4. Cornelia Vogt sagt:

    Da müssen aber VIELE DINGE VERSCHWINDEN.

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