Katholische Verbandschefin Flachsbarth (MdB CDU) setzt sich für Abtreibungsfreiheit ein

Der stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Hubert Hüppe (siehe Foto), hat sich „erschrocken und tief enttäuscht“ davon gezeigt, wie sich Teile der Bundesregierung und des Parlaments von der internationalen Abtreibungslobby benutzen lassen.

Im Interview mit der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“, erklärte der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete und ehem. Behinderten-Beauftragter der Bundesregierung: „Man muss einfach zur Kenntnis nehmen, dass die Abtreibungslobbyisten tatsächlich eine sehr professionelle Lobbyarbeit machen. Sie sind ständig im Bundestag unterwegs.“

Mit der Staatssekretärin Maria Flachsbarth habe die Organisation „She Decides“ (dt.: „Sie entscheidet“) „jetzt eine Protagonistin für die Abtreibungslobby gewonnen, von der man das gar nicht vermuten würde. Wer hält schon für möglich, dass die Präsidentin des Katholischen Frauenbundes, also gewissermaßen die oberste katholische Frau in Deutschland, das deutsche Gesicht einer Organisation ist, die die Freigabe der Abtreibung bis zur Geburt ganz oben auf ihrer Agenda stehen hat?“, fragt Hüppe.

Weiter sagte der CDU-Politiker dem in Würzburg editierten Blatt: „Auf ihrer Facebookseite schreibt Frau Flachsbarth, die übrigens früher mit mir regelmäßig für den Lebensschutz gestimmt hat, dass Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sie als ,Champion‘ für ,She Decides‘ vorgeschlagen hat. Also findet Minister Müller „She Decides“, die für die schrankenlose Tötung ungeborener Kinder eintritt, auch gut. Das hat mich erschrocken und tief enttäuscht.“

Zum Hintergrund: CDU/CSU und SPD hatten Ende Mai einen Antrag „Engagement für die globale Gesundheit“ durch das Parlament gebracht, mit dem sie die Bundesregierung zur Förderung von Teilen der Abtreibungslobby und deren Ziele aufrufen. (Quelle: https://www.die-tagespost.de/politik/aktuell/alfa-union-und-spd-befoerdern-agenda-der-abtreibungslobby;art315,208823)

Die Bundesvorsitzende der ALfA, Cornelia Kaminski (siehe Foto), hatte daraufhin die Regierungsfraktionen zur umgehenden Rücknahme des Antrags aufgefordert. Bürgern, die nicht wollten, dass Forderungen der internationalen Abtreibungslobby Eingang in die Regierungspolitik fänden, rät Hüppe, sich an die Abgeordneten ihres Wahlkreises zu wenden.

„Man sollte die Sozialen Netzwerke nutzen und die Politiker auf deren Facebook-Seite oder Instagram-Account fragen, wie sie dazu kommen, so etwa zu unterstützen.“ Nach Ansicht des CDU-Politikers müssten in dem vorliegenden Fall „auch die Bischöfe einschreiten“

„Als Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes repräsentiert Frau Flachsbarth ja eine bedeutende Organisation des deutschen Laienkatholizismus und gehört dem ZdK an. Meiner Meinung nach müssen die Bischöfe hier auch mal ein deutliches Wort sprechen. Sonst werden sie unglaubwürdig. Für die Freigabe der Abtreibung bis zur Geburt einzutreten, ist meines Erachtens mit dem katholischen Glauben unvereinbar“, so Hüppe.


12 Kommentare on “Katholische Verbandschefin Flachsbarth (MdB CDU) setzt sich für Abtreibungsfreiheit ein”

  1. Die nominalkatholische Verbandslandschaft ist eben seit langem fest integriert im Netz der „zivilgesellschaftlichen Akteur*inn*en“. Caritas, Kolping, BDKJ etc. agitieren im Sinne der globalen Agenda gut vernetzt mit linksaußen-Gruppen pro Homoehe und Transgender, pro „Open Border“, Anti-AfD, Antirassismus, pro Klimahysterie etc. Nun eben der „Kath.“ Frauenbund (doch bestens bekannt von Maria 2.0) „pro choice“ – so what?

    Die „C“DU kungelt mit Roten, Grünen und Dunkelroten – Hauptsache, es gibt Kabinettssessel und Mandate für ihre Funktionäre.

