Iran: Brutaler „Ehrenmord“ an Romina Ashrafi

Frauenrechte werden im Iran seit Jahrzehnten systematisch unterdrückt. Das jüngste Beispiel ist der Ehrenmord an Romina Ashrafi.

Die 14-Jährige wurde am 21. Mai 2020 in der Stadt Talesch im Norden Irans von ihrem Vater enthauptet, weil sie mit einem älteren Mann durchgebrannt war. Reza Ashrafi sitzt wegen der Tat in Untersuchungshaft. Ihn erwartet mit drei bis zehn Jahren Haft eine vergleichsweise milde Strafe.

Der Fall bekommt kurz vor dem Jahrestag der Proteste vom 12. Juni 2006, als Demonstranten in Teheran Gleichberechtigung für Frauen forderten, große internationale Aufmerksamkeit. Damals zerschlugen staatliche Sicherheitskräfte den Protest gewaltsam und es kam zu willkürlichen Verhaftungen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) setzt sich seit Jahren für Frauenrechte im Iran ein. „Im Iran sind Frauen immer noch Bürger zweiter Klasse und gelten als unmündig. Das muss sich endlich ändern“, fordert die IGFM.

Fehlender Schutz von Frauen

Romina Ashrafi ist nur eines von vielen Opfern eines so genannten „Ehrenmordes“ im Iran. Mit dem Begriff wird die Tötung eines meist weiblichen Familienmitglieds bezeichnet, das bestimmte Verhaltensregeln verletzt hat. Der Mord soll die vermeintliche Schande der Familie abwenden.

Der aktuelle Fall hat das Thema im Iran wieder in die Öffentlichkeit gebracht und die Stimmen für mehr Gleichberechtigung lauter werden lassen. Sowohl in der internationalen Presse wie auch in den in sozialen Medien wurde der Tod des Teenagers zum Anlass genommen, um auf die fehlende Gesetzgebung zum Schutz von Frauen und Mädchen sowie auf deren systematische Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Präsident Hassan Rohani sprach sich zwar für eine Gesetzesreform aus, um Ehrenmorde stärker zu bestrafen. Darin wird Gewalt gegen Frauen jedoch nicht spezifisch thematisiert, wohingegen die Geschlechtersegregation an Universitäten gefordert wird.

Einer Expertin zufolge erfahren Frauenrechte nur in Einzelfällen eine Stärkung durch die Reform. Die Situation der Frauen allgemein, werde sich aber selbst bei positivem Ausgang der Reform nicht ändern.

Die IGFM sieht in der Aussage Rohanis daher nur eine „hohle Phrase zur Beruhigung und Täuschung der Öffentlichkeit“, da der Präsident sich sicher sein könne, dass die konservative Justiz ein solches Gesetz ablehnen werde und immer die Rechte der Männer stärke.

Jahrestag der Demonstrationen von 2006

Der Mord ereignete sich kurz vor dem 14. Jahrestag der Demonstration vom 12. Juni 2006, der laut IGFM als „historischer Tag für die Frauenrechte im Iran“ gilt. Damals forderten Protestierende auf dem Hafte-Tir-Platz die gesetzliche Gleichberechtigung von Frauen im Iran.

Als Reaktion auf die brutale Niederschlagung der friedlichen Demonstration und auf die vielen willkürlichen Festnahmen gründeten 54 Frauenrechtsaktivisten – darunter die Friedensnobelpreisträgerin Dr. Shirin Ebadi – die Gleichberechtigungskampagne „Eine Millionen Unterschriften“.

Damit erreichten sie u.a., dass der 2007 im neuen Familiengesetz in Kraft getretene Paragraph zurückgezogen wurde, der besagt, dass der Mann für eine erneute Heirat nicht mehr die Zustimmung seiner ersten Frau braucht.

