Kenia: Katholische Bischöfe protestieren gegen umstrittenes Abtreibungsgesetz

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Das Ungeborene ist menschliches Leben und seine Beendigung ist Mord.
Das hebt die Bischofskonferenz von Kenia in einer Erklärung hervor und fordert den Gesetzgeber auf, über die moralischen Folgen des neuen Gesetzes nachzudenken.

Der Wortlaut des Gesetzes sei „absichtlich zweideutig“. Das Gesetz spreche von „sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten“, doch in Wirklichkeit seien diese Begriffe von UNO-Organisationen neu definiert worden, „um umstrittene Sexual- und Abtreibungsrechte  –  auch für Kleinkinder –  einzubeziehen“, sagten die Bischöfe in einem Brief, der an katholische Parlamentsmitglieder gerichtet ist.

In dem von Erzbischof Philip Anyolo, dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz unterzeichneten Schreiben heißt es, dass die Oberhirten zu Fragen, die das Leben betreffen, nicht schweigen würden.

Man solle die Probleme beseitigen, nicht die ungeborenen Kinder:

„Wir können Wege finden, unsere Jugend über die grundlegenden Entscheidungen zum Familienleben aufzuklären. Wir können jene Strukturen unterstützen, die bereits jetzt gefährdeten Minderjährigen und Frauen Schutz und Geborgenheit bieten“, schreiben die Bischöfe.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-06/kenia-kirche-ruft-zum-nachdenken-ueber-folgen-abtreibung-gesetz.html


11 Kommentare on “Kenia: Katholische Bischöfe protestieren gegen umstrittenes Abtreibungsgesetz”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Gabriele Kuby, Gender Ideologin zur Gender Ideologie und Gender Mainstreaming

    http://www.gabriele-kuby.de

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  2. Monika Enders sagt:

    Ich habe im Internet gesurvt, um mich über die Inhalte des von den kenianischen Bischöfen kritisierten Abtreibungsgesetzes schlau zu machen.
    Mag sein, dass ich mich unzureichend erkundigt habe, aber wenn ich richtig und vollständig informiert bin, dürfen Frauen nur bei Lebensgefahr abtreiben und wenn ihre Gesundheit auf dem Spiel steht?! Aber was ist bei Vergewaltigung und Inzest? Dürfen Frauen dann abtreiben, ja oder nein? Ich gehe davon aus, dass bei Vergewaltigung/Inzest kein Recht auf Abtreibung besteht. Das fände ich sehr schlecht, Frauen müssen in jedem Fall ein Recht auf Abtreibung haben, wenn die Schwangerschaft durch Sexualverbrechen verursacht wurde. Ich gehe nicht so weit, zu fordern, dass Frauen ein generelles Recht auf Abtreibung haben ohne Angabe von Gründen, aber bei Vergewaltigung und Inzest ist es doch selbstverständlich, dass Frauen das unabdingbare Recht auf Abtreibung haben.

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    • Guten Tag,
      bei Vergewaltigung und Inzest gibt es auch die Möglichkeit zur Adoptionsfreigabe – immerhin suchen tausende von Eltern dringend ein Adoptivkind.
      Zudem darf man sich wundern, wenn manchmal – auch in öffentlichen Debatten – dieselben Leute, die sonst unbedingt gegen jede Todesstrafe sind (auch im Falle von Massenmördern), plötzlich dieselbe bei einem unschuldigen Kind im Mutterleib eingeführt sehen wollen.
      Da wären schärfere Strafen für Vergewaltiger und Inzesttäter sicherlich sinnvoller (was nicht Todesstrafe bedeuten soll, sondern längere Haftzeiten).
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Kreuzgang-Forum

    https://www.kreuzgang.org

    „Zeugen der Wahrheit“-Forum für katholische Traditionalisten, siehe auch Gloria.TV

    http.//www.kath-zdw.ch

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  4. killema sagt:

    Es ist ganz Einfach gegen Geburtenkontrolle in den Ländern mit zu hoher Kinderproduktion zu Reden.Ich wüsste nicht,das sich die Kirche jemals um das Elend der Verhungernde Kinder gekümmert hätten.Laue Worte gibt es viele.wenn ich Abends den TV einschalte,springen mir sofort die Bilder Verhungernde Kinder und die Bettler die mir Glauben machen wollen,das ich mit fünf Euro das Kind Retten kann.Eine schachtel Babypillen würde diese Verhungernde Kinder besser helfen da sie nicht in Elend geboren wären.