    Überrascht alles nur jemanden, der geistig noch in den 80ern weilt.

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  2. Arnold Weßling sagt:

    Irritiert euch nicht denn was der Mensch sät wird er ernten!Gott erbarme sich über unser Land und schenke unseren Politikern Verantwortung für ihr tun und lassen.

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  3. Stefan Kunz sagt:

    Traurig, dass dieses Land so tief zu sinken vermag und den Grund immer noch nicht erreicht hat.
    Wieviel Wahrheit ist wohl an der Aussage eines FB Nutzers vor einiger Zeit, dass die Masse unserer Politiker schon lange sozialistisch vernagelt seien, und der Rest mit Stasi-Infos passend erpresst würde.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Stefan Kunz: Siehe auch die Epoch Times Deutschland zur sozialistischen und kommunistischen Ideologie und Ideen und Idealen und Sozialismus und Kommunismus und der KP Chinas und Maoismus und Gender und Genderismus und Feminismus usw.

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Dieser ganze Abtreibungskult ist einfach nur noch pervers und abartig.

    Etwas ähnliches geschieht derzeit bei der Harry Potter Autorin J.K. Rowling, die sich kritisch, aber noch rational mit der Gender Ideologie und Genderismus auseinander-setzte. Auch die Gender Ideologie und das Gender Mainstreaming mit der Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern bis hin zur Pädophilie sind zum Kult erhoben worden, siehe auch Prof. Annika Da(h)lström und Judith Reisman und James DeMeo aus den USA dazu und Birgit Kelle und Eva Hermann und Christa Meves.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Wir erleben einen absoluten Sitten- und Werte-Verfall und eine Abnahme der Qualitäten im dekadenten und degenerierten postmodernen Westen mit seiner seelisch-psychischen Entwurzelung und technokratisch-mechanistischen Denkweise und der irrationalen Gender Ideologie bzw. dem Genderismus.
      Siehe auch den Internetauftritt von Eva Hermann und Frau Prof. Annika Da(h)lström dazu.

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  5. Bernhard sagt:

    Über eine Sache muss man sich im Klaren sein: Ein Verbot der Abtreibung bedeutet nicht, dass nicht abgetrieben wird. Wenn es verboten ist, geschieht es eben unter der Hand, oder die Frauen gehen ins Ausland. Umgekehrt wird dann nicht abgetrieben, wenn die Leute es nicht wollen, selbst wenn es Gesetz es erlaubt. Jemand schrieb mal „stell dir vor, Abtreibung ist erlaubt, aber keiner geht hin“. Noch wichtiger als für ein gesetzl. Verbot zu kämpfen ist m.E., zumindest den Gläubigen klarzumachen, dass so etwas niemals getan werden darf.

    Dennoch ist es ein Skandal, wenn eine Partei mit dem „C“ im Namen (bzw. einzelne Leute in ihr) für die Freigabe der Abtreibung kämpft. Erst recht mit der Begründung „she decides“. Nach christlicher Lehre darf ein Mensch nicht einmal uneingeschränkt über seinen eigenen Körper entscheiden (weswegen Selbstmord im Christentum nicht erlaubt ist). Um wieviel weniger dann über einen neuen Menschen, der im eigenen Körper heranwächst.

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    • cherusciano sagt:

      Nach „Maria 2.0“ mit bischöflicher Unterstützung wundert mich nichts mehr. Die Verwirrung der Geister bis hin in die „Chefetagen“ nimmt rasant zu. Ein neues Heidentum breitet sich in Europa aus, „das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen heraus auszuhöhlen droht.“ Keine neue Erkenntnis, sondern die Diagnose Josef Ratzingers schon Ende der 50er Jahre.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Siehe auch die Epoch Times Deutschland Zeitung etwa zur Ideologie des Feminismus und Gender und Genderismus und Judith Reisman und James DeMeo aus den USA und Klagemauer.TV aus der Schweiz und den Theologen und Journalisten und Philosophen David Berger mit seiner „Philosophia Perennis“ und die Website von Eva Hermann und auch Prof. Annika Da(h)lström und die christliche Psychologin Christa Meves und Birgit Kelle usw.

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