Weitere Infos zur Frauenrechtslage im Iran: www.igfm.de/frauen-im-iran/
Weitere Infos zur Menschenrechtslage allgemein im Iran: www.igfm.de/Iran


8 Kommentare on “Iran: Brutaler „Ehrenmord“ an Romina Ashrafi”

  1. Holger Jahndel sagt:

    In der Türkei wird seit langem schon der Bau von neuen Kirche verboten und alte christliche Kirchen werden häufig beschlagnahmt oder zerstört oder zweckenfremdet und enteignet.
    Aber hier bei uns in Europa schreien die Islamisten des politischen Islam danach, neue Moscheen und sogar Minarette mit dem Muezzin-Ruf als Indoktrinierung bauen zu dürfen!
    Aber das ist ein höchst einseitiges Geben und Nehmen und Gewähren von Rechten usw.
    Der Islam schlägt leider an Völkermorden nachweislich alle anderen Religionen, und zwar in Übereinklang mit den Aussagen des Koran (im Gegensatz etwa zu denen des Neuen Testamentes der Bibel, und selbst im Alten Testament tritt Gott strafend auf und nicht der Mensch selbst gemäß der religiösen Lehre).
    So etwa beim gigantischen beispiellosen Völkermord an den Hindhus in Indien (noch heute bedeutet der Name des Gebirges „Hindhukusch“ Hindhu-Töter) und an den Buddhisten, die in Indien weitestgehend ausgerottet wurden (vorher hatte Indien sein goldenes Zeitalter mit großartigen Bibliotheken und Universitäten und Klöstern und Technik und Bildung). Siehe dazu etwa auch Jaya Gopals Buch „Gabriels Einflüsterungen“ (The misery of Islam) und auch Prof. Gustav Ruhland als Historiker zur kapitalistischen Raub- und Kriegs- und Eroberungsgeschichte des Islam mit seinem Dschihad. Siehe auch den Historiker Egon Flaig und die Artikel von Robert Spencer in Jihad Watch und des internationalen Gatestone-Institutes und so weiter usw.

    Jihad Watch by Robert Spencer, BLOG zu Islam und Islamismus und Islamisten und Dschihad und Sharia

    http://www.jihadwatch.org

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Der Theologfe und Journalist und Philosoph David Beger mit seinem Weblog „Philosophia Perennis“

    https://philosophia-perennis.com/

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  3. Cornelia Vogt sagt:

    NIEMALS wird sich solch eingefressenes Denken und Handeln ändern.
    Wer töten will,der findet einen Weg,dies zu verstecken unter einem Deckmantel.

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    • Holger Jahndel sagt:

      In der Türkei wird seit langem schon der Bau von neuen Kirche verboten und alte christliche Kirchen werden häufig beschlagnahmt oder zerstört oder zweckenfremdet und enteignet.
      Aber hier bei uns in Europa schreien die Islamisten des politischen Islam danach, neue Moscheen und sogar Minarette mit dem Muezzin-Ruf als Indoktrinierung bauen zu dürfen!
      Aber das ist ein höchst einseitiges Geben und Nehmen und Gewähren von Rechten usw.
      Der Islam schlägt leider an Völkermorden nachweislich alle anderen Religionen, und zwar in Übereinklang mit den Aussagen des Koran (im Gegensatz etwa zu denen des Neuen Testamentes der Bibel, und selbst im Alten Testament tritt Gott strafend auf und nicht der Mensch selbst gemäß der religiösen Lehre).
      So etwa beim gigantischen beispiellosen Völkermord an den Hindhus in Indien (noch heute bedeutet der Name des Gebirges „Hindhukusch“ Hindhu-Töter) und an den Buddhisten, die in Indien weitestgehend ausgerottet wurden (vorher hatte Indien sein goldenes Zeitalter mit großartigen Bibliotheken und Universitäten und Klöstern und Technik und Bildung). Siehe dazu etwa auch Jaya Gopals Buch „Gabriels Einflüsterungen“ (The misery of Islam) und auch Prof. Gustav Ruhland als Historiker zur kapitalistischen Raub- und Kriegs- und Eroberungsgeschichte des Islam mit seinem Dschihad. Siehe auch den Historiker Egon Flaig und die Artikel von Robert Spencer in Jihad Watch und des internationalen Gatestone-Institutes und so weiter usw.

      Jihad Watch by Robert Spencer, BLOG zu Islam und Islamismus und Islamisten und Dschihad und Sharia

      http://www.jihadwatch.org

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