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    • Guten Tag,
      erstens ist es die katholische Kirche in Vergangenheit und Gegenwart, die sich massiv der Armen und Schwachen angenommen hat, zumal es im Mittelalter so gut wie keine staatliche Armenfürsorge gab. Vor allem Klöster haben sich der Bedürftigen angenommen, Ordensleute haben Pestkranke gepflegt – unter Todesgefahr übrigens.
      Die Armen- und Krankenhäuser waren früher fast alle in kirchlicher Hand. Auch heute gibt es 100.000 Ordensleute in aller Welt, die sich der Menschen im Elend annehmen.
      Welch ein Unfug: verhungernden Kindern „helfen“, indem man ihre Empfängnis bzw. ihr Leben verhindert.
      Tun Sie doch nicht so scheinheilig, indem Sie Kinder verhindern wollen, statt Probleme zu beseitigen – und das dann wohlklingend „Hilfe für Kinder“ nennen. Billiger und zynischer gehts nimmer!
      Die Kirche ist da schon anders: Sie labert keinen Blödsinn, sondern hilft mit ihren Missionsstationen und Schulen den Ärmsten der Armen.
      Aber Ihre Weisheiten sind wohl das Ergebnis intensiver Deschner-Lektüre – kein Wunder also!
      Einseitiger gehts nimmer!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        Wie gesagt: Meine Position ist – Verhütung ja, aber Abtreibung nein.
        Ansonsten wäre noch hinzuzufügen, dass einer der Hauptgründe, warum Eltern in der 3. Welt bzw. in Entwicklungsländern so viele Kinder bekommen, auch der ist, dass es eben keine ordentliche Renten- und Gesundheitsversicherung und eben kein reguläres staatliches ordentliches Renten- und Gesundheitssystem gibt.
        Und die Kindersterblichkeit und Säuglingssterblichkeit eben dementsprechend hoch ist.
        Und die Eltern so gezwungen sind, möglichst viele Kinder zu bekommen, damit wenigstens ein oder zwei bzw. ein paar wenigstens das Erwachsenen-Alter erreichen. Und sie so später im Alter versorgen können.
        Tatsächlich ist die Senkung der Kinder- und Säuglingssterblichkeit und auch eine Verbesserung der medizinischen Versorgung und auch der Aufbau einer regulären Kranken- und Rentenversicherung der Schlüssel zur Verbesserung der Situation in der 3. Welt und in den Entwicklungsländern.
        Siehe dazu auch Al Gores Buch „Wege zum Gleichgewicht – ein Marshallplan für die Erde“ und auch Prof. Margrit Kennedy und das internationale Schiller-Institut und die internationale LaRouche Bewegung und das internationale „Forum für ein neues Paradigma“ und die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo und Helga-Zepp LaRouche und das Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz und den Soziologen Jean Ziegler.

        http://www.zeit-fragen.ch

        Deschner vebreitete übrigens auch historische Halbwahrheiten und Unwahrheiten.

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      • Alexander Wendt sagt:

        @ Felizitas Küble

        Guten Tag,

        ich gebe Killema Recht.
        Okay, der Fairness halber sei gesagt, dass sich die Katholische Kirche um die Armen kümmert.
        Das ändert aber nichts daran, dass es Familienplanung und Abtreibung gegen muss.
        Im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung, dass das Menschsein erst ab der Geburt beginnt, nicht ab der Zeugung.
        Ich beziehe mich dabei auf das Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA vom 22.01.1973, Rechtsstreit Roe vs. Wade.
        M.E. ist es besser und humaner für alle, wenn es täglich bis zu 50.000 Abtreibungen gäbe anstatt jeden Tag 50.000 verhungerte bzw. an Krankheiten gestorbene Kinder

        Freundlichen Gruß
        Alexander Wendt

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      • Guten Tag,
        im Unterschied zu Ihnen bin ich der Meinung, daß wir die Probleme beseitigen müssen, nicht die Kinder (die ungeborenen).
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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